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ul-aer Anzeiger

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Ganz

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Fulda, Freitag, 10. Februar

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5. Jahrgang

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Meine Zeitung für eilige Leser.

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^je Sage Der inneren Politik ist zurzeit aus dem Höhe- I gcr Spannung angelangt, da Zentrum und Deutsche sich über das Rcichsschulgesctz nicht cinigen.können j M beiden Seiten zur Enischeivung gedrängtZvird. i»n tient Prozeß gegen den Primaner Kracktz, der für lAcglitzer Sdiülcrmorb mitveramwortlich.Zzemacht wird, sie Der Angeklagie vernommen.

»Der Vorstand der französischen Sozu^einokratie hat sich wdcdinqte sofortige Räumung ,.Lcs Rheinlandes aus-

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e kommende Genser Ratstagung.

^cvorstehcudc Aufgaben.

^ies beginnt die FrüHLahrsfügimg des Völkcr- 2o <^gcflcn ist das S i ch c r h c i t s k o m i t c c ^^iis/n'o'^'"r eiilbernfen, das die Vorarbeiten für

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Gespannte innere Lage

Wer Herr Gchätzel!

»tk moderne Mensch ist zum Nervenbündel gewor- - Mir gibt es einen ganzen Haufen Gründe, â Übelwollenden behaupten, unter diesen Gründen Hit Hauptsache das - Telephon. Daß man sozn- mcmals davor sicher ist, plötzlicki angerusen zu daß man aber auch die Möglichkeit hat, Mit- idiai jofori anzurufeN, habe Perhängnfsvollstc Wir- N für das menschliche Nervensystem. In Deutsch- 'Wrt sich dies in cor Hauptsache darin, daß der onbefWcr sich beschwert, ihm lvürocn von der Post zuviel Gespräche an gerechnet. Mit all der Autorität, str eine hohe Behörde umkleidet ist (aber sich um glaubt), wird je etwas von der Zuständigen Obcr- irchion bestritten, daß ihr jemals ein Irrtum mit föhne. Trotzdem rebelliert hier und da jemand tat kommt es zum P r o z c st. Wie jetzt in Breslau tobest es sich um dieveruntreuten" Kosten eines MN Ortsgesprächs; Kostenpunkt 15 Pfennige. Aber Ämsseiie" läßt sichgrundsätzlich" nichts gefallen, iittiii rutschen dann noch ein paar B c l c i d i g n u - n iiiit unter. Also los mit beut Prozeß, Schöfsen- W.Liaatsautvalf, Verteidiger, Zeugen, zu Dutzenden,

,. 5o viel Donner nur wegen eines Eicr- ^!" Wer die Post schneidet dabei so schlecht ab, handV e r schc n" ihrerseits beim Fcrn - cchbcrfr i) r werden aufgc deckt so z. B Anmeldungen von Ferngesprächen erwiesenermaßen "ch vèklorengegangcn, daß nun schleunigst dieBc ^"anzcigc . zurückgezogen wird und man sich auch R derBeleidigungen" einigen Witt.

Vorher hat man aber allerhand Anstrengungen ge deu Angeklagten, der sich nicht unbedingt der liiäi einer hohen Postbehörde beugte, alsQuent a" binzustellen. Durch Sachverständige. Als mcbi Kinder berrücfi, dem der berühmte Paragraph 51 leite stünde". Aber er ist ein Großkaufmann, bei trotz der Sachverständigen nicht als verrückt hin lassen will. Er sei durchaus bei klaren Sinnen w Aber der Umstand, daß sich der Angeklagte geistig Schaus' gesund hält, ist ein besonders verdächtiges so einer dieser Sachverständigen mit seh; atem Namen. Eine für jeden, der glaubt, geistig Jia, sein, wenig erfreuliche Aussicht! Das ist also sm sehr gewichtiges Zeichen beginnender Paralyse! I" etwas kann jedem passieren, der sich den Kosten '"äugen der Post nicht ohne iveiteres fügt ober ga» Nimmst", Ivie der Berliner sagt. Man wird dann F verrückt erklärt!

Dberpöstdixtzktiä Breslau war übel b e ', « sie diesen Prozeß anstrengen ließ: denn Kn- w sie schließlich nicht und sie soll immer daran I" sie dazu da ist besonders da sie Inhaberin 'b«mt§ ängstlich gehüteten und selbst in Klcinig- . Zitiert verteidigten Monopols ist, den sie in

Achtenden zu dienen und nicht umgekehrt mtje Zusammenstöße im Tagesverkehr erbittern y, als die fortdauernden Preiserhöhungen es getan haben.

