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Ärf-Bei tieferungsbehmüerungea durch Sete Gewalten', Streiks, Aussperrungen, Äsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Hvrüche. Verlag Krieörich Ehrenklau, Saida,
H des Vereins Deutscher Zeitungs-er.
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Zahltag
Wahltag
rat verneinen es, weil auch bei den frauzö
chen ahl-
116 —1928
Kleine Zeitung für eilige Leser
s im Reichsrat wurde beschlossen, am nächsten Dienstag sachliche Beratung über die Einsetzung des 11. August : Nationalfeiertag einzutreten.
- Reichspräsident v. Hindenburg läßt mit Bezug aus die gehenden Wahlen erklären, daß er keiner Partei an* re.
* Wischen dein Deutschen Reich unb Persien ist ein Vor* ^cs Handelsabkommen abgeschlossen worden.
>zm Persischen Golf sind 68 Pilger bei einem Schiffs- mmenftoß ertrunken.
Noch nie war das Rätselraten über den Ausgang der KAtags- und Landtagswahlen auf unsichereren Boden t ols heute vor der am 20. Mai kommenden Wahl, k soll man das „deuten", daß allgemein so laut über schlechten Besuch der Wahlversammlungen geklagt d? Läßt das Rückschlüsse zu auch auf die Wahlbeteili« am nächsten Sonntag? Die einen sagen ja, die
Gen dasselbe zu sehen war und trotzdem eine iligung von 85 Prozent erfolgte. Und w i e werden zweieinhalb Millionen Jugendlicher, die das »liecht sei dem Dezember 1924, der letzten Rcichstags- hl, erhalten haben, nun ihre Stimmen abgeben?
Durch die Straßen rollen die Autos mit den Lautiern, die also zu den Wählern kommen, weil die Ger nicht in die Versammlungen gehen. Ob es Erfolg
.vermag niemand zu sagen. An Versprechungen fehlt ja nicht, aber auch das dürfte einen stärkeren Einfluß mit noch auMen. Dazu sind deren schon immer viel zuck gegeben worden. Vor jeder Wahl. Am drastischsten vas einst im oberschlesischen Abstimmungskampf der sie Korfanty getan, der versprach einfach jedem, der seine inime für Polen abgeben würde, eine — Kuh. Unb er* Itc dadurch sicherlich große Ersolge. Bloß war von dec H nach der Wahl ebensowenig die Rede wie von einer Wug Der jedesmaligen Wahlversprechungen, die sehr miv fast besinnungslos gegeben, aber nur selten oder nicht gehalten und verwirklicht werden.
as hat der Wähler längst gemerkt und — hört sich's -gen erst gar nicht mehr an. Er zuckt die Achseln, ihm irgendein Parteiredner den Himmel auf n verspricht; das zog nur in längst bet* Weit Jahren. Aber gerade dies muß man als ein eit wachsender politischer Reife be* Wir Der Wähler will — oder soll — seine Stimme
1 auf Wechsel abgeben, die „vordatiert" sind, sicherlich nicht eingelöst werden, gar nicht eingelöst werden «en. Wichtiger als das, was im Wahlkampf die Par
in Zukunft „wollen" oder für die Zukunft „ver* W*, ist es, was ihre Leute im Reichstag getan, ge* et oder — nicht geleistet haben. Wichtiges weil allein >einem begründeten Wahlurteil führend, sind Taten, Versprechungen. Und der Wähler soll sich an biete «tu halten, soll prüfen — wenn er sein Wahlrecht ernst
i —, wie Negierungskoalition oder Opposition teilet haben im Reichstag und in der Verwaltung. W der Wähler diese Arbeit der Mehrheit, also der Rc- so gibt er, je nach besonderer Einstellung, seine Me einer der Parteien, die jene Negierungsmehrhcit Wen; mißbilligt er deren Politik, so stimmt er für hie wfttion. Stündc das deutsche Volk insgesamt auf *Cm allein richtigen, vernünftigen Standpunkt, bann de der ^Wahltag ein wirklich politisches, wohlbegrüu- Urteil sehen, das kaum umzudeuten wäre. Aber noch längst nicht so weit, leider; und Korfantys ' figürlichen Sinne gemeint — taucht in viel 311* in Wahlversammlungen immer noch auf.
Rechenschaftsbericht — das. sollte eigentlich ’ Clyig Bestimmende des Wahlkalüpfes, sein Inhalt ? er Wahltag sollte zum Zahltag werden, an dein . "Eer die politische Arbeit seiner Vertreter honoriert sucht honoriert. Nicht aber zu einem Tag, an dem ieuie Stimme der Partei gibt, die am meisten ver- « und verspricht. Dabei ist es denn auch leichter, sich - dem übe! der Schlagwörter zu lösen, weil nicht 1sondern Taten sprechen und ein Urteil heischen.
