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scheint jeden Werktag. Bezugspreis: monaf- S 2 Mark. Bel Lieferungsbehinüerungen durch Mere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, ^hnsperce usw. erwachsen dem Bezieher keine Sprüche. Verlag Kriedrich Ehrenklau, §ul-a, Mlieö des Vereins Deutscher Zeitunzosrs» ^ Postscheckkonto: KranksurL a. M. ÖE-idoe»

Jj79 1928

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Krlöa- und Haunetal * Zulöaer Kreisblatt Reüaküou and Hesthästsfteüe: Mühlenstraße 1 Zernfprech-Mnsthluß Nr.-S-

Aach-rnck der mH* »«sehen«, RrtiM nur mH Gnevemmgade .ZvlSaer Angetgw'gefkrtteL

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Fulda, Mittwoch, 1. August

5. Jahrgang

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Kleine Zeitung für eilige Leser.

< g.» Bayern ereignete sich wieder ein schweres Lisenbahn- M das 16 Todesopfer und eine Anzahl Schwerverletzter

1 * Der Bayerische Landtag hat den bisherigen Ministerpräsi« Litten Held abermals zum Vorsitzenden des Kabinetts ge«

1 * Auf dem Breslauer Hauptbahnhof sind umfangreiche Siebungen mit entwerteten Fahrkarten aufgedeckt worden.

* gut englischen Kabinett ist eine gewisse Krise eingetreten, L sich Unstimmigkeiten in der Schutzzollsrage ergeben haben, t »As Mexiko wird berichtet, daß der Mörder Obregons ein j mW Geständnis abgelegt und den geflohenen Minister entlastet hat.

wer großes EWihmiigW in Saliern.

Ein Personenzug auf einen Güterzug aufgefahren.

16 Tote und eine Anzahl Schwerverletzte.

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Heue Arbeit für Genf.

I An politischen Sensationen ist dieser Sommer wirk- gliä nicht arm. Und die neueste unter ihnen ist die Mit- Ittihtng des englischen Außenministers Chamberlain lint Unterhaus, daß er mit der französischen Regie- I niitg in der Abrüstungsfrage feit einiger Zeit Besprechun- abgehalten habe und diese Verhandlungen sogar er- Mreich gewesen seien. Chamberlain fügte hinzu, daß er im Begriff sei, den anderen Mächten das Kom- Rfimiß mitzuteilen in der Hoffnung, daß es auch von ten angenommen werden kann, womit ein großes LMemis für die Abrüstung aus dem Wege geräumt sein WM. Es handele sich, in erster Linie dabei um einen lotsen abrüstungsplan; vor der Mitteilung an Mik anderen Mächte sei er aber nicht in der Lage, nähere Millärimgen Über die Vereinbarung abzugeben, und die Wh ernsthafte Debatte dieser Vorschläge werde von dem WbrüstMgskomitee des Völkerbundes in Genf vorgenom- kerben.

Es ist ja schon einmal eine Flottenbeschränkungs- WloMiion zwischen den als Seemächte in Betracht kom- * Staaten abgeschlossen worden, aber diese Verein- »amghat mehr oder weniger nur auf dem Papier ge- MÄW,obwohl sie unter den größten Schmerzen geboren I tat. Teils hat man sich einfach nicht daran gehalten, teils Mirdc sie durch künstliche Auslegung umgangen. Die Un* Mälzungen auf dem gesamten Gebiete der Rüstungstechrlik Men heute vieles veralten lassen, was gestern noch M unumstößlich galt. In der Hauptsache beschränkte sich M frühere Baubeschränkungskonvention für Kriegsschiffe Muf, die Zahl der Großkampfschiffe zu begrenzen. Mn darf infolgedessen neugierig sein, welches nun der Mntliche Inhalt der englisch-französischen Vereinbarung Mmag; erst wenn diese bekanntgeworden sind, wird man Wein Urteil darüber bilden können, ob sie eine wirkliche Wüstung oder nur wieder eine Beschränkung in der Zahl Md Art der Neubauten bedeutet. Unwillkürlich denkt man M einen Vorschlag, der nun schon 16 Jahre zurückliegt: Wd während des damaligen deutsch-englischen Gcgen- Whes in der Flottenrüstung auftauchte: es war der Vor- Mag, ein Baujahr sozusagen auszusetzen. Vielleicht schaut W jetzige Vereinbarung ähnlich aus.

