üch bann
Brate»!« 'nd Je«
Zul-aer /inniger
KlNih^
Du ^ arbeltej;
^nb bei tichi etin toeil^ hon tnii
SchSMark.VelLlefrrunsLbehmüerungendurch ^6§èö!üÄ ^Ük â^K NKè ^öAè^Ä^ET^
Mr-e Getoaltrn', Streiks, Kussxerrungrn, - z
^hnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Msprüche. Verlag §rle-rich Ehrenklau, §ulöa, Mitglied 6m Vereins Deutscher Zeltungsver- leeee. Psstscheckkonto: Sranf flirt a. ßt fiM&ro
Zuiöa- aa- Haunetal »Zulöarr KreisblaS
^aW«« und Geschäftsstelle: MühleastraKe 1 ♦ §rrssprech^ssthluß Lr. W ^Mwrfè««n* Mgstt>ena»strähl nur w* Cbntat«o*g<A»,$uto*«^r^^-efta««.
Nr. HO —1928
Fulda, Donnerstag, 10.
«Matei N Ach $ ftnmm )bem btt • er btm
jetiiM 'n« ater» hm M
Cièhel iM beth lonM
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Der in der Schweiz verhaftete Journalist Pavan hat ge- Dnden, den faschistischen Agenten Savorelli in Paris erschossen zu haben.
* Bei Belfort wurde ein Deutscher verhaftet unter der Be- Mildigung, Spionage in Frankreich getrieben zu haben.
* General Nobile wird am Freitag mit seinem Lustschiff .Jialia" zum Nordpol starten.
* Zwischen Japan und Südchina kann das Bestehen des Besten Kriegszustandes sestgestelll werden, obwohl eine jmcascrkläruug bisher nicht erfolgt ist.
M Prinz Carol ist nochmals offiziell mitgeteilt worden, daß de baldige Abreise erwünscht ist.
M litt
Die Krau an -er Urne.
Langsam setzt sich auch in England das Frauenwahliecht immer weiter durch. Soeben ist nämlich vom Unlerdaus inz der dritten Lesung eine Bill angenommen worden, die die Frauen schon vom 21. Lebensjahr ab an die Wahlurne heranläßt. Es ist bemerkenswert, daß das sfrauenivahlrecht gerade in diesem Mutterlande des Par-
4
werden als die der m
Wv M Mit,
M-
16. W
rm
8*. Ml!
B 6t aber «ub <">l 6 über; er ^ e ii Ai n?" âpiiä^ - N‘ re ^
geint I Mian ^ Kr--s s
tete? id i"6 II a"-
lamentarismus vor seiner Einführung auf besonders große Schwierigkeiten gestoßen ist, und die Frau spielt auch jetzt noch im öffentlichen, namentlich im politischen Leben Englands längst nicht Lie Rolle, Lie sie sich in Zeutschland errungen hat. Und dies alles trotz der unvergeßlichen wilden S u s f r a g e t t e n st r e i ch e einer Lady Pankhurst! Bisher durften in England nur über 30 Jahre alte Frauen wählen und durch die Erwei- irrung des Wahlrechts wird jetzt die Zahl der weiblichen Wähler um nicht weniger als etwa 2 Millionen größer worden als die der männlichen, — auch dies zum Teil tine Folge Les Krieges, genau so Urie es in Deutschland mehr weibliche als männliche Wähler gibt. Nebenbei be- erft: in Frankreich existiert weder Las aktive noch das JW Fearrenwahlrecht; dort hat bie Frau in brr Pa- W offiziell zu schweigen, aber bekanntlich ist wohl nir M in der Geschichte der politische Einfluß von Frauen Hoi; gewesen wie gerade in Frankreich. ‘
Sei den kommenden Wahlen wird an vielen ^rtfu • DcuGlands eine get r e nute Stimmabgabe von krauen und Männern stattfinden, wie das bereits mehrst geschieht. Aus den bisherigen Erfahrungen ssll an- « hervorgehen, daß besonders im Zentrum die Zahl ch iveiblichen (Stimmen die der männlichen übertreffe, « überhaupt bie deutsche Frau im allgemeinen ihre Stimme zu größerem Teil der Rechten oder Ler Mitte Wnbe. Aber diese sogenannten Erfahrungen beruhen nur auf den Feststellungen in den einigen wenigen ZÜen, wo getrennte Stimmabgabe erfolgte. Als sehr MWig kann man sie wenigstens bis jetzt kaum ue- i-ichnen.
