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1928
^ulva, Dienstag, 2 Oktober
11?«IW1
5. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser
sabinettssitzung, die am Montag gegen Abend in \®XXnb beschäftigte 'sich ausführlich auf Grund der itflm Reichskanzlers Müller und des Staatssekretärs NX; mit den in Genf angeschnittenen Problemen der iâLdräumung und der Schuldenregelung.
• Quftfchtff „Gras Zeppelin" wird Dienstag in Berlin M Ä und beabsichtigt, über dem Palais des Reichspräsi«
X seinen 81. Geburtstag feiert, eine Schleife zu E'niib Blumen abzuwersen.
- selt Seeschiffswerften an der Ost- und an der Nord« I nroKcr von den Gewerkschaften anbefohlener Streik M^browen, an dem sich über 50 000 Werftarbeiter beteiligen. En arößeren politischen Zusammenstößen kam es in Geest« Mâi Hamburg zwischen Kommunisten und Reichsbanner» ^enio in Berlin zwischen Nationalsozialisten und Rom- KL zn beiden Fallen gab es zahlreiche Verletzte. In M acht wurde ein Mann getötet.
Die große Deutschlandfahrt.
„Graf ZtWkA" MtMertHiodeMrg?
wtb. Friedrichshafen, 2. Oktober. (Vbm Sonderberichterstatter des W. T. V.). Der Graf Zeppelin ist heute früh 7 Uhr 5 Minuten bei wundervollem Herbstwetter zu seiner großen Deutschlandfahrt gestartet.
Eine Graf-Zeppelin-Gedenkmünze.
er, dar. II, 1423. reit seit ui: Aei i läinmtr j gefußt, mästete 50-53, i 52 bis 32-40, 38-44; । »-K: i 42-48, 70-73,
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28.9. 14,51 14,5 KM
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I Rann gegen Mann.
I zn Berlin hat es einmal einen Polizeipräsidenten ge« Ebeffen Mahnung: „Die Straße gehört dem Verkehr! WMne Neugierige!" zu einer Art historischer Berühmt- t geflügelten Wort geworden ist. So mancher M-chrüsident von heute mag mit einem gewissen Neid, Kitbeftiger Sehnsucht an dieses Wort zurückdenken, hinter a»ch die Macht stand, das darin Gesagte durchzu- Allzuoft gehört jetzt die Straße irgendwelchen, «EM politischen Demonstrationszügen und der daran WA'âiligte Staatsbürger nimmt es mit einer gewissen Mtziân in Kauf, durch solche Demonstrationen bis- WMiecht erheblich behindert zu werden. Wobei er sich die ketzerische Frage vorlegt, ivelchen praktischen »MW meist politischen Exerzierübungen auf den MAchuigentlich haben.
f M Demonstration auf Gegendemonstration stößt ■ el (8Mei über gegenseitige Beschimpfungen und dro- DWßmWballen nicht hinauskommt, auf der einen ^Ätta^oH! Hoch! Hoch!", auf der anderen mit der- M: Lautstärke das „Nieder! Nieder! Nieder!" ertönt, kn mag der Staat, der in sich gefestigt dasteht und vor Li über die notwendige Macht verfügt, dergleichen Wdemonstrationen dulden. Aber was vor dem Ber-
Einer Anregung von Dr Eckener folgend, hat der Münchener Bildhauer Karl Götz eine Münze modelliert zum Andenken an die Taufe des „Z. 127" („Graf Zeppelin"). Die Münze zeigt auf der Vorderseite die Umschrift: „Taufe des „Z. 127" am 90. Geburtstag 8. Juli 1928." Die Rückseite zeigt das Stammwappen der Familie von Zeppelin und die Aufschrift: „Glückab Graf Zeppelin".
9,0-19,4
3,2-23,5
0,3-21,5
0,8-212
di Sportpalast, was vor allem bei den Gemeinderats- Wn in Geesthacht bei Hamburg geschah, ist Schümms. §ter gingen die beiden Seiten mit dem Bewußt- I® auf die Straße, daß es zum Kampf Mann stgenMann kommen wird, ja kommen soll. Die Streite* ist entsprechend groß, freilich so groß wie diesmal, ei jenen beiden politischen Sonntagsvergnügungen, war k seit den Tagen der Nachrevolutionszeil nicht.