I Aber noch gilt es, die anderen Seemächte, also vor Wem Nordamerika und Italien neben Japan Wfür zu gewinnen. Gerade die Vereinigten Staaten haben M kurzem ein Marinebauprogramm angenommen, das Ws ganz offenkundige Ziel im Auge hat, in drei bis fünf Wen die amerikanische Flotte bis zur Stärke der engli- WM zu vermehren. Andererseits sind aber gerade von Washington aus ebenso durch Harding wie durch den jetzi- M Präsidenten Coolidge immer wieder Vorschläge er- Wlgt, die Frage der Abrüstung nicht auf Konferenzen mit ^bestimmten Zielen und widerstreitendsten Machtinter- Wm anzupacken, sondern sich zunächst einmal zwischen- Wilich über das leichter zu bewältigende Thema der See- Wnistung zu unterhalten. Das ist ebenso wie bei @ng= IM so auch bei Frankreich immer auf Widerspruch ge- |Ren.

I In der Genfer Abrüstungskommission trat das ständig W-age und noch im Dezember vergangenen Jahres hat W englische Vertreter in dieser Kommission achselzuckend Iffert, zum mindesten zu verstehen gegeben, daß sich seine Rterung an irgendwelche Beschlüsse der Kommission ge» in der Frage der Seerüstung nicht halten würde. Mo schon darum ist die Mitteilung C h a m b e r l a i n s War eine Sensation, aber doch eine solche, die vorläufig u Zurückhaltung aufzufassen ist, bis man nämlich erst

! "»Nal den Inhalt der Vereinbarung kennt.

L Man hat anderseits aber auch den Eindruck, daß diese i^mandlungen zwischen England und Frankreich eine ge- K.M Gegenaktion gegen die Vorschläge des Kellogg- tes seien, zu dem gerade diese beiden Mächte weit- fk^nde Einschränkungen veranlaßt haben. Denn auffällig i vre außerordentliche Kühle, mit der Camberlain über W; ganzen, Kellogg-Pakt im Unterhause gesprochen hat.

» der Abrüstung habe dieser Pakt überhaupt nichts zu J'.»»» mit besonderer Schärfe stellte der englische Außen- its»! r i»^der. jene Vorbehalte in den Vordergrund, die tz ,Z souveränen Staate die Freiheit überlassen, sein 2 gegen einen Angriff zu verteidigen, und jedem ivnn> . cin das Recht zusprechen, darüber zu entscheiden, eJnc Selbstverteidigung durch den Krieg geboten ist. schloß Chamberlain die Warnung, an den Kellogg- hemÄ große Hoffnungen zu knüpfen: niemand könne er ^ '»wen, welche Rückwirkungen er zeitigen werde, ob aornü großer oder nur von geringer Bedeutung für den bva- E^ der Welt sei.Wenn England sich also Ellen- ini »; l^ wahrt, so ist das und sicherlich nicht bloß Eelbsm^ ^ Konservativen eine Maßnahme zur ^ritiu^ et^9un9- die durch die geographische Lage des tian h»JI .Weltreiches bedingt wird." Mit Absicht hat ^uain sich nicht näher ausgesprochenz heizn intern

Infolge Bersagens der Weiche ist am Dienstag nach­mittag der Nerfonenzug 911 bei Dinkelscherben auf einen in der Station haltenden Güterzug aufgefahren. Die Lo­komotive und drei Wagen des Personenzuges wurden in­einandergeschoben.

Es handelt sich um den beschleunigten Nersonenzig Saarbrücken Stuttgart Ulm Augsburg München. Der Güterzug war bei Dinkelscherben auf ein Ueberho- lungsgleis gesetzt worden. Infolge falscher Weichen- stellung ist der beschleunigte Personenzug nicht geradeaus, sondern auf das Ueberholungsgleis gekommen, und da­durch ist dieses neue Unglück entstanden. i

Die Zahl der Toten hat sich inzwischen auf 16 erhöbt, I da in den Krankenhäusern noch einige Schwerverletzte in der vergangenen Nacht gestorben sind.