, Vor bem Kriege, als es noch kein FrauensümmrechL M hat man das Problem „die Frau und die Politik eifrig debattiert und bis weit in Len damaligen Freisinn hinein wurde es abgelehnt. Als mit der kste- Mioil auch hierin der Umschwung kam, mögen wohl ^M ,le. meisten wahlfähigen Frauen bei der Wahl zur. Ra- I Malberfammlung, unter dem Reiz der Neuheit, ihre MW stimme wirklich abgegeben haben. Aber als diese Neu- EW ™ allmählich ihren Reiz verlor, da machte sich eine ge- 2 ■ $ Reaktion, eine Art Abwetldung der Frau von d.r N- ■ ^ltttk, auch beim Wählen, immer stärker bemerkbar Dal, Frauen vorhältnisniäßig zu ganz geringen ^r^ent- ^jedenfalls langst nicht ihrer Zahl entsprechend, in Po- Weil Versammlungen erscheinen, mag Nettich a ch ■W andere Ursachen haben. Aber â Parteien klagen »Mer, daß der frühere Eifer, Portisch mitzuarbelKn, " den Frauen in ungleich größeren! Maße^rschl ff ^ ^' bei den Männern, vielleicht noch mehr af» bei bei Menb. Das gleiche gilt übrigens von den Frauen un !Astag, tvahrscheiulich auch in den anderen deutichei Elamenten, wo sich die Zahl der weiblichen UbScord- ^n seit dem Jahre 1919 ständig vermmvert hat, eine Anwicklung, die sich vermutlich auch in den kommende "^tagswahlen fortsetzen wird. . Eigentlich ist Lieser schwindende ElNslun der ^rcu e t^^M" »
Fragen der Fürsorge, ^ugenipfM . Elchen. Da -einte ück, das geradezu Uncryorre, , u I^Ä re ^^®ä£
l-ge^N'EenLe Unterstützung
b‘e LiSten- Freilich iirgten aubemi^ R^vikalis- iiiik-V l^n Abgeordneten durch bnonb uon den i m ^dvor und bei ihren Reden war . ^ ^^ W* oicn zu »«MLL Siten u*’» ü>cbrn^^ ^en Männern ins lrdlfche ^ .^ ^^ ^rau hdt bipf”r auch das hat fidi !â)on T ^ ^jchkeiten des holi!Luhl für die Aèöglichkeiten und ^’^S in der llröki!^ ^ Lebens gewonnen, ohne abc Deile des MLâèhrzahl politisiert zu werd-u» ^c ^ >v jUlchen Lebens schreien ^er gerann » UnhÄMen Mitarbeit und darum ware^^w ^. Mein teenb' wenn das Iuteresie >. e F ermüden « ^ldte sozusagen ihren Mann M ^ Dor ^»^èhalb bleibt auch für! die F . für den Mb^ren errungene Wahlrecht ^en;o l
11 cuie SBahlhHWit
n ^
lai'k , vf gell'"1
Japans Chinafeldzug
Mobilmachung derjapanifchen Armee
Krieg ohne Kriegserklärung. ^
Obwohl in Tokio auch offiziell erklärt worden ist, man plane keineswegs ein bewaffnetes Eingreifen in die chinesischen Wirren, darf ohne weiteres das Bestehen des offenen Kriegszustandes zwischen Südchina und Japan angenommen werden. Schlachten werden geschlagen und Waffenheere in anareifenbe Bewegung gesetzt, wenn auch
PEKING
(BRir.)—
TUNG
WL8WLZ
LTIENTSIN
TSChif.^
PORMlti!^ TTap; -. ■
TSCHiFU
WWW» ■ SCHAGHAla
t;iiiiiiiWWSMBBj
Dis jetzt vermieden worden ist, das amtliche Siegel unter den Abbruch der friedlichen Beziehungen zu drücken. D»e letzten Berichte aus T s i n a n f u besagen, daß die Japaner im Besitz aller strategisch wichtigen Punkte sind. Ern Pulvermagazin der Südtruppen wurde von den Japanern in die Luft gesprengt.
Das japanische Kriegsministerium hat nach der erst v.r wenigen Tagen beschlossenen Enftendurm wn 15 000 Mann nach Söbantuna nunmehr bte Mob-lnuruna
Moskaus Anklage gegen Deutsche.
