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Zulöaer /lnzeiger
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Fulda, Donnerstag, 5. April
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5. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser
, «jf, Vertreter der deutschen Botschaft in Moskau konntd Mch die im Donezgebiet verhafteten Ingenieure sprechen.
« ^ie Staatsanwaltschaft hat gegen das Urteil im Barmal» tojès Berufung eingelegt.
- größere Aufgebote der Wahabitenstämme marschieren M die Jrakgrenze und sollen diese teilweise schon über- jiitten haben.
iM den verbannten früheren russischen Sowjetführer i soll ein Attentat verübt worden sein.
Karfreitag.
des Sieges und der Hoff
-; 1 nun g.
Auf den Karfreitag fällt dieses Jahr der vierhundertste stag Albrecht Dürers. Dürer ist ja so recht ich der Maler der Passion. Immer wieder hat er [einen Bildern das Leiden Jesu Christi dargestellt. Es ijn nicht losgelassen. Und wie der deutsche Geist so gewaltigsten Passivusmaler der Welt hat, so hat er ihr auch den gewaltigsten Sänger Won geschenkt in Johann Sebastian Bach, dessen itzte Werke, die Matthäus- und die Johannespassion, Zeichen nicht haben in der Musik aller Völker, und erhabensten Dichter der Passion in K l 0 p st 0 cf. Das des Herrn läßt eben den deutschen Geist nicht los.
.; hat natürlich tief innerliche Griinde. Bietet die Geschichte keines Volkes so viel, Leiden wie die heutigen, und zwar ist es ein Leiden gewesen, das r wieder Früchte hat reifen lassen, die den anderen zugute gekommen sind. So ist das deutsche Volk iiMm Drang zum Ergründen der tiefsten Fragen als die anderen stets zur Betrachtung der Passion ßigczogcn worden, so hat es deutlicher als andere
daß für alles Leiden, zumal für das eigene, die
-z der Überwindung im Kreuz
von
Englands äußere und innere Sorgen
Irak und Indien in Gefahr.
Bittere Not in Südwales.
Das mächtige britische Imperium, dessen Macht bis in die äußersten Winkel der bewohnten Erde dringt, darf sich doch zu keiner Minute ruhig seiner Überfülle an Herrschgewalt erfreuen. Besonders in der letzten Zeit kracht es hier und dort und schwere Sorgen verdüstern die Londoner Ministerstuben. Man hat etwas hochnäsig die Nachrichten vom Trotz des Hedschaskönigs Ibn Saud gegen die englische Herrschaft abgeleugnet. Aber so ganz unrichtig scheint die Kunde doch nicht gewesen zu sein, denn seine Anhänger marschieren zurzeit entschlossen gegen das englische Einflußgebiet in Kleinasien, den Irak, vor.
Wie aus Basra gemeldet wird, marschiert eine starke Wahabistreitmacht der beiden Stämme Ateibah und Mu- tair unter dem gemeinsame» Befehl der Scheichs Ibn Someid und Feisal ed Dovish auf die Grenze des Irak- gebietes zu. Eine kleine Gruppe der Wahabi soll die Grenze bereits überschritten haben. Darauf seien britische Militärflugzeuge und Panzerwagen zu Aufklärungs- zwecken entsandt worden. Unbestätigte Berichte besagen, daß zwei weitere Stämme sich an dem Vormarsch beteiligen. Die Stärke der Wahabistreitmacht wird mit 5000 Mann angegeben. Die gesamte Kampfstärke der vier beteiligten Stämme wird von einem mit den Verhältnissen vertrauten neutralen Beobachter auf rund 40 000 Mann geschätzt.
Von König Ibn Saud, dem sämtliche Wahabiten- stämmö blind gehorchen und ohne dessen Willen sie nichts unternehmen, hört man nichts. Ob er wirklich ein so guter Freund der Engländer ist, wie diese cs glauben machen wollen?
Lerstarkungen an der indisch-afghanischen Grenze.
