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ul-aer Anzeiger

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Fulda, Donnerstag, 26 April

5. Jahrgang

Kleine Zeitung für eMge Leser.

* &n Stettiner Fememordprozeß kam es zu schweren Zu- Mensiößen zwischen dem Oberstaatsanwalt und den Der- Oignn.

* Ter deutsche Admiral Lans, der seinerzeit die Takuforts Beile, feierte sein SOjähriges Dicnstjubilaum.

#311 Brüffel ist General Wrangel, der 1920 die Weiße z<me gegen die Sowjets führte, im Alter von 48 Jahren

ßsiben.

-Ach dem Siege über die Nordarmee des Marschalls «mgnolin hat General Feng mit den chinesischen Süd- Mi die Hauptstadt Schantungs besetzt und droht, auf M vorzustoßen.

I Geheimnisvolle Reise.

I Sold Birkenhead, Mitglied des englischen Kabi-

4ist Staatssekretär für Indien. Nicht gerade, um sich «den Spielplatz des Berliner Golfklubs anzusehen, kam ([nur kurzem nach Deutschland, sondern es haben hier itztMm noch geleugnete politische Verhand- ^«gen zwischen ihm und den Leitern der deutschen ^rnHitit stattgefunden; trotz seiner Eigenschaft als Wièd dieses Kabinetts konnte er dabei sozusagen nur Mös austreten. Gerade in den deutsch-englischen Be- Kichmgen sind auch vor dem Kriege solche offiziösen Be- !Ä vorgekommen, die außenpolitische Neuregelungen be- Mm, aber nur indirekt vom Leiter der englischen Hnpolitik veranlaßt waren. So auch jetzt vielleicht. -Arnhead ist nämlich im Gegensatz zu Chamberlain, litt Ms dem linken Flügel der Konservativen steht, der steter einer schärferen Tonart, namentlich mit Bezug mias Verhältnis zu Rußland; Chamberlain hat es i Mi vermieden, den Bruch mit diesem Lande allzu tief- tM werden zu lassen, und denkt gar nicht daran, nun [teilte antirussische Front etwa von England, Frank- Teusschland, Italien und Polen aufzubauen. Aber IkMe im englischen Kabinett stehen hierin auf seiner r è«. Vielmehr sind dort Tendenzen zu verspüren, die I Wch eine solche autirussischc Front schaffen Ük Sil den englischen politischen Klubs jH es außer- ' ! offenes Geheimnis, daß Lord Birkenhc

F Msehr stark in Richtung auf den Ministersessel des teW gehen. Der Ministerpräsident Baldwin WMit sich aber doch nicht so recht klar zu sein, ob "Lindas antirussische Abenteuer stürzen soll oder ^UÄstelbstverständlich ist Lord Birkenl)ead nicht ohne l«Kwilligung nach Berlin gegangen: auffallender- ?c N er ihn jetzt aber in ziemlich schroffer : ^1® gefabelt, weil dieser sein Staatssekretär es '^Mäßig hielt, ohne des Ministerpräsidenten Geneh- M in einem Zeitungsartikel sich mit den Fragen der Weit Außenpolitik in einem Sinne zu befassen, der .te; Baldwins Ansichten offenbar doch wohl nicht ., Ugland, hat nämlich jetzt wirklich dringendere Sorgen,

:te her Schatzkanzler Winston Ch urchil l soeben ».^"kr Etatsrede eingehende Ausführungen machte.

ten mag staunen, mit welcher Energie England dar- I j,pl- seine internationalen Schulden, in der Haupt- lL..^Ä außen hin die Zahlungsverpflichtrmgen an 1 "'ka, dann aber auch eine sehr große innere Schuld, I... ^teütbarungen gemäß baldigst abzudecken. Dabei t ^^?"Sland wirtschaftlich längst nicht mehr so gut I testens vor bem Kriege, auch die Nach wehende s M//" Bergar beiter streiks sind alles andere ».'^Wunden. Die englische Staatsschuld beträgt 7,5 »Men Pfund, also gerade 150 Milliarden Mark, und |teC^ wird man in Zukunft jährlich regel-

