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Mere Gewalten', Streiks, Aussperrungen, * ,» 7 * j ^ ^ ^ ^V^tWS^ t«,,Vaake««f«. beträgt öteKemâ S^Mkl
ja 2 Mark. Bel Lieferungsbehmderungea durch Mere Gewalten', Streiks, Aussperrungen, ^ghnsperrr usw. erwachsen dem Bezieher keine Msprüche. Verlag Kriedrkch Ehrenklau, §ulda, Mitglied des Vereins Deutscher Aeitungsvee. kgtt. Postscheckkonto: Frankfurt a. HL nr.16000
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Kleine Zeitung für eilige Leser
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Fulda, Freitag, 11. Mai
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5. Jahrgang
Was geht in China vor?
ojjijieü bestätigt. *
' Der Versuch des Prinzen Carol von Rumänien, die Aus- iteifung aus England rückgängig zu machen, ist erfolglos geblieben. 1 "
"Der Befehlshaber der chinesischen Nordtruppen, Tschany hat alle Generale aufgefordert, die gegenseitige iÄiingcn cinzustellen und sich gegen die Japaner ru »er» einigen.
8 Bei einer Beschießung Tsinanfus, der Hauptstadt der "Wen Provinz Schantung. durch die Jap7n r ollen ANenschen getötet worden sein. v y c 1
Der Berliner chineMe GeschM träger über die Lage.
Der Konflikt mit Japan. ‘ -
...Ln einer Unterredung mit dem chinesischen Ge« fchäftstrager tn Berlin, Herrn Dr. Chiang Chae p uc,_ gab dieser auf Fragen des Besuchers der chinesischen Anssaffung zur augenblick- ttchen Situation im Streit mit Japan wie folgt Ausdruck:
r^-w^^ chinesische Problem ist tatsächlich ein außerordentlich tajwtertgeë und für den Europäer auch gewiß ein undurch- UMlaes: darum stnd auch die zahlreichen Tendenz- und Kallch-
in Tokio erhoben und es ist crfreiilich, daß auch die Regierung in Peking gegen die militärische Einmischung Japans in chinesische Angelegenheiten protestierte.
Wenn die Japaner — wie es den Anschein hat — fort» fahren, chinesisches Gebiet zu besetzen unter dem billigen Vorwand, japanisch? Staatsbürger und deren Eigentum schützen zu müssen, und dadurch die Wahrscheinlichkeit eines offiziellen kriegerischen Konflikts provozieren, kann allerdings erwartet werden, daß sich Nord und Süd zur gemeinsamen Abwehr des Feindes von außen znsammcnfiuden werden
Die Washingtoner Regierung muß die Besetzung der Provinz Sckantung, die Landung von insgesamt nahezu 50 000 Mann japanischer Truppen und die Umlagerung der chinesischen Häfen mit japanischen Minenbooten zum mindesten mit großer Besorgnis nicht nur für ihre eigenen ost- asiatischen Interessen ausnehmen. Im chinesischen Volke bringt man den Bürgern der Vereinigten Staaten große Svmpathien entgegen Wir bitten jedoch keine ausländische Macht um militärische Hilfe, aber wir erwarten von der gesamten zivilisierten Welt und dem Völkerbund, dem auch China als Mitglied angehört, Gerechtigkeit!
Selbstverständlich ist cs nicht ausgeschlossen, daß die chinesische Delegation beim Völkerbund die Gelegenbeit nehmen wird, eventuell schon während der R a 1 s t a g u n g i m Juni, gegen das Vordringen japanischer Streitkräfte auf chinesischem Hoheitsgebiet Einspruch zu erheben unb festzu- stellen, daß chinesischerseiis alles beachtet worden ist, um diesen bedauerlichen Konflikt mit der Tokioter Regierung zu vermeiden Es ist in diesem Zusammenhang nur zu beklagen, daß der Genfer Apparat sehr, sehr langsam arbeitet; infolgedessen wird China auf das Mittel der Selbsthilfe nicht verzichten können.
