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ulöaer Anzeiger

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L^eint jeden Werktag. Bezugspreis: monat- l^o Mark. Bei Lieferungsbehinüerungen üurch höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, szchnsperre usw. erwachsen öem Bezieher keine ^spräche. Verlag §rieörich Threnklau, §u!üa, Mkkeö des Vereins Deutscher Zeitungsver- itgtr. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Ür. 16009

Kleine Zeitung für eilige Leser

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# Ter Völkerbundrat vertagte die Beratun

lölferbiinbrat verragle Vie Beratung der Polnisch- Streitfragen auf den Herbst und einigte sich über

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!Fassung des Berichts über die Szt-Gotthard-Angelegenheit.

Absatz Stärke der deutschnationalen Reichstagsfraktion hat : J § M 73 auf 78 Abgeordnete erhöht.

gross! 'DièColumbia", Levines Flugzeug, hat einen Etappen- N. R wibig von Newhork aus angetreten. An Bord befindet erst n i auch eine Dame

. Im Mississipprgebiet richtete ein Wirbelsturm große Vcr-

Uhr m * Im Mississipprgebiet richtete ein Wirbelsturm große Vcr- una hu rimgen an. Sechs Personen sind umgekommen, zahlreiche . ilchl und um ihre Habe gebracht.

4 Auf den japanischen Premierminister wurde ein Mord Mag versucht, der aber vereitelt werden tonnte.

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itfer M HänbijM bietul mit M I. UM m WM ine. A chstl» , die im llewveii in ihm wdeuW ) bericht ) ttlatib

tzReudUdlmg der Reichsregierung.

Scr Beschluß des sozialdemokratischen Parteiaus- Ms in Köln, bei der Regicrungsneubildung die Füh- K p übernehmen und der sozialdemokratischen Frak- «te£ Reichstages für die notwendigen Verhandlungen Wilber freie Hand zu lassen, öffnet den Weg zum min- M für eine wirkliche Einleitung dieser Verhandlungen. M wird sich der Reichspräsident mit dem Führer der Wdemokratie, dem früheren Reichskanzler Müller Anteil), in Verbindung setzen itnb ihn, vorläufig in- ssisieli, damit beauftragen, nun seinerseits die not-

MW mentlich im dänischen Politische M btt !! gewaltiger Schritt. Zunächst

nur

findigen Voraussetzungen für die Neugestaltung der WeimMu suchen, also mit den anderen in Frage körn­enden Parteien zu verhandeln. Selbstverständlich wer- b diese Besprechungen sofort beginnen, weil ja die bis- bige Regierung am 12. Juni zurücktritt und man bis Rin wenigstens einigermaßen die Grundlagen für das RC Kabinett zu finden hofft.

s Ob es allerdings gelingen wird, ist eine Frage. ^GrunWich" ist wohl niemand mehr zwischen Deutscher Wolk-Mei und Sozialdemokratie ein Gegner davon, daß 'die 6rnße Koalition zusammengebracht werden soll, doch ^MFrnndsäMchen" bis zu seiner Verwirklichung ist politischen Leben gewöhnlich , ----,..... Zunächst ist der erste Versuch der

