I Sil k
Ui
«lii.
533; hätt! H
Zul-aer Anzeiger
abeni Atz ^°!-i
1531. N W
nie n
âuü leöen Werktag, vezugsprekr: monat. *7 2 niarf.Bei LieferungsbehinSerungen durch Aühere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, u^nsv^rre usw. erwachsen dem Bezieher keine Mvrüche. Verlag Zrieörich Ehrenklau, Kulda, «MlkeS »es Vereins Deutscher Zeitungsver- legcr. Postscheckkonto: Zra^kfurt a. fit Ee-ié<w>
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ♦ §ernsprech-Fnfchluß Nr. 9$9 Nachdruck »«mit* v ersehen rn Artikel nur mit C^tCenengabt .ZulSarr Fnzeigrr'grssaSrt.
Mzetgenpreis: Für Behörden, Genossenschaften,Banken usw. beträgt die Kleinzeile 0.30 Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0^0 Mark ♦ Bei Rechnungsftel» lung hat Zahlung innerhalb 8 Sagen zu erfolgen ❖ Tag- und Platzvorfchristen unverbindlich.
Meine Zeitung für eilige Leser.
Fulda, Samstag, 17. März
5. Jahrgan
I5H sä
1 wi
W« Biri ms i» Besaiteten Snoenieuren ?
eine Einigung worden, so Dafi
*-Zn der strittigen Gefriersleischsragc ist
Hie Zustimmung des Zentrums erzielt . .
je Dur-Hfiihrung des Notprogramms als gesichert esrcheint.
»fföntß Aman Ullah und seine Gemahlin sollen ihre . ovareise plötzlich abbrechen müssen wegen in Afghanistan inäßcbrodiener Unruhen
# 6cI englischen, vor Malta liegenden Kriegsflotte kam ernsthafte Revolte höherer Cf fixere zum Ausbruch, die SonDon das größte Aussehen hervorries.
»Der englische Ozeanflieger Hinchcliffe und seine Be- iterin gelten jetzt endgültig als verloren.
Jeri®
I» 6f »in e eil Nk
2* rot,,
153t »koch otefi
W ' iM bÄ W
IW 8015- 9M 18.15: üd°4 MM *lt lohe® Mch tat), tl te
Site 15S: W^ 9 tat AM IljiS, IW
litita co M t Mb olittti
sollt' freitii« itt ft
ist
tib W
-'S 1 io
hte ^
te M dir*
lèhr. tg
Sofortige Auskunft von Moskau verlangt. *
Die Verhaftung der deutschen Ingenieure in Rußland hat Reichsausrenminister Dr. Stresemann veranlaßt, sich an den rilssischen Botschafter in Berlin mit einer schriftlichen Auszeichnung zu wenden, in der Deutschland von der Regierung in Moskau fordert, das; zur Vertretung der Interessen der verhafteten Ingenieure deutsche Verteidiger von der russischen Regierung zugelassen werden
Ferner hat der Reichsaußenminister den Berliner Sowjetbotschafter auf die Erregung hingewiesen, die der Zroischenfall in der deutschen Öffentlichkeit, namentlich in den am Wirtschaftsverkehr mit Rußland beteiligten Kreisen, hervorgerufen hat. Er hat dem Botschafter mitae- teilt, daß es infolge der durch den Zwischenfall geschaffenen Sachlage an einer der wesentlichsten Voraussetzungen für ein gedeihliches Ergebnis der zurzeit iin Gange befindlichen Wirtschaftsbesprechungen fehle, und daß die Reichsreqie- rung es deshalb für geboten halte, diese Besprechungen bis auf weiteres auszu setzen. Die Reichs- -regierung hoffe jedoch, daß durch schnelle Beilegung des Zwischenfalles eine Grundlage für die baldige Wiederaus- . nähme der Besprechungen, geschaffen werde.
