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Kleine Leitung für eilige Leser.
Chinas Hilferuf an den Völkerbund
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Gestrenge Herren.
rfliifdjcnber FrühlingStaumcl. — Sturzbad der Ab- Itihlung. — Ein heimtückisches Verfahren.
Tie haben uns grünblidj aus dem beralischenden
Nachdem die „Italia" gestern morgen 7 Uhr 3t Ko gestartet war, mußte sie wegen dichten Ned, hüwai) zuriilkkehrrn.
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" Fulda, Samstag, 12. Mai
IM Bremen"-Flieger beabsichtigen, Ende Mai in ihrem teil Hing zeug von Amerika nach Europa zu fliegen.
, M ans England ausgewiesene Prinz Varol von 91 u« Hai die Negierung in Nam gebeten, auf italienischem % Aufenthalt nehmen zu bllrfcii.
M Amerikanische Senat hat den deutsch-amerikanischen MgerichtSvertrag ratifiziert.
ic siidchincsische Negierung in Nanking hat den Völker- In Genf um Eingreifen gegen daS japanische Vor- teil ans chinesischem Boden ersucht.
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Wiiigütaumel dieser ersten Mailage aufgeschreckl, b i e hi ge streu ge n Herren, die uns kalendermäßig |ii dis Ende der ersten Hälfte des Wonnemonats zu- mit und diesmal auch mit bewunderungswürdiger Michkeit eingetroffeu sind. Sogar nicht nur als Wriisic, als die sie überall in Stadt und Land gehörig Witct sind, auch am hellichten Tage mußten wir ich Schnee- und Hagelstiirnie unseren Weg machen, und sm sind) die liebe Frühlingssonne sich zwischendurch für Müße Augenblicke zuweilen wieder aus den Wolken imivnflw, um nachzufehcn, welches Unheil diese schau- osten Nürffälle in den Wiriter drunten auf der Erde angenchte, hätten, sie konnte gegen Die ganz unge- "liihc Strenge Dieser Herren auch nicht viel auSrichtcn vird, wem, sie endlich abgezogen sinv,,W zu tmi um wieder gutzumachen, was auf Acker« und ''M in Garien und Wäldern in diesen wenigen Stun- zu Schaden gekommen ist.
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Mes Sturzbad der Abkühlung und Enttäuschnng in diesen Tagen auch diejenigen über sich ergehen streit Aufgabe darin besteht, landauf, landab unter $ ^sichen Wähler,, eine sogenannte Wahlbewe - und _ zu entfachen, aus das, der am 20. Mai neu zu l)i"> I ’^Miöc Reichstag feinem Vorgänger so unähnlich wie 'W) werde. Von überall her kommen allerdings M über eine ausgesprochene Wghlmüdigkeil unter {"Werfchaft, obwohl doch Wahlen größeren Stils in MMNd seit Jahren nicht mehr vorgenommeii wor- ,-.Wd- Den Parteibeauftragten, Die tu Wort und iÄIin Versammlungen und auf Anschlagsäulen den Aljü Hcilswahrheilen zu verfünhen Haven, rst jetzt Wirklich eine sehr undankbare Ausgabe gestellt wor- ,"-»» das Gedächtnis der Wähler wirb heutzutage "er politischen Agitation auch zwischen den Wah- . 1 WH 3n sehr in Anspruch genommen, als daß es jetzt, . ^ darauf ankoinmt, nom eine besondere Aufiu.hme- "'«k-'t zeige« konnte.
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■iber mich unsere Nachbarn in Ost und West ^>gcn Tagen strenge Gesichter. Die Russen sind VW mit ihrer Anklageschrift gegen die angeb. ! .^"schwörer im Donezgebiet hcrauSgcruckt und mit ; ohliche» Ungeniertheit Die sie dem Ausland gegen- IJ "1 einmal mit Vorliebe zur Schau tragen, bez M- „J* llroße deutsche Jndustriegescllschaften der Nu
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ih. M" sogenannten konterrevolutionären Bench» ,- . > >, die kein geringeres Ziel gehabt haben foötit, als VS'" '" ihren politischen Fugen nichts wcwiger aü.' Vtm Sowjetrepublik den Wirtschas liche »it ä^ du geben. Man darf, nach allen Erk anlNgen, W!İr von dentscher Seite vorlicgcn, diesen Besuch ^ ? (“^ Eine Unverfrorenheit beze chnen, »'U b EÄ..^ den Iustizzustanden, die diese Räterepu^ '^ zugelegt hat, auf das Schltmmstc gefaßt sein.