Aus Kabul hört man, daß die militärische Tätigkeit Englands an der indo-afghanischen Grenze sehr rege geworden sei. Eine Reihe neuer Forts werde geschaffen und die alten würden verstärkt. In D e l h i und Lahore seien 60 000 Rekruten eingezogen und ein Teil von ihnen bereits an die Grenze entsandt. Die Jufanteriegarnisonen in den Grenzstädten seien durch Fliegerabieilungen verstärkt. An der afghanischen Grenze würden Autostraßen gebaut. Durch diese englischen Vorbereitungen seien die unabhängigen Stämme sehr erregt. Überfälle auf englische Posten seien an der Tagesordnung.
*
Die sterbenden Bergarbeiter in Wales.
Aber auch im Innern reitzen die Schwierigkeiten nicht ab. Erschütternde Schilderungen über die Not der Bergarbeiter- bevölkerung von Südwales gehen zurzeit durch die internationale Presse. In England selbst veranstaltet man bekanntlich öffentliche Sammlungen für die Ärmsten. Aber diese können doch nur einen Tropfen aus einen heißen Stein darstellen, wenn man sich ein Bild macht von den tatsächlich fürchterlichen Zuständen. Die unglückliche Bevölkerung, die stallähnlichc Behausungen in von jedem Blättchen Grün entblößten düsteren Schluchten zwischen Schutthalden bewohnt und der, wie ein berufener Schilderer schreibt, jede soziale und geistige Aufstiegsmöglichkeit bereits seit Jahrzehnten genommen ist, hatte bis vor kurzem wenigstens zu essen. Noch im Jahre 1925 rechnete man mit einem Durchschnittslohn von 75 und im Jahre 1926 bis zum Beginn des Kohlenstreiks mit Wochenbezügen von 65 Schilling. Heute verdient der Bergarbeiter der rentabelsten Grube bestenfalls zwischen 25 und 40 Schilling. Legt man die Feststellung des englischen Vrbeits- ministeriums zugrunde, wonach am 1. Dezember vorigen Jahres 65 deutsche Mark die Kaufkraft von 100 Schilling hatten, so ergibt sich, in deutsches Geld umgerechnet, eine reale Kaufkraft des gegenwärtigen englischen Bergarbeiter-, lohnes von 16 bis 26 Mark.
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ständig gewesen. Aber sie kann nun g- nesen. Wie? Ebenso wie der Kranke die Reste der Krankheit und der Schwäche überwindet, wenn er sich willig dem Gebot des Arztes fügt, so muß nun die Menschheit das gleiche tun: das Gebot des Arztes erfüllen.
So ist das Kreuz von Golgatha nicht bloß eine geschichtliche Erinnerung, sondern der Anfang auch unserer Genesung heute und ein Ansporn, sein Werk do"1" * zu helfen. So steht es da als das große Wegzeichen. Wohl ist noch Schwäche und Gefahr genug da — was>sind denn zweitausend Jahre in der Gesamtgeschichte des Menschengeschlechts! — aber die Krisis ist überstanden, der Aufstieg ist da. Und die Rückfälle? Es ist traurig um sie, aber es ist, um ein anderes Bild zu gebrauchen, damit wie mit dem ersten Frühling: Wohl kommen immer noch einmal Fröste, Eis und Schnee, zerstören manches -und hemmen das Wachstum, aber: Frühling wird es doch!
So stehen wir am Karfreitag unter dem Kreuz. So sehen wir den Gekreuzigten, wie ihn gerade Dürer uns am Kreuz gemalt hat: nicht als den Zerbrochenen, sondern als den, der überwunden hatt Es ist vollbracht! Und so wird uns das Zeichen des Kreuzes das Zeichen, des Sieges und der Hoffnung. Gott sei DaiM der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesus Christus! H- D.
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^ ' Kreuzabnahme.