I Millionen Pfund, das sind also nicht weniger r^ Mark, in den Haushalt einsetzen. I^A Art und Weise will England in 50 Jahren seine I è"hMe und äußere Schuld tilgen.

l,t "nposant, wenn diese gewaltige Ver- lürtz^.^ auch eine nicht gerade angenehme Frucht des l^'sa^ - - ^ber sie verhindert, daß sich England in W,?.^ außenpolitische Experimente einläßt, vielmehr W« â?"^. Politik auf eine möglichst ungestörte Erhal- h; leigen Zustandes in der Welt und namentlich &, (.^"apäischèn Kontinent eingestellt hat, insolgc- htapn Y )vahl nur in recht kleinen Kreisen derartige Pihefrg^ wie man sie Lord Birkenhead und den h^Ji^^ Außerdem sind in sehr naher Zeit dre ^d!"i ^ englischen Parlament fällig. Die letzten zwar erst im Oftober 1921 stattgefunden hit P.^^lzeit beträgt fünf Jahre, aber trotzdem i|t wohl noch im Jahre 1928 zu rechnen, \^ ^'üerhaus es wohl noch nie zu einem »uatur- !^di, ^ gebracht hat, sondern stets vorher aufgelöst W au* ^^"Ichwere außenpolitische Schritte verbieten Li!tem s weil man in England natürlich den !?A^iebun^ELahlen abwarten muß, die vrellelckt ettte leiten 3 des parteipolitische» Schwergewichts bcrbei- vCU- doch gerade, wie Churchill vererb IM soziale Lage großer Teile der Bergarbeiter- ^hbar» ^^^l, weil sie nicht damit rechnen können, m I -3eit überhaupt wieder Lohn und Brot 3» IS englische Schatzkanzler will die ungehemr- l den Ewigen, die durch die Erwerbslofetifürsorge | Sen sin^'^^aftlich schwächeren Gemeinden nufer kgt I °»va^',?^ch mne gründliche Steuerreform wenig- I Mildern, . , IjA irA.Lord Birkenhead mit seiner Reist nack IW ? etwas erreicht hat, dürfte recht unwahr- I .> uns » s "'^ Wir sind auch gar nicht m per I ! °m,eltig für" oder gegen" Rußland polrtftch I Ä't'. Mange ÄÄ selbst uns nicht dazu |^%X Irb allerdings lvesentlich von der Wcrter- I ° ^^,>" wutschaftlichen Bczichuügcn zwischen un- e abhangen. . " '

Die Südchinesen bedrohen Pekin

General Fengs Vormarsch.

Tsinanfu genommen.

Die Hauptstadt der chinesischen Provinz Schantung, Tsinanfu, wurde von den siegreich vordringenden Trup­pen des sog. christlichen Generals Feng ohne Kampf be­setzt. Die geschlagenen Nordtruppen des Marschalls Tschangtsolin fluten in Unordnung zurück. Die Süd- truppen sollen teilweise in Tsinanfu geplündert haben.

Nach der vor kurzem gemeldeten Frühjahrsschlacht zwischen den nationalistischen Südtruppen und der Streitmacht des Beherrschers der Mandschurei, Tschang­tsolin, in der dieser unter großen Verlusten geschlagen wurde, erklärten Sachkenner sofort die Eroberung der

adt Schantungs nur no

ch für eine Frage der

Als weitere Folge dieses Vorstoßes droht aber die

Eroberung Pekings, wo sich Marschall Tschangtsolin bisher unangefochten als Herrscher aufgetan hatte. Um­fangreiche Maßnahmen zur Verteidigung Tientsins und Pekings werden getroffen. Die Erfolge Fengs haben auch die Regierung in Wuhan (Hankau) veranlaßt, sich an dem Feldzug gegen Tschangtsolin zu beteiligen. Unter dem General Lischungtschen rückt eine 50 000 Mann starke Abteilung zur Unterstützung der in Schantung stehenden verbündeten Streitkräfte der Südregierung in Nanking und General Fengs vor.

* k

Französisches Abkommen mit Nanking.

Zwischen Frankreich und der chinesischen National- regierung in Nanking ist eine Verständigung erfolgt, die den Differenzen, die durch die am 24. März 1927 gegen die französische Kolonie in Nanking verübten Aus-

Generai Wrangel t*

Der Feidherr der Wer sie«.