Ämtüglmg iM Völkerbundes.
Keine Verschiebung.
. Entgegen anderslautenden Nachrichten ist an eine Vcr- z.,ung der für den Juni angesagteu Tagung be» Mkbundrates kaum zu deuken. Wahrscheinlich werden . weder die Außenminister Deutschlands und Fmm- ■ noch Englands daran teiluehmen. Doch bt£ ~eil* der Außenminister war auch in früheren Mähren f uur eine Ausnahme unb die Abwesenheit c er Wimfter dürfte kaum einen Grund für die Ver- "ng der Tagung bilden.
Völkerbund nnb Gesundheit auf dem Lande.
Hhgienekommission des Völkerbundes beabsichtigt kl LGebiete des Austauschs von Ärzten und ^anrtats-
-Cll1e bemerkenswerte Neuerung elnzufuhreu. ^°"-cics Monats soll eine Studienreise unternommen die bent Studium der Gesundheitspflege auf ^rL?cltcn wird. Es sollen dabei die ge,undheltl,chcu !a^ '"jse in l ändl ichcu Bezirken Dc u 11 ch- ivââl Frankreichs, Belgiens, der Niederlande, ^ugo- «^und Ungarns studiert werden. Nach dem bw« ân werde,i innerhalb Deutschlands be,anders bi / bezirke in S a w f e u , Preußen, '^™ *c *
1 ftsin und Bätzern W be? ^vMdlen» ■ 'wn besucht weroen.
Tageblatt für Rhöa unö Vogelsberg
Zul-a- unö Haunetal ♦ Zulöarr KreisblsS
Fulda, Freitag, 18. Mai
Kampf um den 11. August
Reichsrat und Verfaffungstag.
- Entscheidung n ä ch st e n Dienstag.
Der Reichsrat behandelte den von den Ländern Preußen, Sachsen, Baden, Hessen, Hamburg, Mecklenburg- Schwerin, Branuschweig, Anhalt, Lippe, Lübeck, Mecklen- burg-Strelitz und Schaumburg-Lippe gemeinsam gestellten Antrag, den 11. August, an dem die geltende Verfassung in Weimar angenommen wurde, zum Nationalfeiertag zu erklären. Auch die Vertreter Bremens und Waldecks haben ihre Zustimmung erklärt. Das Gesetz enthält zwei Paragraphen und sieht für den Nationalfeiertag die Beflaggung aller öffentlichen Gebäude in den Landesfarben und die Veranstaltung von Schulfeiern vor.
Der Berichterstatter, der preußische Ministerialdirektor Dr. B a d t, beantragte, den Entwurf ohne Ausschußoerhandlung sofort im Plenum zu behandeln, weil der Reichsrat sich ja bereits ausführlich im vorigen Sommer mit dieser Angelegenheit beschäftigt habe. Namens der bayerischen Regierung bat Staatsrat v. R ü ß - lein um Ausschußberatung, die ja keine Verzögerung bedeuten würde, da man die Angelegenheit an einem Vor-
Erfundene Meldung über Dawes-Plan.
Keine englische Note.
In einigen Zeitungen wird eine Nachricht veröffentlicht, wonach im Auswärtigen Amt zu Berlin vor einigen Wochen eine wichtige englische Note in der Reparativns- frage eingegangen fei. „Man wisse in der Berliner Wilhelmstraße feit Eingang dieser Note ganz genau, daß die Bestrebungen ans Revision des Dawes-Planes von London her keinerlei Unterstützung erfahren werden."
Von zuständiger Seite wird dazu mitgeteilt, daß diese Nachricht unrichtig ist. Es ist weder eine solche Note der englischen Regierung eingegangen, noch schweben zurzeit überhaupt Verhandlungen grundsätzlicher Art über die Reparationsfrage mit der englischen Regierung. Soweit mit englischen Stellen über Neparationsfragen verhandelt wird, handelt es sich dabei um untergeordnete Fragen der technischen Durchführung der Reparationsleistungen, wie sie auch mit allen übrigen reparations- herechtigten Ländern laufend geführt werden.
Dr. Stresemanns Besinnen.
Leichte Besserung.
