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. j seöen Werktag. Bezugspreis: monat- -mark Bei Lieferungsbehènöerungen durch Gewalten", Streiks, Aussperrungen, usw. erwachsen dem Bezieher keine â Verlag Zriedrich Ehrenklau, §ulüa, Srf ö^ Vereins Deutscher Zeitungsver- cr Postscheckkonto: Zrankfurt a. M. nr.i6ooo

^4-1928

Uderkonferenz in Berlin 2. Sktober

Zeraiungen über Genf.

Einberufung des Auswärtigen Ausschusses.

Meniiber der Besorgnis, daß durch inoffizielle Ver- 1^1, in Genf der Reichstag vor vollendete Tat- Bestellt werdet! könnte, ist zu sagen, daß, wenn über- 8 solche inoffiziellen Besprechungen stattfinden, sie ^èinfluß aus den Gang der wirklichen Verhand- nehmen können. Abgesehen von den Sitzungen Ätzchslabinetts werden die Minister- und StaatS- âân am 2. Oktober zur Information über die Verhandlungen zusammentreten und am Tage 2 flnt 3. Oktober, der Auswärtige Ausschuß deS «tweS.

" L her Tagesordnung sowohl der Länderkonferenz ; täte des Auswärtigen Ausschusses am 3. Oktober die Genfer Angelegenheiten.

tone Aussicht zur Abrüstung.

Teutsche Vorschläge in Genf zurückgewiesen.

^ letzten Beratungen der Abrüstungskommission

in

Maßen keinen Zweifel mehr daran gelassen, daß ernst- - ! Neigung, nun endlich an die im Versailler Vertrag X^ette Abrüstung heranzugehen, nicht v o r h a n - imil Nach längerer Aussprache wurde von allen Mit- ^« der Kommission gegen die Stimme des deutschen »Äinlen ein Entschließungsentwurf angenommen, der . -. irffentlichen an einen französischen Vorschlag an- Ijjtk'ch ^nsdtMlich den Zeitpunkt für den Zusam- j!töer Borbereitruden AöLüstungskommission offen

K jtr Zusammentritt der ersten allgemeinen Ab- lAißlEferenz, die nach dem deutschen Vorschlag noch v-to tagen sollte, wird überhaupt nicht erwähnt.

M Entschließungsentwurf wurde vom deutschen °Ä!MAafen Bernstorfs mit aller Entschiedenheit KM Er erklärte, daß sich Deutschland mit einer der- hau âartenden Behandlung der Abrüstungsfrage i Qerftanben erklären könne. Die endgültige Stel- WWe müsse der deutschen Delegation vorbehalten M Es besteht jedoch kein Zweifel, daß sie sich dem 'ch Bernstorff anschließt. Da Beschlüsse einstimmig M werden müssen, ist die Absicht hervorgetreten, die -Wgte Entschließuitg in Form eines Wunsches zu /«II. ,

Wirtschastsfragen.

, fit Freitagsitzung der Völkerbundversammlung in Genf WM mit der Entgegennahme des von Louchcur-Frankrcich ^beteil Berichts über die Tätigkeit der verschiedenen Zweige ^vnrischaftsorganisakion des Völkerbundes. Der deutsche Migsabgeordnete B r e i < s ch e i d ergriff zu diesem Thema

* Diskussionsreduer das Wort, um die deutsche

Wiener ArbeiLerzeiLung"Mer die^beab- Wizten Kundgebungen in Wiener-Neustadt.

Wien, 32. Sept. DieWiener Arbeit, : eitung" bringt Stelle unter der ÜberschriftAm 7. Oktober M^Muer-Neustadt" Mitteilungen, in denen sie die Be- 51 der Partei darlegt, die Aufmärsche der einzelnen M ^Mrbände nicht nur für den 7. Oktober, sondern auch Ws Jahr int ganzen Bundesgebiet Oesterreich zu ^ie Zeitung teilt mit, daß dieses und andere An- von der Regierung abgelehnt worden seien "»halb nunmehr die Arbeiter als Gegendemonstration Seimatschutzbund am 7. Oktober in Wiener-Neustadt Vortag veranstalten werden, wie Oesterreich noch habe. Die sozialdemokratische Partei wünsche 1 ame.n Zusammenstöße und teile mit, daß alle Vor- ' ^troffen würden, damit die proletarische Disziplin °" werde. Die Parole laute: Am 7. Oktober alle Ar- Wiener Wald nach Wiener-Neustadt! Denkt \ werden es nicht soweit kommen lassen, wir M '^ichismus in Oesterreich nicht groß werden lassen; Nihnif* t ^as ®^ mit, daß die Zentralleitung des Schutzbundes bei den Bundesbahnen 17 Son- Transport des Schutzbundes bestellt habe und « en wegen eines weiteren Transportes von bttt Arbeitern im Gange seien. Insgesamt wird Teilnehmerzahl an der Arbeiterkund-

