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Iulöaer /lnzeiger
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Ji 2 Mark. Bei âfeeungsbehinöerrmZen durch Mere Gewalten", Streiks, Tlrurfperrrmgen, Mxrsperre usw. erwachsen örm Bezieher keine Msxrirche. Verlag Zrlâich Ehrenklau, Zulöa, Wglie- öe« Vereins Deutscher Aeitmrgsvev' leaer. psMeckkonto: «Frankfurt a. EL Bt.-i6ooo
^107 — 1928
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Kleine Zeitung für eilige Leser
* Tuns) Reichsminister Schiele wurde in Berlin die große biüidèrttägige Ernährungsausstellung eröffnet.
S In Heidelberg fand unter ntüitKiiß des amerikanischen S
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Jerlin, Schur- man, und des Reichsautzenministers Dr. Sttcsemanil zu (iircnboltoren der Universität statt. Beide Staatsmänner Ijif.'ttn bedeutsame politische Reden.
* Km russischer Emigrant unternahm in Warschau ein K^lverattentät auf oen Sowjethandclsverlreter Lizarcw, ber Vetwunbet wurde.
- Tic Lage aus dem chinesischen Kriegsschauplatz hat sich chewrdenilich zugespitzt infolge des Eingreifens der M.ner. In Tsinanfu ist die japanische Sefa^ungëtutppe M chinesische Südtruppcn entwaffnet worden.
' China hat an Japan eine energische Protestnote qe- M Man befürchtet ernste Verwicklungen.
‘ PoincarL hielt in Straßburg eine Rede, in der er Universität als eine der berühmtesten französischen (!) Mete.
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‘ Tas Luftschiff „Italia" ist gestern aus Spitzbergen gelandet.
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Der Marschallskrieg.
„Wenn hinten weit in der Türke? die Völker aufein- mderMagen", kümmert dies, laut Goethes „Faust", den Spießbürger herzlich wenig. Jetzt ist die Türkei nicht ; mehr „hinten", sondern sehr dicht herangerückt. „Hinten" , m, jedenfalls für uns Deutsche, aber sicherlich alles, ivas da hinten in Ostasien liegt und vor sich geht. Kaum noch i irgendein Sterblicher, den nicht ein Spezialstudium dabei unterstützte, konnte sich durch das Gewirr der Namen all Wer Marschälle durchfinden, noch weniger aber wissen, i ws die einzelnen eigentlich wollten. Die Marschälle i W werden es wohl auch nicht immer ganz genau ge- I haben; denn unter tönenden Phrasen über .,Eini- UHS Chinas" und dergleichen verbarg sich.nur recht I rot ein ganz gewöhnlicher Machthunger. Das k Ms ginge — politisch gesehen — eigentlich nur die Eesen M durch deren Laude nun schon Jahre hindurch W ^genannte Revolution tobt, wenn nicht eben die Wèlt- f Mi, vor allem England, die Vereinigten Staaten nnd ~ Wicht am meisten — Japan, daneben aber auch ' «W; reich wegen des an China grenzenden Hlnter- : Mm an den Wirren stark interessiert wären. Natür-
âs mit der größten Eifersucht aufeinander und »«hnisch beobachtend, daß nicht der eine dem anderen eiMM dem Munde fortfchnappt oder gar einen Extra- chn an sich reißt.
