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M-aer Anzeiger

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Fulda, Mittwoch, 14. März

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5. Jahrgang

Meine Zeitung für eilige Leser.

Walen Der Verhaftungen deutsche! Ingenieure und An- ..^ in Rußland Hal Die Rcichsregieiung in Moskau Küiinßeu erhoben.

, Mm Dem Reichstagshauptausschuß verbreitete sich Reichs- ^minister Gröner über die Phöbusangelegenheit und Den ^^ v^offentlichien Regierungsbericht.

lj^ Prämie der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie Li von 500 000 Mark teilen sich Gewinner in Berliner ELcn und in Nienburg an der Weser.

Miaatssekretär Kellogg hat in Washington dem deutschen l^jicr neben einem Schievsvertragsentwurs auch den Mirs für einen besonderen Versöhnungsvertrag überreicht.

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IO'«-Warschau-Vukaresi.

I M Genf war während der Völkerbundratssitzung i ^wunderschönes Wetter, aber das war dort auch das k «Zchöne wenn man es nicht auch als immerhin IW bezeichnen will,-daß irgendwelche Beschlüsse über- W nicht gefaßt wurden, die deutsches Interesse be- Witit. Dafür aber schweben die Verhandlungen von MN wie die Englèin zwischen Deutschland und M, unb, auch schon feit lanyem, zwischen Deutschland MMmänien.

k zu den deutsch-polnischen Handelsver- UWsuerhandlu nge n, die sich mühsam fort- I Ä, ist die Situation noch weit schwieriger geworden. I Qijen» hat Polen durch eine außerordentlich hohe IMierung seiner bisher auf Papierzloty beruhenden Miinine Mauer um sich Wümgebaut, die für viele Einfuhrwaren praktisch unübersteigbar ist und >Ä«Ah sein soll. Dazu kommt die scharfe Kontin- W^Mg für gewisseLuxuswaren", wobei auch wis- K kitt erster Linie deutsche Erzentzniffe getroffen werden. I WMch die neue Bestirnnmng, durch die Ausländern ' . ^enthalt und die Niederlassung in einem 30 Stils» -^ âcn Streifen längs der Grenze verboten wird; pst kerben die bisher in den Verhandlungen mühsam pj erzielten Vereinbarungen über das Nieder- ^Wrecht ' glatt über den Haufen gerannt. Frei- ' ist auch aus innenpolitischen deutschen Gründen 5 6« nicht daran zu denken, daß in absehbarer Zeit nur ein größeres Handelsprovisorium zustande M Nicht bloß innerhalb der Reichsregierung be» ''«hierbei wegen der bekannten Agrarforderurrgen sehr bliche Widerstände, außerdem würde man bei ver ^Älicklichen Erregung in der deutschen «d wirtschaft das polnische Schwein und vas MW Getreide nur schwer über die Grenze lassen

L 2b «Nier diesen Umständen übrigens auch Herr l^^cu, Rumäniens Außenminister, zu seinem Ziel i«ien wird, ist recht zweifelhaft. Ursprünglich wollte l'^i!)land dazu veranlassen, für die deutschen Kriegs- I^die während der Okkupationszeit in Rumänien von M fischen Behörden ausgegeben und nach Kriegsende

Bukarester Regierungeingelöst" wurden, den I ^'.«alwert zu bezahlen. Was vermutlich für gewisse l -iverdienende Bukarester Elemente eine sehr er- I«liche Spekulation ergeben würde! Daran

deutscherseits gar nicht zu, denken; unsere Zah- I^erpflichtungen sind durch den Dawes-Plan restlos Umlegt und, täten wir es Rumänien gegenüber trotz- IP'0 waren im nächsten Augenblick auch die Belgier PP« selben, von Deutschland stets abgelchnten For- i da. Vielleicht kamen auch noch andere Länder und pw, denn der Appetit ivächst ja beim Essen.