, Irgendwie zur Vernunft zu reden, an sie zu appel- m, hat offenbar keinen Zweck mehr. Zahllose Urteile
B! *n über Schuldige bei solchen Zusammenstößen. teil- r, kam W sehr harte Strafen verhängt. Leider ohne jeden Zweckenden Erfolg. Und meist wurden nur die Tistz LW, die bestimmte Weisungen Ausführenden, ge-
wtb. Friedrichshafen, 2. Oktober. (Vom Sonderberichterstatter des W. T. B.). Es ist heute wie zu einer großen Probe zur Amerikafahrt. Ueber dem See und den Bergen liegt noch herbstliches Dämmerlicht. Friedrichshafen ist lebendig. Autos rasen durch die Stadt zur Werft. Arbeiter strömen hinaus. Um 6.30 Uhr schon wird das Luftschiff klar gemacht, sollen Besatzung und Gäste an Bord sein. Alles scheint heute ein bigchen nervös vor der ersten großen Fahrt, die der Graf Zeppelin antritt. An Bord befinden sich die bereits gemeldeten Gäste mit Ausnahme des Reichstagsabgeordneten Kardorff, der durch seinen Sohn und seine Gattin vertreten ist. An Besatzung und Werftangehörigen nehmen etwa 70 Personen teil. Beim Ausfliegen zeigt sich, daß das Luftschiff noch etwas zu schwer ist. Eine Bordluke öffnet sich und unter dem Gelächter der Umstehenden bekommt einer von den Haltemannschaften eine kalte Dusche verabfolgt, wie ein Pudel. Ein Kommando ertönt und langsam gleitet das . Luftschiff aus der Halle hinaus. Wenige Minuten später |
beginnen die Propeller zu rattern und langsam und sicher hebt sich der sichtbare Riese in die Luft. Aus seinen großen Flächen liegt die herbstliche Morgensonne. Langsam entschwindet er gegen Norden. Gegen Mittag wird Graf Zeppelin in Berlin sein.
wtb. Ulm, 2. Oktober. Graf Zeppelin passierte punkt 8 Uhr die Stadt Ulm, nachdem er in dem klaren Herbstmorgen schon seit 7.48 sichtbar war. Von der Bevölkerung bejubelt nahm das Luftschiff in nördlicher Fahrt Kurs auf Stuttgart.
wtb. Oettingen, 2. Oktober. Graf Zeppelin hat heute früh 8.30 Uhr unsere Stadt in Richtung Nürnberg passiert.
wtb. Stuttgart, 2. Oktober. Das Luftschiff Graf Zeppelin erschien von Ulm kommend um 8.15 Uhr über dem Bezirk Heidenheim. Von hier wandte sich das Schiff in nordöstlicher Richtung nach Bayern.
wtb. Nürnberg, 2. Oktober. Um 9.08 Uhr näherte sich Graf Zeppelin aus südwestlicher Richtung der Stadtmitte und sauste in flotter Fahrt über Nürnbergs Wahrzeichen, der Hohenzollernburg, hinweg. Die Begeisterung der Menschen ist ungeheuer. Ein Flugzeug vom Flughafen Fürth begleitet das Luftschiff eine Strecke lang. Um 9.17 Uhr verschwand Graf Zeppelin dem Blicken der Nürnberger Bevölkerung im grauen Wolkenmeer. Der Kurs ist auf Bayreuth gerichtet.
wtb. Bamberg, 2. Oktober. Um 10.02 Uhr erschien das Luftschiff Graf Zeppelin über Bamberg, zog eine Schleife und nahm sodann ganz überraschend Kurs nach Westen in Richtung Würzburg.
In Berlin wird der „Graf Zeppelin" etwa um 1 Uhr nachmittags eintreffen und
Glückwünsche zum Geburtstag des Reichspräsidenten abwersen. Sann kommt es darauf an, ob es möglich ist, Ostpreußen mit Königsberg noch bei Tageslicht zu erreichen. Ist das nicht der Fall, so würde der „Graf Zeppelin" über den westlichen Teil der Ostsee gehen und dort übernachten, über die Rückfahrt läßt sich noch nichts sagen, ob West- oder Ostdeutschland berührt wird, es kommt aber nur eines von beiden in Frage. Dr. Eckener will noch abends vor Dunkelheit wieder in Friedrichshafen sein.
Was die Amerikafahrt anlangt, so bleibt es dabei, daß Dr. Eckener unter allen Umständen so bald als möglich fahren will. Das Schiff wird Ende der Woche für die Amerikasahrt klar sein und spätestens Anfang nächster Woche abfahren, wenn die Wetterverhält- nisse es irgendwie gestatten.
intern I begrüß1 jrheit«
m, ab« rte ihn
M, nicht die Drahtzieher, die — die Weisungen natür« "ch gaben, die aber das Pulver anhäuften, die Lunte iA und anzündeten, um dann schnell kn Hintergrund ^chchvinden, die verhetzten Anhänger allein auf der S Essend mit Schlagring, Knüppel und Revolver, schließlich jeder das Recht hat, «auf die Straße zu [Mt demonstrieren. Und es sogar als „Provokation" I (Wen und entsprechend zu behandeln, wenn der poli« Mgner das gleiche Recht für fick' in Anspruch nimmt.
