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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Iulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt KedaFtion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ §ernfprech^nsihluß Kr.LS- no^drutf der mit * versehenen Artikel nur mit Tuellenangabe.ZulSaer Fnzeiger'geflattet.
Fulda, Mittwoch, 22. August
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5. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser
,, «„liner Kriminalbehörde gelang es, ein- Inter« f Alscherbande auszuheben, die mit gefälschten Kredit- fei* aller europäischen Länder uni Riesen-
I Rennfahrer SawaN hat bei den Radwelt- I ‘Saften in Budapest den Weltmeistertitel errungen.
. ü niif der Reise nach Paris zur Unterzeichnung de» .^Mastes befindliche amerikanische Staatssekretär I beschlossen, seine anfängliche Absicht, London als UM besuchen, nicht auszuführen.
Sabotage.
^amerikanische Staatssekretär des Auswärtigen,
WM befindet sich auf dem Wege nach Paris. Bei der
WidW auf französischem Boden soll ihm ein feierlicher
Mfiuia bereitet werden. Während der dabei geplanten Mchkèiten soll ihm auch ein Füllfederhalter überreicht der nach den Schilderungen ein Meisterwerk der und würdig sein wird, den Namen Kelloggs unter
Kn Mit ihm angeregten Kriegsächtungspakt zu setzen.
M daraus kann man schließen, daß der Unterzeich- 'Wgsakt in Paris sich besonders feierlich gestalten wird. r,i Zufall will es nun, daß Deutschland an erster Stelle
(fiiicii Namen unter das Dokument setzen wird. Dies Knie man dahin deuten, daß man auf diese Weise die ehren will, die bisher schon am meisten für die Mgsächtung in Form der allgemeinen Abrüstung getan
U Das ist aber ein Fehlschluß. Die Staaten werden in Musischer Sprache aufgeführt. Da Deutschland dabei 6,91“ ansängt, so ist ihm auf diese Weise der Vorzug Ei»! geworden, den es eigentlich auf andere Weise ver- Mhätte.
»über den Wert des Kriegsächtungspaktes sind die »MMN außerordentlich geteilt. Selbst in Amerika,
M Lande, das diese Idee geboren hat, fehlt es nicht an
den, die die Nützlichkeit dieses Paktes sehr skeptisch rteilen. Das beweisen ja die Demonstrationen, die • MW keinen großen Umfang angenommen haben, Glider Abreise von Kellogg ans Newyork eine kleine . im unentwegter Pazifisten gegen den Kellogg-Pakt rag nahm und dabei gleichzeitig Rufe ausstreß, die "Imperialismus der Vereinigten Staaten geißeln soll« Ufr in Mittelamerika und anderen Stellen des ameri-
Kellogg-Pakt ausstreß, die
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dazu de
nen Abrüstung die Wege zu ebnen.
Wschm Kontinents zutage tritt. Aber noch ein anderes
WM ist dazu gekommen, das erkennen läßt, daß man
m von der Wirkung des Paktes nicht allzuviel verspricht.
Mogg und Herr Chamberlain haben noch vor der Kelloggs sehr herzliche Telegramme gewechselt, einmal die Abwesenheit Chamberlains bei der ■'Nennung in Paris bedauert, andererseits die Be- des Paktes als ein Mark st ein auf dem Wsezum allgemeinen Weltfrieden hervor- Wen wird.
I In Washington selbst ist man sehr beunruhigt über ■ Alisch-fr aNzösische Flottenabkom- W -ivse Besorgnis ist um so größer, als bisher nie- ' o Mntlich recht weiß, was darin steht. Wie von |L Seite verbreitet wird, soll es sich nur um Asches Abkommen handeln. Aber auch diese Ei i la”n die entstandenen Sorgen nicht beschwichti- ^^ verstehen, daß die Urheber des Kriegs- 6 in Jv eë gerade nicht angenehm empfinden, wenn Wem» Anblick, wo der erste Schritt zu einer allge- ' getan werden soll, zwei große Seo-
, fein tommen treffen, das doch sicher nicht, mag ' flniimfi i s ^"^ noch so harmlos erscheinen, dazu be* i 8s la.-n s^. Eaemeineu Abrüstung die Wege zu ebnen. ‘ Ä dabei doch nur barum handeln, den augen- t 8intd‘, ^achtbestand der betreffenden Mächte ausrecht- ist deshalb verständlich, wenn Präsiden» MM»Ä beßen Auftrage Kellogg in Paris den Pakt W amerikanischen Presse mitteilen ließ, es Witt,,' 'dn als erforderlich herausgestellt, die Lage Wital' "ntersuchen, ob nicht die gemeinsamen See- und Frankreichs Amerika in eine I H - Position drängen würden.