.. Das Frühjahr brachte nun wieder das übliche Los- wn der Marschälle gegeneinander, diesmal der Süden Wi den schon im Vorjahr arg zerschlagenen Norden. Je ivieder siegreiche Südarmee drang bis in die Provinz ; Adlung vor, in der auch die Hauptstadt des Nordens, Mna, liegt. Aber die Truppen Tschangleischeks und 3’ stießen bei ihrem Vormarsch auf die Japaner, Uten sich durch diese nicht aufhalten lassen und — ja, J war nun der Angreifer? Man beschuldigt sich gegen- » jedenfalls aber dürften — selbst nach japanischen Jidungen — die Erfolge der Südchinesen bec
Kampf gegen die Japaner so erheblich sein, daß i ^ Negierung in Tokio schleunigst alle nur greifbaren ; P ^en nach Tsinanfu in Bewegung setzt, um die dortige IN su retten. Und ebenso schnell folgen auch dre - eren Welftnächte diesem Beispiel. Mau schielt eben ^»iüchtig aufeinander. ,
[ in Ler Japaner ist — wie das zwischen Vettern ja auch ws. Kleben der Fall sein kann — bei den Chinesen dE^derttlich unbeliebt und gar nicht so selten griff A' militärisch ohnmächtig, zu der Waffe be» 2 Lch°glichen Boykotts gegen Japan, wenn ,i„, Breder einmal unter Übergriffen der Tokioter M-
^ leiden hatte. Das ist eine gefährliche Waffe »er dem Jnselreich, dessen Hauptausfuhr nach -el ^seht. Aber der chinesisch-japanische Krieg, dann, Kf^Wf später, die Eroberung der Güdmandschurel und j>j.'-.»Arthurs, vorher die Wegnahme Koreas, schließlich iübèi^lge Einmischung in die innenchinesischen Wirren h n siegen Südchina — das hat natürlich erne lLrbitterltng dort bei den Cbin eien fo&flWiv die sich überall in ihrem Siegeslauf ge- babe Pen. Daher mögen auch die Meldungen rech im ?le don einer M a ssakr ie r un g der Japaner ipr^eru Chinas bis in die Vororte Tstnanfus hwe n b« und ein allgemeines Losbrechen der Volkswut
Bap«» scheint den Chinesen Jetzt a der ^ünwâ?"" 5u erscheinen, ebenso wie Pher, bJ Stift» ^ WH SÄanabat fèntilöiib- Ofl^nböi’ bciipt^i ßonK6. Japans heute noch nicht recht dmchstchtrge hisher-^e; denn von dem eigentlichen,-bester gc Ü - sbÄ^u Herrscher in Peking, Tschangtsolm, will ev wissen, daß es sein Hilfsangebott at ihiel Uat Wahrscheinlich strebt es danach,_W mirftÄ^Wfl mit der Bahn und dem 1.)^-. »aline lkiauN verlorenen, einst aber mit so viel Mut erka sten McLU unter seinen „Schutz" zu nehmen, J g ilamemâ wertvolles und zukunftsreiches ^turf ^wna ^ib E wegen der dort reichlich vorhandenen Koh^u- -kieq ^ralschätze. Ob dies aber gegeurMr dem j4-i WxS . steggewohnten Südchina, »"MCS (üW ton anderen Mächte möglich  r^Bia^V allgemeinen weiteren I^sâllskrieg"; ''elleich?Ähre last währte nun dieser „MarschaU-in g^ .wäre er sehr bath durch einen c^lcg< -r^ug ^lc/// beendet worden, wenn stw die Japaue: m « »«tiett. Ob es überhaupt nicht darum ge chay. Scheff? 1 weitergehen zu lassen, nm 1111 ~
Fulda, Montag, 7. Mai
Deutsch-amerikanische Kameradschaft
Welipolrtik in Heidelberg.
Schurman und Stresemann Ehrendoktoren.
Reden beider Staatsmänner.
Alt-Heidelberg, die feine, die Universitätsstadt am lieblichen Neckar, hatte ihren großen Tag. Eine aus- erlesene Festversammlung hatte sich am 5. Mai in der Aula der Universität zusammengefunden, um der Ehrenpromotion des Botschafters der Vereinigten Staaten in Deutschland, Schurman, und des Reichsaußenministers Dr. Stresemann beizuwohnen. Vertreter staatlicher und städtischer Behörden waren gekommen, der badische Kultusminister Leers und viele andere hervorragende Persönlichkeiten.
