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^zglack.D« Tieferungsbehmüernngen durch T^ Gewalten", Streiks, Aussperrungen,
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«per» usw. erwachsen dem Bezieher kein« Sprüche. Verlag Krieörich Ehrenklau, Kulüa, Mied des Vereins Deutscher Jeitimgsvev» ^ Postscheckkonto: Kranksirrt a. Et Er. 16000
Tageblatt für Rhön wö Vogelsberg' Z»Va» und Hauneta! .ZMaer Kreisbla«
■W , 104 — 1928
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Fulda, Donnerstag, 3. Mai
trnDaakeu usiv. beträgt die Kleinzrile OJOIEL, Dr auswärtige Tkustraggeber 0.25 M., für die RaLomezeilr 0^0 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., RâmrI«!r 0^0 Mark ♦ Der Rrchnnr^r-stLl« lang hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu ersoff gen ♦ «tag- und plotzosrsihrifteu unvcrdmülich.
5. Jahrgang
ig nit ttèkt Satt
Meine Zeitung für eilige Leser
Reichsgericht in Leipzig sprach sich in der Sitzung .Mittwoch gegen die Rechtskraft des vom Reichsinnen- to 0. Keudell erlassenen Gesamtverbotes des Rotfront- inbuiides aus und legte die entstehenden Kosten des Ver- z dem Reiche aus. :
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9er SitM im früheren Mchslmd
M französische Kabinett unter Vorsitz des Präsidenten publik beschloß, angesichts des Wahlausfalles nicht zu- reteu.
«âhrend des Autonomistenprozessrs in Kolmar wurde M Zeuge geladene bekannte Baron Zorn von Bulach sie Polizei verhaftet, aber bald wieder sreigelassen.
•«e „Italia" ist heute morgen zum Nordpolflug gestartet.
Stresemann zur Klaggenfrage
„Die größte Dummheit."
zkichsaußenminister Dr. Stresemann
ta sich in einer Wahlrede zu Elberfeld über
Außen- und Innenpolitik. U. a. führte er nach Bericht der Telegraphenunion aus:
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Kenn der deutsche Außenminister keine reale Macht sich habe, dann müsse Deutschland wenigstens üg sein. Wir würden vielleicht noch einmal mit der des einigen Deutschlands kämpfen müssen für unsere dien Ideale. Der Locarnovertrag sei heftig rissen worden. Was stehe denn darin? FrMikreich Deutschland verpflichten sich, nicht die Waffen gegen- ibcr zu erheben. England stehe als Garant für « Bündnis und trete dem Angegriffenen zur Seite.
man in Frieden und Freundschaft miteinander zu sich vorgenommen habe, dann dürfe diese Freund- it nicht auf 60 000 Bajonetten am Rhein ruhen, irlich käme man im Völkerleben nicht sofort zu einer Aigen Regelung.
'm ging der Minister zu den Fragen der Fnnen- i über. Er erwähnte zunächst die Mängel der Verfassung und die heutigen Forderungen nach rerung dieser Verfassung. Dieses Vertangen fei 5 reaktionär.
,N würde man wahrscheinlich vieles anders be- «Mme damals. So sei es z. B. die größte ;BMdt, die je in der Geschichte eines "lles vo r g ek 0 m m e n sei, daß man in Weimar '««« Flagge geschaffen habe.
«ter setzte sich Dr. Stresemann im Interesse der Fugend dann für eine Heraufsetzung des Wahl- Vor allem geißelte er das moderne Ausleben AdMd, wie es in erschreckender Weise in der letzten
11 Mnntgeworden fei.
Gericht gegen Rotfroniverbot.
Die Länder bekommen recht. 1 Dr vierte Strafsenat des Reichsgerichts, der jetzt die Regenzeiten des Staatsgerichtshofes erledigt, be- sich mit dem Einspruch der Länder gegen das ^ichsinnenminister geplante Verbot des Roten ampferbundes.
M längerer Verhandlung wurde folgender Be- vcrkündet:
Die Weigerung der Landeszentralbehörden, dem Mn des Reichsinnenministers vom 16. April 1928 Jwbot und Auflösung des Roten Frontkänlpser- A der Roten Marine und der Roten Jungfront nebst Mn Ortsgruppen nachzukommen, ist begründet.
/ Die Kosten des Verfahrens werden dem Deutschen . Mferlegt.