Nach dem Unglück waren sofort von Augsburg zwei und von Ulm ein Hilfszug an die Unglücksstelle abgegangen.

Weitere Einzelheiten über die Katastrophe.

wtb. Slugsburg, 1. August. Zu der Eisenbahnkatastrophe bei Dinkelscherben ist noch folgendes mitzuteilen: Im Laufe der Nacht ist im Augsburger Krankenhaus ein weiterer Schwerverletzter, der Ehemann Rehm aus Stuttgart gestorben. Don den in der ELterhalle Dinkelscherben liegenden unbe­kannten Toten konnten inzwischen agnosciert werden: der Holzhändler Haller-Stuttgart und Frl., Hölzel, Musikstudie­rende aus Albertshausen bei Heidingsfeld, Bez. Würzburg, 2 Leichen sind noch unerkannt. Im Augsburger Krankenhaus befinden sich zur Zeit noch 28 Verletzte, wovon die Hälfte schwere Verletzungen haben. Im Zusmarshausener Kranken­haus sind noch 2 Schwer- und 3 Leichtverletzte untergebracht. Außerdem haben sich in München 19 Leichtverletzte und ein Schwerverletzter gemeldet, in Buchloe 3 Leichtverletzte. Der im Zusmarshausener Krankenhaus als verstorben gemeldete Johann Fischer aus Miesbach ist identisch mit dem gleichfalls als tot gemeldeten Bergmann Johann Bichel aus Miesbach. Die Zahl der Todesopfer ist daher bis jetzt unverändert 16. Auf der Unglücksstelle sind die Aufräumungsarbeiten so weit fortgeschritten, daß das durchgehende Hauptgleis heute früh um 4.50 Uhr wieder freigeworben ist. Vis heute nachmit­tag hofft man die ganze Strecke wieder frei zu bekommen.

An der Unglücksstelle.

wtb. Augsburg, 31. Juli. Ueber den Hergang des Un­glücks erfahren wir folgendes: Der Zug war bereits von Ulm aus, besonders aber von Stuttgart sehr stark mit Ferien­reisenden, die zum großen Teil Frauen und Kinder bei sich hatten, besetzt, besonders die Wagen 4. Klasse. Nach der Haltestelle Neuoffingen fuhr der Zug in ungefähr 70 km Ge­schwindigkeit. Bei dem Zusammenstoß wurden die Reisen­den durcheinander geworfen und der Zug kam augenblick­lich zum Stillstand. Die Reisenden wurden zum Teil zwischen Gepäckstücken und zersplitterten Holzteilen eingeklemmt. Die Lokomotive hatte sich auf die rechte Seite übergelegt, wäh­rend der Tender aufrecht stehen blieb. Die letzten Güter­wagen bildeten mit der Lokomotive einen Trümmerhaufen, in welchem das Feuer der Lokomotive brannte, aber binnen kurzem von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Der größte Teil der Reifenden blieb auf den Bahnhofsgleisen beim Zug und half den Leichtverletzten. Die Schwerverletzten wur­den alsbald in den Gasthof hinübergetragen, wo in kurzer Zeit mehrere Aerzte tätig waren. In der Umgebung des Bahnhofes spielten sich herzzerreißende Szenen ab. Die 10 aus den Trümmern hervorgeholten Toten weisen furchtbare Verstümmelungen auf. Einem 5jährigen Mädchen war der Kops abgerissen. Die Leichen wurden vorläufig in der Güter- Halle aufgebahrt und mit Tüchern zugedeckt. Außer dem Reichsbahnpräsidenten List von der Reichsbahndirektion Augs­burg waren noch eingetroffen: Regierungsdirektor Dorn von Augsburg, der Sicherungsdezernent, Reichsbahndirektor Höl- lenthal von der Gruppenverwaltung Bayern-München, ferner der Chef der Landespolizei von Augsburg und der Staats­anwaltschaft von Augsburg.