7' Gleichzeitig ist der deutsche Botschafter, in Moskau beauftragt worden, die Sowjetregierung um sofortige und genaue Änfklärung darüber zu bitten, welche konkreten Beschuldigungen im einzelnen gegen die Verhafteten erhoben werden und welche Beweise für diese Beschuldigungen vorliegen. Zugleich wird in Moskau auf Grund der, be= stèhenden Vertragsbestimmnngen die Forderung gestellt werden, daß es dem zuständigen deutschen Generalkonsulat in Charkow gestattet wird, die verhafteten Reichsangehörigen zu besuchen. m , ,
In Moskau eingegangenen Nachrichten zuzolge befinden sich die wegen gegenrevolutionärer Verschwörung geaen die Kohlenindustrie des Donezbeckens Verhafteten iniMtiN^W in Nâ 17 -'M Dom Mpe bj.in 0 ■ riche Untersuchung ist im Gange.
Sowjetbotschafter Krestinski geht nach Moskau.
In Moskauer sowjetpolitischen Kreisen erhält sich die. Ansicht, daß die Freilassung der deutschen Ingenieure in. einem gesonderten Verfahren kaum durchführbar ist und^ daß selbst die Stellung einer Kaution die Verdunkelungs-i : gefahr nicht ausschlösse. Die Stimmung und die Lage erscheint kompliziert, doch sind Versuche im Gange, den deutschen Wünschen gerecht zu werden unter der Voraussetzung,
daß dies ohne Prestigeverlufte möglich ist.
Reine und große Sünder.
Lerschwundene Millionen. — Stürmische Begrüßung.
Eine gewonnene Schlacht.
Zehn, zwanzig Millionen Neichsgelder werden bei M in Deutschland in ungewöhnlichen. Zeiten und auf sehr gewöhnliche Weise, schmählich vertan und die Station »für Augenblicke wenigstens starr vor Staunen über sich für Deutsche immer noch unerhörten Fäulniserschei- mp einer aus den Fugen gegangenen Gegenwart.
aber sind wir, ohne dem Ergebnis der jetzt beginnen- im vertraulichen Beratungen des Haus Hal tsau sschrrsse 3 !kè Reichstages vorgreifen zu wollen, trotz aUebeui für un- Wjgc Waisenkinder im Vergleich zu anderen Völkern, ms denen wir uns allerdings sonst nicht gern auf eine Äse gestellt sehen?
<è hat soeben ein gewesener Ministerpräsident dem giMwärtig amtierenden Negierungschef in Rumänien in hi Ammer klipp und klar vorgehalten, daß er zur Zeit st.« Amtsübernahme in den Staatskassen an Stelle des «Wiesenen QberschusfesvonsünfMilliar- hutan Fehlbetrag von drei Milliarden Ustngesunden habe, fv daß nicht weniger als acht Mil- Mngei gefehlt hätten, für die keinerlei Belege aufzu- erjÄfcn seien. Herr Bratignu konnte in diesem b nicht nur den Schwerhörigen spielen, ver Uhm lassen durfte er sich auch »richt und so wartete er H'gstenâ mit der Gegenklage auf, daß die Regierung des lünerals Averescu eine italienische Anleihe in De von 200 Millionen Sei spurlos habe verschwiitde« M ebenso wie eitere 125 MiSisneu «ttë anderer ^"elle, ohne daß für diese Summe irgendwelche Quittun- M beigebracht worden wären. ES wurden im Anschluß c" diese Enthüllungen von beide« Seite« natürlich nock Töne geredet über die Gerichte, vor baten man sich versehen werde, aber in bett Balkanstaaten wird es mV ur Einlösung solcher Ankündigungen nicht allzu genau Aommen. Da liebt man schon eher das abgekürzte Vor Men, feie es jetzt fast jeden Tag in der Jugoslawischen •lummer ggeübt wird, wo kaum eine Sitzung vorübergeht, w daß nicht die Volksvertreter mit erhobenen Fäusten, ^Mwungcnen Stuhlbeinen, mit Bücherpaketen uns ^mtenfâssern aufeinander losgehen. Fast steht es so M M wollte das eine oder das andere von diesen t'Wn Geschöpfen des Weltkrieges schon jetzt wieder natürlichen Bestandteile zerfallen. Doch auch hier ‘Mist»1 sich noch trösten müssen: Gut Ding will Weile