^ . bteüen mir das Sprichwort einmal um unk viel Schatten ist, da ist auch viel Licht. Gewiß , " leinen Postminister Stephan mehr, dessen ^. ? litn Erdball ging, aber man bemüht sich doch . A ben steigenden Erfordernissen des modernen llerecht zu werden. Gerade ist der Fern- erirn -t^-T S^if^en Deutschland und 'Vni^iclt eröffnet und zurzeit tagt auch eine niim^1'^^ französischer, englischer, Holland isckzer, üaa^i,'. ""^rikanischer und schwedischer Vertreter, lechnischer und betrieblicher Art für den ge- "idt si^ ^Icheustaatlichcn Verkehr zu regeln. Also tu L| ^' "hc, macht Anstrengungen, vorwärtszu- bi« , l "wn sollte doch nicht gleich gegen jedes ii!' "'^^ls allzu empfindlich sein und zum Kadi

Uba g 5 k o IN m i ss N betreibt. Diese selbst ^^iiuit 151 März Zusammentritten. Auf der iftdQci? M . Ratstagung stehen zwei große Poli- sisch-I '. ^elde betreffen U ii g am, nämlich der *c Sortier,, '^c sogenannte Dptantenstreit, der sich ict rm-.'s '-^1 ^er ungarischen Grundbesitzer gegen '^ iil,"ichen Agrarreform dreht, und die Ma- scheint s - n s f ä r e von St. Gotthard.

sonder, ninn "seht nur auf feiten der Kleinen "Kolgc des gleichmäßigen Druckes der

Gefährdung der Regierungsmehrheit

Z c u t r u m und V o l k s p a r t e i.

Je länger der Kampf um das Zustandekommen des Reichsschulgesetzentwurfes dauert, desto mehr scheinen sich die Schwierigkeiten zu türmen, die das Ziel zur Vollendung des Gesetzes verbauen. Augenblicklich sind die Aussichten auf eine Lösung wieder stark verdunkelt. Die so oft behandelte Frage des Zwiespalts zwischen den zwei sich gegenüberstehenden Regierungsparteien steht auf dem gleichen Fleck: Zentrum gegen, Dentfchc ZL>lks- Partei für Simultanschulen. Auf beiden Seiten wird der entschlossene Witte verkündet, nicht zurückzuweichen. Bleibt es dabei, so bedeutet das die Sprengung bei Koalition und eine Regierungskrise.

Der Vorstand der Zcntriunssraktion des Reichstages hat Mittwoch eine Siüüng nbgehrrlten und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß eine Einigungsmöglichkeit namentlich in der Frage der Simnttanschule kaum noch besteht. Es soll der Donnerstag abend zusammentreten- den Fraktion überlassen bleiben, endgültig Stellung zu nehmen. Das offizielle Zentriimsorgan, die Gerurania, schreibt bereits:In den «NLsrgebendcn Kreisen des Zentrums ist man der Auffassung, daß das Reichsschul­gesetz als gescheitert angesehen werden muß, nachdem die seit einiger Zeit schwebenden Zwischenverhandlungen ergebnislos verlaufen sind. Daß die von der Deutschen Volkspartei hcrbcigcführtcn, für das Zentrum unan nehmbaren Veränderuygen des Regierungscntwurfs nicht ohne politische Rückwirkung bleiben können, dar­über wird man sich doch wohl in den beiden Rechts­parteien nicht im Zweifel sein. Dir Fraktion wird sich darüber schlüssig werden müssen, welchen Zeitpunkt und welchen Weg sie für Mre notwendige politische Initiative als geeignet ansicht." Die Deutsche Volkspartei schiebt die Schuld auf die Hartnäckigkeit des Zentrums und be­ruft sich, wie es Abgeordneter Dr. Scholz soeben wieder in einer Hamburger Rede getan hat, auf ihre fortschrittlichen Anschauungen, die zumindest ein erheb­licher Teil bei Teutschen Vxllspartei der Aufrechterhal­tung des RechtsbiockS nicht zu opfern bereit sei.

Rechts- und Linksparteien auch bei der französischen Re­gierung fest entschlossen ist, in dieser Frage trotz aller Widerstände energisch vorzügehen, nachdem nun die An­träge der drei Staateü der Kleinen Entente vorsiegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die N e u c r n e n - n u n g d e r S a a r k o m m i s s j o n. Es liegen für den vakant gewordenen Posten des Belgiers Lambert eine Reihe Kandidaturen vor, doch steht im Augenblick noch immer nicht fest, ob der Rat sich für den skandinavischen Kandidaten entscheiden wird. In einer ober fehle Zischen Schulsragc, die durch eine neue Eingabe des Oberschlesischen Volksbunves wegen Eröffnung einer deutschen Mindorl-ciienschule auf Grund der deutsch-pol­nischen Konvention aufgeworfen wird, ist es nicht aus­geschlossen, daß der Rat Vertagung beschließt, bis die grosse oberschlefiscbc Schuls rage vom Internationalen Gerichtshof im Haag entschieden sein wird.