In Brüssel starb nach längerem Ärantenlager General Baron Peter Wrangel, der im Jahre 1920 Oberveschls- haber der Weißen Armee in Rußland war. Er wollte da­mals die Bolschewistcnherrfchaft stürzen, mußte aber m den eingeleiteten Kämpfen unterliegen und schließlich nach Brüssel gehen, wo er als Privatmann lebte.

Wrangel ist nur 48 Jahre alt S^pvrden. Zunächst war er Beamter, dann Offizier im Dienste des Zaren. Im Weltkrieg wurde er zum General befördert. Nach

Dem umftur, stand er zweimal nn^ verurteilt, jedesmal avèr gerentr.

ÖÄÄttS? r W« >!°tts«°-» KIh« Äw « «» ym« 0« «"Ä^! Widerstand acaen das neue Regime, wurde stdock gc icklaaen und flüchtete mit den Resten seiner Truppen nach WM °' st« ch-»>">". macht- und zur tz.w waffnung gezwungen wurde. ^n der öoigc übte er

Brüssel.

Das Rätselraten um dieBremen".

Gin zweiter deutscher Ozeanflug?

Nach einer Meldung derCanadian Preß" sollen die deutschen Ozeanflieger die Hoffnung abgegeben Wen mit bet Bremen" in Greenly Island zu starten, da durch die Erweichung des Eises die Schwierigkeiten zu groß geworden seien. Die Flieger beabsichtigten, Ereenly Island mit dem Fordflugzeug zu verlassen.

Aus Grecnln Island wird zur Erinnerung an die erste erfolgreiche Überquerung des Atlantischen Ozeans in westlicher Richtung ein Gedenkzeichen errichtet werden. Es wird aus einem einfachen Labradorfelsstuck bestehen, das die Namen der Flieger und einen Bericht über chre ^cistuilg tragcil föö^^ Nachricht verbreitet worden, daß ein zweiter deutscher Ozeanflug geplant sei, und zwar von Risticz, der im vorigen Jahre mit Edzard den Muer- Weltflugrekord für Deutschland eroberte, und der Wiener Fliegerin Dillenz. Einstweilen scheint es sich stdoch nur um Erwägungen zu handeln die ,ich vorläufig noch nicht zu einer Tat auswachsen durften. Man will erst ab-- warten bis Köhls Erfahrungen auf dem Ostwestflug ein­wandfrei vorliegen und wissenschaftlich bewertet werden können.

Der Flieger Bennet, der den Ozeanfliegern Hilst bringen wollte und an Lungenentzündung erkrankte, ist gestorben. Bennet überflog mit Byrd zum erstenmal den Nordpol.

schreitungen entstanden waren, ein Ende macht. Der chinesische Minister Huangschu spricht in dem Abkommen sein Bedauern über den Zwischenfall aus, sagt zu, daß die Unruhestifter bestraft werden sollen, und übernimmt die Verpflichtung, die fremden Kolonien vor Bedrohun­gen zu schützen. Frankreich erklärt sich bereit, die Mög­lichkeit einer Revision der Verträge mit China zu unter­suchen. sobald die Ruhe wiederhergestellt sei. Eine Kom­mission von zwei Franzosen und zwei Chinesen soll über die Entschädigungen für die Verletzung der französischen Interessen verhandeln. Die Verständigung gewinnt in diesem Augenblick, wo die Nankingregierung erfolgreich gegen den Norden vorgeht, besondere Bedeutung.

*

Protest gegen japanisches Eingreifen.

In Nanking dauern die Kundgebungen gegen die kürzliche Entsendung japanischer Truppen nach der Pro­vinz Schantung an. Es wird zum Boykott japanischer Waren aufgefordert. Die Nankingregierung hat an alle Mitglieder der Kuomintang (Nationalbolschewistilche Partei) eine Erklärung gesandt, in der voller Schutz des Lebens und Eigentums der Ausländer ohne Rück­sicht, ob innerhalb oder außerhalb der Kriegszone zu­gesichert wird. Die Entsendung japanischer Truppen wird in Dieser Erklärung als vollständig ungerechtfcrt'gt bezeichnet. Sie verstoße gegen die Unabhängigkeit Chinas und stelle eine Verletzung der internationalen Rechte dar. Das japanische Volk könne nicht für diese Handlungsweise verantwortlich gemacht werden. Die Nankingregierung hoffe, daß die politischen Parteien Japans den Ministerpräsidenten von weiteren über­stürzten Truppenentsendungen abhalten würden.

politische Rundschau.