lt betonn, actcr ^richten, wurde ein kommunistisches Flug- welches die Eisenbahner auffordert, keine iNlutoen vU befördern. Am Dienstag finden weitere M um d Wiener österreichischen Landeshauptmanns "wd Ordnung während der beiden Kund- Oktober sicherzustellen.

W §^ Wahlergebnis in Schweden.

zur1®» 22. Sept. Das vorläufige Endergebnis der

N Kammer stellt sich folgendermaßen: Kon- 1 "''taten an ebunb 27- Liberale 4, Freisinnige 28, So- o fttloten 15 ' Kommunisten 8 Sitze. Die Sozialdemokra- ito-^'iaen cem be' b'c Unabhängigen Freisinnigen 1, die b^ucn 8, der Bauernbund 4 und die Kom- n ®*c Konservativen erhielten insgesamt 000 Stimmen int Jahre 1924. Der Siberab "-" 000 Stimmen gegenüber 190 000 Stim- hif, Steifinnh ^000 Stimmen gegenüber 70 000 Stim- ^'^ 862 000 008 000 gegenüber 229 000, die Sozial- ?^onüLer 735 000, die Kommunisten 1.50 000 °« letzten Wahlen.

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg» Möa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt Ueüaktlon und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernfprech-slnsthluß Hr.9M

NachSrnck ter mit* versehenenArtikel nur mit tpuellenangabe»ZukSaer71 niirigtt'gt pestet

Fulda, Samstag, 22 September

Stellungnahme zu den einzelnen Problemen darzulegen. Dr. Breitscheid betonte: Wird in systematischer Arbeit die Befreiung ^er Wirtschaftsorganisation des Völkerbundes. Der deutsche gemein durchgeführt, so kann sich ganz von selbst auch inter­national eine gewisse Arbeitsteilung, eine Rationalisierung entwickeln. Gelingt es, die Weltwirtschaft international zu organisieren, wird man nicht am Materiellen haftenbleiben dem Austausch der Sachgüter folgt unmittelbar der der ideellen Güter und damit die geistige Annäherung, eine gegenseitige Verständigung, so kann der Völkerbund die feste Grundlage ; schaffen für internationale Verständigung und für den Frieden, i Schließlich wurde die von Loucheur vorgelegte Ent­schließung über die weitere Tätigkeit der Wirtschaflsorganisa- tion des Völkerbundes genehmig!.

Die gestrige geheime Sitzung des Bölkerbundrates.

wtb. Genf, 22. Sept. In der gestrigen geheimen Sitzung des Völkerbundrates wurde die Frage der Herabsetzung der jähr­lichen Ratstagungen von 4 auf 3 auf die Tagesordnung der nächsten Session verschoben.

Das NeÄaktionvkomiLce ändert den

wtb. Genf, 22. rüstungsausschuffes Tötungen den am

Resolutionstext.

Sept. Das Redaktionslommitee des Ab­hat gestern abend nach inständigen Be- Nachmittag zur Debatte gestellten Refolu-

tionstext entsprechend den von deutscher und anderer Seite vorgeschlagenen Anregungen abgeändert. Die endgültige Stel­lungnahme der deutschen Delegation zu diesem neuen Ent­schließungstext ist noch nicht bestimmt.

"Bolop. zur Pariser Reise Zaleskis.