Im Zustande des in Berlin heftig erkrankten Reichs- außenministers Dr. Stresemann hielt die Mittwoch konstatierte leichte Besserung an. In später Abendstunde wurde von den Ärzten folgende Mitteilung ausgegeben:
„In dem Befinden des Reichsaußenininisters Dr. Stresemann ist eine Besserung festzustellen. Die Magen - und Sannersdjeimingcn sind gänzlich behoben. Die jetzt im Vordergründe stehende F u n k t i 0 n s st ö r u n g der Nieren hat sich heute etwas gebessert. Trotzdem besteht vorerst der ernste Charakter der Erkrankung noch fort, da die Möglichkeit von Rückfällen vorhanden ist."
Reichspräsident v 0 n H i n d c n b u r g laßt sich zweimal täglich Bericht erstatten. Fast alle europäischen und überseeischen Regierungen lassen durch ihre Botschafter und Gesandten regelmäßig Erkundigungen einziehen. Der amerikanische Botschafter sprach persönlich in per Villa des Reichsaußenininisters vor, ebenso der citglndje Botschafter im Auftrage Austen Chamberlains, der französische Botschafter auf besonderes Ersuchen des AuM- Ministers Briand.
Herabsetzung der Zölle?
Verhandlungen der Gens« Wirtschaftskonferenz.
Großes Interesse wurde bei den fortgesetzten Beratungen der Weltwirtschastskonserenz in Genf den Ausführungen des Engländers Layton entgegengcbrachr. Er betonte die Dringlichkeit der von der Weltwirtschaftskonferenz empfohlenen .Herabsetzung der Zölle und machte darauf aufmerksam, daß bei längerem Zögern selbst England sich nicht mehr gebunden fühlen könnte, da es eben>o wie andere Länder mit niederen Tarifen von Haus aus benachteiligt sei. Layton erinnerte die mit der heutigen Weltlage bereits Zufriedengstcllten an die Tatsache, day das Weltwirtschaftsleben 15 Jahre nachzutragen habe und daß daher trotz der bestechenden Zahlen noch sehr wenig erreicht sei Die hohen Tarife Amerikas hindern Europa, an dem amerikanischen Wohlstand teilzunehmen.
Gegen die Unterbietung, eine Folge der hoben Tarife, sei nichts geschehen und nichts vorgeschlagcn. An die StablU- sierung der Währung müßte sich die Stabilisierung der Preise anschließen Der schweizerische Bankdirektor DubocS besprach dann sehr wohlwollend die Zusammenarbeit der Zentralbanken und erklärte, das Goldproblem für die Wirtschaft man als allein ausschlaggebend anzuschen, wie andere cs tun. _ Der Wert des Goldes und die Kaufkraft des Geldes müssen habt', bleiben. Das können die Zentralhanken erreichen.
Eine allgemeine Zollherabsetzung hielt der Franzose Serruys für unmöglich. Man könne nicht England nach- ahmen wo seit langen Fahren eine einheitliche nationale Politik verfolgt wird. Es sei besser, einzelne Zweige aus- zuwählen; selbst mit prozentualen Herabsetzungen oder gruvpènweisen Z ollhr r ab Wogen könne Matt etwas C-ules er» -eichen.
tav^anken ufro. beträgt die Kemzeile 0.30 Elf.,
Dr auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die
Revamezekle 0.90 Htt. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezelle 0.60 Mark ♦ Bei Nechmmgsstel- loug hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfv!»
5. Jahrgang
mittag erledigen könne. Dieser Erklärung schloß sich die Württembergische Regierung an. Für Preußen erklärte sich Staatssekretär Weismann mit der Ausschußberatung einverstanden, wenn Bayern erklärt, daß eine Vertagung des Ausschusses nicht in Frage kommen soll. Daraufhin erwiderte Staatsrat v. Nüß- l e i n , er habe noch keine Instruktionen, müsse aber doch den Einwand erheben, daß nach der Geschäftsordnung Vorlagen von weitgehender Bedeutung frühestens drei Wochen nach ihrem Erscheinen auf die Tagesordnung gesetzt werden können. Eine Vorlage kann jedoch sofort behandelt werden, wenn zwei Drittel der vertretenen Stimmen es verlangen.
Der preußische Antrag, die Vorlage sofort dem Ausschuß zu überweisen ohne Innehaltung der drei Wochen Frist, wurde mit 46 gegen 19 Stimmen angenommen. Gegen den Antrag stimmten die Länder Bayern, Württemberg, Thüringen und Oldenburg sowie die Provinz Brandenburg. Tie Ausschußberatung der Vorlage soll am Dienstag beginnen.
Die Vorlage über die Deckung der Wahl kosten konnte im Reichsrat noch nicht beraten werden, weil ihre Behandlung im Ausschuß noch nicht beendet ist.