:f: ”
^er auch, sobald wir nach bem ellorpäischer» Weste»' ’n. bortbin, wo wir, wenn es nach gewissen Leuten wr alle unsere Lebensäußerungen die unülwrtreff- Vorbilder finden »wüßten, sann uns manchmal der "ke kommen, daß wir Wilden doch bessere Me»»schen , HÜ Heidelberg hat man kürzlich ein paar ^psstn deuten wegen unzielnlichen Betragens akademische» Lehrer gegenüber für einige Semester
Niuversität ben viefen. Was will dieser vereinzelte südlicher Unbesonnenheit aber besagen gegenüber t^Wüflw, die sich dieser Tage in der medizinischen . ‘n$ der Pariser Universi t ä t abspielten? iiitm^^0)chlistenfreund bekannter Gelehrter sollte seine »ch'o's ^^esung halten, wurde aber, sannt daß er im W ^.r"^âbcncu war, von den Stubenfen mit Pfiffen hihCM ^en Niederrufcn, mit Trillerpfeifen und Auto- M %whu d"è stümtischste „begrüßt", bis sich schließlich ahi^j., 'O^suiu ein ivildes Händae»nengc entivickelte und hn.naâ. ^iubentinncn ohnmächtig iitfammenbradten. Ersuch hv’1 ^rrge. als der neue akademische Lehrer seinen ich miJ.»^^ bei gleiche überwältigende Mißerfolg, Khanen ^ durch einen Hagel v 0 n f a sl leuEie r it. er ißtnfptr r?uen Mld anderen Wursaeschsssèn, vor denen örnuw^ "-in Heil in der Flucht suchen musste. Ei»» kiffet ,???^iionärer Raumes hatte die i ringen Leute y^Tte ir w Vc können auch mit Stolz von sich behauplen. Mstachi, / "^ des Geistes und der Wissenschaft eine
Der Sowjetbotschafter Krestinski hat der in Berlin erscheinenden bürgerlichen russischen Zeitung „Rul" zufolge gestern nach der Unterredung mit Stresemann in Moskau telegraphisch um die Erlaubnis nachgesucht, persönlich über den ungünstigen Eindruck der Verhaftung der deutschen Ingenieure zu berichten.
Die »Prarvda" zur Verhaftung der Ingenieure.
Die Moskauer „Prawda" schreibt zur Verhaftung der Ingenieure: „Es handelt sich um lebenswichtige notwendige Akte des Selbstschutzes der Sowjetunion gegen konterrevolutionäre Versuche." Die Sowjetregierung trägt keine Schuld daran, wenn einzelne ausländische Bürger an diesen Versuchen teilnehmen. Es ist die Pflicht mit der Sowjetunion befreundeter Regierungen, die eine Einmischung ihrer Bürger in die Angelegenheiten der Sowjetunion nicht billigen, der Sowjet-Regierung in ihrem Wunsche, derartiger Einmischung ein Ende zu bereiten, entgegenzukommen. Der Beschluß der Sowjetregierung, die Teilnehmer an dem Komplott im Donezbecken dem, öffentlichen I Gericht zu übergeben, bietet Gewähr dafür, daß die öffent- l.Uche Mäung d^Lnstzr^s die MöLUchkeit. Hachen Mrd, k gebührenden Einblick in bas Anklagematerial zu erhalten."
Aus den Parlamenten
Deutscher Reichstag
(401. Sitzung.)
OB. Berlin, 16. März.
Ein Gesetzentwurf über die Verlängerung des Gesetzes Regelung des Verkehrs mit Milch bis zum 1. April 1929 de in allen drei Lesungen angenommen. Das Haus
zur) „ wurde in ----- ---- _.,....„.
stimmte ferner in allen drei Lesungen der Verlängerung des Gesetzes zur Entlastung des Reichsgerichtes bis zum 50. <$unt 1928 zu.
Die zweite Beratung des Haushaltsplanes für 1928 wurde dann fortgesetzt, und zwar wandte sich das Haus dem
lÄ er "
ich erte iooB'
«^
litt J
Oder ° " u e n hatten.