«toÄ Vic, anders steht es mit dem Ko mar? !i|( t stellen die sogenannte autonomtstischc - enc Ä®J I a ß. Den Lack Ricklin schlagt manden^s !--2°»b meint man. Über eine Kette »w M g, !^hc? Ij.'"""eg hat man einen ausgemachfen ^ ^^ Klich'« Menschen mit deutschem W^Pj fü‘bfr ij» !ei« Herz nor Gericht ausschüflen last
hV ir ""d herlaufen, hat durch ihn angc fi’""« vor Der Syeltoffcntlidlfcit 1 ^ der o1 WW f** nun am liebsten misch m^ h, Ä ^««J'^i Ä 'S ^W'ÄÄ fe ’ SmS ""' »‘MX gibt es einstweilen nur D r S r '- genötigt sehen, das "ch crMc EyrEm.e , VV ^ durch eine Tat offener W.lllur mn^ ?” Mc ^ ctt’” beschmutzen. Aber iw m ll . Drehen A^tNden'sS nun einmal so weit E'EvcS elsässischen ^j^u, soviel sie wollen, das Gewche» d°s «^M« ^ & ^ÄS„K S&« ^tÄ ^»» fe"
Cl Kammer in Paris zu sorge" wnw ^ ^ -
Eage in Genf gegen Japan.
VI p p c 11 der R a u k i » g r e g i e r u ng
Das Gewitter, das sich i« der letzten Woche so be- drohlich über Dem seit wahren schwelenden chinesischen S0^” durch das Eingreifen Japans znsammeiigezogeu hat, ist sicher geeignet, In seinen etwaigen Auswirkungen Die ganze zivilisierte Welt in Mitleidenschaft zu ziehen. Kaum erstaunlich erscheint es unter diesen Umständen h/'Wh" â' "Es'sâü'r Seite der erste Schritt getan worden ist, um den Völkerbund in Genf zur Vermittlung
Der Präsident der Nnntingregierung.
oder zum Ausgleich m Beweguttg zu setzen. G» ivurdc tatsächlich keine kleine Stärkung der so oft bezweifelte» Autorität deS Völkerbundes bedeuten, wenn es ihm ge. länge, das schon halb entblößte Schwert des Kriegsgottes wieder in die Scheide zu zwingen.
Der Präsident der Negierung von Nanking (Süb< reglerung), Tan Uankat, hat an den Generalsekretär des Völkerbundes ein Telegramm gerichtet, in dem er „im Namen der nationalistischen Regierung der Chinesischen Republik" auf den Ernst der durch die Entsendung japa irischer Truppen nach der Provinz Schautung entstandenen Lage sowie auf den Umstand aufmerksam macht, „daß die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit Chinas brutal bericht wurden und da st der Friede unter den Völkern durch die von Japan unternommene An- griffShandlung bedroht ist, China verlangt sofortige Einberufung des Bölkcrbundratcs.
Die Rankingregierung erwähnt in ihrem Telegramm Absatz 2 des Artikels 11 des Völkerbundspaktes. Dieser besagt, „daß jedes Bundesmitglied das Recht hat, in freundschaftlicher Weise die Aufmerksamkeit der Bundesversammlung oder des Rates auf jeden Umstand zu lenken, der von Einfluß auf die internationalen Beziehungen sein kann und daher den Frieden oder das gute Einvernehmen 3 wischen den Rationen, von dem der Friede abhängt, zu stören droht". Danach kann dem Anträge der Nanking- regierung nur stattgegeben werden, wenn er von irgend- einem Völkcrbnndinitglicd, etwa den Regierungen von Peking oder Tokio, die übrigens beide im Rat vertreten sind, unterstützt wird. Deshalb hat auch der General-
Oer „Waffenstillstand" im Anionomistenprozeß.
K o l m a r, im Mai.