Nach feierlichem Einzug des Lehrkörpers der Universität mit den neuen Ehrendoktoren nahm der diesjährige Rekror, Professor Dr. Martin Dibelius, das Wort zur Begrüßung, der die Ernennung Dr. S t r e s e - m a n n s zum Ehrendoktor verkündete. Botschafter S ch irr m a n wurde noch besonders durch den Dekan der Philosophischen Fakultät, Professor Dr. Andreas, gefeiert. Dann verlas Professor Andreas die Promotions- urkunden. Botschafter Schurman hat in Heidelberg studiert und seiner Anhänglichkeit an die Stadt durch eine vorzügliche Übersetzung des Scheffelschen Liedes „Alt- Heidelberg, du feine“ ins Englische Ausdruck gegeben.
Botschafter Gchmman
verlas int Eingang seiner Dankrcde die von ihm geschaffene Übersetzung des Heidelbergliedes in englischer Sprache und machte anschließend noch bedeutsame politische Ausführungen.
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Sie haben, sagte er n. a., den Titel eines Dr. h. c. meinem guten Freunde Dr. Stresemann, dem hervorragenden deutschen Äußenmittister und «wie ich, wenn er -wesend wäre, hnizufügeu möchte- einem der allerersten aufbtritenben Staatsmänner der Well, verliehen. Sie Werben mich nicht mißverstehen, wenn ich hinzuftige, daß die Ehrung, die Sic mir heute zuteil Werben lassen, noch vergrößern wird durch die Verbindung mit der ähnlichen Ehrung, die Sie gleichzeitig ihm zuteil werden lassen. Der amerikanische Staatssekretär Kellogg hat bekanntlich den Regierungeu der GroßmäckUe ben Entwurf eines vielseitigen Vertrages zur Ächtung des Krieges übersandt. Der Fortschritt der Wissenschaft ist so weit gediehen, daß cs in Zukunft keiner Nation erlaubt sein darf, im Kriege die Kräfte der Ulatur, bereu Beherrschung und Ausnutzung die Menschheit durch die Wissenschaft gelernt hat, zu verwenden.
Der Botschafter warf ein Rückblick auf die Schrecken des Weltkrieges. Die Erfahrung lehrt, daß Llriegführende alles tun werden, was sie sönnen, um die Macht ihrer Feinde zu brechen. Aber kann man das anders beschreiben als eine Rückkehr der Nationen zum Barbarismus oder gar zum Zustand ber Wilden? Wenn die menschliche Zivilisation und Kultur fortbestehe» sollen, muß daher der Krieg geächtet werden. Wieder verbreitete sich Schurman über den auch an Deutschland übergebenen KricgsächtungSpla» und führte aus:
Während der drei Jahre, die ich alb Botschafter der Vereinigte» Staate» in Deutschland bin, bin ich in immer steigenden, Maße von der Ähnlichkeit der grundlegenden internationalen Idee der Regier»lngen und der Völker unserer beiden
Bruch zwischen Japan und China.
Die japanischen Truppen bei Tsinanfu entwaffnet.
Das japanische Kriegsministerium gibt bekannt, daß die chinesischen Südtruppen die japanischen Truppen bei Tsinanfu entwaffnet haben. Die Truppen hätten sich ergeben müssen, weil ihnen die Munition ausgegangen fei. Der Befehlshaber der japanischen Truppen verübte Harakiri. Die japanische Verstärkung ist unterwegs, um die entwaffneten Truppen zu befreien. Ministerpräsident Tanaka erklärt amtlich, daß die japanische Regierung beschlossen habe, die B e z i e h u n g c n z u Nanking a b z u - brechen und den Generalkonsul abzuberusen.
In Japan herrscht angesichts der Ereignisse eine ungeheure Erregung. Die Zeitungen bringen stündlich Extrablätter, die Stimmung wird vielfach mit der verglichen, die vor Ausbruch des Russisch-Japanischen Krieges in Japan herrschte.
Ehmas pwkestRSie an Japan.
Nanking und Peking erheben Einspruch.
