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Fulda, Donnerstag, 24 Mai

5. Jahrgang

lachlese von den Reichstags- und Landtagswahlen

Wahlnachtlänge.

1,1 Millionen Stimmen verloren.

% Aufregung, die jeder Wahlkampf mit sich bringt, langsam ab. Interessante Einzelheiten, die in der II Hitze des Gefechtes nicht beachtet wurden, werden unter die kritische Lupe genommen. So hat es sich Ser Verteilung der Mandate für den neugewählten Wg herausgestellt, daß über eine Million Stimmen ändig unter den Tisch gefallen sind, d. h., bei der âhltzng als wertlos beiseitegelegt werden mußten. Nach der vorliegenden Übersicht haben von den 31 leien, die sich um Reichstagsmandate bewarben, nur Parteien Mandate erhalten. Insgesamt sind 801161 innen von Parteien, die kein Mandat erhalten Habens splittert. Das ist ein Verlust von 12 Mandaten» Ns diese Weise entstanden ist. Wenn außerdem be* Mgt wird, daß bei der Volksrechtpartei nur zwei torbnete ein Mandat erhalten, so ergibt sich daraus eine Stimmenzersplitterung von weiteren 360 000 innen und ein weiterer Mandatsverlust von sechs hbaten, so daß insgesamt 1 167 774 Stimmen nutzlos [geben worden sind und 19 Mandate verloren wurden Folge der Zersplitterung in kleine und kleinste Par- ig die nicht die nötige Stimmenzahl aufbrachten, um n Sitz beanspruchen zu können.

Kein polnischer Abgeordneter.

Zerdrückender Eindruck in Warschau. In O b e r s ch l e s i e n hat sich bei den Wahlen ein «ikenswerter Rückgang der polnischen Stimmen ge­lt. Für den'Preußischen Landtag wurden im Jahre !j noch rund 12 000 Stimmen abgegeben, diesmal nur iib 30000. Die Folge ist der Verlust des, polnischen Wndats im Preußischen Landtag, für das die vor vier erzielten Stimmenzahlen gerade ausreichten und Adcssen Hilfe sie 1924 noch ein zweites Mandat auf den MSlisten erreichen sonnten. Die Polen werden also Wicht nur im Reichstag ohne Vertretung sein, wo sie W schon keinen Sitz hatten, sondern sie sind auch im i scheu Landtag ohne Mandat. Die Tat« Wdaß die Polen nicht nur kein Mandat für den Reichs- »ivonnen, sondern auch die beiden, die sie bisher im Mischen Landtag innehatten, verloren haben, hat in Wau einen niederdrückenden Eindruck hervorgeruren. »^n unangenehmen Eindruck zu verwischen, wird ver-- Mden Mißerfolg der polnischen Liste einem angeblichen Wrror, der gegen die Minderheiten geherrscht haben Muzuschreiben.

r Zusammeniriti des preußischen Landtages.

Wer wird Präsident?

Wer neue Preußische Landtag wird voraussichtlich in INc vom 11. bis 16. Juni zusammentrcten; als Wi wird der 12. Juni genannt. Ein früherer Termin W schon deshalb nicht in Frage kommen können, weil Mdgültige Feststellung über die Zusammensetzung noch Wc Zeit in Anspruch nehmen wird. Insbesondere Wabgewarlet werden, ob sich bei Doppelmandaten die Wage kommenden Abgeordneten für die Landesttsic 'Jür den Wahlkreis entscheiden. Erst wenn völlige 7 besteht, wird die Staatsregierung den Termin ">e erste Sitzung des Landtags festsetzen sönnen.

