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Fulda, Dienstag, 24. April

5. Jahrgang

Zu den Wahlen in Frankreich

Das bisherige Ergebnis.

183 Sitze endgültig.

i(5 liegen nunmehr sämtliche Wahlergebnisse bis auf Lor. Hieraus ergibt sich daß 183 Sitze endgültig Ln sind, die sich auf folgende Parteien verteilen: Mchende 13, Rechtsrepublikaner (Marin und Eit) 72, Linksrepublikaner 42, Radikale Linke (Lou- Radikale 21, Sozialrepublikaner (Painleve)

Misten 15, zusammen 183.

ählt sind von den 183 Gewählten 51 dbesttzer, 14 Industrielle, 12 Aerzte, Moren und Lehrer, 16 Journalisten, 5 Kaufleute, Mirte, 5 Richter, 4 Ingenieure, 4 Apotheker, 5 Han- Wstellte, 3 Offiziere, 3 Arbeiter, 3 Notare, 2 Geist-

M Berufen gezi Wen, 38 Grundt

qestellte, 3 Offiziere, 3 Arbeiter, 3

1 Tierarzt, 1 Diplomat. 51 Abgeordnete find neu-

1,132 wiedergewählt.

B offizielle Organ der Kommunistischen Partei âichs, dieHumanitL", erklärt: Unsere Partei hat irAntag im Vergleich zu den Wahlen im Jahre 1924 ® glimmen gewonnen. Besonders in den industriel- 'HMements uns in Elsaß und Lothringen haben wir W Stimmenzahl gegenüber 1924 um 50 Prozent er- M 'MNkN.

Bekannte Gewählte.

t ?fi ben ersten definitiv Gewählten fällt eine größere M Anhänger der Richtung Poincarvs auf, zu denen W Ä Hälfte der Mandatsträger zu rechnen ist. Im unb Herriot wurden mit starker Mehrheit MMählt, während Kriegsminister Painlev« Mchezirk Gex mit einem Sozialisten in Stichwahl M! 5h Dijon wurde der radikale Bürgermeister ^Uit 10 300 Stimmen gewählt. In Hagenau kk^wahl statt zwischen dem früheren Abgeord- k"Mâr und dem Autonomisten Hauß, dem Sohn P Wien deutschen Staatssekretärs. An Belfort ?trb l e 11 wiedergewählt. Der frühere Vrze-

Kammer, Pat4, sowie der Sozialist Vincent Ws/ »urden wiedergewählt. Dagegen kam der ri^ Blum in Paris nur in Stichwahl EM gegen seinen kommunistischen Wettbewerber. k^MW sind der Präsident der bisherigen M Ferdinand Bouisson (Sozialist), sowie der k'-Wzialist Malvy, der Vorsitzende der Finanz- Fiiiton der bisherigen Kammer, der demokratische k?Äl>!mer B 0 n n e f 0 u , der Sozialist P a u l- lujour und der Handelsminister B 0 k a n 0 w 1 f t. -'ichwahl kommen der Kommunist Marcel Cachm, k^ere Minister Georges Bonnet sowie der be» ^sozialistische Gewerkschaftsführer Ury-Oise. Unter k' "lchi, wiedergewählten Mitgliedern der blSherlgen l sind zu erwähnen Reynaldy, der im Ministerium H handelSminister war, und Paul Morel, früherer k^^jZsekretär der Finanzen.

Werrafföung in GisaK-Lothrmgen. L^er starker Teilnahme gingen die Wahlen in Elsaß- kMen vor sich. Sie bedeuten schon jetzt eine ent- ^.Absage an den Regierungskurs und drc O ollstlschen Poincarè-BlStter stimmen ein Wehe- r'N an. Groste Erfolge haben die A u t 0 n 0 m l lt e n lM, obwohl oder weil ihre Führer meistens im *^en. . ..

Lf Jlulbaufeu im Elsaß hat der Sozialist G r u m - L?et Stichwahl steht, die höchste Stimnwnzahl â°u zweiter Stelle steht der aus dem Hägy-Prozeß 7 ,Advokat Krählina (Autouomist). In Straß- v8 Beirates (Sozialist) im Stichwahlkam) s mit !->,.' ^Republikaner. Der autonomistischc ehemalkge ta Ver "Zukunft", Schall, hat 3600 Stimmen et« &' vH Gebweiler ist der rechtsstehende Bilger ge- L'.. ^'" Marne-Departement steht der Sozialrepu- ^jj, dvrgeot in Stichwahl mit dem soziallsti'chen 'h >°?w Im zweiten Wahlbezirk von Straßburg C ,»oüalift Georges Weill sein Mandat m der iitet T ""Leidigen. Der inhaftierte Autononnsten- tt ^'.^idlin erhielt in Altkirch 5000 stimmen, N, â"^^derteidiqer bekannte katholische Kandidat aadirciche Autonomlsten kamen in die Ltlchnmhl.