In der Protestnote, die der südchinesische Außenminister aus Nanking nach Lotto abgesandt hat,- wird gesagt, daft zur grössten Überraschung, der nationallstlschen Neaicruna iapautféhc Soldaten ohne jeden Grund in Tsinanfu auf chinesische Soldaten und Zivilisten das Feuer eröffnet hätten. General Tschiangkaischek habe daraufhin seinen Kruppen Befehl gegeben, sich von dem von den Japanern besetzten Gebiet scrnzuyalten. Zu gleicher Zeit habe er Hobe Militärs nach dem japanischen Hauptquartier entsandt, um Maßnahmen zur Verhinderung eines nwg- lichen Zusammenstoßes zu treffen. Dlc chinesischen Unter- Händler seien verschiedenlich angegriffen worden. Japanische Truppen hätten schwere Geschütze auf chmcsisa)eIte- aierungögebülidc gerichtet. Eine Gruppe japanischer «ol- daten habe das Bureau des Schanghaier Kommissars für auswärtige Angelegenheiten überfallen und diesen naß) Äbschneiden von Nase und Ohren ermordet, desgleichen die übrigen Mitglieder der Kommission. Die japanischen Truppe» hätten ferner das zeitweilige Burealt d-s natro- nasiftrschc« Außenministers beschossen, besetzt und durchsucht und chinesische Soldaten ermordet, deren Zahl noch
'â, Banken usw. beträgt die Kleinste 0.30 Hlf„ für auswärtige Mstraggrber 0.25 Mk., für öi« Râmezelle 0.Y0 Mk. a. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezerke 0.60 Mark ♦ Bei Rechnungssisb. dmg hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfob- gru ♦ Tag. enâ Platz Vorschriften unverbindlich.
5. Jahrgang
Länder durchdrungen worden Und feilt ist die Identität ihrer Stellungnahme zu der großen Frage der Ächtung des Krieges ein weiteres Beispiel und eine weitere Vestätigung dieser internationalen Kameradschaft.
Deutschland und die Vereinigten Staaten marschieren vor- wärls in einem großen und edlen Abenteuer für die Sache der menschlichen Kultur. Ich hoffe ernstlich und erwarte auch zuversichtlich, daß alle Nationen der Welt sich bald diesem glorreichen Zuge anschlietzen werden.
Reichsaußenminister Dr. Stresemann betonte in seiner Dankrede, er schätze die ihm verliehene Ehre besonders hoch, weil ihm diese Ehre zu gleicher Zeit und nicht, nur in einem rein äußerlichen Zusammenhang mit seinem ver- lhrten Freund, dem Botschafter der Vereinigten Staaten, zuteil werde. Er erblicke darin nicht nur eine mit besonderer Dankbarkeit empfundene Anerkennung außenpolitischen Wirkens, sondern darüber hinaus ein Bekenntnis der Wissenschaft zu dem Glauben an die Idee als entscheidenden Faktor im geschichtlichen Leben der Völker.
Der Minister wies weiter auf die Urkunde hin, mit her die Universität ihren Beschluß zur Ernennung bekundet habe und in der „das Recht der Nationen aus Leben und Freiheit" und .die geistige Annäherung und friedliche Verständigung der Völker" erwähnt werden. Dr. Stresemann fuhr fort: Es ist ein unseliges Mißverständnis, das Nationale und das Internationale als Gegensatz hinzustellen und mit dem Begriff des Internationalen den Vorwurf des Nichtnationalen zu verbinden. Damit niöchtc ich in seiner Weise jenen politischen imd geistigen Strömungen das Wort sprechen, die sich aus der AiDcht aufbauen, als wenn das Internationale das Höhere der Gestaltung des menschlichen Daseins darstrlle und die in dem Nationalen nur eine vorläufige Forni sehen.
Auch bei höchster geistiger Entwicklung wird der Mensch sich niemals von den Bluistcömcn lösen, die sein eigen sind auf Grund der Traditionen seines Volkes. Die größten Denker und Dichter, die allen Völkern Großes und Mächtiges zu sagen hatten, haben das Höchste ihrer Kraft nur da gegeben, wo sie im nationalen Boden wurzelten.