Französische Gszialisten

für Memlanöraumung.

Erklärung d c s P a r t e i v o r st a n 's e s.

Im Anschluß an die Äußerungen des französischen, bett Sozialdemokraten zu gerechneten Politikers Paul- Bo nc au r, der sich gegen baldige Rheinlandränmüng ausgesprochen hatte, wandte sich die deutsche Sozial­demokratische Partei an den Vorstand ihrer Gesinnungs­genossen mit Protest und Anfrage.

Der Vorstand der Sozialistischen Parier hat nun beschlossen, auf den Protest der bc^tüW Sozialistischen Partei mit dem Hinweis auf das offizielle Wahlpro aramin der Partei zu anftvorten, in dem die sofortige Räimlng des Rheinlandcs ohne jeden Vorbehalt ge fordert wird. Gleichzeitig will die französische Sozia­listische Partei den deutschen Sozialdemokraten die Ein­berufung einer befoubceen I n t c r n a t i o n a 1 c n K o n- seren; Vorschlägen, bei der auch die belgischen Sozi-z« listen vertreten sein sollen und die endgültig die Haltung der Sozialistischen Parteien von Deutschland, Frankreich und Belgien zum R H c i n l a n d V r o d l e m scst-

legen sott.

Unsere Reichswehr.

Beratungen im Haushallsausschnß des Reichstages.

- Der

des RcichswchriuinisteriuivS steht jetzt

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HanshEsausscbuß dos Reichstages zur Beratung. Den Aus- sübrungen De--' Berichterstatters Hünlich tSoz.) ist zu ent» nehmen. rdqß- im letzten EtülSjahr -

87 Selbstmorde und 48 Selbstmordversuche

in der Reichswehr vorgekommen sind Der Mitberichtcrstattcr Abg Ersuig (Ztr.) führte ans. der i^tat des ArbeitsMini stc- riuiiis und der Eiar des Löehrmiuisterlitms seien am meisten umstritten. Deshalb sei zu prüfen, ob wir nach der sachliäieu und finanziellen Seite auf dem rechten Wege seien. Bedauerlich sei auch hier die Beobachtung, daß die Pcrsonalausgaben stiegen und die Sachausgaben zurückgiugen. statt umgekehrt. Im übrigen wolle er aber nicht. daß die Reichüwebraugehöri- gen schlechter gestellt würden als die anderen Beamten. Die

Die Vermittlungsversuche werden natürlich fort* gesetzt und besonders die D e u 1 s ch n a 1 i 0 n a l e n , die andere Rechtspartei der Regierung, bemühen sich in dieser Richtung. Die Dcutschuationale Volkspartei hält nach wie vor die Erledigung des Reichsfchulgesetzes nicht nur für politisch notwendig, sondern die Beseitigung- der Disserenzpunkte für durchaus möglich. Einem Aufschub der Entscheidung werden die Deutschnationalen nicht z u st i m m e n. Der deutschnationale Graf Westarp hat für Freitag den Interfraktionellen Ausschuß einberufen, um endgültige Klärung herbeizuführen. Man sieht bei den Deutschnationalen die Lage für sehr ernst, wenn auch nicht hoffnungslos, an.

Gieheu Fsuwahlen bsvor?

In den WanDelhallen des Reichstages gab es am Donnerstag, während drinnen im Saale die Redner vor leeren Bänken über Mieterschutz sprachen, nur e i n Ge- sprach: Kommt es zum Brnch? Werden die Zentrums­minister aus dem Kabinett scheiden und damit eine Ka­binettskrise herbeiführen?

Besonders Hellhörige wollten schon wissen, dast ReichMiigsneuwahren für April im gegebenen Falle ge­plant seien. Man sprach auch von der Möglichkeit, die Re­gierung werde das ganze Gesetz zurückziehen, um den Etat und andere wichtige Dinge unter Dach und Fach zu bringen, also die fetzige Koalition auf diese Weise einst­weilenzusainmenhalten und' darkn erst weiter sehen.