soll Herr Titulescu aber doch nicht ganz un- von dannen ziehen. Angeblich niöchte er wenige Anleihe kriegen, wenn ihm jene anderen ^digungen" zu erlangen nicht glücken soll. Man IH^ 100 Millionen, aber unsere eigene ivirt- durfte dieser Summe doch iveit dringen- Utz Pwollen! Außerdem liegt auch hier die Gefahr vor, k «gien aus Deutschlands etwaiger Bereitwilligkeit, »â^"s8stens" eine Anleihe zu gewähren, sehr rasch kiiiw Folgerungen zieht. Und dann hat. sich Ru- dortigen Deutschen gegenüber in einer Weise ^ch s^W die dem Verhalten Polens nicht viel nachsteht. !P di,,, ^"delt es sich umerobertes" Deutschtum, dac- ^e d^ ^cn Rumänen ebenso schwer mißhanvelt wirv "Närische Element.

-P Oststaaten tvotten von uns nur Konzes- ^PA^Mft auch Geld, pflegen aber jedes Entgegen- ^Ajjfrj^^^hnen. Bisher war in der Politik aber der ^Nst J./'f^ Sab immer nur der: Do ut des, ich gebe dir, °" mir gibst.

Rückgang der Arbeiislosigkeii.

P Um 53 500 M aNN.

P Mi/, ^beitslvsciiversicherung hat sich der Rückgang )-biz ,â Hauptunterstützuitgscmpfänger in der Zett vom pk toi, P^ruar in dem gleichen langsamen Tempo )ort = ?Ä&« der ersten Fcbruarhälfte. Die Gesamtzahl der D?^ ^"Wtzngsempfänger war am 29. Februar 13-8 rund Nn« ^Mutzer 1291000 am 15. Februar 1928. Die Ab- ^ also -5 3 0 0 0 oder 1,1 Prozent. Der ^'^kee/n st bei den männlichen Arbeitslosen 4,< Prozent i^^loi. r dell weiblichen nur 0,3 Prozent ^P-utlU ^i ° m e R ü ck g a n g Der Arbeiiölosig^lt durfte !k>^Ur,?"'darauf zurückzuführen sein, daß Die ^ a 11 o n- & tzm»«,"Besondere im Baugewerbe, infolge der ichwan- "8 >ont^"M und aus anderen Gründen nur zögernd tu

Gröner gegen llnverantwortlichkeit

Die phöbusaffäre . vor dem ReichMgsaEuß.

Einsetzung einer U n t e r s u ch u n g s k o m m i s s i o n.

Die nun schon lange Monate die Öffentlichkeit beun­ruhigende Angelegenheit der mit dem Marineetat in Ver­bindung gebrachten Phöbusfilmgcschäste kam vor dem Hauptausschuß des Reichstages zur Sprache, nachdem der langerwartete Regierungsbericht veröffentlicht worden ist. Dem neuen Reichswehrminister Gröner fiel die schwere Ausgabe zu, sich im Namen der Negierung über den Be­richt und die diesem zugrunde liegenden Vorkommnisse zu äußern.

Die Aussprache im Hauptausschuß endete mit der Überweisung des Berichtes an einen fünfzehngliederigen Unterausschuß, der die Geschäfte der SeetransKvttLb- teilung noch im einzelnen nachprüfen soll. -

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Sitzungsbericht. -----

Der Vorsitzende des Hauptausschusscs teilte bei Verhand- lungserössnung mit, daß für die Besprechung nur drei Stunden vorgesehen seien Werde der Ausschuß in dieser Zeit nicht fettig, so müßte heute eine Rachtsitzung stattfinden.

Vor Eintritt in Die Beratung nahm der kommu­nistische Abgeordnete Stöcker das Wort. Er warf der Re­gierung vor, daß sie den Beschluß des Ausschusses nicht durch­geführt, sondern vielmehr aus Grund von Besprechungen mit den Fraktionsführern einen Bericht herausgegeben habe, der eine Herausforderung bedeute. Dieser Bericht sei eine Fälschung. Die Kommunisten beantragten erneut, den Unter- suchungsbrricht des Präsidenten Sämisch vorzulegen. Für die Sozialdemokraten erklärte Abgeordneter Müller- Franken, daß .auch seine Partei an dem Bericht manche Kritik zu üben habe, das aber in der Aussprache tun werde. Der kommu­nistische StschLKsordmtngsantrag wnrpe gegen die Sriwzucn der AMraastcllet abaelehüt.

