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M-aer Anzeiger

^ojM^ Liefen,ngsbehinöenmgen durch Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

Zul-a- und Haunetal Zulöaer Kreisblatt

Siw Ses Vereins Deutscher Zeitungsver. ReSaktton und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernfprech-Rusthlaß Nr. $89

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Kleine Zeitung für eilige Leser.

, nuneit werden Erwägungen angestellt über die Ermäße ^r Bisumgebühren zwischen Deutschland und Frankreich, Umständen soll in absehbarer Zeit das gegenseitige ganz wegfallen.

Organisationen der Kohlcnindustrie haben beschlossen, M «nmuiikohlcn zum Hausgebrauch eine Preiserhöhung ein- M lassen. Der Reichswirtschaftsminister hat aber vor U Weitung seiner Zustimmung noch einige Bedenken er-

amerikanische Note, die sich gegen das französisch-eng- ?'(ottcn!otnprüiniö wendet, ist nunmehr sowohl in London Kn riißriS übergeben worden.

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f Reiche Ernie.

ein wütenden Flammen verzehrt. > Internationale Schiebergesellen. Genfer Flitterwochen.

I Mch allen Berichten, die jetzt vorliegen, dürfen ton tu fein Jahre zum mindesten auf eine gute Mittel­te in Deutschland rechnen. Der Landwirt, ob Libyer oder Bauer, wird seine mühselige Arbeit nicht tot umsonst oder nahezu umsonst getan haben, denn L mich natürlich nicht alle Hoffnungen in Erfüllung Ligen sind, wenn auch die Trockenheit der letzten Wai in manchen Teilen des Reiches noch Schaden ge­st! bat, im großen und ganzen sind Menge und Quali- SP Ernteerträge zufriedenstellend ausgefallen. Zu Mr Zeit mit diesen verhältnismäßig günstigen Fest- Men sind allerdings auch die Getreidepreise ins Ma gekommen, was gerade bei den großen Kredit- «Mch'Am. mit denen die Landwirtschaft immer noch vWn bat, bei ihr sehr schmerzlich ins Gewicht fällt. »Mög man ja, daß in letzter Zeit auf diesem Gebiet Ist« Hilfsmaßnahmen vorbereitet werden, daß auch IMM Banken jetzt die versäumte Pflicht endlich nach- |w äcn. So wird hoffentlich die Landwirtschaft, ganzen Reihe von enttäuschungsreichen, ent» »Men Jahren, wieder besseren Zeiten entgegen-

*

Uche Ernte weiß in unseren Tagen freilich auch der sii allenthalben zu halten. Es macht kaum noch einen Oltigen Eindruck, wenn aus dem Lande der un­

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Duzten Möglichkeiten berichtet wird, daß Tausende von Wenleben entsetzlichen Sturmkatastrophen â Obfer gefallen sind denn kaum hat das Auge des W diese Unglücksbotschaften überflogen, wird sein WM schon wieder für ungezählte Frauen und Kinder J Anspruch genommen, die beim Brand eines Menfbcatvr 3 in der Hauptstadt des spanischen 'Wmches von wütenden Flammen verzehrt oder unter «Nm von Todesängsten gepackter Mitmenschen «Mamvelt wurden. Nicht zu reden von der nn« «NN Zahl tragischer Einzelsälle. in denen mehr oder Wr wertvolle Persönlichkeiten durch Verstrickung in schuld und zuweilen auch unter fataler Mit- *Lnt ^anderer, nicht immer zum Richteramt berufener Zeitgenossen ein vorzeitiges Ende finden, sei hier nur an den traurigen T^ll eines hohen Miiii^beamttn in einer kleinen d. Zischen Landes- der. in einer delikaten Familienangelegenheit '«grelle Licht der Öffentlichkeit gezerrt, keinen ande- W' ^ ^us furchtbarer Bloßstellung fand, als an sich L verdientes oder unverdientes Strafgerickn k Immer wieder müssen wir aus solchen und Vorfällen erkennen, wie schwankend die morali- ^'uindlagen unseres ganzen Gescllschaitslebens gc* es ,n\ Heute wird der Erbe eines Mannes, der L, ^""ügen Jahren als einer der ersten Wirtschafts- !^ ." Deutschland anerkannt war, unter schimpflichen Haft genommen und morgen muß ein Au- Jne$ Reichsministeriums vom Amt suspendiert yman nicht sicher ist, ob er nicht bei Riesen- die von Inländern und Ausländern gegen ,^ w unternommen wurden, hilfreiche Hand geleistet Erntezeit für internationale Schieberqesclleu 1,1 Ablauf der Jnflationsjahre wirklich noch sein; wer seinDing zu drehen" versteht, Hb w t-B^ heute noch recht lohnende Beschäftigung, """^e dabei ist, daß auf diese Weise immer Eliten durch schlechte Beispiele aufs neue ber«