Die Ursache.

wtb.. Augsburg, 31. Juli. Ueber die Ursache des Eisen­bahnunglücks bei der Station Dinkelscherben wird von der Reichsbahndirektion Augsburg unter anderem gemeldet: Es steht fest, daß der Personenzug 911 infolge falscher Weichen­stellung anstatt in das 3. Gleis in das vom Güterzug besetzte

4. Gleis einfuhr. Die falsche Weichenstellung hängt mit dem Umbau eines Stellwerks zusammen. Zur Wahrung _ der Sicherung während des Umbaues wurde dort ein Behelfsstell­werk aufgestellt, durch das die erforderlichen Abhängiakeiten zwischen Weichen und Signal hergestellt werden. Diese Ab­hängigkeiten zeigten insofern eine Lücke, als das Signal für die Einfahrt in Gleis 3 aufgezogen werden konnte, wenn die Eingangsweiche auf Gleis 4 gestellt war. Bei dem verun­glückten Zug 911 hat der Stellwertswärter insofern eine falsche Meldung erstattet, als er die Fahrstraße für diesen ^ug in Gleis 3 hergestellt meldete, obwohl sie noch vom vorher­gehenden Durchgangsgüterzug auf das Gleis 4 eingestellt war. Diese falsche Meldung ist als 1. Ursache des Unglücks anzusehen, das aber nur dadurch eintreten konnte, daß gleichzeitig auch der vorher erwähnte Mangel an den mechanischen Abhängig­keiten gerade bei der Bereitstellung dieser Fahrstraße zum 1. Mal sich zeigte.

Der amtliche Bericht der Neichsbabndirektion Augstmrg-

wtb. Augsburg, 31. Juli. Nach dem amilichen Bericht nber das Eisenbahnunglück bei Dinkelscherben wurden _ e drei letzten Wagen des Güterzuges zerstört. Bei dem Personenzug entgleiste die Lokomotive, der Eilgutwagen sowie 7 Personen­wagen. Einer von diesen wurde zerquetscht, einer geknickt.

Was die Blätter berichten.

Zu dem Eisenbahnunglück in Bayern berichten die Blätter: Jnsolge des Umbaues der Strecke für den elektrischen Betrieb werden die Weichen provisorisch mit der Hand bedient. Der diensttuende Weichenwärter gibt an, die Weiche vorschrifts­mäßig gezogen zu haben, diese habe aber augenscheinlich nicht funktioniert. Der Lokomotivführer soll nach Möglichkeit ge­bremst haben. Der Aufprall erfolgte trotzdem mit ungeheu­rer Wucht. Die letzten, Wagen des Güterzuges wurden voll­kommen zertrümmert. Die unmittelbar hinter der Lokomotive befindlichen modernen Personenwagen blieben unbeschädigt. Die Personenwagen 4. Klasse älterer Bauart in der Mitte des Zuges bilden einen wüsten Trümmerhaufen. Unter den Jnsafien der zerstörten Wagen befinden sich viele Turner, die vom deutschen Turnfest in Köln zurückkehrten. Die Staats­anwaltschaft hat eine eingehende Untersuchung über das Un­glück angestellt.

Unterredung mit dem Neichsbah general- direktor.

Ein Vertreter des Berliner Lokalanzeigers hatte spät abends nach Meldung des Unglücks in Bayern eine Unter­redung mit dem Generaldirektor der deutschen Reichsbahn. Dr. Dorpmüller erklärte, daß die Ursache des Unglücks wahr­scheinlich zunächst auf einen Personalfehler zurückzuführen sei. Eine nicht geringe Rolle spielen jedoch die bayrischen Betriebs­vorschriften, die Dr. Dorpmüller schon in den nächsten Tagen einer Klärung unterziehen werde. Da es sich bei diesenVor­schriften um bayrische Reservatrechte handele, fei_ vorläufig noch abzuwarten, in wie weit man Zugeständnisie an die preußischen Reichsbahnbetriebsvorschriften erreichen werde. Eine volle Angleichung sei zunächst nicht zu erwarten. Im übrigen erklärte Dr. Dorpmüller weiter, dürfe man bei der Häufung der Unglücksfälle in der letzten Zeit nicht die Rolle des Zufalls außer Acht lasten, der nun einmal nicht ganz auszuschalten sei.