wtb. Paris, 22. September.Volontè" beschäftigt sich Mit dem Zweck der Reise des polnischen Außenministers Zaleski. Das Blatt schreibt: die polnische Presse veröffentlicht seit eini­gen Tagen für Briand unangenehme Kommentare, der beschul­digt wird, zu den Verhandlungen über die Rheinlandräumung nicht einen Vertreter Warschaus, hinzugezogen zu haben. S.e kündigt an, Zaleski sei nach Paris gekommen, um eine Rolle in der großen endlich eingeleitcten Verhandlung zu fordern. Volonte" schreibt hierzu: Die mit Frankreich befreundeten Polen müssen aufhören, sich über die Art der Politik, die Frank­reich ireibt, eine falsche Vorstellung zu machen. Ihre Tendenz geht dahin, anzunehmen, daß Frankreich nichis ohne sie in Ost­europa tun könne, weil sie Wert darauf legen, ein Frankreich angenehmes Hindernis zwischen ein gefürchtetes Deutschland und ein Rußland zu legen, das von gewisser Seite als Frank­reich feindlich hingestellt wird. Das ist vielleicht die Auffassung des Frankreichs Millerands, aber nicht die des Frankreichs Briands. Die deutsch-französische Annäherung ist uns wenig­stens ebensoviel wert wie die französisch-polnische Freundschaft.

Auch Vizeadmiral Bauer tritt zurück.

Wechsel bei der Nordsee st ation.

Zu dem gleichen Zeitpunkt, zu dem Admiral Zenker aus seinem Amt scheidet, wird auch der Ches der Nordsee­station, Vizeadmiral Bauer, aus dem Marinedienst aus­scheiden.

Vizeadmiral Bauer

Vizeadmiral Bauer ist am 22. Juli 1875 geboren und 1892 in die Marine eingetreten. Er war im Kriege Be­fehlshaber der U-Boote, sein Flaggschiff war der Kreuzer Hamburg". Nach dem Kriege wurde er als Kapitän zur See Oberwerftdirektor der Marinewerft Wilhelmshaven. Am 1. April 1922 wurde er Konteradmiral. Als Admiral Zenker Chef der Marineleitung wurde, übernahm Konter­admiral Bauer die Nordseestation und wurde am 1. Fe- hruar 1925 zum Vizeadmiral ernannt.

Zenkers Abschied.

Nach Beendigung der Herbstflottenverbandsülmnyen, deren letzter Teil unter der Leitung des Chefs der Marule- leitung, Admiral Zenker, stand, traf die deutsche Flotte am Donnerstag vor der Kieler Förde ein. Bevor die Flotte in den Kieler Hafen einlief, wurde eine Parade sämtlicher Schiffe vor dem scheidenden Admiral Zenker ausgeführt. Im Anschluß daran wurde den Besatzungen die Kund- aebuna des Reichspräsidenten an Admiral Zenker besannt# gegeben.. Dsrauf erfolgte die Einfahrt der Schiffe.

Knzeigenpreks: §ür Behörden, Genossenschaf­ten, Danken usw. beträgt öieKleinzeile 030 Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezelle 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk* Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnungsstel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag- und plahvorschelften unverbindlich.

5. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

Zum 2. Oktober sind die Minister- und Staatspräsidenten der Länder zu einer Konferenz nach Berlin eingeladen, um über die Genfer Besprechungen zu verhandeln. Am 3 Oktober versammelt sich der Auswärtige Ausschuß des Reichstages in gleicher Angelegenheit.

* Der frühere Reichskanzler Dr Luther hat erklärt, daß er zu Ende des Jahres sein Mandat als Mitglied des Verwal- lungsrats der Reichsbahn niederlegt.

, * Der seit drei Wochen in Untersuchungshaft befindliche Hugo Stinnes junior wurde gegen Stellung einer Kaution von e'ner Million Mark aus der Haft entlassen.

* Die nächste Fahrt des LuftschiffesGraf Zeppelin" soll nicht vor Dienstag kommender Woche stattsinden. Bei einer seiner Fahrten wird Dr. Eckener voraussichtlich das Saargebiet besuchen.

Abschluß der Schlesienreist

des Reichspräsidenten.

Bevorstehende Fahrt ins Manövergelände.

Der Besuch in Glogau bildete den offiziellen Ab­schluß der Schlesienfahrt des Reichspräsidenten. Hinden­burg suchte in der Stadt, in der er einen Teil seiner Jugendzeit verbracht hat, alle Stätten auf, an die sich für ihn Erinnerungen knüpften; so fuhr er an dem früheren elterlichen Wohnhaus vor, dann an den beiden Schulen (in der einen ist jetzt ein Museum untergebracht), in denen er mehrere Jahre unterrichtet wurde. Während der Rund­fahrt durch die Stadt ließ der Reichspräsident am Denkmal der im Kriege gefallenen Soldaten einen Kranz nieder­legen.