ien fW vMldemokratie, im Reichstage nur mit einer Art innrer Koalition zu regieren, am Widerstand des t ft« mtrums gescheitert; außerdem will das Zentrum auch jenig b! i Preußen die Große Koalition herbeiführen, also die !tnW kutsche Volkspartei in das bisherige Kabinett Herein- Ach de Ammen wissen, damit int Reich und in Preilßen gleich- :DugI° lbge Regierungsmehrheiten zustande kommen. Das mMÄ E übrigens auch die Deutsche Volkspartei, aber die feit di! k>ialdemokratie sträubt sich mit Händen und Füßen ba= will vielmehr, um es erst gar nicht dazu kommen 'lassen, den Preußischen Landtag gleich wieder vertagen. ^ Deutsche Volkspartei, die in der Sitzung ihres «teivorstandes beschloß, die Verantwortung für die Fftâe« Mningsbildung der Sozialdemokratie zu überlassen, ngel J ober an einem ziemlich langen Hebelarm, kann mit beet W fdg ihren Eintritt in die Preußenkoalition zur Bedin­ifen, fli ®9 ihrer Bereitwilligkeit im Reichstag machen, wo eben mitti« ^Zentrum nicht ohne sie arbeiten will. Insofern ist it, I» die Deutsche Volkspartei in einer taktisch günstigen Die A und das wird sich auch in dem Augenblick äußern, )em SC 11,11 sich die künftigen Koalitionsparteien erst einmal zu- inz Sai Menfetzen, um darüber zu beratschlagen, was nun steil, di Illich geschehen, was an Arbeit und Witz diese geleistet lasst 6 "°en soll. Die Sozialdemokratie, in diesem Falle also chndelt« künftige Kanzler, tvill, wie der Vorwärts wiederholt wlten 1 Miete, kein umfangreiches Koalitionsprogranrm auf-

n,

^, keinerlei Formulierungen, sondern die parlamen- "He Lage und die künftige Politik sollen fid) in der Ammensetzung des neuen Kabinetts ausdrücken. Das 's freilich nur, die zwischen den Parteien der Großen

|t M"" selbstverständlich vorhandenen Gegensatze bis fiteres zu umschiffen zu versuchen. Dann käme eine J i «nmgserklärmm über Kürze und Unbestimmtheit hm- & I ^iirhe alles in der Hauptsache der künftigen Entwrck- H und Zusammenarbeit überlassen bleiben. Die Probe 5 ^mpel wird erst dann gemacht, wenn eine wich- Ä *rc politische, wirtschaftliche, finanz oder steuerpoliMche c 1 r pur wie etwa ein neuer Reichsfchulgesctzcntwin s- f £ kulturpolitische Frage auftaucht. Außerdem ist be^ !en ^uenderweisè weder vom Zentrum nod) von bei w strafte oder der Deutschen Volkspartei Stellung ge- nit hinten worden zu der Absicht der größten unb führenden w I dn uS ä^

!!1 nn die Regietungsarbeit hetanzuaehen. Weniger schaW o über das allgemeine Aussehen der kommende» Re- ssung r !mg _ abgesehen vielleicht von Personenftagen Niall .nschen noch o.rößere Zweifel als darüber, ivas nun »^ Mich geschehen soll.

i ^N^ oiii dm ioponiMta Premierminister.

ciin^

DerTäter verhaftet.

,'^"^ morgen wurde in Uvena ein Mordanschlag aus den

h"S^ wuroe Uljviiu

N £=5 ^'^it Premierminister Tanaka versucht, der glücklichern»..-

' c i t werden konnte.

Premierminister befand sich auf der Fahrt nach llisu-

, um dort an einer Parteikonferenz teilzunehmen, als tM 1,7 r Eisenbahnstation Uyena plötzlich ein Mann in Arbeits- lief?1®. auf ihn zusprang und versuchte, ihn mit einem Dolch beQnWRen. Durch das rechtzeitige Zugreifen von Polrzer- U"d der Leibwache des Premierministers wurde das verhindert und der Angreifer verhaftet. , , ,

Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg §ulöa- unö Haunetal ^Zulöaer Kreisblatt Re-aktlon und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernfprech-slnschluß Hr.9$9 Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit GnellenangabeZulSaer stnAeiger'gestattet.

Bon vzean- und Nordpolflügen

Neue gefährliche Flugabeuieuer.

- DieK o l u m b i a" gestartet.

Das Lcvinesche FlugzeugKolumbia" ist auf bem Curtis Field (Newyork) mit Miß Mabel Bvll und zwei Flugzeugführern an Bord ausgestiegeu. Levine war bei dem Start zugegen und kündigte an, daß das nächste Ziel des Fluges das Seebad Old Orchard im Staate Maine sein werde. Dort soll dann der Start zu dem Transozcan- slug erfolgen.