Die ganze Welt ist an dem Ausgang des chinesischen Konstitutionskrieges interessiert. Ihre Anteilnahme mutz sich steigern, wenn eine dritte Macht vor ihren Augen darangeht, die augenblickliche Lage Chinas auszunützen, um sich durch Annexion wirtschaftlich und strategisch wichtigster chinesischer Gebietsteile einen Stützpunkt für die Ausdehnung ihrer . imperialistischen Politik und ihres machtpolitischen Einflusses zu sichern. Das chinesische Volk, gleich welcher Richtung, will mit allen anderen Völkern den Frieden; aber es sieht die Grundlage hierfür allein in der Anerkennung seiner Gleichberechtigung als souveräne Nation und in dem Willen zur Verständigung bei allen an seiner Wirtschaft interessierten Staaten
Beschießung Tsinanfus.
500 Tote.
Wie aus Nanking gemeldet wird, ist Tsinanfu drei Stunden lang von der japanischen Artillerie beschossen worden. 500 Menschen sollen dabei umgekominen sein. In Tsingtau ist im Beisein des japanischen Oberbefehlshabers die japanische Flagge auf der Festung gehißt worden. Die Linie Tsinanfu—Tsingtau wird von japanischen Panzerwagen bewacht. Die Brigade Tajama hatte bei Tsinanfu größere Kämpfe mit den Südtruppen. Befehlshaber Tajama verlangte von den im Bezirk Tsinanfu verbliebenen Südtruppcn die Auslieferung der Waffen in 24 Stnndcn. Chinesische Offiziere dürfen in den Straßen keine Waffen tragen.
Der Zapanische Befehlshaber in China rigide <ni Tschiangkaitschek die telegraphische Aufsorderung, bic chinesischen Truppen innerhalb 72 Stunden aus dem japanischen Machtbereich zu entfernen. Der Befehlshaber forderte weiter die Bildung eines gemischten japamsch' chinesischen Ausschusses zur Abgrenzung der japanischen Einflutzzonc. Die japanischen Truppen konnten die Verantwortung für die weiteren Ereignisse im Falle der ab» lchnung dieser Forderungen nicht übernehmen.
Der Befehlshaber der nordchinesiichen Armee, dw bis jetu gegen die Südtruppcn kämpfte, der die Mandschurel beherrschende Tschangtsolin, hat nach einem tn P?r«s cln- gegangenen Telegramm sämtliche Führer chinesischer Streitkräfte ausgefordrrt, den Bürgerkrieg elnzustellen und sich gegen die Japaner zu vereinigen.
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Leben wäre entsetzlich langweilig, wenn nicht kt. Vurcailkrarius ab und zu für humoristische Unter» Rungen dieser Langenweile sorgen würdet Wenn oldie Geschichten und Geschichtchen niemandem schaden, i? bleibt das Lachen darüber frei von jeder Bitterkeit. To gibt es z. B. in Berlin ein baufälliges Haus — Wei man gleich dazwischen bemerken möchte, daß cs herartiger Häuser in Berlin eine ganze Menge gibt und ^B C" sich in diesem Falle auch nur um ein Häuschen handelt. Es hat nämlich nur drei Fenster Front und tut wegen seiner Baufälligkeit nur durch die beiden Nachbarhäuser rechts und links mühsam genug vor dem Zusammensturz bewahrt. Es ist geräumt ivorben «r— theoretisch; denn ein früherer Mieter, der st
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......... -......... !.«^.v. H""., VW sich vor neugierigen Blicken der Außenwelt durch Vernagelung > Fenster mit Brettern schützte, hat eine Art Obdach- bcrbergc aus dem Ganzen gemacht, wo die Ärmsten Armen des Nachts ein billiges Quartier sanden, r. »natürlich" stand das Haus leer, bis dgßLrei Häuser ,,, entfernt domizilierende Wohnungsamt von der W aufmerksam gemacht wurde und — einen Zettel Eite, auf dem „der große Unbekannte" aufgefordert Eseftoch nun endlich diese ganze Geschichte einzustellen '^ gefälligst fernzubleiben. Aber der „große Unbekannte" «Sm Zettel ab und kümmerte sich um nichts. Am ^uigften um das „Ersuchen" des Wohnungsamts. Und gab sich denn auch zufrieden und vollzog die ,ange» "M" Exmission des großen Unbekannten vorläufig noch M Aber immerhin ist diese Exmissiousandrohuncf m™ ^n Akten". Und das ist ja in den Augen des St. ^rcaukratius die Hauptsache. Oder, wie früher die S^ sagten: „Was nicht in den Akten steht, existiert W Dort in Berlin aber sind alle zufrieden: das Woh^ Wm das die Sache in den Akten hat, die Polizei ? wsr Pflicht erfüllt, indem sie das Wohnungsamt .mam aufmerksam machte", und der unbekannte Haus- leitet nebst „Untermietern" ist auch zufrieden, weil sie ^uhjg weiter„wohnen" können. Und dem alten Haus "Wn vorläufig auch nichts.