Von Glogau ging die Fahrt nach Fraustadt, wo Hindenburg früher einige Zeit als Hauptmann gestanden hgt. Auch hier, in seiner alten Garnison, wurde der Reichspräsident überaus herzlich empfangen. Nach einer Rundfahrt durch Fraustadt, wo die Bevölkerung in reichem Maße Spalier bildete, erfolgte die Rückkehr nach Glogau, wo im Rathause der offizielle Empfang des Reichspräsidenten durch den Oberbürgermeister Hasse stattfand. Nach einem Abendessen begab sich der Reichs­präsident mit seinem Sonderzug nach Culmikau zu einem Privatbesuch. Von hier dürfte, der Reichspräsident Sonntag nach Görlitz in das Manövergelände fahren.

Eine Rede Woroschilows.

wtb. Moskau, 22. Sept. (Telegraphen-Agentur der Sowjet- Union.) Nach Beendigung der Manöver hielt Volkskommissar Woroschilow im Stadt-Sowjet von Kiel eine Rede, in der er darauf hinwies, daß die Beziehungen der Sowjet-Union zu Ru­mänien und Polen in den letzten Jahren gespannt geblieben seien. Es sei ein recht schwerer Konflikt mit Polen entstanden und nur durch ein System friedlicher Maßnahmen sei es der Sowjet-Regierung gelungen, eine gewisse Entspannung herbri- zuführen. Unter Bezugnahme auf die jüngste Erklärung des wolhynischen Woywoden Jusefski, der eine Lostrennung von Gebieten der Sowjet-Ukraine unter dem Protektorat Polens verlangt habe, betonte Woroschilow, die Sowjet-Ukraine sei be­reits seit jeher das am meisten bevorzugte Objekt agrarischer Gelüste Polens. Das Vorhandensein einer sogenannten ukrai­nischen Regierung auf polnischem Boden, die unzweifelhaft aus der polnischen Staatskasse unterstützt werde, sei ein Zeugnis dafür, daß man in Polen nicht nur Hoffnungen hege, sondern auch diese Hoffnungen zu verwirklichen suche. Der Volkskom­missar stellte darauf fest, daß in den Beziehungen zwischen der Sowjet-Union und Deutschland eine Besserung zu Tage trete und erläuterte sodann die Gründe für den Beitritt der SowiN- Union zum Kellogg-Pakt. Er hob hervor, daß die Sowjet-Re­gierung durch ihren Beitritt einen Beweis für ihren aufruo- tigen Friedenswillen geliefert und jegliche Möglichkeit, mit der Frage einesroten Imperialismus" zu spekulieren, ausgeschal­tet habe. Wenn auch der Pakt einen Krieg nicht abzuwenden vermöge, so läge doch eine gewisse Bedeutung des Paktes für die nächsten Jahre darin, daß er die Möglichkeit einer ouenen Vorbereitung eines Krieges und von Angriffen einschränkt, ^n gewissem Grade sei der Pakt eine moralische Verpflichtung der bürgerlichen Regierungen gegenüber den breiten Maffen. Zu n Scyruß seiner Rede erklärte Woroschilow, daß die Sowjet-Re­gierung sich gezwungen sehe, gewiffe Mittel zur Unterlmltuag des Heeres auszugeben, da sie keine Gewähr dafür babe, daß sie nicht angegriffen werde. Stürmischen Beifall rief die Er­klärung Woroschilows hervor, daß die rote Armee über eine technische Ausrüstung verfüge, die derjenigen der nächsten Nach­barn nicht nachstehe.

Zeppelins" nächste Fahrt.

Wahrscheinlich nach dem Saargebiet.

Die nächste Fahrt des LuftschiffesGraf Zeppelin", die nicht vor Dienstag kommender Woche stattsinden wird, soll als eine Art von Werkstättenslug nur in die nähere Umgebung der Werst führen und in der Hauptsache der Erprobung der Funkanlage dienen. Es werden deshalb wahrscheinlich keine Fahrgäste an Bord sein. Wann die nächste größere Fahrt zur Durchführung kommen wird, ist noch nicht bestimmt, dürfte aber, falls die Werkstättenfahrt das gewünschte Ergebnis hat, an einem der darauffolgen­den Tage vonstatten gehen.

Dr. Eckener hat die Einladung der Saarbrückener Flnghafengesellschast, auf einer seiner Fahrten über Süd- deutschland auch Saarbrücken zu besuchen, angenommen, so daß. voraussichtlich in den nächsten TagenGraf Zep­pelin" über dem Saargebiet erscheinen wird.