Die amerikanische Presse widmet dem Start der Kolumbia" und dein erwarteten gleichzeitigen Weiter­flug derFriendship" erheblichen Raum und spricht von einem W e t t f l u g z w e i ö r F r a u c n , bei dem es sich darum handele, welche von ihnen als erste Frau den Ozean im Flugzeug überqueren werde. Die Wetteraussichten schienen für dieKolumbia" günstiger zu sein als für die in Trepassy liegendeFriendship".

Der AmerikaAustralienflug geht ebenfalls seiner Vollendung oder besser gesagt, dritten Etappe entgegen. Von Sura auf den Fidschi-Inseln wird Kapitän Kingsford Smith nach Brisbane fliegen.

Die Suche nach Nobile.-

Die schwedische H i l f s e x p e d i t i o n für die Italia" hat den Auftrag zum Antritt ihrer Reise erhalten. Die Expedition besteht aus drei Flugzeugen mit drei Piloten, drei Beobachtern, einem Arzt, einem Meteoro­logen, Bordfunker, Mechaniker unb Monteur. Der Be­fehlshaber ist der Kapitän zur See Tornberg.

Das norwegische Verteidigungsministerium teilt mit, daß Leutnant Lützow-Holmim Flugzeug die Küste und die ihr benachbarten Abhänge zwischen der Norwegeninsel und Gray Hook durchforscht hat,

ohne irgend etwas von derItalia" zu bemerken.

Auch die Jäger und Bewohner dieser Gegend hatten nichts von derItalia" gesehen. Die Nachforschungen werden weiter östlich fortgesetzt.

Die Flieger der russischen Hilfsexpedition für die Italia" sind von Leningrad abgereist. Sie fliegen mit einem Wasserflugzeug nach Archangelsk. Das Flugzeug wird von Nowaja Semlja aus bis zu einer be­stimmten Stelle auf Franz-Joseph-Land fliegen und von dort im Umkreise von 150 Kilometern Nachforschungen nach derItalia" anfteöcn. ,

Die Polflieger Wilkins unb Eyelson sind, von Amsterdam kommend, im Flugzeug in London eingetroffen. Wilkins erklärte, er beabsichtige, im No­vember b. J. einen Flug über den Südpol zu unternehmen, bei dem etwa 4000 Kilometer des Fluges über bisher unerforschtes Gebiet führen werden.

Genfer Einigung über Szt. Gotthard.

Beratung über Pole n£ itauen vertagt.

Die Gcheimsitzung des Bölkerbundrates über die Be­richte des Drcicrausschusscs zum Z w i s ch e n s a l l von Szt. Gotthard und zur evtl. Erweiterung der Befug­nisse des Ratspräsidenten hat nach langer, wie es heißt sehr stürmischer Beratung zu einer Einigung in dem Sinne geführt, daß der Rat in einer Entschließung sei» Bedauern über den v c r s u ch t e n Waffen- schmuggel aussprechen wird. Ferner einigte man sich über einige Änderungen in dem Bericht über die Besug- niffc des Ratspräsidenten. Trotz der Änderungen bleibt irgendein Exckutivrccht des Ratspräsidenten auch ferner­hin ausgeschlossen.

Die Beratungen über die polnisch-litauischen Verhandlungen sind für die gegenwärtigen Tagung abgeschlossen. Es wurde einstimmig ein Antrag Chamberlains angenommen, nach dem die Frage der polnisch-litauischen Beziehungen auf die Tagesord­nung der nächsten Ratstagung (September) gesetzt werden soll. Gleichzeitig wurde der holländische Minister deS- Ltußern, B e e l a e r t s, beauftragt, über den Stand bet polnisch-litauischen Beziehungen im September dem Rat einen Bericht vorzulegen.

