Zul-aer Anzeiger
EMeiat jeden Werktag. Bezugspreis: monatlich s Mark. Bei LieferungsbehinSerungen öurch Mrre Gewalten", Streiks, Aussperrungen, tzahnsperee usw. erwachsen dem Bezieher keine Sprüche. Verlag Arieörich Ehrenklau, §uISa, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungsoer- leger. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr.iüoso ^39 - 1928
Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg
Zulöa- unö Haunetal *Zulöaer Kreisblatt
ReöakLion unö GefthästssteUe: MLHlsnftraße 1 ❖ Zernfprech-Anschluß Nr.HSö
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Fulda, Mittwoch, 15. Februar
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^tUMSuMlOKiMS^^
5. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Das Reichsschulgesstz ist endgültig gescheitert.
1 3um Landtagspräsidenten von Hessen wurde der so-zial- -âslratische Bürgermelster Delp, Darmstadt, gewählt.
* Der stellvertretende polnische Ministerpräsident Bartels Migte die Umwandlung der Zölle auf volle Goldparität an.
- Asquith ist heute früh gestorben.
800000.
Masseukümpfe im Wirtschaftsleben.
Mit Mühe und Not war im letzten Augenblick die An- Wung des Kampfes zwischen Arbeitgebern und Ar- Mchmern in der eisenschaffenden Industrie vermieden »tu dadurch, daß staatlicherseits sowohl Lohnerhöhun- H nie Verkürzungen der Arbeitszeit den Arbeitgebern Mgt wurden. Einen gewissen Ausgleich versuchten imdie Eisenindustriellen durch eine Heraufsetzung der greife herbeizuführen und die Regierung konnte sich ui Berechtigung dieser Maßnahme nicht verschließen. M eine unmittelbare Fortsetzung erfuhren nun diese iMnandersetznngen durch einen Streik, der in der eifen- Mbeitenden Industrie Mitteldeutschlands ausbrach.
Res dazu kam, liegt wohl zum großen Teil daran, daß ki staatliche Apparat des Schlichtungswesens nicht or- Ailich und schnell funftionierte. Gegenüber der Fördern einer Lohnerhöhung der Gewerkschaften um 15 Pfen- ch hatte der Schlichter 3 Pfennig für die Arbeitsstunde Kü bewilligt, aber die Arbeitgeber konnten beim tearbeitëminifterium die Verbiudlichkeitserklärung te Schiedsspruches nicht durchsetzen. Da nämlich bereits Omche Betriebe in den Streik getreten waren, glaubte 8iKichsarbeifLminister, daß eine solche Verbindlichkeits- Äung praktisch unwirksam bleiben würde. Die Ge- KlNten kommen nämlich bann, wenn eine solche Ver- MÄkeitserklärung erfolgt, Die Arbeiter aber zur Wie-
'B'ü^ sei Arbeit nickn zu beweM! sind, in eine OM Lage, lveil der Streik bann zu einem „wilden" ^^, Streikünterstützungen also nicht gezahlt werden ^ikn. Wenigstens können die Gewerkschaften dann auf Milhtticheni Wege haftbar gemacht werde». Da der ^lreik in Mitteldeutschland schon einige Zeit währte, auch '"^i schon immer von Kämpfen durchtobten Berliner Metallindustrie sich allerhand Ähnliches vorzubereite» Wi, hat jetzt der Gesamtverband Deutscher Metall- Mastrieller die Ge s a m t a u s s p e r r n n g in der deut- lw Metallindustrie zum 22. Februar beschlossen. Da-- y würden 800 000 Arbeiter gezwungen -0 ^, d i e Arbeit n i e b e r 3 u l e g e n.
Selbstverständlich hat diese Ankündigung einer „Shnt- kâchièaussperrung" sehr erhebliches A u f s e h e n er- da wir ja überhaupt anscheinend vor einem Massen-
in der deutschen Schwerindustrie stehen. Denn auch 's Bergbau gärt es schort sehr bedenklich: seit längerer ^i! sind die Abkommen gekündigt und die Bergarbeiter- W hat sehr erhebliche Forderungen hinsichtlich Lohu-
und Arbeitszeitverkürzung gestellt. Wieweit ^ Schlichtungsverfahren unter solche» Umständen über-- ss^ noch zu wirken vermag, läßt sich vorläufig nicht •7W, da sich besonders auf Arbeitgeberseite überhaupt d I^rke Widerstände gegen dieses Zwangsverfahren » end machen. Man ist dort der Ansicht, daß das jedes- "sie Eingreifen des Staates in die Auseinandersetzun- d »wischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern dem Wesen ^srèien Tarifvertrages widerspricht, daß nur zwischeu beiben Gruppen Vereinbarungen über Lohn und ä!1 Betroffen, gegebeneufalls ausgekämpft werden
Andererseits aber üben solche Massenkämpfe doch j? w große W i r k u rr g a » f die gesamte W i r t - ^k " U s l a g e des Staates aus, ihre Folgen können
Verheerende sein, daß man das Eingreifen des ^" > bs als lebensriotwendig um so mehr betrachten muß, d w Deutschland schwerste Verpflichtungen nach außen . Box Dem Kriege war es anders: damals konnte freies Wettspiel der Kräfte erfolgen, ohne daß gleich '^ ganze Struktur des Staates bedroht wurde.