. Zlles das schadet niemandem, schlimmer aber wird vache — bisweilen —, wenn St. Bureaükratius je» ^11 ~ vergißt, weil er nicht mehr in den Akten Tt Das ist nämlich einem Untersuchungsgefangcnen M, der im Moabiter Gefängnis saß. Der Haft- gegen ihn wurde aufgehoben, aber unmittelbar bar» ^ der,chmanden die Akten. Spurlos. Nach ihnen hat 2,diohl eifrig gesucht, so eifrig, daß man den Mann uoer völlig vergaß. Sein Verteidiger war von der a âssüng" benachrichtigt und war baß erstaunt, als Min Tage später ganz zufällig erfuhr, sein Klient wne fe^, ^alte noch viel langer gesessen: denn die Akten > n iiiiausfindbar, tuarenOffenbar an irgendeine falsche .W SW* worden. Melancholisch mag,cr in reiner 'U„/W variierend das schöne Lied angestimmt haben: L, 'w saß, man vergaß mich in meinem Zimmerlein .. . ßän^Z^ nachdem er nun nach Aufdeckung dieses „M'-xver- ilterS" natürlich sofort freigelaffen worden war --- Er . geworden und stellt nun Schadenersatzantpruche. h,a.,, dafür entschädigt werden, daß man ibn vergessen infolgedessen zehn Tage länger nüen '"ußte. in J®è schd so ein paar - Schönheitsfehler und nicht «uch hi?^0«» weil ja schließlich alles Menschenwerk, al o unb ^«.?Ebeit unserer Behörden niemals frei von Schuld b(ir" E^k ist, Stückwerk bleibt, durchaus nicht „unfehl- iufri^ Aber wir können jetzt in Deirtschland doch ganz liefdbhintr ^ n m^ dem Fnnktionieren des ja gewaltig an» an j;„ fetten Behördenapparats, namentlich, Wenn man ^tionâ^ der Nachrevolutions- und besonders der ^m - N°bre denkt. Gerade weil bei uns setzt noch mehr Agiert« ?^u nicht ganz mit Unrecht: Viel zuviel — leicht lö’tb, muß man die „Entgleisungen einey viel ^reaiuv"?^ . übertriebenen Ordnungssinnes bey -t- Ax>,,-^ eatius lächelnd ertragen. Wenn nur ber MrJ^ sucht hinter der Wolke aus Aktenstaub vergeffen
Meldungen und -artikel verzeihlich, die leider immer wieder über China durch den europäischen Preffewald gejagt werden. Wir haben es in China heute mit zwei großen einander widerstrebenden Richtungen zu tun, die ihre Exekutive in der Nord-und in der Südarmec haben. Das große Ziel beider Richtungen ist ein gemeinsames und in dem Augenblick erfüllt, in dem China hergestellt ist als frei und ebenbürtig neben den anderen Staaten der Welt. Nur die Wege zu diesem Ziel sind verschieden.
Der neue chinesisch-japanische Zwischenfall
ist nicht nur vom chinesischen Standpunkt aus zu bedauern; aber er wird die Führer der chinesischen Bewegung nicht von ihrem großen Ziel, der Einheit des Chinesischen Reiches, abbringen. Schon in früheren Unterhaltungen habe ich klargelegt, daß alle derartigen Reibereien auf keinen Fall von chinesischer Seite berbeigeführt oder durch chinesische Staatsangehörige provoziert worden sind. Sowohl die früheren chinesisch-japanischen Zwischenfälle als auch ganz besonders der letzte lassen die Vermutung aufkommcn, daß man in Japan einen Konflikt mit den chinesischen Truppen sucht. In dem Operationsgelände einer im Kampfe befindlichen Hecresmackt erscheinen plötzlich fremde Truppen, nm sie an dem strategisch notwendigen Vormarsch init Waffengewalt zu hindern. Ist es da verwunderlich, wenn es zu einem blutigen Zusanlinenstoß, wie dem von Tsinanfu, kommt? Warum haben amerikanische, englische oder französische Truppen sich nicht in diese Gebietsteile begeben und versucht, die Operationen der chinesischen Kampftruppen zu stören? Warum ist auf die staats- angehörigen dieser Mächte, warum ist ans die Staatsangehörigen des wehrlosen Deutsche n R e - w e s »ein Un» griff" chincsischcrseits gemacht worden? Hatte denn niwt auch die kaiserlich japanische Regierung ihre Kolonisten im Kamp'- gebiet warnen und auffordern können, für einige Zeit m einen von der Kampfhandlung nicht betroffenen Landesteil ubcrzu- siedeln, so wie es die diplomatiscken Vertretungen der anderen Fremdmächte in China getan haben?! Dtc ^ankmgrc^ hat sofort gegen das Vorgehen ,>apans schärfsten Einspruch
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Die „Italia" gestartet?
