‘re sitz 1 Sulin Staats on ölst. Hei« 'Auch
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^â fcLev Wâg. vezogsprels: moaat. rt 0 ^gxk. Bei Lleferungsbehinüerungen durch âe G-wc-lten", Streiks, Aussperrungen, ^sperre usw. erwachsen dem Begießet keine Sprüche. Verlag Frie-nch Chrenklau, ZulSa, «itglie» des Vereins Deutscher Zeltungsver- W-. Poststheckkonts: Zraakfurt a. M. Ste. 46«»
-1928
Tageblatt Mr Rhön und Vegâber§> Möa- «KZ Haunetal ♦ Zul-aer KreisblaS Neüaküs« n»ö GejchZstsftsllr: Mühlen ftraZe 1 ♦ Zernfprrch-MsthlrrK Nr. $30 Noch-rnkS »st mit« wtfe^mtn stiftel not mit T«rSrsa«saL», jaUw fl.nz-i-»?' g^fist.
Fulda, Mittwoch, 18. April
MZetzenprels: §ür DehSrSen, GenoffraHasi« tra,Senken usw. betragt öreKlemZerle 0.30 mt, für auRvartige Mstragxeber 0.25 M., für die ReAamezelle 0.90 M.u. alle endeten 0.15 M., ReklameZerie 0.60 Mark ♦ Bei Rechnungsstel- lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen Zu erfolgen ♦ <aß» und Platzvorschriften unverbmülich.
5. Jahrgang
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Kleine Zeitung für eilige Leser.
«Reichspräsident von Hindenburg empfing die Vertretung
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1 unb i Zcil in Berlin tagenden Internationalen Autmenkon-
^» Die „Bremen"-Flieger sind von Greenly Island nach S iewport abgeflogen.
* Die Engländer in der besetzten Zone von Mainz haben n1 w ,.£ Absicht aufgegeben eine verschärfte Paßkontrolle einzu- ihren, vielmehr die Paßüberwachung der deutschen Polizei
Verschlungene Pfade.
E^ ist in der Politik immer besser, die Dinge so zu hm wie sie sind als — wie man sie sich wünscht. Ge- MwWngen, Zu- und Abneigungen bei der Beurtei- m außenpolitischer Beziehungen ebenso auszuschalten nf beidem Urteil über die Zustände in anderen Ländern, H solcher Nachbarn Deutschlands, die sich nach unserem schmmenbruch in die deutsche Beute teilten. Darum K es die Augen dagegen verschließen, wollte man ver- !»M, daß Polens Konsolidierung als Staat K im Kreis der Völker seit dem Gründungsjahr 1918 niedliche Fortschritte gemacht hat — wider fast Meines Erwarten in Deutschland — und daß diese tzlischritte besonders große wurden, seitdem der Marell Pilsudski dort ein halbautokratisches Regime er« 2 Ma. Geradlinig ist seine Politik darauf gerichtet, ein L2 nlocarno, also die Unverrückbarkeit der jetzigen ö p'iifLcn Grenzen herbrizuführen, und ebenso zielt die L'mnigllng der polnisch-litauischen Streitfragen, die jetzt in ümigsberg erfolgte, darauf ab wie die Serbin« i \ cie in den letzten Tagen durch den Besuch Zaleskis, M polnischen Außenministers, in Rom eng geknüpft
wrët Bei einem solchen Ostlokarno käme eè Polen Wnicht so sehr auf die Verständigung mit Deutschland kauf sie Garantie eines solchen Abkommens durch eine
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röt anderer Mächte an.
Nolens Leiter geht von dem Gedanken aus, daß der $ seines Landes gegen angebliche deutsche. Er- MAit!- und Augriffsabsichten die d e u t s ch - f r a n z ö - Spannung sei. Nun ist nicht zu verkennen — »^allerwenigsten verkennt man das in Warschau,— 1 Spannung zwar noch besteht, aber doch nicht ■ Mikitdèx Schärfe wie in den Jahren des Rhein-Ruhr- ■ al» man in Deutschland ja sogar sehr stark mit i ^Mischen Angriff rechnete. Der Dawes-Plan be» I die finanziellen Spannungen rind der Eigtritt I ^Wuds in den Völkerbund stärkte Deutschlands all- I MG politische Stellung, brachte mannigfaches Zu- l^Mwirken mit Frankreich. Der Versuch der Pariser Mnmg, mit der Trumpfkarte der beschleunigten Rhein- ^iuüluug von Deutschland das Zugeständnis eines Izl!!siarnos herauszuholen, mißlang aber infolge der all- P'uiiieii und durch die Deutschenverfolgungen in Polen Mverstärkten Ablehnung aller veiltschen Parteien.