Wenn die Vcdiiigungen des im Auronomistenprozeß zwischen dem Gerichtshof und der Verteidigung geschlossenen Waffenstillstandes von beiden Teilen wirklich eingehakten werden sollten, könnte der Prozeß vielleichi in der nächsten Woche zum Abschluß gelangen einstweilen kommt cs allerdings noch immer zu Plänkeleien, die einen Bruch der ac- trofseuen Vereinbarungen nicht unmöglich erscheinen lassen. Als Der Angeklagte Hauß dar legen wollte, daß er als Sohn des früheren Staatssekretärs Hauß selbstverständlich clsaß- lothringischer Hcimoircchtler werden mußte, sagte der Vor- sitzende etwas unwirsch, daß «solche Kleinigkeiten" wenig wichtig seien.
Et wurde bann ein Schreiben eines gewissen B a u m - garten aus Luremburg, der sich als Hauptdclcgiertcr deS Völkischen Kuriers in München bezeichnete und an- geblich Wichtiges über Dr. R i ck l i n und F a s h a u e r aus- sagen wollte, zur Kenntnis gebracht. Daran schloß sich die Vernehmung deS Angeklagten Würtz, der früher Lehrer war und jetzt Buchhändler ist. Er war nach dem Wasienstillstand aus Dem Elsaß ausgewiesen worden und soll in Deutschland gegen Frankreich konspiriert haben, was er^ entschieden bestritt. Als Kuriosum wurde erwähnt, daß die Straßburger Poltzer
eine Sendung
deutscher Bibel»
viele Wochen lang zurüctgehaltcn hat, um sic aus ihren — politischen Inhalt hin zu umcrsuchcn. Es muß auch noch erwähnt werden, daß, da die Angeklagten fast ausnahmslos in dcutsch-clsüffischcr Munday sprechen, einer der Beisitzer dcnl Vorsitzenden immer wieder erklären muß, was sie eigens lich sagen. * Von den fünfzehn Angeklagten sind bis jetzt sechs verhört. Bei der Vernehmung des Angeklagten F a s h a u e r kan, cs in einer erregten AuScinandcrscMma. als der An-
tW,vaâ« usw. beträgt die Klefn^etle 0.30 mf^ fstc aummh’hot Buflraggcbtr 0.83 Ulf., für »u lUflamcyilt 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., UtHauie^rfk 0^0 Hlatf ♦ Del HecbnuiigefltU lung hat Zahlung limn.pJb 8 Tagen zu erfcl« gen ♦ Tag, und plahvorfchetst»» uiwerbtndll*.
5. Jahrgang
fekretär sofort das Telegramm der Nankingregierung zur Information an die Ratstaatcil weiterge» leitet.
<£Hnefif(f)c Klagen.
In dem Protest der Nnuklngregieinng nach Genf heißt es noch, japanische Truppen hätten in Tsinansu, der ^"uplstadt von Schantnng, auf chinesische Soldaten und „Monisten ohne jede Herausforderung dieser letzteren ge- schossen. Hieraus haben sie die benachbarten Wohnviertel bombardiert, wobei mehr als tausend Personen verletzt oder getötet wurden. Roch erbärmlicher sei die Tat einer Abteilung japanischcr Soldaten, die in die Bureauräum- befischen des chinesische« Kommtssarâ für äußere Angelegenheiten in Tsinanfu cindrangen, ihn verhafteten und, nachdem sie ihm Shren und Nase abgeschnitten batten, ihn an Ort und Stelle zusammen mit drei Mitgliedern seines Personals erschossen. Außerdem senden hie Japaner neue Land- und Wasscrsireilkrästr ans chinr- stlches Gebiet Der Protest verlangt, daß der VölkcrLnnd Japan aufforberl, die Feindseligkeiten der iapanlkchcn Truppen eittstellen zu lassen und sie sofort aus der Provinz ©dmntuna zurückzu ziehen.
Zapan setzt sich fest.