diik A V^^lich aber sollten doch beide Teile, Arbeitgeber !sMk Mitnehmer, etwas aus dem größten Wirtschafts- Ünti A Atzten Jahre, dem englischen Bergarbeiterstreik
Beiernt haben, der dem Wirtschaftslel»en Eng- s»id ;.'^'"ste, noch jetzt blutende Wunden schlug. Beide ^ nd "^ glücklich geworden, weder die Arbeiter noch L "b^mer. Und über das eine muß man sich auch
1 ui: viele Zeichen sprechen dafür, daß die Z e i t der ^n el, "glichen Hochkonjunktur sich sehr 'm b V 1 b reniEude uähe r t. Damit wird sie auch ungünstig für die Austragung solch großer kn iIt,? "0chen Kapital unb Arbeit, wie sie zum minbe- ^i'lant sind.
E^en die Riesenaussperrung.
^i'anltvorstand des Gewerkvereius Deutscher Atschs ^rr erläßt 311 dem Aussperrung s beseel uß in der ■ 1 hl das ^ ElNdustrih eine Erklärung, aus der ersichl- ^^igewtu^ r gervillt ist, den Kampf gemeinsam mit dem .. Der ^0 V1 ‘eben Metallarbeitervev band durchzuführe».
^eir^p^1’ Metallarbeiterverbaud hat eine Sitzung étiiihi ."vch Stuttgart ein Berufen, um zu der Er- ist er s.beitgeber Stellung zu nehmen. Wie erklärt tiCtMtc f 111 a n 3 i e 11 für d e n K a m pfdu r ch a 11 s
Di^>, I ‘ i d) e 11 Wirts d) aftskrei j e sind, wie ’^ritu^dd' besannt wird, wegen der drohenden Aus- u Metallarbeiter in besonderer Sorge: denn ein
Das Reichsschulgesetz gescheitert
Reichstagswahl wahrscheinlich im Mai.
Entscheidung bis Mittwoch vertagt.
, Dienstag früh begannen im Reichstag die abermaligen Beratungen des Interfraktionellen Ausschusses der Regierungsparteien. Zwei Stunden lang unterhielt man sich noch einmal über die strittigen Paragraphen des Schulgesetzes, ohne daß man zu einem wesentlichen Resultat tam. Es wurde vereinbart, die Fraktionen sollten die Einzelheiten ebenfalls noch durchsprechen, worauf Mittwoch der Interfraktionelle Ausschuß zum drittenmal tagt. Jedenfalls überwog der Eindruck, alle Verhandlungen über das Schulgesetz seien endgültig als gescheitert zu betrachten und daß dem Ausschuß nichts übrigbleiben wird, als diese Tatsache zu konstatieren. Herr von Gusrard, der im Augenblick maßgebende Führer des Zentrnms, soll vorgeschlagen haben, nach der Reichstags auflöfung die Neuwahlen i m M a i vornehmen zu lassen. Die anderen Parteien hofft man für diesen Termin zu gewinnen.
Aus den Fraktionssitzungen der beteiligten Parteien, die Dienstag nach Vertagung des Interfraktionellen Ausschusses abgehalten wurden, drang nichts Erhebliches an die Öffentlichkeit. Es besteht die größte Wahrscheinlichkeit für ein
volles Drittel der von der Aussperrung bedrohten 800 000 Arbeiter ist in sächsischen Betrieben beschäftigt.
Man hofft daher hier dringend, daß die Reichsregierung sich nicht mit weiterem Abwarten begnügt, sondern schnellstens eingreift, um eine Erweiterung des mitteldeutschen Konfliktes unter allen Umständen zu vev hüten.
Dsr Offiziersersah in Druifchlanö.
General Gröner über die N e i ch s w c h r.