M Senat hält die Voraussetzungen des § 129 des Mbuches (Teilnahme an umstürzlerischen Verblu- S tur den Gesamtfrontkämpferbund und sämtliche Ortsgruppen nicht für erwiesen. In Frage kamen
Verbote für bestimmte Ortsgruppen oder denen jener Beweis vorliegt. Solche Verbote <’tiite nicht zur Entscheidung deS Gerichts
l^ ° nähere Begründung wird in einigen -ragen er-
^” Kabineltswechsel in Frankreich.
.Ministerium ^oincaré bleibt.
dem Vorsitz des Präsidenten der Republir ^db Iâris die Minister zusammen, um über die » .^Wahlen geschaffene Lage zu beraten. Man be-
Kabinettswechsel eintreten zu lassen, und^ Der S folgende Veröffentlichung heraus: -
Mi^ ist im Einvernehmen mit allen
t der Ansicht gewesen, daß der Wahlkörper
Rtii m - der Regierung gebilligt hat und daß unter *'111 â^ für das Kabinett kein Anlaß vorttegt, 'M» Kenten der Republik seine Demission 511 über- Rüen ^"s°lgedessen wird die Negierung m "d ihr Um sich nm 1 Juni dem Parlament vorstelltti für die nächste Gesehgebungöperwd °5 Der Ministerrat wird, noch vor ö güou Arbeitsmintstrr Fall.er e S'desscnDc » dir ^enonimen wurde, ersetzen und, hat ihn .ersuast, ^"'kterüUd"ung seines Nachfolgers Die Geschäfte de^ , ft^. welche^glcich'nach der Wahl prophezeiten, K" ciisö "de auch der Leiter des neuen Kablnettö sein. idL ^cht in doppeltem Sinne dehalten. -
'^ fernerhin Poincarö stehen und es t n ân einen formalen Wechsel vor-un-hmen. M$Ct\'JL Ministerium der Kammer am 1. Juni
'ein scheint.
Die elsässische Heimatbewegung.
In Kolmar hält das Interesse für den eröffneten Prozeß der französischen Staatsanwaltschaft gegen die 22 der Beteiligung an der Autonomisten- oder Selbständigkeitsbewegung für das Elsaß Angeklagten an. Am zweite« Tage der Verhandlung ereigneten sich einige heftige Zusammenstöße zwischen der Staatsanwaltschaft und den Verteidigern. Letztere bestreiten nämlich die Berechtigung der öffentlichen Anklage und behaupten, es liege überhaupt kein strafbares Vergehen vor, sondern die Regierung in Paris wolle nur politisch unbequeme Gegner auf diesem Wege treffen.
In der Dienstagnachmittagsitzung legte der Hauptan- gcklagte, Dr. Ricklin, seine politische Einstellung zur deutscher Kriegführung im Jahre 1914/18 dar, worauf die Verhandlungen vertagt wurden. Ricklin hob vor allem seine spezifisch elsässische Gesinnung hervor. Vor dem Kriege habe er die übermäßige Verdeutschung Elsas. Lothringens bekämpft, während man ihn jetzt von fraw zösischer Seite als Agenten der Germanisierung hinstelle. Er habe für einen elsässischen Autonomismus stets gearbeitet. Er habe von der Deutschen Regierung niemals einen Orden angenommen. Es trat dann Vertagung aus Mittwoch ein. Dr. Ricklin fuhr alsbald nach Wieder- beginn mit seinen Erklärungen fort. Er sagte u. a., die elsässische Bourgeoisie sei jetzt ebenso gouvernementai französisch gesinnt wie sie vor dem Kriege gouvernemental deutsch gesinnt gewesen sei. Während des Krieges sei er stets für den Schutz der elsässischen Bevölkerung ein- getreten. . Erst als der Reichstag ihn vom Treueid entbunden habe, habe er sich für die Trennung des Elsasses von Deutschland ausgesprochen. Ricklin bespricht sein: gemeinsam mit Hauß, dem Vater des jetzigen Angeklagten Buchdrucker Hauß, in Berlin uiiieniommei.cn Schrrtte (1915/16) zur Verhinderung dessen, daß Elsaß-Lothringen unter Führung eines Prinzen, etwa eines bayerischen Prinzen, ein selbständiges Fürstentum werde.
Er erklärt, daß die Lothringer bereit gewesen seien, infolge der Bande, die sie mit dem Saargebiet verbanden, preußisch zu werden und seine Gründe als Elsässer nicht verstanden hätten.