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Neue Ernteertrag hat auch die eben abge- k.,neunte Tagung der V ö l k e r b u n d v e r - m^?wcht allerdings nicht für diejenigen, Mara»,^, "d"nd den Anbruch einer glückverheißend Oii. die sur die geplagte Menschheit erwarteten. ,"uochen der Genfer Hochzeitsgesellschaft . deutsch ^m^en und auch der nachträgliche Anschluß 1L ^ner§ hat den Reiz der Neuheit schon W teinc (Sus1 Jahren gründlich eingebüßt. Bisher hat ^so allann - "^speriodc des Völkerbundes einen Zu- und so offen eingestandener Verärge- Rtitttb tainJ wie diese. Nicht nur in Europa, son- d^NtCnnN ln der Neuen Welt, in Washington, wo g e sich beeilt hat, den Geist des neuen l^ in einer von deut- kr^ .^utrnstung eingegebenen Note scharf zu Lt ^er au uicht weniger in Buenos Aires, wo -lra a auf die höchst schmeichelhafte Ilm« V1 iensin der vorletzten Sitzung der kt^Neit "wiung den Beitrag für Genf kurzer- |Ä nicht im Gegensatz übrigens zu vielen IW^H flehten Staaten, die sich zu ihren tr^ m^tungen gegenüber dem Völkerbund " Wtf ' Vorbehalt bekannt, sie aber noch niemals

Fulda, Samstag, 29. September

Agrarprobleme

Lebensfragen der Landwirtschaft.

Die Tagung der Deutschen Bauernvereine.

In Berlin fand die Herbsttagung der V e r e i n t_ gung der Deutschen Bauernvereine statt. Zu den Verhandlungen, die unter dem Vorsitz des Prä- sidenten, Reichsministers a. D. Dr. H e r m e s , stattfanden, waren die Vorsitzenden und Vertreter der einzelnen Bauernvereine erschienen. Die Versammlung nahm fol­gende Entschließung an: Die gegenwärtige Krise des deutschen landwirtschaftlichen Genossenschafts­wesens ist in der Hauptsache hervorgerufen durch die Auswirkung der Kriegs- und Inflationszeit, insbesondere durch die notwendige Mitarbeit bei der staatlichen Zwangswirtschaft. Die in dem

Notprogramm für die Rationalisierung des Genossen­schaftswesens

ausgeworfenen 25 Millionen Mark reichen zu diesem Zweck bei weitem nicht aus. Es muß verlangt werden, daß dieser Betrag erheblich erhöht wird, damit der durch die Kriegs- und Nachkriegszeit verhinderte Wiederaufbau alsbald ermöglicht wird. Das Genossenschaftswesen hat sich von unten herauf organisch entwickelt unter Berück-

Reichsminister a. D. Hermes,

der Präsident der Vereinigung Deutscher Bauernvereine.

sichtigung lokaler und weltanschaulicher Eigenarten. Die zum Wiederaufbau des Genossenschaftswesens ausge­worfenen Gelder werden am schnellsten ihrem Verwen­dungszweck zugeführt, wenn sie an die einzelnen Ge­nossenschaftsverbände gemäß ihrer Bedeutung verteilt werden. Bei dem Verteilungsschlüssel ist die Stärke und Bedeutung der Verbandskassen zu berücksichtigen. Den Genossenschaftsverbänden sind für die Verwendung der Gelder Richtlinien zu geben.

Zur Frage des Schutzzolles

wurde folgende Entschließung angenommen:Die Ver­einigung fordert angesichts des für die Arbeit des Bauern unzureichenden Getreidepreises die Reichsregierung auf, von ihrer Ermächtigung, die Getreidezölle (1,50 Mark für Weizen, 1,00 Mark für Roggen und Hafer je Doppel­zentner) zu erhöhen, sofort Gebrauch zu machen."