Im Haushaltsausschutz des Reichstages behandelte ReichS- wch-rminlster Gröner Fragen, die im Laufe der Ausschutzver- Handluttgen über die Reichswehr von den verschiedenen Rednern aufgeworfen worden waren. Zunächst kam er auf das Offtsierskorps zu sprechen. Er betonte dabei, daß nicht Herkunft, soziale Berhättnisse und Examina für die Einstellung der Offiziersanwärter maßgebend sein Dürsten, sondern der Charakter und der ganze Mensch. Allerdings müßte
ein bestimmtes Bildungsniveau
zur Einstellung in vas Offizierskorps vorhanden sein. Für Nichtabiturienten und Volksschüler sei es schwierig, sich den nötigen Bildungsgrad zu verschaffen. Was den Offlztersersatz anbelangt, so müßte Der Minister das letzte Wort dabei spreche». Der Prozentsatz des Adels in der Reichswehr betrage 20 Prozent gegenüber 31 Prozent im alten Heere. Der Mmister erklärte, daß er in seiner langen Laufbahn nicht den geringsten Unterschied zwischen nötigen und anderen Offizieren gesunden habe. Die Mißhandlungen werde er
mit Feuer und Schroert ausrstten.
Aus Dem politischen Kampf der Meinungen müsse die Reichswehr heransbleiben. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold habe politischen Charakter und habe cs auch wiederholt ausgesprochen. Der Arbeiterturn- und sportbund bezeichnet sich selbst als klassenkämpferisch. Die Kriegervereine haben ihre» unparteilichen Charakter bewiese». Im Jahre 1927 seien 178 Beschwerden aus Presse, Parlament usw. an das Retchswehr- ministerium gelangt. Von diesen Beschwerden haben sich 144 als unbegründet erwiesen. Der Minister erklärte weiter, daß er sich nicht scheuen werde, auch
von der Wehrmacht der Teutschen Republik zu sprechen.
Er hoffe, bafe das auch von den Offizieren so aufgefaßt wird, daß cs keine Schande sei, d é m neuen Staate z u dienen. General Gröner betonte zürn Schluß, daß unsere 100 000 Mann uns heute ebensoviel kosten wie 300 000 Lor dem Kriege.
Kurzfristige Anleihen der kleinen Städte.
F e st st e l l u n g e n des R e i ch s st ä d t e b u n d e s.
Der Reichsstädtebund, die Spitzenorganisation der Klein- und Mittelstädte, hat Feststellungen über die Hohe der nichtfundierten kurzfristigen Anleihen in 9~a unö Kleinstädten bis zu 30 000 Einwohnern mit einer gesamte inwohnerzahl von 6,3 Millionen Einwohnern K- ""^Dabei hat es sich herausgestellt, daß 515 Der befragten Städte nichtfundierte kurzfristige Anleihen an,genommen haben, die sich am 1. Januar 1928 auf etwa 96 Millionen Mark beliefen. Etwa 33 Millionen Mark oder 35 Prozent der Schuldsumme dienen Wohnungs- und ^icdlungs- ^veüeu, 16 Millionen oder 17 Prozent wurden Gas-, Wasser und Elektrizitätswerken sowie sonstigen werbenden Betrieben zugèführt und ebenfalls etwa 16 Millionen Mark oder 17 Prozent sind für Straßen-, Brucken , Ka- nalisations- und andere Tiefbauarbeiten und für Ro>- standsarbeiten aufgenommen worden.
3h Anbetracht dieser durchaus dringlichen Zwecke weist der Reichsstädtebund in einer Eingabe an den Reichsfinanzminister und an den Reichsbaukpra, identen darauf hin, bei den Entschließungen über die Abdeckung der kurzfristigen Anleihen durch Ausländsanleihen mm) Die Mittel und Kleinstädte gebührend zu berücksichtigen. Der Gesaintvorstand des Reichsstädtebundes wird sich am 16. und 17. ö. M. anläßlich seiner Tagung mit der Frage beschäftigen.
einstweiliges Weiierbestehen der Regierung
bis nach der Erledigung des Reichshaushalts, des Nach- trazsetats, Der Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft und vielleicht des Kriegsschädengesetzes. Ausscheiden würde allerdings die vorbereitete Reform des Strafrechts. Diese Arbeiten würden bis Ende März zu erledigen sein. Bei der noch nicht feststehenden Zustimmung der übrigen Parteien wäre, wie man zuverlässig hört, das Zentrum bereit, unter diesen Bedingungen seine Minister in Der Reichsregierung zu belassen.
Wenn diese Pläne reifen, würde dann das Kabinett dem Reichspräsidenten Vorschlägen, die Auslösung des Reichstages auszusprechen und die Neuwahlen ausschreiben 311 lassen.
DLs Schulgefetzverhandlungen endgültig gescheitert.
* Berlin, 15. Febr., 11.45 Uhr vorm. (Tel.)
Die Schulverhaudlungen sind endgültig gescheitert. Dis
Minister traten am 11 Uhr im Krankenzimmer des Reichskanzlers Dr Marx zusammen, um über die Lage zu beraten.