E^k^ang, der sich hier abspielt, ist nicht ganz Mit'Nilick^u ..^or einiger Zeit wurde die deutsche ■eit > über erregt, daß Engländer und Fran- M«w^^ulande gemeinsam Manöver ab« ■lifeben S,. ^an hat sowohl in französischen wie in Kruttia kJ.Ä^"^^^über sehr erstaunt getan, daß eine
Maßregel in Deutschland so falsch auf* aber »n^"?^^lche Aufregung verursachte. Man ■ ^ ^^dr, daß ja der Locarnoverttag vorliegt, M «n die L ln gewisser Weise dem Kriegsächtungs. der zu stellen ist. Auch L o c a r n o v e r. kft'tuiig "^"ng einer allgemeinen Av- kMzeit KrioJ' E n. Die europäischen Mächte, die » 'Asbest benrAf96 ut,tt ^>^ben, schienen endgültig das haben. Hätte sich das bewahr- Dechen auch das Ende der Entente cordiai« W^^tschlan:-, °“n^ Frankreich eingetreten. Man hatte als a l p' i ^â^" h.u^ Heb sicher dieses Bündnis W ersahren miZ ™ e J1 ^ 9 e n Freund ausgenommen. 1*^daß bie InmarrT61 unvorsichtigen gegnerischen das weiters m^r? ^-englischen Manöver im Rhein. W.^aEinvernebm<>»^hau des englisch-französischen Herz- I ^ßfl^att ZfJ^ sollten. In Paris wird der It^^nÄ^ Frankreich und England Ulai>^r°?^rabkoimiis»^lvissermaßen gleich zu Anfang durch Wc,d^!A°englisch->n ^^^h^ Geist spricht aus bc" ^llen von R^°növern. Man verlangt in I Vn«ttbe*eia^ alles, ohne aber selbst I ^ ^Setten Vorteilen das geringste Preisgaben
Amerikas Wink nach Rußland
Kellogg meldet London.
Rußlands Beteiligung am Kriegsächtungspakt.
„ man sich in London noch immer verwundert stellt über den deutlichen Beweis des Unwillens, der aus Amerika infolge des so geheimnisvoll betriebenen englisch- französischen Flottenabkommens kommt, das die Vereinigten Staaten vorläufig als gegen sich gerichtet auf* fassen, müssen die Engländer allmählich erkennen, daß sie ^ine glückliche Hand bei ihrem Kunststück gehabt haben. Der Vater des jetzt zu unterzeichnenden Friedcnspaktes, der sich auf der Reise nach Europa befinbenbe Staats- sekretâr Kellogg, hat beschlossen, seine anfängliche Absicht nicht auszuführen, in London Zwischenstation zu machen. Er wird lediglich in Irland an Land und ^anmdirekt nach Paris gehen. Diese unverkennbare Geste schließt sich den aus Washington kommenden Nachrichten über die gewandelte Haltung der Vereinigten Staaten gegen Rußland in bezug auf den Kricgsächtungspakt sinn* gcMaß an.
Im Washingtoner Staatsdepartement wurde erklärt, daß die Staaten, die bisher am Kellogg-Pakt nicht beteiligt sind, zwar erst nach der Pariser Unterzeichnung durch die 15 ursprünglichen Signatarmächte, aber schon vor dem Inkrafttreten des Vertrages dem Pakt beitreten könnten. Sobald also die Ratifikations- urkunden der 15 Mächte in Washington deponiert seien, könnten auch die inzivischen neu beigetretenen Staaten gleichzeitig Mitglieder der Kriegsächtungskonvention werden. Da somit der Vertrag für alle im gleichen Augenblick in Kraft tritt, so nimmt man an, daß die Vorwürfe wegen der Nichtzuziebung weiterer Staaten zum Akt der Unterzeichnung hinfällig sind. Nach dieser Erklärung kann also
Rußland Miigiied der AniikrèeüSvereinigung werden, sobald es will, und seine Volkskommissare hätten keine Veranlassung mehr, sich über Ausschluß oder Zurücksetzung zu beklagen, wie es kürzlich mit Hinweis auf Mangel an wirklichem Willen zur Kriegsächtung geschah. Wenn die Washingtoner Meldung vorsichtig hinzufügt, die Einwilligung zur Beteiligung Rußlands habe nichts mit der Anerkennung der Sowjciregicrung zu tun, so ist das zwar eine diplomatische Reservation, ändert aber nichts an der Tatsache, daß man der bekannten Abneigung Englands gegenüber Rußland einen kräftigen Stoß versetzt. *
pariser VorLesung Dr. Beckers.
Der preußische Kultusminister in der Sorbonne.
Der preußische Unterrichtsminister Dr. Becker wrrd, Wte das Pariser Blatt „Oeuvre" meldet, Ende dieses Jahres im Anschluß an die Orientalistentagung in Ox- ford auf Einladung des französischen Unterrichts- Ministers Herriot Paris einen Besuch abstatten.
Dr. Becker soll beabsichtigen, an der Sorbonne, der Pariser Universität, einen Vortrag zu halten. In einer Unterredung mit dem französischen Pressevertreter in Berlin trat Dr. Becker für eine immer engere
Segen Zersplitterung der Krankenkassen.
Kundgebung in Königsberg.