Als erster Dcbatteredner nahm Abg. Heinig (Soz.) das Wort. Er erklärte, es werde festzustellen sein, was in dem Sericin ganze und was halbe Wahrheit sei und ob mit dieser Ausmachung wirtlich keine polnischen Gedanken verbunden ge­wesen seien: Ehe nicht volle Klarheit geschaffen sei, werde seine Partei dl« Nachlragssorderungen von sieben Millionen nicht genehmigen. Der demokratische Abg. Dr. Haas verlangte gleichsälls volle Klarheit und betonte, daß die Sache nicht parteipolitisch behandelt und Kapitän Lohmann nicht einfach als Süildcnbock hingestellt werden könne. Der kommunistiiche Abg Schneller verlas eine Reihe von Stellen aus Dem arm geblichen Originalbericht des Präsidenten Sämisch. wonach die ganze Angelegenheit nicht unter dem Gesichtspunkt der subjektiven Verantwortung Lohmanns, sondern der generellen Verantwortlichkeit eines Systems betrachtet werden müsse. Es handle sich um Dinge ähnlich der Schwarzen Reichswehr.

Reichswehrminister Gröner erwiderte sofort. daß der kom­munistische Redner einer Täuschung zum Opfer gefallen sei und daß in dem OriglnalbericM und dem Material nichts von dem stehe, was der kommunistische Vertreter gesagt habe. -wahr­scheinlich stamme dieser Bericht aus einer vallÄerwerkitatt.

^cr Zentrumsabgeordnete Ersing erklärte, die Schuld an der parteipolitischen Behandlung der Angelegenheit trage zum «roßen Teil das Reichswchrministerium mit feinen vielen Dementis. Man sollte auch nicht Lohmann als AlleiniÄuldigen binfteßen. Sämtliche hier auögegebencn Summen leien Eta^- verletzungen schwerster An. Für die Deutzche- Volksparter stimmte Abg. Brüninghaus der Verurteilung der Vorgänge-zu. Offenheit sei notwendig, Damit ilch aus den Vorkommnissen kein Vorurteil gegen die Manne entwickle. Abg^ Müller Franken forderte sofortige Amlofung der Seetranspon abteiluna und sagte, die Einzclheiien konnich ain bcsten in einem Unterausschuß voll geklärt werden Auch Abg^^cict, von de-- Bäuerischen Volksvarret erklärte sich durch den vor-

Das Gefrierfleisch vor dem Reichstag

CB. Berlin, 13. März.

(398. Sitzung.)

Der Nachlragshausbalt für 1927 wurde bei der heutigen Eröffnung des Hauses na» der mehrtägigen Pause ohne Aus­sprache dem Haitshaltsausschuß überwiesen. Es folgte Die erste Beratung des Gesetzentwurfs über Eillfuürscheinc für Schweine und Schweinefleisch unb über die Herabsetzung des Kontingents für Die zollfreie Einfuhr von Gefrierfleisch, Abg. Frau Wurm (Soz.) bekämpfte die Hcrabsetzuilg des Konun- genis und bestritt, daß Die deutsche Landwirtschaft Die Bevolke- rung ausreichend mit Fleisch versorgen könne.