»reu hl?» ^ nicht bod) vielleicht eine Schlacht vc r
'^' -(ml hJ!l' Schade, daß Herr Poincarö nicht auch -NIM! !!'i vet^)g,^.Kultusministers in der Französischen Rebu . bF L?n die bn„ v Hier hätte er einmal zeigen können, wie , ’ ”u io beiß verteidigte staatliche Antoriiat wruUnb™afieitben Mitteln auch vor jugendlichen Stur ! -^uss»o Unsern zu retten vermag. Jedenfalls aber: akad '-^"iische Jugend kann im Vergleich mit »w fc^* ^ Kriegführung, wie sic jetzt in der  M Lj! ^drtntn^ ^kne „siegreich" erprobt ivorden ist. nur als a toerb “nb gutmütig, als folgsam und gelehrig be-
fru!?clltW ^ man das gtcidK auch bald wieder von . sich i^ ® u I tugetib verzeichnen könneu. mit der ; hoi Parlament augenblicklich wieder be- ■ M Dr. Sv.
ti°^ stinM
8*
5*
Etat des Neichspostmiuistrriums
zu. Verbunden mit der Beratung wurden kommunistische Anträge, die dem Rcichspostmiuister Schätzel das Mißtrauen, astssprechen und ferner die Aushebung des Rcichspostfinanz- gesetzcs fordern.
r
Reichspostünni fter Dr. Schäkel
betonte einleitend, die Finanzlage gestatte es nicht, bot den Neubauten und den Ncuanlaaen von Fernsprechämtern im bisherigen Tempo sorrzufahren. Für das Jahr 1928 müsse sich die Post auf eine Anleihe von 50 Millionen beschränken. Sollte sich die Einnahme günstiger gestalten als der Voranschlag. so werde das Ministerium »oeilere ?Niticl für <zcrn- sprech- und Bauivesen änforbetn. Zu den
Stf Ordnungen wegen einer Erhöhn rrg Der Fernsprechgebühren erklärte der Minister. GcbÜhrelMhöhlmaen mürben solange nicht in Frage kommen, als der jetzige Precsstand^dcr Wirtschaft bestehenblcibc; im liegen teil hatte er im Fernsprechwesen Tariscrlcichtcrnngeu für netmenbig, sobald die Finanzlage das ohne Beeincrächuauna der V erkehrsinter essen zu- lasse. (Beifall.)
Abg. Seppel (Soz ^ ->"-Mun,chc vor..
Abg. Bruhn (Dtn.) begrüßte die Verbesserung des Post- und Fcrnsprechbetriebes t
auf dem flachen Lande.
Auch bezüglich des Frachtpostvcrkchrs müsse noch mehr ge- ^'^Abg^ AUelotte (Ztr.) hielt einen weiteren Personalabbau bei der Rcichspostverwalwng für unmöglich. Von der, Post dürfe nichi eine Verzinsung des vom Sieiche geUescrtcu Kapitals nach rein kansrnännlichcri Grundsätzen gejorderl ^^ Abg Cremer (D Tp.) betonte, int abgelaufenen Jahre hätt? der Postberrieb sich manchen Bedürsnisse»» und Wünschen des Publikums besser angepab^ Bevercklich sei die Verteuerung der Durchführung vcs verrrsprcchbauprogramms, vor allem auf dein flachen Lande r er ^. elcgrammbeitcni tcnit müsse modernisiert werden. Geprüft werden müsse auch die Frage, woher es komme, daß bei der Post die Invalidität der Beamten viel früher eintrctc als in andere»; Verivaltun- gen und Wirischasisbeiricbtn .. , „ . -.
Abg. Schuld» Steglitz (Dem.) bemängelte cs. daß sich eme unmittelbare Wirkung der Ralwnaliuerung au; Wirijchall und Allgemeinheit nicht gezeigt have Dre Pre^polmk der Post Däne sich in keiner Weise von der schädliches Steiui - und Zollpolitik der ReichsregieMna unterschieden Er setzt sich weiter für Verminderung der Postgebühren und »ur eine Reihe von Verbesserungen im Zustcllverkchr ein
Abg. Torglcr (Koniin.) erklärt, das Postfinanzgeietz habe nur den Zweck, die Traitsaktioncu der Post zu verschleiern. Die letzte Gebührenerhöhung sei nicht notig gewesen
Abix Mollath (Wirtsck. Vgg.) bedauert den geringen Einfluß des Reichstages im Verwaltungs«« ^r Relchspost Bedenklich fei die Investierung werterer Hunderte vor» Millionen in die AutowatlfleruNg des Fernsprechverkehrs, da Mess tin- lichtung schon in Kürze überholt sein lonne.