Die Deutschen im Schachtyprozeh.

Jm bisherigen Verlauf der Verhandlungen des S ch a ch t y p r o z e s s e s in M o s k a u hat sich am erfolg­reichsten der Angeklagte K u s m a verteidigt. Nach An­sicht aller ausländischen Beobachter hat er jedem Kreuz­verhör standgehalten.

Das Gefäugnisreglciuent, bei dem die angeklagten Deutschen sich mit etwa fünf Stunden Schlaf begnügen müssen, ist bisher trotz der energischen Vorst è l - l u n g e n der deutschen Botschaft nicht geändert worden. Ferner muß beanstandet werden, daß die Deut­schen immer noch nicht im Besitze einer Übersetzung der Anklageschrift sind. Gelegentlich der Behandlung des fünften Punktes der gegen Baschkin gerichteten An­klage, die seine angeblichen Beziehungen zur A. E. G. in die Diskussion zieht, wurde seitens des Verteidigers be­antragt, die deutschen Angeklagten jeweils bei den sie be­treffenden Erörterungen zu Wort kommen zu lassen. Dem widersprach der Staatsanwalt, der eine geschlossene Verhandlung gegen die Deutschen am Ende des Prozesses beantragte. Der Vorsitzende behielt dem Gericht seine Stellungnahme vor. Es fällt auf, daß dieser angekündigte Gerichtsbeschluß bis jetzt noch nicht er­gangen ist.

Tingeigenpreis: Zur Behörden, Genossenschaf- ten,Banken usw. beträgt öteKlemzeiie 0.30 Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezelle 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnungsstel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag- und Platzvorfchristen unverbindlich.

5. Jahrgang

Die Langstreckenslieger Aracher und Rignot, die wegen eines Sturmes ihren Flug vorzeitig bei Kon­stantinopel abgebrochen haben, sind in Sofia angekommen und werden ihre Rückreise nach Paris fortsetzen.

Deutscher Geschwaderflug nach Afghanistan.

In den nächsten Tagen soll das von der Reichs­regierung dem afghanischen König geschenkte Junkers- Großflugzeug aus dem Luftweg nach Kabul übergeführt werden. Dabei wird es sich um einen regelrechten G e- schwaderflug handeln, denn mit der dreimotorigen Maschine sollen auch zwei von den Afghanen in Dessau angekaufte einmotorige Junkers-Verkehrsflugzeuge die Reise nach Afghanistan antreten.

König Aman Ullah will das Großflugzeug zur Heim­kehr in sein Land benutzen und von Teheran über Mesched- Herat nach Kabul fliegen. Auf diese Weise könnte er die Dauer seiner Heimreise um fast vier Wochen abkürzen, ein Beweis für die große Rolle, die Flugzeuge in dem bisher völlig verkehrsarmen Afghanistan zu spielen be­rufen sind.

Das Schicksal des neuen Zeppelins.

In einem Monat Probeflug.

Das neue LuftschiffGraf Zeppelin" wird in etwa einem Monat zum ersten Male aufsteigen. Es wird das erste Nachkriegslustschiff sein, über das Deutschland frei verfügen kann. Besitzerin bleibt die Luftschiffbau Zeppe­lin G. m. b. H. Über seine endgültige Verwendung steht noch nichts fest.