.Gsässischer Protest.

^M hat ein Wahlrecht, das gegenüber dem Snq 7 " Vorzug hat, den Wähler in viel engere Be- 'Wlst ^ Kandidaten zu setzen, als dies m fe Fall ist. Der Franzose wählt den Mann, WA ' die Partei. Freilich ist auch ba» franco. Wähler Abwegen nicht durchaus vollkommen, de 1 ^ctiy,^dussen am nächsten Sonntag zum âweltem

überall dort, wo beim ersten Wa -

Mldat nicht die absolute Mehrheit erh ult. 7^liq7 der etwa zwei Dritteln der Wahlkreise " ^^^Äddlssemcnts, also etwa unseren Landkrellen. Ivi?1 io 6n^en ~ dei dem ersten Wahlgang der ö^ L i*tbn2S dm 22. dieses Monats erst etwa ein Drittel K bic in..ei/bfiÜIti0 gewählt worden ist, warr dahcr

Zusammensetzung der Kammer Ui- I etwas faaen kann.

Allerdings ist aus der Stimmenabgabe schon jetzt fest­zustellen, daß die Hoffnungen Poincarës und seiner Freunde auf einen überwältigenden Sieg doch nicht ganz in Erfüllung gegangen sind. Gewiß wird er in der kommenden Kammer auf eine sichere Mehrheit rechnen können. Aber einen Wermutstropsen haben die Wahlen doch in den Siegesbecher Poincarès gemischt: das ist das Wahlergebnis in Elsaß-Lothringen, wo dieElenden", diefranzosenfeindliche Clique" wie vor kurzem Poincarb in einer Straßburger Rede die Auto­nomisten bezeichnete einen großen Abst im­mun g s s i e g errungen haben. Die Elsässer haben wie­der einmalprotestiert", genau so, wie sie vor 50 Jahren im Deutschen Reichstag aisProtestler" sogar eine eigene Partei gebildet haben.

Das Vorgehen der Pariser Regierung gegen diese Autonomisten" hat also gerade den Erfolg gehabt, den jeder Kenner elsässischen Volkstums voraussagen konnte: der Elsässer läßt sich nichtregieren", von oben herab, also von Paris aus, kommandieren. Genau sowenig wir haben dies leider viel zu spät gemerkt, wie er sich dies von Berlin aus gefallen ließ. Es hat der Pariser Regie­rung nichts genutzt, daß sie alleVerdächtigen" verhaften ließ und kurz vor den Wahlen noch den großen Apparat einer bisher nur angekündigten Schwurgerichtsver- Handlung aufzog. Diese Mitglieder desH e i m a t b u n°

des für Elsaß-Lothringen" sollten schnell noch alsVerbrecher gegen die Sicherheit und Ordnung" infa- miert werden, sollte, um mit Poincarè zu sprechen, das elsässische Volk durch seine Stimmabgabe weit abrücken von dieserClique" und nun ist der Vorsitzende dieses Heimatbundes, Ricklin, einst deutscher Reickstagsabgeord- neter, jetzt Untersuchungsgefangener, drauf und dran, in die Deputierlenkammer einzuziehen. Die Front der elsäs­sischen Heimatbündler wäre noch viel breiter, viel ge­schlossener, wenn nicht innenpolitische französische Stre't- fragen sie umwogen würden. So sind die Sozialdemokraten vom Elsaß ihr serngeblieben, sind Anhänger der Pariser Negierung, weil sie deren antikirchlichen Gesetze auch im Elsaß durchgeführt wissen wollen.

Ein kleines Gesühl der Schadenfreude wird man in Deutschland nicht zu unterdrücken brauchen: die P a r i s e r Negierungspolitik hat Schiffbruch erlit­ten, dieerlösten" Provinzen haben mit größter Deut­lichkeit gegen jene Maßnahmen protestiert, die dieses Land, das elsässisch und nur elsässisch,autonom" sein will, durchaus in die französische Uniform stecken wollen. Das deutsche Geld, das französischen Behauptungen zu­folge angeblich in der Heimatbundbewegimg eine 0 große Rolle spiele, ist Schwindel; das wird auch der kommende Antonomistenprozeß hoffentlich beweisen. Wir Deutschen knüpfen darum an den Wahlausgang im Elsaß keine eigensüchtigen Wünsche, aber wir freuen uns, daß die Elsässer durch die Wahlen ihrem Willen Ausdruck geben, Ltammesart und Eigenleben auch in Zukunft zu wahren.