Radierung von Albrecht Dürer.
lit ^V’n 7legt, daß mit dem Kreuz von Golgatha ein (w’ianS für den großen Kampf der Menschheit um Her iUjX ^^ben gegeben ist. Darum haben Depflche k W:?^cr gerungen um ein immer tieferes Erfassen < ^IW«! um den Satz: Durch das Kreuz von i der ^^^ erlöst von der Macht der Zerstörung,
^^N' erlöst? Dann dürfte es doch aber, genau aber n^^- Sünde mehr bei uns geben? Nun gibt 1 Gvik>^?.^uudc genug — also ist es doch nicht wahr, ^^ d,7° doch nicht diese entscheidende Bedeutung? icheii au .^"H ist richtig. Wir wollen es uns deutlich °!'va «„."rem Beispiel. Bei der Lungeuentzündung -^.""ien Tage die Krisis. Bis dahin wird r â dann!„!^".dr ernster und gefährlicher. In der ° ^odez '^scheidet es sich, tvas stärker ist, die Macht Clinch, ^dcr Krankheit oder das Leben. Wenn nun Wettet s7^.der Arzt sagt: Gott sei Dank, der Kranke > er '"Amt er nicht, daß er gleich ganz gesund ist, ^ >uid > daß die Übermacht der Krankheit ge- die Todesgefahr überwunden, daß [ So ^ben tvicdergegeben ist und nun gesunden Ä<hh c i .digatha die große Krisis für die Mrend» â°Alen. Bis dahin nahm die Krankheit, ^'^ ^obi- V0^ der Sünde, in ihr zu. In Christus hIj »; iiiib d A°^ der Finsternis mit dem Leben der > W ' uiff). .-' - eben hat gesiegt. Es ist auf rKuz. -„-"stört worden, sondern hat gerade durch ft^ü^cn ^'"^ Entfaltung gefunden und ist zur truurXH^6 neuen Lebens geworden: Gott sei ' ist gerettet! Wohl ist, wie
"Men, die Gesundung nicht gleich voll-!
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Verteilung Ber Landtvirtschaftshilse.
Reichsernährungsminister Schic le hat dem vom Reichstag eingesetzten Überwachungsaus, chuß für die Ver- ivendung der zur Landwirtschaftshilfe ausgeworfenen 30 Millionen jetzt einen Entwurf zu Richtlinien ""^Rach^esem Entwurf sollen die Mittel dienen: a) der Organisation des V i e h a u ft r i e b s auf den großen Schlachtviehmärkten, b) der Forderung von Einrichtungen zur Verwertung und Verarbeitung von Schlachtvieh, der Förderung des direkten Absatzes von Schlachtvieh und Fleisch zwischen „Genossenschaften und Erzeugern einerseits und Genossenfchaftcn der Fleischer und Verbraucher andererseits, d) der Entlastung des Jnlandsmarktes durch Gewinnung neuer Ab s ab a e b i e 1 e für Schlachtschweme sowie fürstliche» und zubereitetes Schweinefleisch, e) der Rationalisierung von Schweinezucht und Schweinemast. ~ r»ir
tiyr Durchführung der Maßnahmen soll eine Gebll- schaft mit beschränkter Haftung gebildet werden. An der Gesellschaft sollen beteiligt werden: die Spitzcnorganfta- tionen der Landwirtschaft, die Zentralstellen der genosscn- schriftlichen Viehverwertung cm den großen Schlachrvitt)- märktcm die Schweinezüchter und
bandel das Fleischergewerbe, d-e ^lclschwarcninduitrie Ä %ie Ä Zur Wahrneh»
Limo des öffentlichen Jnjeresjes soll ein Relchs-kom- missar bei der Gesellschaft bestellt weichen -Grundstücke und Fleischwarenfabrikm soll die Gesellfchast m der ^ÖÄ d°- N°'ch etM «.«m«« w- itiMint sollen' möglichst für längere Zeit Hub zinslos oder zu einem niederen Zinssätze gegeben werden: soweit erforderlich und möglich, sind zur Ermäßigung be« ZiNv- Afs â zur Verfügung stehenden Reichsmittel heran. ^"^ Die Darlehen sollen vorzugsweise gegeben werden: vn Vichabsatzorganisaüonen, an ^lclschwarcnfabrlken und Schlächterekorganisationett, an genost eng-yaftliche^ in- Lichtunacn für Webabsatz und ^ucht«
Die Lage der Oonezgefangenen.