l. seitdem machte sich die polnische Außenpolitik etwas fl^ständiger von ihrer Pa-riser Ober- H‘tniig, fing an, eigene Wege zu ivändeln, die eben diplomatisch herzustellenden Unterbau eines Ost- l^rnos hinauslaufen. Des bisherigen französischen ^Hdcs und Gönners bleibt man ja doch sicher, “Uüitnuen werden bessere und wirtschaftlich bedeutungs- (7e Beziehungen geschaffen, die vielleicht noch in eine staatsrechtliche Verbindung beider Länder um- ^wdelt werden könnten; und England, das sich bisher dem mittel-osteuropäischen Spannungsgebiet an der "Ml sernhielt, von einer Garantieübernahme bet ^ststhrung eines Ostlocarnos nichts wissen will, hofft ; ” n?bl durch den Wink mit dem „Schutzwall gegen ,1'Uchischen Bolschewismus" geneigter zu machen.. Ge- gelingt es obendrein auch, mit Hilfe der Plane âl^-lyi-z eine neue politische Konstellation auf dem W- Oer^uftellen, so märe die Folge eine glatte Querung Deutschlands gegenüber dein ^stWn aller andern Mächte nach einem Ostlocarno. Ob ^^"«-'l.die Kraft oder auch nur den Willen zu einer rlo- ^! ^, hätten, dürfte manchem zweifelhaft erscheinen.
, «G die deutsch- p^^ Nischen Handelsver - ^ A v ihrer endlosen ^auer
,.T -^ea wiederholten Unterbrechungen sind ja nur ein & T* Druckmittel, das in derselben Richtung wirken !^,Zunächst will, wie der polnische Außenminister sich?;!' -!" einem Wiener Interview einigermaßen unvor. dciiM, Ulißerte, Polen erst einmal den Ausgang der in «èZ Aeichstagswahlen abwarten. Man erwartet offenbar dann ein größeres Entgegenkommen h^'Ä^^, stellt wohl auch die Rechnung auf, Deutsch- sich späteren Verhandlungen durch W irts ch a j t- für einher minder größere Zugeständnisse p 0 l l 111® die M'^ucarno zu gewinnen, und zwar dies, ehe ru.ch U'-->!il,^^^âuygsdifferenz zwischen Deutschland und ^-inlaÄ»"" Jähre 1935 von selbst wegfällt, nämlich die ^ M Setzung, die zur Hälfte ja schon nach weniger 20 abgebaut werden nruß. T
JlQu q.'^en sich die viclverschliingerlen Pfade ber l ob ^ii)iH^ um einen Punkt herum: diplomatische eines Ostlocarnos von Deutschland. Und i ^biei SL^ lehr auf die Streitfragen im Westen, hat "iche Politik einzurichten.
I d^A^Ä"i .empfing den polnischen Minister De» i ZfEskl, und unterhielt sich mit ihm über cju I feil t)!^- Zaleski nahm weiter an emem ihm »i 'S ,“ 1 Gouverneur veranstalteten Empfang lM r - u> Au>'-«^äch einem kurzen Aufenthalt ,n ReaA , l n 1 äbgcreist ist, wird er nach Rom zurück- ")» der Papst in Audienz empfangen wird, j
Abflug von Greenly Island.
Ottawa, 17. April. (WTV.) Wie aus Quebec gemeldet wird, sind die „Bremens-Flieger heute vormittag um 9.30 Uhr von Greenly Island abgeflogen. Schiller war von Nataschkwau nach Greenly Island zurückgeflogen, um die Deutschen und Cuisinier aufzunehmen.
Ottawa, 17. April. (Sonderdienst.) Der Leiter des kanadischen Regierungs-Telegraphendienstes hat folgendes Telegramm erhalten:
Seven Island Bucht berichtet, daß die Mannschaft der „Bremen" beabstchttgt, sich so bald als möglich an Bord des Flugzeuges, das von Duke Schiller geführt wird, nach Murray Bucht zu begeben. Das Zunkersflugzeug von New-Pork ist bereits in Murray Bucht angekommen und dazu bestimmt, die beiden deutschen Flieger Hauptmann Köhl und Baron v. Hünefeld sowie Major Fitzmaurice «ach New-Pork zu bringen. Der kanadische Negierungsdampser „Montcalm" wird die „Bremen" an Bord nehmen und zur Reparatur nach Halifax bringen. Es ist jetzt als unmöglich erkannt worden, die ^Bremen" an ihrem Lan- drmgsplatz zu reparieren, besonders auch im Hinblick darauf, daß die Flieger infolge der Anstrengungen und der Kalte sehr erschöpft sind.