Reichscrnährungsministcr Schiele

besprach z-'.nächst die Frage, wie die zukünftige Verteilung deS Gefrierfleischkontingents erfolgen solle. Er wies Darauf hin, daß das Gefrierflcischkontiilgent ursprünglich nur für Die minderbemittelte Bevölkerung bestimmt war. Es hatte sich aber Die technische Undurchführbarkeit dieser Maßnahme ge­zeigt Der Minister bezeichnet es als notwendig, zollfreies Gefrierfleisch n u r für die dichtbevölkerten Kreise Der Gebiete zuzulassen, in denen auch bisher schon Der größte Verbrauch zu verzeichnen mar Bei Der Verteilung Der 50 000 Tonnen sollen diejenigen Bezirke ausscheiden, bei Denen im ganzen gesehen der Bedarf nicht entsprccheiid vorhanden ist. Diese Beschränkung werde cs ermöglichen, daß Die zugclasscncn Verkaufsstellen in den mit Gefrierfleisch auch weiterhin zu versorgenden Gebieten nach wie vor die notwendigen Mengen erhalten konnten. Der Minister äußerte sich dann über Die

Lage des Rindvieh- und Schwcincmarltcs

und bestritt, daß die Rind und Rindfleischpreise gegenüber der Vorkriegszeit gestiegen seien. Wenn mau Die veränderten Ver­hältnisse zugrunde lege, sei Der heutige Rinderpreis sogar 20 Mark niedriger als 1913. Bei Fortdauer des jetzigen Zu­standes würden Die kleinsten Betriebe, zu Denen auch die Land­arbeiter gehören, monatlich 30 Millionen Mark zusctzen. Eigen- versorgltua mit Fleisch sei in Deutschland im wesentlichen er-

gelegten Bericht nicht voll befriedigt. Für die Deutschnationalen sprach Abg. Treviranus, Der fteb mit Der Nachprüfung in einem Unterausschuß einverstanden erklärte und besonders Klarheit über den Entwicklungsgang der einzelnen Unternehmungen und über die sinanziellen Zuwendungen forderte.

AeichsVehrmmister Gröner

nahm nun das Wort und erklärte einleitend, daß er sich in Der Lage befinde. Die ganze unangenehme Angelegenheit aus- zuräumen. Das könne natürlich nicht in einem Zuge ge­schehen, sondern beDürfe einer sehr eingehenden, lange dauern­den Arbeil, Untersuchung und rücksichtsloser Aufdeckung aller Dinge Für Den Dem Ausschuß vorgelegten Bericht über­nehme er Die volle Verantwortung Der Bericht habe selbst­verständlich nicht aus alle Dinge eingehen können Er sei aber gern bereit, in einem Unterausschuß über Einzelheiten und Fragen, Die zweckmäßig nicht in einem größeren Kreis behandelt würben. Auskunft zu geben

Er stehe nicht an. zuzugeben, daß die Schuld nicht allein an Kapitän Lohmann liege: es sei aber nicht feine Aufgabe, schuldig zu sprechen und zu Gericht zu sitzen. Im übrigen handele cs sich um Dinge, die weit zurücklägen und Deren geistiger und moralischer Ursprung in überwundenen Zeiten zu suchen fei; es seien die letzten Ausstrahlungen von Ver­wirrungen des Geistes.

Weiler sagte Der Minister, er bedauere es, daß Kapitän Lohmann selbst nicht das Gesühl hatte, zu forbern: ich muß neben mich eine Person stellen, Die jederzeit und eindeutig meine Arbeit kontrollier: und beweisen kann, daß ich eine reine Weste habe Aber in jener Zeit glaubte mancher Ver­antwortlichkeiten übernehmen zu können, die er nicht hätte übernehmen Dürfen, weil er dazu weder Die Fähigkeiten noch das Verantwortungsgefühl besaß

Ach übernehme die volle Garantie, daß derartige Dinge nicht mehr entstehen: ich übernehme die volle Garantie, daß derartige Verstöße, wie sie sich im Verlaufe dieser Geschäft« gegen die Haushaltsordnung und Den gesunden Menschen­verstand gezeigt haben, nicht wieder Vorkommen.

für solche ^^^^. S)b' M.TNchl,,. .Zch '^uwc^ jedes derartige System und Reste eines Derartigen Systems Da« irgendwo in Der Wehrmacht noch sitzen sollte, restlos aus. Es soll alles geschehen, um in Zukunft derartiges zu ver­meiden.

Für Wehrmacht und Marine.