Für ein solches abwartendes Behalten sind aber die Deutschnationalen, wie gesagt, nicht eingenom­men. Sie sollen es immer nach dem Hörensagen vsrziehcn, i» offener Feldschlacht im Reichstage die Ent­scheidung durch Abstimmung zu erzielen. Zur Stunde ist tatsächlich noch alles in der Schwebe. Die Z c n t r u ms- fraktion berät sich nochmals. Der Schulausschuß der Deutschen Volkspartei versammelt sich am kom­menden Sonntag zu einschlägigen Beratungen. Vielleicht bringt die neue Woche endlich den Zeitpunkt, in dem sich die gespannte AtmosplMre gewaltsam entlädt oder zu dem die drohenden Wolken sich aemäcklick verziehen.

freilich tm Gegensatz zur Reichswehr mit Teputatioiicn den Reichstag bestürmt hätten. Bei dem

Pfcrdecrsatz

habe das Wehrmiuistcriiml keine Landwirtschaftspolitik Zu treiben, sondern lediglich die Belange der Reichswehr zu be­obachten. Durch weitere Motorisierung der Kavallerie könnten weitere Pferde erspart werden Die Unterbringung der Mann­schaften und der bauliche Zustand der Kasernen seien vielfach außerordentlich rückständig und pesssrnngsbedürftig: müßten größere Mittel verfügbar gemacht sein. Auf dem Gebiete des KraftsahrwescnS seien wir noch außerordentlich rückständig. Sei cs richtig, so fragte der Redner, daß der größte Prozentsatz der Anwärter zur Wehrmacht aus Industrie und Gewerbe stamme? Er fordere, daß die körperliche Eignung den Ausschlag geben müsse, nicht die Parteizugehörigkeit oder die soziale Herkunft. Bèi der

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Aufhebung von Zwerggarnisonen

werde man flammende Proteste erhalten; das dürfe aber den Ausschuß und das Ministerium nicht abhalten, solche Zusam­menlegungen vorzündhmèn, um der jetzigen zersplitterten Dis­lozierung ein Ende zu machen und damit auch der Ausbildung bei« Truppen zu dienen.

Die weitere Beratung wird aus Freitag vertagt.

Sofien des preußischen parlamenis.

- Früher ii n V jetzt.

Nach einer bei her Beratung des Haushalts im Preußischen Landtag vorgelegten' Ausstr Aung des Abgeordneten Metzeuihin gab ès vor dem Kriege in Preußen 443 Abgeordnete, jetzt 450. Zählt man Herrenhaus bzw. Ltaatsrat hinzu, so wächst Die Zahl der Parlamentarier in Preußen auf 830 vor dem Kriege und 531, also 299 weniger, in oer Gegenwart. Die Kosten des. Parlaments vctr4rgen vor dem Kriege t^fjü Prozent vcs Gesamt- staatshaushalts, 0,11 Prozent jetzt. Bei Hinzurechnung der Zivilliste für den König kostete der gesamte gesetzgeberische Apparat Krone und Parlament -- vor dem Kriege etwa 20 Millionen gegen sechs Mittloncm jetzt.

r Die Zahl der Pienarsitziiugen ist im Wesentlichen dieselbe geblieben. Auch die Zakt der Ansschußsitzungen ist nicht sehr, gestiegen; vor dem Kriege 253 pro Jahr, während der Gesetz­gebenden Landesversammlitng 16t, im vorigen Landtag 303. Während vor dem Kriege Urabträge ans dem Hause nur 73 aus das Jahr kamen, gab es in der Verfassunggebenden Landes­versammlung pro Jahr idion 225 und im vorigen Londma 271 Anträge; in den drei Jahren des jetzigen Landtages ist nie Antragszahl auf 623 pro Jahr gestiegen. Tie Großen An fragen sind gestiegen pro Jahr von neun vor dem Kriege auf 88 in der Verfassunggebenden Landesversammlung, 75 im vorigen Jahre nnv 82 in den letzten drei Jahren des jetzigen Landtages. Kleine Ansragen gab es im vorigen Landtag 1029, für das Vierteljahr also 257.

Deutscher Reichstag

(377. Sitzung.) 1

CB. Berlin, 9 Februar.

MC zweite Lesung der Vorlage zur Änderung des Mieter« kchutzgcsctzcs wurde fortgesetzt. Ein sozialdemokratischer An­trag. den § 1 des Mieterschutzgesetzes unverändert in der alten Fassung zu belassen, die zwar eine Ausbebungsklage vorsieht, aber kein Kündigungsverfahren, wird in namentlicher Ab- stiiunluug mit 159 gegen 113 Stimmen der Sozialdemokraten, Demokraten und Kommunisten abaelebm § 1 wurde in der