Nach einer später cingegattgenen Meldung ist der Start des Flugzeuges Schillers mit den deutschen Fliegern bereits erfolgt.
Msldrrugien vsr dem Abflug.
Eine neue Phase in der Geschichte des „Bremen"- FlilgeS! Zu allgemeiner Überraschung ist ber Ire Fitzmaurice mit dem in Greenly Island gelandeten kanadischer! Flugzeug abgewogen, um nach Quebec! zu gelangen. Ihn begleitete der Flieger Schiller. Da den beiden Fliegern der Brennstosf ausging, mußten sie in dem 200 Merlen von Greenly Island entfernten Dorfe Na- lashquan am Nordufer der St.-Lorenz-Bucht eine Zwischeu- lqudmrg vornehmen. In dem Heinen Fische edüLjÄM wurden sie zunächst einmal von der vollständig versammelten Bevölkerung zu Ehrenbürgern ernannt, worüber sie sehr gerührt waren. Dann begab sich Fitzmaurice mit dem Pfarrer in die Kirche, um ein Dankgebet zu sprechen. Die wichtigste Frage ist aber: Warum ist Fitzmaurice ausgeflogen? Man hegte und hegt vielleicht noch allerlei Befürchtungen, ja man sprach sogar von Zerwürfuisien zwischen den Fliegern. Newyorks energischer Bürgermeister Walker hat aber in einem Telegramm die Flieger wissen lassen, daß man sie gemeinsam zu empfangen wünsche, mit anderen Worten: ^itzmaurree darf keine Extratouren machen.
Nach letzten Meldungen aus Quebeck soll Fitzmaurice» Ankunft daselbst die Wiederinstandsetzung der „Bremen" beschleunigen helfen, da er Ersatzteile für daS beswadigte Fluazeug verschaffen will. Die deutschen Flieger wollen, wie es scheint, unter allen Umständen mit der reparierten „Bremen" weiterfliegen, vielleicht direkt nach Newyon. vielleicht in Etappen, wobei Quebeck berührt werden würde. Wann der Abflug erfolgen kann, steht noch dahm. Die Reparaturen des Flugzeuges sollen »edenfalls sehr beschleunigt werden. Andererseits wird aber berichtet, Last Fitzmaurice trotz alledem von Kanada unmittelbar nach Washington reifen wolle, um dem Präsidenten Coolidge einen Brief dcs Präsidenten des Jrrsu-c.: Freistaates zu überreiche:'..
Wie der ^Brsmen^-Flug vorbereriet wurde.
( Inzwischen hat Diplomingenieur Schinzingec, der in Baldonnel bie technischen Vorbereitungen für den Start der „Bremen" geleitet hatte, recht interessante nähere Mitteilungen über den Ozeanflug gemacht. Danach batte die „Bremen" ein Gesamfluggewicht von 3685 Kilogramm. Das Leergewicht ber Maschine betrug 1350 Kilogramm,
Nobilss Empfang in Gèolp.
Der General will nach Berlin reifen .
Die Stadt Stolp hatte zu Ehren des Generals Nobile die Affiliere des Luftschiffes uiid die Wrssenschaftler b-.» Unt^nebmens in den Feftsaa. des Rathauses zu einem (Sffcn geladen. Nachdem sich die italienischen ^cttnehmc. in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatten. cnt'o EBSXÄ^iX«»
“ S»Ä' ÄÄÖä, miâb uâ siolze-i Gefühl stände, das die über-
Köbl aufgelöst habe, sei es gegenüber den großen LelstMl- aen anderer Völker nicht bliub. Nach einer Ansprache be» Stolper Oberbürgermeisters Hasen 1 ager ergrin her Vertreter" der italientichcn Botschaft in Berlin, ^ucin hflA Wort unb sprach im Namen des General»
< •< / „„Zder italienischen Regierung den Dank für bie T ,°^ s« MdL ichl-tz mit -in-»' Hoch aufR-ichSV?äM-nI-n. ans das deutsch- S»lt und. "’ «EZmBa'»« nach Berlin Inrnmen um Y . lUritfiXrciiierutig einen Bcsuch zu madfctt und feinen Dank auszusprechen für die Freundlichkeit, mit ber Lvl ißnt in Deutschland entgegenkommt, und für die Bereitwilligkeit, mit der man ihm das Personal für die ?(ur duna Verfügung gestellt hat. In einem pommerschen Blatte demennert der General Vw von einer Berliner e»c.