Ein Wort noch, betont Der Minister schließlich, möchte ich mir zugunsten der Marine erlauben Was hier verbock, worden ist. Darf nicht der Marine, nicht der. Marineleilung als Ganzes und nicht Der gesamten Wehrmacht als solcher zur Last gelegt werden Die Wehrmacht und die Marineleitung haben den dringenden Wunsch, aus allen solchen untragbaren Dingen her» ouszukommen und nicht wieder mit solchen Dingen belastet zu werden Ich möchte deshalb die Bille an Sie richten, daß Sie aus dieser Geschickte keine Folgerungen für die Beurtei­lung der Marine ziehen. Wir wünschen alle miteinander - unb ich nehme an, das wünscht auch das ganze deutsche Volk. daß Die allergrößte Glaubwürdigkeit nicht nur für die Marine, sondern aneb für Die ganze Webrinachl und für das Reichs- wehrmlNlstcrium überall und rückhaltlos herrscht, und cs wird mein ernsthaftes Bestreben sein, daß diese Glaubwürdigkeit geschaffen und erhalten wird

Nach der Beendigung Der Ministerrcde und einiger Er­läuterungen eines Regicrungsvertretcrs wird gegen Die Stimmen der Kommunisten Die Einsetzung eines Unteraus­schusses beschlossen, der die Einzelheiten der Angelegenheit durchprüfen soll. Dann vertagte sich der Ausschuß.

Kapitän Lohmann entlassen.

Im Marineverordnungsblatt ist folgende Personal- Veränderung enthalten: Mit dem 31. März 1928 aus dem Marinedicnst ausgeschieden: der Kapitän zur See Loh, mann (Walter), kommandiert zur Verfügung des Cvefs der Marineleitung.

reiâN. ' Es sei Pflicht, gegenüber allen diesen mißlichen Um­ständen Den bei Der Viehhaltung erzielten gewaltigen volks­wirtschaftlichen Fortfchritt festzuhalten, ihn nach Möglichkeit zu fördern und nicht durch ruinöse Absatzverhältnisse zunichte zu machen. Aus der Schlachtviehproduklion ergebe sich heute in Deutschland ein Wert von 5% Milliarden Mark und aus der SchwcinehaUunq ein solcher von 3% Milliarden. Der heute danicderltègendc Schlachtviehmarkt beweise, daß die Produk­tion aus diesem Gebiet s o nicht anfrechterbalten, geschweige denn vermehrt werden könne, wenn nicht bald eine Änderung cintrete. Die 1924 noch notwendig gewesenen besonderen Ein- suhrerleichleruttgcn seien heute nicht mehr erforderlich. Daraus ergäbe sich die Notwendigkeit der Gesetzesvorlage.

Oie Aussprache.

Abg. Meyer-Berlin (Dem.) nannte Zollerhöhungcn und Einfuhrverbote untaugliche Mittel zur Förderung der Lanv- virtschast. Dieser könne besser geholfen werden durch Aus- Hebung Der guttermitteljöUc.

Abg. Hörnle (Komm.) bezeichnet das Gesetz als eine Sc» Wucherung der Bevölkerung und verlangt schließlich Die Aus­hebung aller Lebcnsmiltelzöllc. . ' . .

Abg. Döbrich (Christlich nationale Bauernpartei) sorvcrt die volle Anshcbnug des tosifreien Gefriersleischkottlingenls.

5ic Vorlage wurde Dem Handelspolitischen Ausschug überwiesen. Das Gesetz über die weitere Zulassung von Hilfsmitgliedern im Rèichspateniaml wurde ohne Aussprache in allen drei Lesunacn angenommen Es solgie Die erste Be- ratüng des von dem Abg. Kahl (D Pp.) und Genossen ein» gebrachten Gesetzes zur

Mrlführung der Staatsrcchtsreform.

Das Überlcitungsgesetz besagt, daß Die jetzt im Rcchlsaus- schuß behanvelie Vorlage auch Den kommenden Reichstag be­schäftigen soll, ohne daß es ihrer erneuten Einbringung be» Dur« und van Die Entwürfe als neue Vorlage aelten.