Die japanische Regierung hat sich nach Londoner Nachrichten an die Mächte gewandt mit der Forderung, einer BcseUungüzone von ist Kilometern im Umkreise von Tsinanfu ihre Zustimmung zu geben. Dadurch würde den chinesischen Südtruppkn der Vormarsch auf Peking unmöglich gemacht Der amerttanische Gesandte soll bereits gegen Den japanischen Plan protestiert haben. Die übrig«, Gesandtschaften wären ebenfalls durch die japanische Attioir überrascht worden. f
Heftige Kämpfe sind nach übcreiufllnuncnben Nachrichten bei Tsinanfu zwischen Japanern uitb Chinesen entbrannt. Hwjapanischcr Bericht besagt, daß es den Japanern nach fchwierigen tkäiupsen gelungen sei, Tstnanfit und Dessen Vororte von den chinesischen Truppen zu säubern. Von den chinesischen Truppen seien 19 000 Soldaten entwaffnet und rund 150 Maschinengewehre und sechs schwere Geschütze beschlagnahmt worden. Elf chinesische Generale seien gefailgcngenommen worden. Der japanische Befehlshaber Ngatschi hat eine Verordnung ver- öffentlich», nach der innerhalb eines Streifens von 30 Kilometer Breite zu beiden Seiten der Schantungbahn sich keine chinesischen Soldaten befinden dürfen. Auf Diesem Gebiete werde jeder Soldat sofort entwaffnet und Kämpfe zwischen der chinesischen Süd- und Nordarmee nicht geduldet werden.
Die japanischen Verstärkungen für Schantnng.
Tokio. Die Eisrnbahiibehördcii sind angewiesen worden, für die Zeit zwischen beut 13. «nd 31. Mai Vorkehrungen zur Beförderung von 20 000 Mann und 5000 Pferden nach Schantnng zu treffen. Durch diese Verstärkungen wird sich bis Stärke brr in Schainmig stehende» japanischen Gruppen auf; ungefähr 28000 erhöhen.
Die Deutschen in Sicherheit.
Das deutsche Konsulat in Tsingtau teilt mit: Eine größere Anzahl Ausländer ist mit einem internationalen Hilfszug, von Tsinanfu kommend, hier eingetroffcn. Die deutschen Reichüangehörige» sind in Tsinanfu geblieben. Auster der Plünderung der Vorderrüumc des Hotels Stein sind Deutsche von Zwischenfällen nicht betroffen worden.
geklagte erklärte. man könne nicht behaupten, daß das El,aß »vr 1H18 unter einem Joch gelebt habe: cs habe doch damals ein eigenes Parlament gehabt. Der Vorsitzende sagte hieraus. Wenn er recht verstanden habe, wolle Faßhauer sagen, bah das Elsaß jetit et« S t l a v e n l c b e n führe Gegen diese Deutung wandte sich Faßhauer mit aller Entschiedenheit.
Der Haager Prozeß um das deutsche Privateigentum,
Darlegungen des deutschen Vertreters. .
Bei den fortgesetzten öffentlichen Verhandlungen De^ Haager Schiedsgerichts für die Auslegung her Bestimm mutt gen des Dawes-Plancs bezügl. des beschlagnahmten deutschen Privateigentums bestritt der Vertreter der deutschen Regierung. Professor Kaufmann, in einer Replik die Darlegungen des Vertreters der Repara- tionskommission. Er führte hierbei in der Hauptsache aus, daß das in den alliierten Ländern liquidierte deutsche Privateigentum entsprechend der von der Reparations- kommission berfünbeten These nicht bereits vor dem 1. September 1921 für die Deutschen verlorengegangen sei. Die hier in Frage stehenden Güter, Rechte und Interessen hätten auch nach Dem Inkrafttreten des Dawcs^ Planes ihren wirtschaftlichen Wert für die deutschen Eigentümer behalten. . '
Die Sachverständigen, die den Dawes-Plan ausgestellt hätten, hätten niemals daran gedacht, den Alliierten neben den Dawes-Iahreszahlnngen noch andere Werte ,Zufällen zu lassen. An keiner Stelle des Sachverstättdigcnplanes komme eine Bestinnnung vor, auf Grund deren die Alliierten mehr als die Jahreszahlungen verlangen konn ten. Wenn daher noch andere Beträge für Reparations- zwecte zur Verfügung ständen, so fei cs schon aus Billig- keitserwägungen notwendig, daß solche Beträge dem schwer, belasteten deutschen Schuldner zugute kommen.