Rach der Annahme des Wilsonschen Friedensprc« gramms sei die elsässische Frage zu einer internationalen Frage geworden. Da die elsässischen Volksvertreter annehmen, daß die elsaß-lothringische Bevölkerung bei Be- ratung der elsässischen Frage zu einem großen Teil ihr Recht, selbst über ihr Schicksal 311 bestimmen, ausuben wolle, müßten die elsässischen Volksvertreter jetzt alles vermeiden, was die freie Willensäußerung beeinflussen könnte.
Kolmar.
Monatelang hat es gedauert, ehe die im Elsaß verhafteten Autonomisten überhaupt erfahren haben, welche Vorwürfe man ihnen gegenüber erhob, Dann hat es wieder Monate gedauert, ehe nun, und zwar am 1. Mai, in Kolmar der Prozeß gegen sie begann. Aber das, was nun in diesem Prozeß an „Beweismaterial" für die Anklage herbeigebracht oder herbeigezaubert werden wird, ist unwichtig — vielleicht nicht für die Angeklagten selbst, lvohl aber für die Kennzeichnung des Hintergrundes, auf dem sich dieser Prozeß abspielt, denn hierfür sind ja die Dinge viel wichtiger, die sich vor dem Beginn des Prozesses und beinl Beginn ereigneten. Erft wird mit allen Mitteln amtlicher Beeinflussima die aesamte Autonomie-
bewegung in Elsaß-Lothringen 'als mit deutschen Geldern unterstützt und mit deutschen Geldern arbeitend, sogar als deutschen Wiedereroberungszielen dienend bezeichnet, dann richtet der französische Ministerpräsident Poincarv persönlich in gleichem Sinne in einer Straßburger Rede förmliche Anweifungsbefehle an die elsässischen Gefchwore- nen des Kolmarer Gerichts und schließlich hat man auch wohl dies Gericht selbst, sicherlich den Vorsitzenden und die Ankläger, sehr sorgfältig ausgewählt.
Aber all dies hatte doch nicht den erwünschten Erfolg; denn es kam im Gerichlssaa! zu Demonstrationen im autonomiefreundlichen Sinne, obwohl der Vorsitzende gleich von vornherein erklärt hatte, er würde jede derartige Regung aufs schärfste unterdrücken. Doch man feierte ja einen Sieg, feierte es, daß diese Autonomie- bewegung bei den Wahlen einen großen Erfolg davongetragen hatte. Zwei der Angeklagten können sich jetzt als Deputierte bezeichnen, der dritte Autonomist, im Wahlkreise Zabern gewählt, wird bei seinem Erscheinen als Zeuge gleichfalls demonstrativ begrüßt. Nur als Demonstration ist es wohl auch aufzufassen, daß mit Ausnahme eines einzigen, bei dem dies der Vorsitzende bestimmt zugelassen Hätte, alle Angeklagten behaupteten, nicht genügend französisch zu verstehen, um den Verhandlungen folgen zu können.
Ein politischer Sensationsprozeß mit allen Nebenerscheinungen eines solchen also! Die Angeklagten werden auf Anweisung von Paris aus nicht einmal als politische Gesungene behandelt und die Kette der Zusammenstöße zwischen der Verteidigung und den Vertretern der französischen Staatsbehörde ist schon am ersten Verhandlungstag eine endlose gewesen. Man sucht den Angeklagten den Charakter als geborenen Elsässern, zum mindesten als Alt-Elsässer zu nehmen, was für jeden Kenner der Vorkriegsgeschichte im Elsaß natürlich nur lächerlich ist. Aber der Vorsitzende unterstreicht in bewußter Schärfe, daß des Hauptangeklagten Dr. Ricklins Stiefvater ein Bayer gewesen ist, Dr. Ricklin selbst hauptsächlich in Deutschland studierte und, solange das Elsaß zu Deutschland gehörte, auch — Vorsitzender eines Kriegervereins war! Dabei kann wirklich diesem Manne der „Vorwurf" allzu großer Deutschfreundlichkeit nicht gemacht werden. Er, genau so wie die anderen, die jetzt auf den Anklagebänken sitzen oder die dem Zugriff der Behörden entronnen find, waren Elsässer, vor allem und unbedingt Elsässer, weit mehr eben, als sie jetzt Franzosen oder früher Deutsche waren. Er ist immer ein Querkopf gewesen, dieser Elsässer,. wollte zwischen Deutschland und Frankreich seine eigene seelische und kulturelle S e l b st ä n d i g k e i 1 als alemannischer Elsässer weiter behalten. Dies und nicht mehr will ja auch die Autonomie, aber derartige Gedanken werden in Frankreich, wo von Paris aus das ganze Land unbedingt und zentralistisch regiert wird, sehr schnell als Landesverrat bezeichnet.