Die Abmachungen Eckeners mit der spanischen GesellschaftCompania Colon" sind zu keinem Abschluß gekommen, da die Verhandlungen mit Argentinien wegen der Schaffung von Landeanlagen bei Buenos Aires nicht zum Ziele geführt haben. Bekannt ist es auch, daß die seit 1954 mit Amerika gepflogenen Ver­handlungen über einen gemeinsamen Luftschisfverkehr über den Atlantik vorläufig zu keinem Ergebnis gelangt sind. Es stehen deshalb alle Meldungen über eine bevorstehende Weltreise desGrafen Zeppelin", über Nordpol­fahrt e n usw. tatsächlich vollständigin der Luft", wenn sie auch noch so bestimmt verbreitet werden. Es muß ferner noch festgestellt werden, wer denGrafen Zeppelin" übernimmt unb die kostspieligen Flüge zahlt. Hierüber liegen noch keinerlei Abmachungen vor und so wird eins

Fahrt um die Welt

in diesem Jahre leider nicht mehr verwirklicht werden können. Die finanziellen Verhältnisse der Zeppelin-Gesell­schaft bedürfen überhaupt einer Auffrischung, da die Zeppelin-Eckener-Spende nur 2,6 Millionen Mark zu­sammenbrachte; so liegt schon jetzt ein Mangel von l^ Millionen Mark vor.

Eröffnung der französischen Kammer.

Eine Rede des STammcrpräfibcnten.

Bei der Eröffnung der Sitzung der Deputiertenkammer hielt Kammerpräsident Bouisson eine Rede, in der er u. a. daraus hinwies, daß die letzte Kammer ein reiches Erbe an Anträgen und Vorarbeiten für Gesetze hinterlaßen habe, die von der neuen Kammer übernommen und nutzbar gemacht werden könnten, wobei der Wille zur praktischen Arbeit stärker sein müsse als alle weltanschaulichen Gegensätze. Nach Er­wähnung der dringendsten Arbeiten auf währungspolitischem, steuerlichem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet fuhr Bouis- son fort: Die 14. Legislaturperiode wird in einer gekläneren Atmosphäre arbeiten können als die beiden vorhergehenden. Unser parlamentarisches Leben ist von den Beklemmun­gen befreit, die in einem ungeordneten, unruhevollen und des nächsten Tages nicht sicheren Europa infolge einer Reihe von Verpflichtungen aus ihm lasteten, die manchmal bett Slaatskredit zu erschüttern drohten.

Was die vor zehn Jahren wieder französisch gewordene» Departements angeht, so möge die Bevölkerung dieser Gebiete tief davon überzeugt sein, daß die Abgeordnetenkammer ihre Interessen und ihre Empfindungen immer berücksichtige» wird. Aber indem die Bewohner dieser Departements wieder Franzosen geworden sind, sind sie Bürger der Französischen Repllblik geworden, und die Französische Republik wird ent­sprechend dem Willen ihrer Gründer stets ihre Einheit und Unteilbarkeit bekunden

Hierauf nahm Poincarè das Wort, der sich zunächst mit innenpolitischen Fragen beschäftigte. Er wandte sich hierbei besonders gegen die großen Verbände, die sich in die Führung der Politik cinzumischen versuchten.

pomcare uöer die Friedensöertrüge.

$m weiteren Verlauf seiner Ausführungen kam PoincarL auf die Außenpolitik Frankreichs zu spreche«. Der Minister­präsident betonte dabei, daß Frankreich in einem noch un* ruhigen Europa seine Grenzen schützen müsse. Er versicherte dabei, daß Frankreich von friedlichen Absichten beseelt sei. Nach jedem Konflikt geschehe cs, daß die Sieger den Besiegten die Hand reichten, wenn diese bereit seien, ehrlich die Verträge einzühalten, wenn sie die Erinnerung an die Feindseligkeiten nicht verewigen wollen. Frankreich will keine Gelegenheit vorüber gehen lassen, zu beweisen, daß cs den Lösungen durch Gewalt die Schiedsgerichtslösungèn vorzieht, daß sie zu allen Annäherungen bereit ist, vorausgesetzt, daß kein Hintergedanke einer Revision von Verträgen die Brücke zu freundschaftlichen Beziehungen trübt oder verhindert.

Der Eindruck, den Die Ausführungen Poincarès hinter­ließen, war ziemlich matt. Seine Rede war auch feine oratorische Glanzleistung, die man von ihm sonst gewöhnt ist,