Mrertagung des Landarbetterbündes.
Ansiedlung von Landarbeitern.
Der Reichslandarbeiterbuud hielt eine Fübrertagung in Berlin ab. über „Die Bedeutung intensiver Landwtrsschast für unter Volk und für die Landarbcüerschasr" sprach Abge« ordnete! 0 rhr. v. Richtho sen -Gogräwitz. Er forderte, daß Arbeitslosenunterstützung nur an die bezahlt werden dürfe, die andere Arbeit nicht erhalten können. Über „Die Landarbeilsforschung als Hilfsmittel intensiver Wirtschaftsweise" sprach Prof. Dr. Derlitzki, Direktor der staatlichen Versuchsanstalt Pommritz t. Ia. Reichsragsabgeordneter Paul Grese hielt ein Referat über „Landarbeitcrsiedlung als Aufstiegsmöglichkeit für die Landarbeiterschaft". Ein Riegel gegen die Abwanderung sei lediglich eine vernünftige Siedelung, indem fähige Arbeiter auf eigener IÄolle als Siedler eingesetzt würden.
Zum Schluß wurde eine Entschließung angenommen, in der es u. a. beißt: Die Not der Landwirtschaft bedroht die Existenz der Landarbeiter. Diese richten daher an die Lssent- lichkeit, die Parlamente und die Regierung die ernste Mah. nung, alles zu tun, was irgend möglich ist, um die broycnbe Agrarkatastrophe zu verhindern. Die bisherige Siedlungs- tätigteit hat der Landarbeiterschaft durchweg nur Nachteile gebracht. Es wird daher Wiederherstellung der Renrabililtät aller landwirtschaftlicher Arbeit und vermehrte An- s i e d l n n g von tüchtigen Landarbeitern mit Hilfs staatlicher EinriÄtungslrcdue gefordert.
Polens Handel mit Deuischland.
Das Interesse der Landwirte.
Der polnische Landwirtschaftsminister hielt beim Empfang einer Abordnung polnischer Landwirteorganisa- ttonen in Warschau eine beachtenswerte Rede. Die polnischen Landwirte hatten dargelegt, daß sie an einem p 0 lnisch - deutschen Handelsvertrags nur dann Interesse hätten, wenn ein solcher Vertrag die Ausfuhr poluischer landwirtschaftlicher Produkte nach Deutschland auch erleichtere.
In seiner Antwort führte der Landwirtschastsminister aus, daß man einen deutsch-polnischen Handelsvertrag ant kürzesten charakterisieren könne: Die Einfuhr deutscher Jndustrterzeuguisse nach Polen sowie die von polnischen landwirtschaftlichen Produkten und polnischer Kohle nach Deutschland ist zu umreiten, der Umfang des beiderseitigen Umsatzes muß aber mehr oder minder der gleiche sein. Deshalb ist, vom polnischen Gesichtspunkt aus gesehen, ein Vertrag mit Deutschland nur dann möglich, wenn den landwirtschaftlichen Erzeugnissen Polens die Ausfuhr nach Deutschland gesichert ist. Die deutschen wirtschaftlichen Kreise müssen sich vergegenwärtigen, daß ohne Ermöglichung der Ausfuhr polnischer landwirtschaftlicher Produkte nach Deutschland ein deutsch-polnischer Handelsvertrag für Polen nicht von Interesse ist, zumal die Ackerbautreibenden in Polen zwei Drittel der Bevölkerung ausmachcn.
Der Minister betonte schließlich, daß die polnische Landwirtschaft nicht die Absicht habe, ihre Forderungere zu überspannen, um dadurch eine Krise in der deutschen Landwirtschaft hervorzurufen. Er spricht die Hoffnung aus, daß bei entsprechender Behandlung eine Verständigung gelingen werde.
GebnrtenrüüAang in Preußen.
Die Statistik über Die Grburtenbewegung in Preußen zeigt, daß nach dem ursprünglichen Anstieg der Geburtenzahl in der Nachkriegszeit nunmehr seit 1921 wieder ein erheblicher Rückgang der Geburtenziffer eingetreten ist. Im Jahre 1921 betrug der Geburtenüberschuß in Preußen 11,3, 1922 nur noch 8,5, 1923 7 Prozent. Der besonders starke Rückgang des letzten Jnslationsjahres wurde aus- geglichen im Jahre 1924 mit 8,6, im Jahre 1925 mit 9,1. Im Jahre 1926 aber setzte wieder ein Rückgang ein auf 8,02 Prozent. Die Tendenz eines Herabsinkens der Ge- blrrtenzahl ist also unverkennbar. Interessant ist der starke Einfluß, den auf diese Kurve besonders wirtschafte liche Zustände auszuüben vermögen.