Ein politischer Sensationsprozeß, aber wohl kaum ein Sensationsprozeß von erheblichen politischen Folgen. Nach den Vorbereitungen, die inan traf, könnte man vielleicht schon jetzt davon sprechen, daß das Urteil, soweit es die französischen Behörden angeht, schon von diesen gefällt worden ist. Gefällt ist aber schon jetzt nach der Vorgeschichte und nach dem Beginn des Prozesses auch das Urteil über die französischen Behörden. Vielleicht bereuen es diese doch noch eines Tages, die Dinge so zugespitzt zu haben, daß schließlich eine politische Sensation aus dem Endergebnis herausschaut — aber freilich wem man aus Erfahrung, daß diese Ergebnisse fast immer in umgekehrter Richtung zu den gewünschten und gewollten liegen.
Die Ehrungen der Ozeanflieger
@in Souper für 4000 Personen.
Schurman über den deutscheuAtlantikslug.
Newyork kann nicht genug der Ehrungen für dre mutigen Atlantikflieger bereiten. Die Stadt gab nach dem Triumphzug am Vortage ein Bankett, an dem ni ) weniger als 4000 Personen teilnahmen, darunter Haupt- sächlich Deutsche und Iren. ^ pw deutschen Flieger auchÄ Bâ gefeiert. Der „American Club of Berlm" veranstaltete ein großes Diner an dem schafter Schurman teilnahm. Schurman erumerte an u Großtaten des Flugwesens, bei denen al e Nationen im friedlichen Wettbewerb einander halfen. Chamberlin, r^ durch die Belebung des natnr-
lichen menschlichen Gefühls in Deutschland und in den Vereinen Staaten einen tiefgehenden Einfluß m der Erweckung guten Verständnisses und m der Freundschaft zwischen den beiden Völkern ausgèubt. Hauptmann Kcylv erfolgreicher mib aufregender Flug werde das gleiche gute Ergebn iszeitigen. Durch die timt und in ihren Seelen kommen die beiden Nationen immer näher zusammen.
^ie drei Flieger haben von fast sämtlichen amerikanischen Großstädten Einladniigen erhalten, die alle an- nönmuiuen wurden Am 8. Mai beabsichtigen die Flieger zu einem Rundflug zu starten. .Nachdem sie am Washm^ ton Denkmal einen Kranz medergelegt hatten und } weitere Ehrungen entgegennahmen. führe,i m nach Washingtom
Die Flieger in Washington.
Die „Bremen"-Flieger, vom deutschen Botschafter und irischen Gesandten begleitet, fuhren gestern nachmittag zum Arling- ton Nationalfriedhof, wo sie am Eingang vom kommandierenden General Washingtons begrüßt wurden. Sie begaben sich mit einer Ehreneskorte zum Grab des unbekannten Soldaten, wo Freiherr von Hünefeld und Köhl einen Kranz mit einer Schleife in den Neichsfarben niederlegten. Die stumme Ehrenbezeugung der „Bremen"-Desaßuna vor dem toten amerikanischen Kameraden machte auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck Die Flieger wurden sodann durch die Stadtparks gefahren und trafen um 3.30 Uhr, von einer großen Menschenmenge begrüßt, im Kapitol ein, wo sie in Begleitung des deutschen Botschafters und des irischen Gesandten in den Senat geführt wurden. Hier stellte Vizepräsident Davis sie den Senatoren vor, die einzeln an den Fliegern vorbei defilierten und ihnen die Hand schüttelten. Darauf begaben sich die Flieger, der Botschafter und der Gesandte in das Repräsentantenhaus, wo der Sprecher Longworth sofort die Sitzung aufhob und die Flieger vorstellte, sie in kurzer, sehr herzlicher Ansprache willkommen hieß und sie zu ihrer mutigen Tat unter gewaltigem Beisall vor dem Haus und den dichtbesetzten Tribünen gratulierte. Darauf traten die Abgeordneten einzeln vor, schüttelten allen drei Fliegern die Hand,'was bei der großen Zahl der Kongreßmitglieder geraume Zeit dauerte. Unter Hochrufen und Beifallsklatschen begaben sich die Flieger, der Botschafter und der Gesandte zur Stadt zurück, wo abends das Festbankett für Kohl und Frhr. von Hünefeld auf der deutschen Botschaft stattfand. Hierzu war außer den militärischen Spitzen und Abteilungsleitern der Luftschiffahrt der kanadische Gesandte geladen. Ein entsprechendes Essen fand für Fitzmaurice auf der irischen Gesandtschaft statt.