dazu kamen 1932 Kilogramm Benzol, 135 Kilogramm er, das Gewicht der Besatzung mit 250 Kilogramm und Proviant usw. mit 18 Kilogramm. Um möglichst viel Betriebsstoff mitnehmen zu können, hatte man jeden überflüssigen Ballast vermieden. Mit welch schweren Widrigkeiten eie Maschine zu kämpfen hatte, das geht am besten daraus hervor, daß der Aktionsradius, der theoretisch auf 7000 Kilometer berechnet war, auf diesem Fluge praktisch nur 3500 Kilometer ausmachte. Unter den Faktoren, die das Unternehmen trotzdem zum Gelingen führten, spielt die bis ins kleinste gehende Vorarbeit eine erhebliche Rolle. Dit Versuche reichen bis in den Sommer 1926 zurück. Da von vornherein damit gerechnet wurde, daß die Orientie- rum; im Nebel eine der schwierigsten Aufgaben des Fluges
Zwei glückliche Frauen,
die Gattin Hauptmann Köhls und die Mutter des Freiherr» von Hünerelo.
sün"würde, hatte Hauptmann Köhl sich im Nebelflug besonders ausgebildet. Seine Erfahrungen zeigten, daß es am richtigsten sei, die Maschine möglichst sich selbst zu über- lassen. Auch für die Navigation hatte er einen genauen Plan ausgearbcitct. Hierbei dienten ihm drei Kompost-, ferner die Stellung der Sonne und der Gestirne. Wie aus einem Briefe Köhls aus den letzten Tagen vor feinem Ao- fluge hervorgeht, machten die Flieger sich über den Start lebhafte Sorgen, da der Flugplatz, nachdem er äuerji a!» sehr schön und fest befunden worden war, durch drei Wochen Regenwetter vollkommen aufgeweicht wurde. Die Hauptschwierigkeit aber war d:e Wetterfrage, weil e« schwer ist, für eine so lange Zeit sichere Voraussagen zu geben. Am Vorabend des Startes waren leichter Wind und geringe Niederschläge vorausgesagt worden, wahrend die Flieger dann in das schlimmste Unwetter hlnem- gerieten. Köbl hatte die Nordroute gewählt, weil aur der Südlinie schlechteres Wetter herrschen sollte. Er hat übrigens die Absicht, über die Erfahrungen des Fluges genaue Darlegungen zu machen, und in Fachkreisen geht man hierin den Hauptwerk des ganzen Unternehmens, wett damit Unterlagen für die weitere Entwicklung des Ozean- flugwesens geschaffen würden. Eine erhebliche Rolle für die zukünftige Behandlung des Problems mirb bteyrage spielen, ob es richtiger ist, mit Land- oder mit Waßer- maschinen, mit ein- oder mit mehrmotorigen Flugzeugen ut arbeiten. Die Leitung der Junkcrswerkc steht auf bent Standpunkt, daß für diesen Flug die einmotorige Landmaschine das richtige gewesen ist, weil sie den größten Aktionsradius hat. Auch Hauptmann Kohl war der An,- sassu-ig, daß der Flug nur mit dieser Maschine gelingen
könne.
tung verbreitete Nachricht, da;; er Ehrs ber yiiternatio» nalen Kontrollkommission gewesen sei. Er habe als ^cch- nikcr und Luftschifscr bedauert, da,; Luftschisfhaüen zerstört
^^ ^r^Mailänder Automobilklub will am 21. April eine AutHobilfahrt Mailand-Stolp unter, nehmen, um dem Luftschiff „Jtatta" dw der ^tadi Mailand zu überbringen. Die L-treâe fuhrt von ^armnd über Trient—München—Nürnberg—Berlm-^L>tettm nach
'Stolv (1550 Kilometer).
Will «Amerika Westindien kaufen?
Die in amerikanischen Flottenkreisen bestehenden Bestrebungen auf Ankauf der westindischen Besitzungen Frankreichs und Großbritanniens, die von großer strategischer Bedeutung für den Eingang des Panamakanals sind, finden in englischen und französischen ti reuen starke Beachtung. Wie man hört, ist diese Frage von Amerika bereits auf der Panamerikanischen Tagung in Havanna angeschnitten worden. Die latein amerikanischen Staaten zeigten jedoch nur geringe Neigung, einen Aufkauf dieser Gebiete durch Amerika zuzustimmen, do sie eine unerwünscht: Verstärkung der amerikanischen Stellung bedeuten wurden. Der Plan des Ankaufs Westindiens gegen eine Ichuldeuherabsetzung ist bereits bei früheren Gelegen- veitcsi mehrfach erörtert, jedoch wieder sallengelassen lüOllWr den Westindischen Inseln versteht man die Großen und Kleinen Antillen, unter denen sich das bereit» in amerikanischem Besitz befindliche Kuba und Vorto- riko, ferner Haiti, Domingo (große), Guadeloupe, Marli- nique, Trinidad. Barbados (kleine) befinden.