^ndtagspräsideni Bartels ist aus Baden-Baden zu- Mßrt: sein Gesundheitszustand hat sich erheblich gc* ^ Da die Sozialdemokraten als stärkste Fraktion 7 neuen Landtag den Präsidenten stellen werden, 7 abzuwarten, ob Bartels mit Rücksicht auf fernen ""dheitszustand auch für den neuen Landtag in Frage ^ sollte das nicht der Fall sein, so wird die sozrrl- malische Fraktion. Wie aus parlamentarischen ^" Verlautet, den Abgeordneten Leinert nominieren, !a bereits früher Landlagspräsident gewesen ist.

Die bayerischen Landiagswahlen.

M dem jetzt vorliegenden vorläufigen amtlichen .7* der Landtagswahlen in Bayern wird sich der ^nnbtög folgendermaßen Zusammensetzen:

sich der

Sozialdemokraten Deutschnationale Deutsche Volkspartei Kommunisten Bayerische Volkspartei Nationalsozialisten Bayerischer Bauernbund

34

13

4

5

46

9

17

Mandate

ff

,7 7 Mandatsverteilung in den einzelnen fallen , ui sehr geringen Zahlenunterschiedeu beruht, könn 77 geringfügige Abweichungen bei der endgültigen Au»g der Ergebnisse, wie das 3um Teil unvermeld- iL? einer Veränderung der Ergebnisse um em ober Äc Mandat führen. Bei den Ergcbu sien des ^ Bauern- und Mittelstandsb, indes treten ter

Unterschiede in den Kennworten zutage. Das ^Ä Umständen dazu führen, daß ^ lM Landtag TnÄâ zu einer Änderung des Ergebnisse v iAc ^sts Ergebnis die mutmastlichc Verteilung , ^ !^^u Landtagsmandate einschlteßt, haben je

mit einem Gewinn von, neun, die Deutsch »«S;^ einem Gewinn von einem. dle Deut,ch è dx'^l von zwei, die Nationalsozialisten von drc

"Ueren zwei und die Demokraten drei Mandate,

einzelnen Fällen

Sitzung des Neichskabinetts. |

Das Reichskabinett wird heute vormittag zusammen­treten, um sich, wie dieGermania" zu wissen glaubt, mit laufenden Angelegenheiten zu beschäftigen. Wie weit sich das Kabinett auch mit dem Ausgang der Wahlen und dem sich daraus ergebenden Folgerungen befassen wird, steht dem Blatt zufolge noch nicht fest.

Neue Männer im neuen Reichstag.

General von Epp (Nat.-Soz.)'. X.

General von Lettow- Vorbeck (StiLj,

MH. Oberfinanzrat .Dr. Bang (Dtn.).

Neichsfinanzministcr a. D Dr. Reinhold (Dem.).

Chefredakteur Dr. Bernhard (Dem.).

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Bei der diesmaligen Reichslagswahl gingen im ganzen 1,1 Millionen Stimmen verloren, da sie auf Splitterparteien abgegeben wurden, die kein Mandai errangen.

* Weder in den Deutschen Reichstag noch zum Preußischen Landtag wurde diesmal im Gegensatz zu früher ein polnischer Abgeordneter gewählt.

* Der neue Preußische Landtag soll voraussichtlich in der Woche vom 11. bis 16. Juni zusammentrelen.

* Die Zahl der Erkrankungen durch die Hamburger Gift- gasexplosion beläuft sich auf über 200; die Gefahr neuer Er­krankungen ist aber vorüber.

* Auf der Berliner Autobahn Avus wurden Versuchsfahrten mit dem neuerfundenen Raketenwagen mit großem ErfolA öffentlich vorgeführt.

* In Berlin wurden 26 polnische Kommunisten, die sich M geheimen Beratungen zusammengefundcn hatten, von der Po­lizei überrascht und verhaftet.

* Einer Meldung aus Oslo zufolge, flog dieItalia" über dem Nordpol zwischen 1 und 2 Uhr morgens eine Stunde lang. Das Luftschiff befindet sich auf dem Rückflug nach Spitzbergen.

Kampf um die Macht.