So Wie die Wurzeln der Kraft der einzelnen Staaten in der Kraft der ihnen angehöreuden einzelnen Persönlichkeiten ließen,- so Werben die WurzcUt des imeriiatioilalen Lebens in der Gesundheit öcr einzelnen Staaten der Weligcmeinschaft ließen. Wer die Vereinigten Staate» von Europa aufbauen Will auf irgendeinem MenschheitstNpus, der seinem theoretischen Denken Vvrschwcbt, der verkennt die realpolitische Entwicklung ber Dinge. Die Voraussetzungen, von denen eine wirklich bauernde und fruchtbriiigcndc internationale Ordnung ab- bängt, sind einstweilen noch nicht erfüllt. Es ist noch nicht zwischen den einzelnen Staaten derjenige Ausgleich erfolgt, den bic Natur der Dinge gebietet und der ein gleichberechtigtes gewährleistet. Ebenso müssen die Formen den Zusammenschluß selbst noch gefunben
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für den inteinatiDna
werden.
So ergibt sich eine doppelte Aufgabe für die internationale Politik und in besonderem Maße für die deutsche Politik die Sicherung eines freien, gleichberechtigten Deutschlands mit allen andern Staaten zusammen in einer stabilen internalt»' nalen Form.
Nach der Rede Stresemanns schloß die eindrucksvolle Veranstaltung mit einem Musikvortraa, worauf die Fest-- versammlung den Saal verließ. Ein Flaggenmeer wogte- über der ganzen Stadt, viele Fremde waren anwesend und überall herrschte festliche Stimmung.
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nicht feststehe. Diè Note erklärt zum Schluß, die nationalistische Regierung behalte sich das Recht vor, Japan für alle Schäden verantwortlich zu machen.
Die Pekinger Regierung hat der japanischen Gesandtschaft gleichfalls eine Note überreicht, in der gegen die Vorfälle in Tsinanfu Einspruch erhoben und die Verantwortlichkeit der Japaner hierfür festgestellt wird.
Unter den bei den Kämpfen in Tsinanfu getöteten japanischen Staatsangehörigen soll sich auch eine Anzahl Frauen befinden. Nach japanischen Meldungen sollen die japanischen Truppen in Tsinanfu vor ihrer Belagerung durch die Südtruppen diesen zwei Geschütze, 20 000 Granaten, zwei Millionen Schuß Jnfanteriemunition und 2000 Handgranaten abgenommen haben.
Die ausländischen Vertretungen in Peking sollen nach Zeiner über Paris gekommenen Meldung über das Schicksal der Konsuln und sonstigen Ausländer in Tsinanfu beunruhigt sein, da seit mehreren Tagen jede Nachricht von irrten fehle.
Aus der WchlbeivMlg.
Der Überfluß an Wahlvorschlögcn.
Trctz aller Propaganda gegen die Überzahl an Splitter^ Parteien werden diese bei der kommenden Wahl wieder m verstärkter Zahl in die Erscheinung treten. In Berlin sind 2o, in Sachsen 28, im Wahlkreis Oppeln-OberfÄesien 19, cn Düsseldorf-Ost 20 Vorschläge eiliger eicht. Am 7. Dezember 19-4 ivaren dort für die Reichstagèwahleic 14, für die ^.andtags-. Wahlen 13 Vorschläge ei »gereicht.
Wablschlägerci in Mainz.
Die Nationalsozialistischen Arbeiterparteien aus Frankfurt a. M., Darmstadt und Wiesbaden wollten in Mainz eine Wahlversammlung abhalten. Gleich zu Beginn der Versammlung kam cs zwischen einem Kommunisten und einem Äationak* sozialisten zu Tätlichkeiten, in deren Verlauf ein Arbeiter, blutig geschlagen wurde. Die im Saale, anwesenden Kriminalbeamten, von denen einer einen erheblichen Messerstich in den Kopf erhielt, mußten die Polizei alarmieren. Erst als etwa 80 Polizei beamte erschienen, konnten unter Anwendung von Gummiknüppeln die streitenden Parteien getrennt Werben. Ein Russe, fünf Nationalsozialisten und der Kriminalbeamte mußten durch die Sanitätswache in das Krankenhaus über-, geführt werden.