*

Im Vordergrund der Verhandlungen der Vereini­gung stand ein Bericht des Landesökonomierats Dr. Heim überGegenwärtige Fragen des landwirtschaft­lichen Genossenschaftswesens". Auf Grund der Ausführungen wurde die oben angegebene Resolution gefaßt.

über das Problem der

Verbesserung des Acker- und WiesenbodenS

führte Professor Dr. S ch l i t t e n b a u e r u. a. folgendes aus:

In Deutschland ist die Ernte der grundsätzlichen Gegner des Völkerbundes noch niemals so groß gewesen wie nach diesem Abschluß in Genf. Darüber gibt es dies­mal gar keinen Streit. Macht doch der Reichskanzler selber aus der tiefen Enttäuschung über seine ersten Er­fahrungen auf dem Boden dieser internationalen Ver­sammlung kein Hehl. Erlaubte sich doch schließlich, nl^ ob es nötig gewesen wäre, unmittelbar vor dem Ans- einandergehen noch den Punkt aufs i zu setzen, der pol­nische Delegierte in der Frage der deutschen Mmderheits- schule in Oberschlesien dem Staatssekretär von Schubert gegenüber ein Auftreten, das bis dicht an die Grenze des Erlaubten heranging, wenn es sie nicht schon gar über­schritt. Nein, die Gegner des Völkerbundes können dies­mal mehr als zufrieden sein. Dr. Sy. j

Gras geppelin" aus der Rücksahrt.

Das Luftschiff das von München aus Kurs nach Rosen­heim auf Kufstein-Salzburg nahm, überflog Traunstein und berührte in zwei Kilometer Entfernung Bad Rei- chcnhall. Es fuhr dann nach Salzburg, das es in großer Schleife überflog, und wendete sich wieder, kchrt- machend. in nördlicher Richtung. Es flog entlang der bar)eri ch-österreichischen Grenze, passierte nach Ueversüe-

Razelgenprels: §âr Vehör-en, Genosienschsf- ten,Banken usw. beträgt die Kleinzeile 030 Mk., für anAvürtige Rustraggeber 0.25 M., für öle Reklamezeile 0.$>0 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk* Reklamezeile 0/0 Mark Bei Rechnungsstel» lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag. und piatzvvrschrksten unverbindlich.

5. Jahrgang

In der Industrie ist es eine Selbstverständlichkeit, daß die Maschine so beschaffen ist, daß sie mit der geringsten Arbeits­leistung den größten Erfolg erzielt. Die wichtigste Maschine in der landwirtschaftlichen Erzeugung ist Grund und Boden. Die Regelung des Grundwasserhaushalts der kranken Flächen würde folgende Nutzeffekte ergeben: gewaltige Verbreiterung der Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes; Verminderung des Defizits der passiven Handelsbilanz um rund 3 Milliarden; Vernichtung der Seuchenherde für Pflanzen und Tiere und damit Erhalturm eines jährlichen Wertes, der sicherlich mehr als eine halbe Milliarde ausmacht; Verhinderung der nutzlosen Verschleuderung von Dünger zur Düngung von Unkraut, ein Verlust, der jährlich auf einige hundert Millionen berechnet werden darf; gewaltige Entlastung der unproduktiven Er- Werbslosenfürsorge. Darum ist es gerechtfertigt, daß öffent­liche Mittel, ähnlich wie bei unseren Nachbarländern, in weit­gehendem Maße bcreitaestellt werden für eine systematische Wiedergesundmachung des kranken deutschen Acker- und Wiesenbodens.

ÜberDeutschland unter dem Dawes-Plan" sprach Dr. Rudolf Lerch vom Deutschen Forschungsinstitut für Agrar- und Siedlungswesen, Abteilung Berlin, im Rahmen eines Vortrages über das gleichlautende neueste Wer! Max Serinas, des bekannten Berliner Nationalökonomen.

Über wichtige Fragen der

zukünftigen deutschen Handelspolitik sprach Dr. Wild, der u a. folgendes ausführte: Der gegen- wärlige Zolltarif läuft mit Beginn des Jahres 1930 ab und die nächsten Jahre werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch Großkampfjahre um den endgültigen Zolltarif werden Der Wahlspruch darf nicht heißen: Zollschutz oder Qualitäts­erzeugung, sondern er muß heißen: Zollschutz zur Qualitäts­erzeugung. Falsch wäre es jedoch, bei ausreichenden Zöllen für die bäuerlichen Veredelungsprodukte die Zölle für Roh­produkte Getreide, Kartoffeln zu vernachlässigen Ge­treide- und Viehzölle sind als Schlüsselzölle anzusehen, deren Abbröckelung jeglichen Zollschutz auf andere Erzeugnisse der Landwirtschaft durchbrechen müßte.