Man geht daran, praktisch das Fazit aus der Wahlcnt- fcheidung zu ziehen, also darüber zu verhandeln, wie die künftige Regierung aussehen soll. Schon nach den ersten Auslassungen der fiihrenden Parteiblätter und angesichts des Wahlresultats auch recht selbstverständlich, dürfte eine Regierung der Großen Koalition gebildet werden. Der von mancher Seite angedeutete Wunsch nach der «Wei­marer Koalition* ist rasch wieder beiseitegelegt worden, weil das Zentrum neben der allzustarken Sozialdemokratie mit der es dann, abgesehen von den Demokraten und einigen kleinen Gruppen, allein zusammensitzen würde, kaum recht zu Einfluß kommen würde. Außerdem wäre dann die parlamentarische Mehrheitsbasis allzu schmal und allzu unsicher.

Die Sozialdemokratie wird, wie ganz unzweideuttg schon vor der Wahl gesagt wurde, «die Verantwortung zu übernehmen bereit" sein. Aber darüber hinaus scheint sie ihren Sieg auch voll ausnutzen zu wollen zu einem weit­gehenden Ausbau ihrer Machtstellung. Bisher hatte z. B. das Zentrum, einschließlich der BayerisMn Volkspartei, vier Minister in der Reichsregierung sitzen, die außer­dem Leiter der wichtigsten Ministerien waren. Bei der Zusammensetzung des neuen Kabinetts dürfte es kaum alle diese Sitze behalten; die Erörterungen hierüber drehen sich natürlich vor allem um die Person des künftigen Reichskanzlers. Da ist nun ein eigenartiger Ge­danke wieder ausgenommen worden, der ja im vorrepubli­kanischen Deutschland fast immer verwirklicht war, iibri- gens auch im letzten Wahlkampf eine erhebliche Rolle spielte: die Vereinigung der Ämter des Reichskanzlers und des preußischen Ministerpräsidenten in einer Personi Ge­schieht das, so wäre hierfür wohl zweifellos der jetzige Ministerpräsident Preußens, Otto Braun, bestimmt, ohne daß man allerdings dabei das Widerstreben über­setzen darf, das in Süddcutschland gegen dieseVer- Preußung" des Reiches zweifellos herrscht, aber sich gegen­über einer dies energisch anstrcbcnden Sozialdemokratie kaum wird durchsetzen können.

Die Idee, etwa wieder in der Art regieren zu wollen, wie Dr. Marx und vorher Dr. Luther cs getan haben, nänüid) sich nur auf eine Minderheit der Mitte zu stützen und sich jeweils von rechts oder von links die notwendige parlamentarische Unterstützung zu suchen, ist jetzt ganz zur Unmöglichkeit geworden, do ja auch diese Parteien geschwächt aus dem Wahlkainpf tzcratisackommen finit-

außerdem die Sozialdemokraten sicherlich nicht mitmachen würden. Ebensowenig wie die Rechte, deren Oppositton jetzt zweifellos recht scharf werden wird. Haben sich doch überhaupt die Gegensätze zwischen rechts und links nicht bloß im Wahlkampf sehr erheblich zugespitzt, und das wird sich im Reichstag bald deutlich genug äußern, auch infolge des Wiederanwachsens der Kommunistischen Partei. Schwierigkeiten genug wird es auch trotzdem machen, ein fest untrissenes Programm aufzustellen.

Nach Pfingsten wird das ernsthafte Verhandeln los­gehen; hoffentlich bleibt diesmal Deutschland von einer längeren Regierungskrise verschont!

Oie Mandate der Wirtschastspartei.