Der Jngenieurproz^ß.
Die deutsche Botschaft in Moskau ist jetzt im Besitz der Auszüge aus der Anklageschrift im Prozeß gegen me Ingenieure aus dem Donezrevier Es wird u-
nie Firma Knapp in Wanne habe unbrauch- Lt vhl'eschneidemaschinen geliefert, über deren Kauf der ^nieur G habe, und zwar trotz der
ë?« K X« SKS treters^des früheren Besitzers Worjantscknk (letzt in War- ss^sâsN gKwÄ«
der bel-t!che>' St^denten^ 1 wahrscheinlich noch ^^IrH^Snaeaeben Die Verhandlung wird m dem "g"°L °°d Sft-u, S°M ^ »°^ im Saale des Gewerkschaftvhauses.
(5= wurde bereits bekanntgegeben, daß die A. E. G. jede Beteiligung an segenrevolutionären Unternehmungen in Rlißland entschieden in Abrede stellt.
Deuifchenvechastung Sei Belfori.
Ein angeblicher „Spio n".
Der französische Generalstaatsanwalt, der im Kol- m a re r Autonomistenp ro z e ß außer allgemeinen Redensarten kaum ein ernsthaftes Argument für die be- bruvtete deutsche" Verschwörung bisher beizubrmgcn Ä m E Im «to «uoeniM b°nchl°» die Pariser Blätter in großer Aufmachung von einer neuen sensationellen Spionageaffäre und der Verhaftung elnes Badeners, dessen Name angeblich mit bem Buchstaben
bcqiunt „ ,
Die Festnahme erfolgte in einem Kaffeehaus aus der aus dem Kriege bekannten Höhe 512 bei Belfort und uc nächster Nähe der schweizerischen Grenze, als der betreueiu
dm,van?tn usw. beträgt die Kleinzeile 0.30 Iß?., für auswärtige ^ustraxzeber 0.25 Mk., für dir ReKamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 M., Reklamezerle 0^50 Mark ♦ Bei Kechuungostel- hing hat Zahlung innerhalb 8 Sagen zu erfolgen ♦ Sag« und pkahvorjchrlstra unverbindlich.
5. Jahrgang
weiterer 50 000 Mann angeordnet. Ministerpräsident Tanaka begründete gegenüber den Botschaftern Amerikas, Englands, Frankreichs und Italiens die Notwendigkeit des japanischen Eingreifens in Schantung. Der japanische Botschafter in Washington hat natürlich die Versicherung abgegeben, daß die japanischen Truppenvcrstärkungen für Schantung nur den Schutz des Lebens und Eigentums der Japaner und übrigen Ausländer bezweckten und ihnen keine andere Bedeutung beizumessen sei. Fünf Kompagnien japanischer Infanterie erhielten Befehl, sich unverzüglich nach Tientsin zu begeben. Sieben Torvedo- bootsrerstörer gingen nach Kanton, Amoh und Futschau ab. Man rechnet bamit, daß demnächst vier weitere Tor- pcdobootszerstörer nach Südchina fahren werden.
Kämpfe in Tsinansu.
Die militärischen Oberbefehlshaber der Japanev haben den fremden Konsuln mitgeteilt, es sei möglich, daß die japanischen Truppen unverzüglich ihre militärischen Operationen beginnen würden. Die Konsuln hätten daraufhin um Bereitstellung eines Eisenbahnzuges gebeten. Dieser Eisenbahnzug sei mit 70 Anaehörigen fremder Nationen nach Tsinatau abgefahren. Die javanischen Truvven sind in Tsinanfu von Truppen der chinesischen Südarmee umzingelt worden. Es entspinnen sich schwere Kämpfe. Die javanischen Verstärkungen in der Nähe von Tschangtin sind mit den chinesischen Truppen in Kampf geraten.
Amerika wird unruhig.