Matznahmen Dr. Dorpmüllers.

Berlin, 81. Juli. (MD.) Der Generaldirektor der Deut- fchen Reichsbahngesellschaft hat sofort nach Bekanntwerden die­ses neuen Unfalles in Bayern, um volle Klarheit über die Erün«ve des Unfalles zu schaffen, zusammen mit dem Herrn Reichsverkehrsminister eine Kommission an die Unfallstelle ent­sandt. Zu dieser Kommission gehören die Reichsbahndirektoren Kilp und Stäckel sowie Ministerialrat Dr. Ebeling.

Wie wir hören hören, ist Dr. Dorpmüller entschlosten, in rücksichtsloser Strenge im Interesse der Sicherheit aus der Reichsbahn durchzugreifen. Seine Maßnahmen werden sich er­strecken insbesondere auf das Gebiet des Sicherungswesens, auf bie Vorschriften in der Durchführung des Betriebes und der Arbeitszeit und auf personelle Fragen.

essiert in der Welt ist England durch die Entwicklung, die es als Kolonialreich genommen hat, schließlich einfach überall. . , .

Die Abrüstungskonferenz in Genf war ergebmslos auseinandergegangen: jetzt soll sie neuen Beratungsstoff erhalten. Von dessen Aussehen aber erst wird es abhängen, ob bei der Beratung ein wirklicher Erfolg herauskommt.

*

Die pariser Zusammenkunft.

Der französischc Botschafter in Berlin hat die offizielle Einladung an Dr. Stresemann überbracht, am 27. August zur Unterzeichnung des Kricgsächtungspaktes nach Paris zu kommen. _ .....

In Washington glaubt man, daß Staatssekretär Kellogg keine große Neigung mehr habe, an der Pa­riser Konferenz zur Unterzeichnung des Antikriegspaktes teilzunehmen, nachdem es sich ergeben habe, daß Frank­reich beabsichtige, die Anwesenheit des Staatssekretärs in Paris zur Erörterung der Schulden- und der R e pa­ra t i o n s f r a g e au benutzen. Die Wiederaufrollung solcher Fragen ivärc am Vorabend der Präsidentschafts­wahlen das letzte, was die amerikanische Regierung wünschen könnte.

Der Bayerische Landtag zu dem Unglück.

München, 31. Juli. (WB.) Im Bayerischen Landtag, der am Dienstag nachmittag zu einer Vollsitzung versammelt war und kurz vor dem Abschluß seiner Arbeiten stand, rief die Nachricht von dem Eisenbahnunglück bei Dinkelscherben große Bestürzung hervor. Der Präsident Dr. Königbauer sprach namens des Hauses das Beileid aus und erhielt die Ermäch­tigung, wie bei dem Münchener Eisenbahnunglück auch hier den so schwer Betroffenen das Beileid der Volksvertretung zum Ausdruck zu bringen.

Beileid der bayerischen Staatsregierung.

München, 31. Juli. (WB.) Ministerpräsident Held hat an die Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn- gesellschaft folgendes Beileidstelegramm gerichtet:In die noch herrschende Trauer um die Opfer des Eisenbahnunglücks am Münchener Hauptbahnhof' mischt sich die furchtbare Kunde des neuerlichen erschütternden Unglücks bei Dinkelscherben. Fch spreche der Gruppenverwaltung Bayern hierzu die tief­bewegte Anteilnahme der bayerischen Regierung aus und bitte, allen Angehörigen der Toten und Verletzten das Bei­leid der bäuerischen Staatsregierung zum Ausdruck zu bringen, (gez.) Dr. Held."

An das Reichsverkehrsministerium Berlin ging folgendes Telegramm:Die bayerische Staatsregierung nimmt ernste Anteilnahme an dem neuerlichen erschütternden Eisenbahn­unglück bei Dinkelscherben."