Bahrrèanfe vor dem Michskabmeii.
X R 0 ch k e i n e E n t s ch l i e ß u n g.
Das Reichskabinett beschäftigte sich in seiner unter dem Vorsitz des nach Berlin zurückgekehrten Reichskanzlers abgehaltenen Kabinettssitzung mit der Frage der Tariferhöhung der Reichsbahn. Der Vorsitzende des Ver- waltungsrates, Dr. v. Siemens, und Generaldirektor Dr. Dorpmüller erstatteten Bericht über die finanzielle Lage der Reichsbahngesellschaft und erläuterten die einzelnen Punkte der über die Tariferhöhung verfaßten Denkschrift. An diese Darlegungen schloß sich eine eingehende Aussprache. Eine Antwort der Reichsregierung auf den Antrag der Reichsbahugesellschaft wird nach Abschluß dieser Beratungen in kurzer Frist erteilt werden.
Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbabugesell- schaft tagte vom 14. bis 16. Mai in Berlin. Der Geschäftsbericht und die Bilanz für das Geschäftsjahr 1927 wurden genehmigt. Die Ausschiittung einer 7prozentigen Dividende auf die ausgeqebeucn Vorzugsaktien Serie I./IV wurde beschlossen. Alsdann wurde die Tagung unterbrochen; sic soll fortgesetzt werden, sobald die Antwort der Reichsregierung "auf den Tariserhöhungsantrag vorliegt.
623 Vorschläge zur Wahl. 6208 Mandatsbewerber.
Nach Feststellungen des Reichswahlleitcrs sind zu den Neichstagswablen 642 Kreiswahlvorschläge und 31 Reichswahlvorschläge, insgesamt 673 Wahlvorschläge zugelassen, gegenüber 485 Kreiswahlvorschlägen und 22 Reichswahlvorschlägen — 507 Wahlvorschlägen insgesamt bei den Reichstagswahlcn am 7. Dezember 1924. Die Zahl der Wahlvorschläge ist mithin um fast ein Drittel gestiegen.
Die Zahl der Bewerber beträgt auf den Kreiswabl- vorschlägen 5672 (5224 männliche und 448 weibliche Bewerber), auf den Reichswahlvorschlägen 536 (493 männliche und 43 weibliche Bewerber); insgesamt 6208 (5717 männliche und 491 weibliche Bewerber). Zur Reichstagswahl am 7. Dezember 1924 waren 4716 Bewerber zugelassen, davon 4203 männliche und 513 weibliche Belnerber. Die Zahl der Bewerber insgesamt ist mithin um 1492 (— 32 Prozent), die der männlichen Bewerber um 1514 (— 36 Prozent) gestiegen, hingegen die Zahl der weiblichen Bewerber um 22 (— 4,3 Prozent) zurückgegangen.
Deutsch-persischer Handelsvertrag.
/ Einstweilige Vereinbarung. k
In Teheran ist ein deutsch-persisches Handelsvertrags- Provisorium unterzeichnet worden. Die Neuregelung der- Handclsbeziehunacu wurde dadurch erforderlich, daß im Mai vorigen Jahres Persien den Kapitulationsvertrag. mit Deutschland ebenso wie seine Verträge mit den anderen Mächten kündigte. Da Persien daraufhin gleichzeitig mit mehreren fremden Staaten neue Handelsver- tragsverhandlungen ausnahm, war es nicht möglich, bis zum Ablauf des Kündigungstermins einen neuen deutsch- persischen Handelsvertrag abzuschließcu. _ . .
Aus Teheran wird nun gemeldet, daß am 15. Mai eine R ote von dem deutschen Gesandten von Schulenburg und dem persischen Auswärtigen Amt unterzeichnet worden ist, wodurch auf Basis der gegenseitigen Meistbegünstigung ein Handels- und Riedcrlaffungsprovisorinm abgeschlossen wurde. Saé Provisorium ist mit einer Frist von dreißig Tagen kündbar. . . .
Die Abmachungen sichern die beiderseitige Meist- bcgünstiguug in der Art, daß Deutschland Persien den meistbegünstigten Rationen gleichstellt, während Persien auf die deutsche Wareneinfuhr den Minimaltarif an- wenden wird. Die persische Regierung hat ferner durch Erklärung den deutschen Staatsangehörigen bestimmte Rcchtsgaranticn zugesichert in der gleichen Art wie englischen Staatsangehörigen. Außerdem ist bestimmt worden, saß die doutschs Konsulargerichtsbarksit noch bis zmq 10. Mai 1929 weiterbestehtz