- Bericht der deutschen Botschaft.
Legationssekretär Schlicp von der deutschen Botschaft in Moskau konnte die deutschen Ingenieure -m Rostower Untersuchungsgefängnis einzeln je zehn Minuten in Anwesenheit dreier russischer Beamter sprechen. Otto und Badstieber sind gesund. Der dritte deutsche Inhaftierte Meier erlitt nach der Vernehmung einen leichteren Schlaganfall, wodurch die Bewegungsfreiheit des» linken Armes behindert worden ist. Schliep beantragte sofortige ärztliche Hilfe, die zugesagt wurde. Meier steht mit seiner Gattin in Briefwechsel, während die bethen anderen darauf verzichteten und bitten, ihren Angehörige» mitzuteilen, daß sie gesund seien.
Wie aus Moskau gemeldet wird, hat der aus Rostow zurückgekebrte Staatsanwalt Krylenko dem politischen Bureau über seine Untersuchung der Donezangclegcnheit Bericht erstattet. Danach soll Krylenko erklärt haben, daß alle Beschuldigungen gegen die Verbasteten aufrechterhalten werden und daß der Prozeß in Moskau geführt wer^ den solle,
Oie deutsch-polnischen Verhandlungen
D r. H e r m e s weiter D e l e g a 1 i o n s f ü h r e r^
Das Reichskabinett, das sich mit dem Fortgang her vor kurzem vom deutschen Gesandten in Warschau tot eben aufgenommenen Handelsbcsprechungen mit der polnischen Regierung beschäftigte, hat ». a. den deutschen ^2ic- gationsführer, den früheren Minister Dr. Hermes, in dreier Funktion bestätigt, nachdem Dr. Hermes wegen seiner Wahl zum Präsidenten der Bauernvereine scrn Amt ab»i Delcgationsführer zur Verfügung gestellt hatte.
Belebung des Arbeitsmarkies.
Schwierigkeiten der B a u f r n a ir z i c r u n g.
' Nach dem neuesten ReichsarbeitSmarktanzeiger ist mik Beginn des wärmeren Wellers die Bautätigkeit wieder ausgenommen worden. Gleichwohl bleibt bestehen, daß die Belebung gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres erst cm rkvvedeuleudes Ausmaß angenommen hat, was auch, zum. Teil darauf zurückzufübren ist, daß die Verhältnisse an, dem Bannrarkt in diesem Jahre weniger günstig gelagert sind als im Frühjahr 1927. Die in den beiden ersten Monaten des Jahres angemeldeten Bauvorhaben bleiben um fast ein Drittel Himer dem Stande des Vorjahres zurück. Wenn auch die dauernd ungünstige Witterung im März gerade die Bau- tärigkeil am stärksten beeinträchtigt Hal, so wird doch bte ganze Sage bestimmend durch die bekannten Schwierigkeiten der Finanzierung: Spannungen auf dem Kapitalmarkt und der noch immer übermäßig hohe Zinsfuß für langfristiges Geld, und durch die Unsicherheit über die -Höhe der Baukosten sowie nicht zuletzt durch die Gestaltung
Scr Löhne beeinflußt. Mit einer dem Jahre 1927,entsprechendes VoMeschäftigung der zum Baugewerbe gehörenden Berufe darf aus all diesen Gründen kaum gerechnet werden.
^ Der Bedarf der Landwirtschaft nach gelernten und ungelernten Arbeitskräften dauerte auch in der vergangenen Woche unvermindert an. Die Nachfrage konnte wiederum nur teilweise gedeckt werden; trotz aller Bemühungen entschließen sich die Landwirte nur langsam, angelernte und ungelernte Arbeitskräfte cinzustellen.
Wesentlich für die Entwicklung der nächsten Zeit wird cs sciit, inwieweit bem Stillstand des Arbeitsmarktes, wie er in einigen industriell Berussgruppen teilweise deutlicher in die Erscheinung tritt, eine saisonmäßige Belebung gegenüber' steht, und in welcher Stärke ihre günstige Wirkung auf beu Arbeitsmarkt allgemein sich sortpslanzey wird,, —" '