Ein neuer Polarsieg

Wilkins überfliegt das Aordpolgebiet

Die überfliegung des Nordpolgebietes durch W 11 k l n s und Eyels 0 n, die in etwas weniger als zwei- undzwanzig Stunden über eine Entfernung von 3400 Kilo­meter von Alaska nach Spitzbergen gelangt sind, ist als ein Ereignis von allergrößter Bedeutung für die Polar- forschung zu bewerten. Die Newyorker Presse feiert den Flug als die größte Tat der bisherigen Luftfahrt und die Kereinigte - Staaten - Regierung hat den kühnen Fliegern telegraphisch ihre Glückwünsche ausgesprochen. Frith- j 0 f R a n s e n , der ja für alle Polforschung als allererste Autorität zu gelten hat, erklärte, daß dieser Flugunter allen Umständen" als eine großartige Tat betrachtet werden müsse.Unter allen Umständen" das soll beiße«, auch wenn der Pol selbst nicht überflogen worden sein sollte. Der gleichen Ansicht ist auch Amundsen, der feststellt, daß Wilkins und sein Begleiter jedenfalls über dem Bolarbassin gewesen seien.

keinem menschlichen ?âae erblickt worden sind. Die klare Sicht hielt bis ungefähr 350 Silometer vor Svalbard an. Dann durchflogen wir wieder eine dichte Wolkendecke unb waren ganz auf untere Jnünnnenjc angewiesen. Der Brennstoff hatte inzwisitien bedenkkick' abgenommen, zudem verhinderte ein starker Schneesturm jede Sicht. Trotzdem gelang es Ehesson, eime alaKe Zwischenlandung vorru- nehmen. Fünf Tage später flogen wir wieder ab. Die Schwieriakeiten beim Start waren wieder sehr groß."

In Green Harbour befinden sich zurzeit nur fünf Personen zur Bedienung der drahtlosen ReaiernngS- Kation und möglicherweise noch einige Wachleute. Es ist leicht möglich, daß di-e beiden Flieger ge'-wnngen sein werben bis ;ur Eis- und Schneeschmelze auf Spchbergen zu bleiben Wilkins, der in Australien geboren wurde, ist jetzt 40 Jahre alt.

DaS Rordpolargebiet.

Der amerikanische Flieger Wilkins, der jetzt den Nordpol überflog.

, n Direktor der amerikanischen geo»

^awhiirfu-n arfdlfiMft erklärt, daß Wilkins bcabsichttgt imhe^bci Überfliegung des Polarmecres einen Rechtskurs annahm, daß dort Land vorhanden f^' ^ ^ ©(arbeit diese $raac endgültig geklart und glc,chzeltlg Ktarqell über verschiedene Gebiete in NordgrSnland gebracht. Nach h:rfpm <-Lflinr. es sicher, daß, die flache Grenze ve». Polarmeeres entlang der Küste\ ^^

men, künftige Polarforschungen kaum noch^u werteren Landeutdeckungen führen würden. S « * 9®*

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En? Wil über Offenem »affet "d« «L«°n unk größeren Eisspalten, die klar erkennen ließen, daß

nirgends Land vorhanden

ipar. Es wäre» dies Gegenden, die vorher noch von

3m Fluge zum Nordpol.

Ein lange ersehntes, endlich erreichtes Reiseziel. *

In der Luftschifshalle Seddin bei Stolp in Pommern liegt, fest verankert, dieItalia", das Luftschiff des italienischen Ge­nerals Nobile, noch nicht ganz startbereit, aber, wc es scheint, doch schon so weit erholt, daß es in kurzem zum Nordpolpfluge wird aufsteigen können. Man hat über den Ozeanflüqen, die große Mode geworden sind, hat vor allem über dem Meister- fluge derBremen" die Nordpolslüge ein wenig vergessen, aber nun sind sie wieder da und, wie das schon immer so gewesen ist, Gegenstand des Wettbewerbes verschiedener Völker was man sich gut gefallen lassen kann, wenn es sich um Wissew schastliche Interessen handelt, was man aber nicht restlos s« billigen vermag, wenn es sich nur umRekordeschlagen" Han- deln sollte. Als Nobile seinen bevorstehenden AuSflug ankün­digte, stiegen, sozusagen fast unbemerkt, von Kap Barrow t# Alaska der Australier Captain Wilkins und Leutnant Eyelsov mit einem Fluarèua auf. MN schneller als der Italiener über bep Nordpol hinwegzukommen. Das haben sie erreicht, denn sie sind jetzt plötzlich, nachdem man sich in Amerika über ihren Verbleib schon einige Sorgen gemacht hatte, bei Green Harbour auf Spitzbergen, also auf der anderen Seite des Nordpols, ge­landet. Viele, viele Tausende von Kilometern weit unwirt- liches, ödes Land, viele, viele Tausende von Kilometern weiü kein menschliches Wesen so kennzeichnet sich diese Nordpolar­gegend, nach der menschlicher Wagemut mit zäher Ausdauer immer wieder hinstrebt. Ja, ist es denn überhaupt Land, was