Die diesjährige Haupwcrsainmlung des Zentralverbandes
Krankenkassen Deutschlands wurde am Sonntag vormittag durch den ersten' Vorsitzenden, Reichstagsabgeordneten B e h - r-n S eröffnet Der Geschäftsführer des Gesamtverbandes, K w u l t e - Berlin, erstattete den Geschäftsbericht des vor* ssassenen Jahres. Danach waren Ende 1927 dem Verbände Krankenkassen mit rund 3136 OOO Versicherten ange- seblossen Schulte erklärte, die Verwaltungskosten seien als normal zu bezeichnen In der Kassenarztfrage bestehe die ^osfnuna daß es zu einer friedlichen Verständigung komme. Am SÄlub wandte ücb der Redner gegen die Raffern
Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland ein, wozu besonders ein stärkerer Schüler- und Studentenaustausch beitragen könne. Den Anschluß Oster» Reichs an Deutschland sieht der Minister, dem Bericht zufolge, als eine reine Formalität an, die, einmal vollzogen, ei.wn seit langem bestehenden Zustand der Einheit regeln würde. Diese Regelung werde in nichts die deutsch- französische Verständigung bedrohen. Frankreich könne und tnüsse nach wie vor zu Deutschland Vertrauen haben.
Hier wird der Kellogg-patt unterzeichnet.
Inmitten des langgestreckten Gebäudes des franzö- sischen Außenministeriums am Quai d'Orsay, das 1848 er* baut wurde, liegt der „Uhrensaal", in dem die Unterzeichnung des Kellogg-Paktes unter außerordentlichem Gepränge stattfinden soll. Der prunkvolle Raum, in dem einst die Mitglieder der Versailler Friedenskonferenz ihre Beratungen abhielten, ist ganz in Rot aebalten. Ein
schwerer'roter Teppich, rotseidene Tapeten geben ihm sein Gepräge. Vier gewaltige Bronzekronleuchter hängen in den vier Ecken; goldglanzende Stuckatur im Stile des Zweiten Kaiserreiches schmückt die Wände und die Decken. Auf dem Kamin, den eine schöne alte Uhr ziert, sitzt die Marmorgestalt einer Jungfrau mit einer Fackel, das Sinnbild der Französischen Republik. Zu ihren Füßen stehen, in Hufeisenform angeordnet, die dunkelgrün bezogenen Tische, an denen die Minister, begleitet von ihren Pariser Botschaftern und heimatlichen Rataebern Matz
ten.
nehmen werden. Die andere pa«,ie des Saales, in der etwa 100 Personell Platz haben dürften, ist für die Presse bestimmt, die sich gleichzeitig durch die acht großen Flügeltüren von den Vorgängen im Saal überzeugen kann. Fünf große Fenster bieten Aussicht über den Garten hinweg auf •nie vorbeifließende Seine. Zu dem Uhrensaal führen mehrere kleinere Säle, gleichfalls alle in Rot gehalten. Eine mächtige Eifentür führt in das Arbeitszimmer d?s französischen Außenministers, dem geschmackvollsten Raum am Quai d'Orsay. Die Wände sind mit Heller Eiche bekleidet. Wundervolle Gobelins in leuchtenden Farben zeigen historische Vorgänge aus der Geschich- der französischen Könige.
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Ein historischer Füllfederhalter.
Staatssekretär Kellogg wird am Donnerstag beim Betreten europäischen Bodens vom Bürgermeister von Le -Havre begrüßt werden, der ihm im Namen der Stadt einen goldenen Füllfederhalter überreichen wird. Das Zier- muster des Füllhalters weist Olivenzweige auf, das Wappen von Le Havre, das amerikanische Sternenbanner. Es sind folgende Worte eingraviert: Die Stadt Le Havre dem großen Förderer des Friedens Staatssekretär Kellogg August 1928. Der Bürgermeister wird den Wunsch aussprechen, daß der Kriegsverzichtpakt von den Vertretern der beteiligten Nationen mit diesem Füllfederhalter unterzeichnet wird. Der Federhalter trägt noch die Inschrift: „Si vis pacem, para pacem" — Willst du den Frleden, so arbeite für ibn.
zersplttterung, der unbedingt Einhalt getan werden muge. Oberbürgermeister Dr. Luppe-Nürnberg sprach über „Nationalisierung der Sozialverisicherung", wobei er ausfühlich auf
Ersparnismöglichkeiten bei den Krankenkassen
einging. Dann untersuchte er die Frage, ob man in Deutschland den Versicherungszwang beseitigen solle, und kam dabei zu dem Ergebnis, daß die Zwangsversicherung eine Errungenschaft sei, sie nicht in Frage gestellt werden dürfe. Zu wün« scheit sei aber eine stärkere Zusammenfassung für die gleichartigen Teile der verschiedenen Versicherungszweige. Die vielen Betriebs' und Jnnungskrankenkaffen müßten beseitigt werden. Zum Schluß wünschte Llippe die Aufhebung mancher unnötigen Kontrolle der Selbswerwaltung auch in der Sozialversicherung.