Abg. Schmidt-Mettin (Dtn.) erkennt an, daß der Minister mit allem Nachdruck die Wünsche seiner Postbeamten vertrete, und setzt sich auch dafür ein. daß den bei der Be;oldungs- rcgetung gefaßten Entschließungen zugunsten der Postbeamten Rechnung getragen wird
Abg. Gcraner (Bayer Vp.) schließt sich dem Dank an den Postminister an. Auf die Sonntagsbestellung der Post sollte man im Interesse der Beamten allgemein verzichten.
Reichspostminister Schätzel stellt fest, daß die Post sich sehr schnell aus eigene Füße gestellt habe Sie könne selbstver- ständlich jederzeit in den Reichshaushall zurückgeführt werden. Der Minister bezeichnet es als Pflicht der Reichsposs. einen angemessenen Betrag an das Reich abzuliesern Angesichts der hohen Dawes-Lasten könne die Post nicht abseits stehen.
Die Rationalisierung seit 1920 habe dazu geführt, daß ohne stärkere Anspannung des Leistungsmaßcs der Beamten und trotz großer Pcrtchrssteigerung das Personal um 98 000 Köpfe vermindert werden konnte. Von einem weiteren Beainlenabbau in der Postvcrwaltuna sei keine Rede. Bezüglich der Zählung der Gespräche werde alles getan, um dw Klagen abzusteücn. Es könne keine Rede davon sein, daß bei der Vergebung von Arbeiten politische Gesichtspunkte eine Rolle spielten. , , o .
Die beantragte Streichung des Ministergehalts wird dann gegen die Stimmen der drei anwesenden Kommunisten abgelehnt, ebenso der Mißtrauensantrag gegen den Reichs' postminisiei. Angenommen wird ein Antrag der Wirtzchan- lieben Vereinigung, der eine Ermäßigung der Fernsprech- aebübreu zugunsten der Wenigsprecher fordert Der Etat des Reickspostminlsteriums und der Reicksdruckerei werden an^ genommen. Das Haus vertagt sich au» Sonnabend.
Preußischer Lauöiag.
(357. Sitzung.) tt- Berlin, 16 März.
Das Haus setzt die Besprechung zum Kultushaushalt mit der . , .,
Behandlung ftrdihdjer Frage»!
fort. Ein Rrgierungsvertrctcr hebt hervor, daß die Staats- regicruna das Pfarrbesoldungsgesetz cingcbracht habe, um die staatliche Beihilfe für die Pfarrer leweils unabhängig von der Gestaltung des übrigen Haushalts durchführcizzu können. ^.n nächste Zeit müsse eine Fülle vcrsastungsrechtltcher unb «sirt’ schnfisfragen ztvischen Staat und Kirche klären.
Abg. Graue (Sem.) erklärt, mit Entrüstung müsse man den bemfdinationaten Hochmut zurnckwcisen. als ob nur bet ihnen das wahre Christentum vertreten sei. (Bon den Deutschnauo- nalen wird dem Redner zugerusen: .Tic fassen wir mal. Me Kunde Mit Ihnen rechnen die Bauern ab, Sie Lügenmaul. )
Abg Kickhöfsel (Dtn.) fordert endliche Erleichterung namentlich der „ ,
ländlichen Schullasten.
^cr Redner zählt einige Fälle auf, in denen versucht worden sei, nach ihrer Parteicinstellung nicht genehme Lehrer zu ve- seiti^n und rechtlos zu machen.
Abg Wickel (Dem i begründet den Antrag seiner gramen auf Aufklärung der Schuljugend durch eine besonders mr- zuslcüendc neue Schrift über die Kriegsschuldlugc. Er hebt weiter hervor, daß die
Grenzgebiete des Westens und des Lstcns, wo manche Stabte aus finanzieller Rot ihre Kulturinstitute nnijt mehr ausrechterhalten konnten, besonderer .ulturclle.
AiE Toth^ iSoz.Z fordert Parität für die weltliche Schule durch Schaffung eines Nolgcsetzes,