Thüringische Wünsche ans Reich.

Der Thüringische Landtag in Weimar nahm rn zweiter Lesung einen Antrag der Christlich-Nationalen Bauern- und Landvolkpartei an, der der Reichsregierung und dem Reichsrat eine Reihe weitgehender Forderun­gen zur Behebung der Notlage der Landwirtschaft vor- trägt. Es bandelt sich um Forderungen aus dem Gebâ der Handels- , und Zollpolitik, der Steuerpolitik, der Sozial- und der Kreditpolitik.

Braunschweig für, Mecklenburg gegen den 1. Mai.

In der Sitzung des Braunschweigischen Landtage^ wurde mit 26 Stimmen der Linken eine Vorlage des Staatsministeriums angenommen, wonach der 1. Mm zum gesetzlichen Feiertag erklärt wird. Der^nltiatlvgesetz^ entwurf der Kommunisten und Sozraldemokrawn zu Festlegung des 1. Mai als gesetzlichem ^-elertag m Mccklen^ bürg wurde vom Landtag mit 26 gegen 24 Stimmen de Antragsteller abgelehnt.

Jubiläum des Admirals von LanS.

Admiral von Lans, der berühmteJltis"-Komman-- dank vor Taku, feierte am 23. April d. J. »ern aOlahrlgc^ Dienstjubilüum. Dem Jubilar wurden aus diesem An­laß zahlreiche Ehrungen zuteil. Von der Marmeleitung durch Admiral Zenker, dem Marineosftzierverband und vom Gauverband der Marinevercine Berlins und Der Provinz Brandenburg wurden dem Kampser fuu Deutschlands Seegeltung befonberv herzliche Glück­wünsche dargebracht.

Patentansprüche in Amerika.

Nack den mit dem amerikanischen Schiedsrichter, dem Richter Parker, vereinbarten Grundsätzen kann jeder deutsche Patentinhaber, der âck zu einer Gntschadl- qung unter dem amerikanischen Creigabegesetz berechtigt glaubt, mit seinem Anträge unmittelbar an dm amen, konischen Schiedsrichter Hcrantreren. Die Antrag, an den Schiedsrichter sind in englischer Spra^ ab-ufasien in einem Original und nret Durchschlagen elNgU ÄS ", S »'S' (vhniin 'n Barker War Claim» Arbiter, ^mcnmenr Sno SifDingto«. ® % «VLA » Hieben Sprache können die Anträge jmd) in deutsch 'uracbe einreichen. Die in deutscher Sprache abgesagten Nnträoe müssen dem deutschen Eigentumskommissar nt Washington (Adresse German Embassh, Washington

C ) übermittelt werden, der die Übersetzung alsdann Lglaubcht die Anträge nebst Auggen an den ~rfHeh<sricbtcr weiterleitet. Es wird sich empfehlen, day auch bk in englischer Sprache abgesagten Anträge über den deutschen Eigentumskommissar geleitet werden, da­mit dieser helfend eingreifen kann, falls eine solche $tlie erforderlich und möglich ist.

Aus In-und Ausland

KaNowib. Die polnischen Kinobentzer in Ostoberschlesien baden beschlossen, sämtliche deutschen Wilmer zeug' Nisse ; u b 0 v k 0 t t i c r e n, solange nicht von den dcuyÄcn Behörden die Ausführung des nach Ansicht der Kmobesitz.r antipolnischcn deutschen FilmsBrennende Gr 3

111111 Paris Die Berufung mehrerer Ärzte an das Kr ante n- bett Briands hat zahlreiche Freunde des AutzenmiNistDs stark beunruhigt. Aus Erkundigungen bei unmiMlbE

Briands gehe aber hervor, baß der Kramyettsmriaus durchaus normal sei und cs für den Augenblick keine beunruhi­genden Anzeichen gebe.