Dr.Jacobs behandelte sodann dieReformvorschläge zur Änderung des geltenden Steuersystems

und führte u. a. aus: Die Unhaltbarkeit des jetzigen Zustandes ergebe sich daraus, paß der Bauer, wie auch Teile des Klein­gewerbes. mit vorkapitalistischer Gesinnung in eine kapita­listische Wirtschaft hineingestellt sei und genau so wie diese be- bandelt werde. Steier Tatsache suche man zwar in einzelnen Steuergesetzen gerecht zu werden, es fehle aber die Berück­sichtigung der obersten Steuergrundsätze im gesamten Steuer­system.

Im Rahmen der Tagung sprach eine Abordnung des Bayerischen christlichen Bauernvereins beim Ernährungs­minister Dietrich vor. In der Aussprache wurden viele Anregungen gegeben und manche Meinungsverschiedenheiten geklärt. Der allgemeine Eindruck kann dahin festgestellt werden, daß der Reichsminister die schwere Lage der Landwirtschaft kennt und auch den festen Willen hat, von sich aus zu tun, was notwenw" ist.

Gefährliche Fuiiergsrste.

Seit der ersten Septemberwoche ist in verschiedenen Dampfern amerikanische Futtergerste eingeführt worden. Bei der Verfütterung an Schweine sind vielfach gesund­heitliche Schäden im Tierbestand eingetreten. Die Reichs­

regierung hat sich daher gezwungen gesehen, mit Zustim­mung des Reichsrats gewisse Maßnahmen zur Unter- suchung der aus den Vereinigten Staaten von Amerika zur Einfuhr gelangenden Gerste mit Wirkung vom 1. Ok­tober ab anzuordnen.

über die eigentliche Krankheitsursache der Gerste sind wissenschaftliche Untersuchungen eingeleitet. Von ihrem Ergebnis wird es zum Teil abhängen, wie lange diese

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einstweiligen Sicherungsmaßnahmen in Kraft bleiben sollen. Vorerst ist die Geltungsdauer der Verordnung bis zum 15. November bemessen. Von dem Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen wird es auch ab­hängen, ob und welche Möglichkeiten etwa bestehen, die Gerste durch geeignete Behandlung für ihren eigentlichen Verwendungszweck oder für sonstige Zwecke wieder ge­brauchsfähig zu machen. Es sei ausdrücklich darauf hin- gewiesen, daß es sich nicht etwa um ein allgemeines Ein­fuhrverbot für amerikanische Gerste handelt, sondern ledig- lich nm eine K o n t r o l l m a ß n a h m e.

gung von Neuötting die Stadt Mühldorf und flog in nord­westlicher Richtung weiter. Nachdem es Augsburg überflogen hatte, landete das Luftschiff wieder in Fried­richshafen, der ursprünglich geplante Flug nach Wien mutzte wegen des schlechten Wetters aufgegeben werden. Das B l a u g a s, das als neues Antriebsmittcl neben dem Benzin auf dieser Fahrt verwendet wurde, hat sich ausgezeichnet bewährt.

Das Vlaugas funktioniert.

Friedrichshafen. Von Bord des Luftschiffes würd«

BlaugaS funktioniert ausge<

Blaugas und umgetchn Gasleitung zu den Mo<

solgcndcr Funkspruch gesandt: zeichnet. Übergang von Benzin zu unincrklich und ohne jede Störung.

toren ebenso wirksam Eckener.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" hat auf seiner vierten Fahrt etwa 950 Kilometer durchflogen. Die Fahrt hat bc> wiesen, daß das Luftschiff keinSchönwcttcrschiff" ist, sondern sich auch bei schlechtem Wetter durchaus bewährt und daß das vielumstrittene Blaugas allen Erwartungen, die die Luftschiff­werft Friedrichshafen darauf setzte, durchaus entspricht.

Gedenket des Roten Kreuzes am Rotkreuztag 1928.