^idj/ "liebte aus Spitzbergen über die atmosphäriichen ^iikbtu ^'" 'n dieser Nacht sind nach Norden in allen bets /^"' ’n denen Nobile zu fliegen beabsichtigt, be;on- %J" Spitzbergen direkt nach Norden, für die „Iialia^ ?"lon günstig. Es ist also wahrscheinlich. dag Nob'.^ü foth/"^^ Morgenstunden des heutigen Bag< s $.* •
politische Rundschau.
Oeuffcheö Mich.
Dr. Stresemanns 50. Geburtstag.
Zum 50. Geburtstag gingen dem ReichSaußenminister Dr. ^Strescinann außerordentlich viel Glückwünsche aus In- und Ausland zu. Reichspräsident v o n H i n b e n = bürg hat dem Minister ein Glückwunschschreiben mit einem Blumengruß übersandt. Reichskanzler Dr. Acarx hat von feinem tlrlaubsort aus herzlich des Geburtstages gedacht, ebenso gingen Glückwünsche der übrigen Kabinettsmitglieder, von Diplomaten und zahlreichen anderen hervorragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein Jm Hause Stresemanns war ein ständiges Kommen und Gehen von Gratlilanten. Dr. Stresemann selbst beging seinen 50. Geburtstag in Zurückgezogenheit, zumal er infolge der kalten und nassen Witterung indisponiert ist und deshalb auch zunächst alle Empfänge verschoben hatte.
Auf der Suche nach einem Waffenlagcr.
Einige Aufregung in politischen Kreisen rief in Berlin Donnerstag früh die Meldung hervor, der preußische Minister des Innern habe in der Wohnung bev deutschnationalen Landtagsabgeordneten Gauger m Beelitz bei Berlin eine Haussuchung vornehmen lassen.
Gauger fei nicht anwesend gewesen, die Wohnung aber stark durchwühlt und in Unstand versetzt worden. Nach einer alsbald herauskommendcn amtlichen Äußerung zu dem Vorfall habe jedoch der Minister des Innern mit dieser Haussuchung nichts zu tun gehabt. Es handele sich um ein kriminalpolizeiliches Ermittlungsverfahren, das die Laiideskriminalpolizcistelle Berlin pflichtgeniätz ein» geleitet hat, nachdem bei ihr die Nachricht eingegangen war, in dem Hause Brückenstratze 170 in Beelitz befinde sich ein Waffenlagcr. Das Verfahren richte- sich nicht gegen den Abgeordneten Gauger, sondern gegen dritte Personen. Bei der Sachlage wäre eine Durchsuchung bei dem im Hause wohnenden Abgeordneten Gauger rechtlich zulässig gewesen.
Landwirtschaftliche Verbindungsstelle in Hamburg. , In Hamburg wurde in gemeinsamer Sitzung der beteiligten Wirtschaftsorganisationen der Landwirtschaft und des Handels die Verbindungsstelle Hamburg des Deutschen Landwirtschaftsratcs eröffnet. Die Stelle soll ähnlich wie die Verbindungsstelle der Preußischen Haupt- landwirtschaftskammer in Essen arbeiten: ihre Aufgabe ist das Studium des Hamburger Marktes, der Handelsund Verbrauchsverhältnisse als Grundlage für die zweckentsprechendste Gestaltung der Erzeugung und des Absatzes landwirtschaftlicher Produkte,