In den Vereinigten Staaten haben die Nachrianen vom japanischen Vormarsch tiefgehende Unruhe wach- gerufen. Die Vereinigten Staaten scheinen einer weiteren Okkupation keineswegs interesselos zusehen zu wollen. Die amerikanische Botschaft in T o k i o stellte bem Außenministerium ein Telegramm des amer-kanischen Generalkonsuls in Nanking zu. in dem mitgeteilt wird, daß die Nankingregierung die Vermittlung des amerikanischen Generalkonsuls zur Beilegung der Zwischenfälle zwischen den Südtruppen und den Japanern in Anspruch zu nehmen gedenke. Das japanifibe Außenministerium lehnte die Vermittlung mit der Begründung ab. daß die Nankingregierung die Verhandlungen mit Japan unmittelbar führen könne. Es liegen also alle Anzeichen für weitergchcnde Verwicklungen im Fernen Osten vor. _____.
'3Wl
den Persönlichkeit von einen! Elsässer fünf französische Militärpäsie übergeben worden waren. Dem Elsässer gelang es, sich durch einen Sprung aus dem Fenster zu retten und trotz sofort aufgenommener Verfolgung die Grenze zu erreichen. In dem Bericht wird angedeutet, daß der Verhaftete im Auftrage eines in Freiburg im Breisgau befindlichen Spionagebureaus tätig gewe,en sei und mit der Angelegenheit zu tun habe, in die auch die beiden ehemaligen Redakteure der „Wahrheit , hohler und Baumann, Angeklagte im Kolmarer Autonounsten- Prozeß, verwickelt sein sollen. .
Merkwürdig, daß diese Angelegenheit jetzt erst »ur Sprache gebracht wird, zur Zeit der offenbaren Notlage des Kolmarer Gerichtshofes, die sich selbst durch das reb- iierische Eingreifen Poincarös nicht gebessert hat.
Vermischte Nachrichten.
Die Notstandsaltion für die vorpommersche Landwirtschaft.
Stettin. Das Oberpräsidium teilt mit: Für das bur die Unwetterschädën des Sommers 1927 besonders hart b iroffene vorpommersche Schadensgebtel sind, tote au» den Handlungen des Preu^ Landkre.stages be annl n, vo Acick von Preußen und der Provinz gemeuisam mit de» Kreisen je vier Millionen gleich zwölf Millionen Mark zu Gewährung von Notstandsdarlehen an ^^ , geschädigten land tvirtfdiaftüdKn Betriebe zur Bersugung gestellt worden. -i preußischen Staatsmittel sind bereits in vollem Umfang an LIK während vom Reich erst ein Teilbetrag zur Auszahlun. aela aèn konnte. Es ist jedoch zu hoffen, da« der Restbetra. nächster Zeit zur Verfügung gestellt werden wird <n bi- Aoistandskreisen ist bereits mit der Verteilung der zur Ver füauna stehenden Mittel begonnen worden. Aus Grund eine Entschließung der preußischen Staalsreginung sind sur u Pächter aus den zur Verfügung stehenden Reichs- und ^ttial-, mitteln 12 Millionen für verlorene Zuschnsse zum Zweck Zinsverbilligung unter Berücksichtigung der de>anderen » triebsnotlagc derselben zur Verfügung gestellt wordcii.
Ein Justizmord?
Neustrelitz. Wie die Landeszcitung für beide Mccklenbur, erfährt, sind der Leiter des Landcskciniinalamtes Rcmt.el.v Acaierungsrat Steuding, und der als wissenschaftlicher Berate berangezogene Kriminalpspchologe Dr Hans von Henng München aus Grund ihr.cr Ermittlungen in der Sache Jâ bowffi zu folgendem Ergebnis gekommen: Die neu sestgestellte» und sorgfältig durchqeprüften Tatsachen führen zu der Ver muiuug daß der im Sahre 1925 wegen Mordes an seinen angeblichen Kinde verurteilte und Hingerichtete russische Kriegsgefangene Jakubowski der Mörder nicht gewesen feu kann. Drei der vermutlichen Täter wurden verhaftet und dc» Amtsgericht Schönberg zugeführt.
Bauunfall in Westfalen.
Geseke. Auf einem Neubau brachen die Giebelwand un. das aame Dachgebälk zusammen. Maurer und Zunmerleud' stürzten in die Siesel Ein.Maurer wurde sofort getötet, eine: schwer und mehrere andere leichter verletzt. ,
Emdener Kommunistcnwahl ungültig.
Emden Wie man von unterrichteter Seite erfährt, sin' die kürzlich im neuen Stadtparlament vorgenommenen Burca-» wahleu, bet’ denen sämtliche Ämter den Kommunisten »n fielen, für ungültig erklärt worden.