Die Reichspartei des deutschen Mittelstandes (WirtschastS- vartei) stellt fest, daß fast alle Angaben über die von ihr er­rungenen Sitze im Reichstage falsch sind. An einigen Stellen wird z. B. die frühere Mandatszahl mit 21, an anderen mit 17 angegeben. Dazu muß festgestellt werden, daß die Wirtschafts­partei im letzten Reichstag nicht über 21 oder 17, sondern nur über 11 Mandate verfügte. Lediglich die Fraktionsgemeinschaft Wirtschaftliche Vereinigung" (Wirtschastspartei, Hannoveraner und Bayerischer Bauernbund) verfügte über 21 Sitze. Bauern­bund und Hannoveraner aber waren damals und sind heute noch selbständige Parteien, deren Abgeordnete nie zur Wirt- schaftspartei gehörten und dieser daher auch nicht zugerechnet werden können. Die Wirtschastspartei hatte also im letzten Reichstag nur 11 Sitze inne. Sie hat jetzt 23, infolgedesfrn- nicht 2, sondern 12 Mandate gewonnen.

OeutschnaLionale Erklärung.

Über die politische Bedeutung des Wahlausfalls verbreitet sicb eine Auslassung der deutschnationalen Pressestelle. Darin heißt cs:Die Zersplitterung des Bürgertums hat den auf Grund der Oppositionsstellung der Sozialdemokratie zu er­wartenden Erfolg vergrößert. Fast alle alten bürgerlichen Parteien haben Verluste erlitten Die Mitte wie die Rechte sind geschwächt aus dem Kampfe hervorgegangen. Die prak­tische Arbeit wird im neugewählten Reichstage außerordentlich erschwert. Das Gleichgewicht der Kräfte ist zerstört. Nur ein Zusammenschluß der Rechten in einheitlicher Front kann eine Besserung bringen. Wer die Wirklichkeit ins Auge faßt, muß erkennen, daß die Notwendigkeit und die Folgerichtigkeit der Politik der Deutschnationalen Partei zwar von den Wählern nicht genügend erkannt ist, daß aber die Macht der Tatsachen sie neu bestätigen wird."

Die Stimmen der Frauen.

In einer Anzahl deutscher Städte hat man aus stati­stischen Gründen Frauen und Männer am 20. Mai ge­trennt wählen lassen. Aus Berlin liegt das Abstimmungs­ergebnis darüber noch nicht vor, dafür aber aus Magde­burg, Hagen, Darmstadt, Eisenach und Jena. In Magdeburg gab es rund 17 000 wahlberechtigte Frauen mehr als Männer. Bei einer Verhältnisberech­nung der abgegebenen Stimmen ergab es sich, daß dort bei den Deutschnationalen und bei der Deutschen Volks- Partei die Frauenstimmen die Männerstimmen prozentual erheblich überwogeu. Bei der Sozialdemokratie hielt sich der Zuwachs ungefähr in dem Verhältnis des Über­gewichtes der wahlberechtigten Frauen über die Männer. In Hagen war das Bild ähnlich. In Darmstadt und in I e n a fiel als charatteristisch auf die Vorliebe der Frauen für die Splitterparteien, besonders für die Volks­rechtpartei und die Aufwertungspartei.

*

Die Wahlverluste der Bayerischen Bolkspartel.

Der Bayerische Kurier stellt fest, daß die Bayerische Volkspartei bei den Reichstagswahlen rund 150 000 und bei den Landtagswahlen rund 120 000 Stimmen verloren habe. Diese Einbuße sei um so empfindlicher, weil die S. P. D. annähernd 100 000 Stimmen gewonnen habe, der Bauernbund beinahe 80 000.

*

Eberts Sohn Reichstagsabgeordncter. - .

Im Wahlkreise Potsdam I sind für die Sozialdemo­kraten 341314 Stimmen abgegeben worden. Durch die Hinzuzählung der Reststimmen aus dem Wahlkreis Frank­furt a. d. Oder-Grenzmark erhalten die Sozialdemokraten in Potsdam I sechs Mandate. Als sechster ist Fritz Ebert junior, der ältere Sohn des ersten Reichspräsidenten, ge­wählt; er wirft als Chefredakteur der sozraldemokratische.n Brandenburger Zeitung.