Genfer Bericht vor dem Kabinett
lA ^ darf der Staat denn doch nicht mehr zusehen, es -i-mil Zungen nicht mehr belassen. Wenn politische . AX Hic^t anerkennen wollen, daß den anderen das IX 2 ^t. zusteht, das man für sich selbst in Anspruch stuno ^-polnische Gegensätze vielmehr mit Revolverschüssen / . sollen, dann steht über diesem „Recht" eine
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AX Staatspflicht. Wer mit dem Feuer spielt, "lcht mehr Zetermordio schreien, wenn er sich (3™ verbrennt, wenn nämlich die Staats- durchgreift — was sie tun muß. ^ucht auf etwaiges parlamentarisches Geschrei tA’AXüIiren die Sonntagsereignisse eine denn doch hilii’A ’^ Sprache. Und man vergesse dabei die XXL nicht. Eine rücksichtslos durchgreifende inet Md hierfür die unbedingte Zustimmung haben "^wiegenden Zahl der Bevölkerung hinter diese Vorgänge entsprechend „auszu« Beratung eines Gesetzentwurfes geben, Mn fertiggestellt ist und der Reichsregierung fieh *werden soll: das A u s f ü h r u n g s- ' den, dem r N k e l 4 8 d e r R e i ch s v e r f a s s u n g,
bestimm'-» - ^w.spräsidenten bzw. den Länderregierungen »erben MM.Mn außergewöhnliche Rechte zugesprochen iur man früher den Ansdruck „Verhängung beuten gebrauchte. Die Ministerprä-
’ituneit 7?nder sind ja gerade jetzt nach Berlin ge- ^ten SentL Außenpolitik zu besprechen, die nach den Gebend, m Firnissen eingeschlagen werden soll. Das ^ die dâ.^Esbegehren über den Panzerkreuzerbau K "zeugte Zuspitzung der innenpolitischen Mischen E nuch der Hintergrund für die parier« X SfXM ngsschlachten — dürfte aber auch reich- AN qLl eine eingehende Besprechung über Maß- endlich derartige Vorkommnisse NN« Mem und das politische Wildwestlertum mit C|en von der Straße segen.
Rhemlandräumuug und Schuldenstage.
V e r g l e i ch s - u n d F e st st e l l u n g s k o m m i s s i o n.
Sämtliche in Berlin anwesenden Reichsminister, unter denen Außenminister Dr. Stresemann noch immer infolge seiner Erkrankung fehlt, traten Montag gegen Abend zu einer Sitzung zusammen. An der Beratung, nie vor allem der Rheinlandrâumung und der Regelung der Schulde,lfrage galt, nahmen auch Staatssekretär von Schubert und die bei der deutschen Delegation in Genf tätig gewesenen Ministerialdirektoren Gaus und Köpke teil.
Ausführlichen Bericht über die Genfer Tagung erstattete Staatssekretär von Schubert. Reichskanzler M ü l l e r ergänzte den Bericht durch eine längere Darlegung. Im Vordergründe stand dabei namentlich der in Genf breit behandelte Vorschlag einer „F e st st e l l u n g s- und Vergleichskomm iss ion", zu der Deutschland bekanntlich den Standpunkt vertritt, daß über 1935 hinaus von irgendeiner Ausdehnung der Kontrolle nicht die
au schweren Zusammenstößen kam. In den Nachmittagsstunden wiederholten sich diese Zusammenstöße, wobei auch von der Schußwaffe Gebrauch gemacht wurde. Eine Person wurde «/tötet Außerdem ist eine ganze Reihe Leute schwer und noch mehr leicht verletzt worden. Die Verletzten wurden nach den Krankenhäusern in Bergedorf und Hamburg abtranspor^ tiert ™en Bemühungen der Hamburger Polizei gelang es, endlich die Streitenden zu trennen. Die Wahlhandlung wurae se-tens be« Wahlvorstandes zwischen 5 und 6 Uhr abgebrochen. Zahlreiche Verhaftungen sind vorgenommen worden.
%»!1 deui 50 Verletzte in Geesthacht.
m $ ^ie Snn„ ^ im Hamburger Gebiet fanden am ».M DMwahlen statt. Aus diesem Anlaß hatten i * ^ngxs» .Zchsbannerleute und ebenso viele Rotsronl- L ""b zwischen denen es in den Mittagsstunden
Zusammentritt des preußischen Landtages.
vdz Berlin, 2. Oktober. Der preußische Landtag hat seine Sommerferien beendet und tritt heute zu einer, wenn auch kurzen Plenarsitzung zusammen. Das Haus präsentiert sich sozusagen innerlich und äußerlich zusammen. Innerlich durch das Ausscheiden einiger bekannten Persönlichkeiten, wie des Deutschnationialen Milberg und des Kommunisten Möricke und durch das Wiedererscheinen des Sozialdemokraten Waentig. Aeußerlich durch eine Modernisierung, deren Qualitäten allerdings für den Parlamentbetrieb zumindest noch fraglich sind, nämlich durch die Anbringung von Mikrophonen und Lautsprecher. Rein sachlich wird der Landtag sich zunächst mit kleineren
Rede sein könne. Selbstverständlich hat die Reichsregierung das lebhafteste Interesse an einer endlichen Regelung der Schuldenfrage und an der genauen Feststellung desjenigen, was wir nun noch zahlen sollen. Man legt in Deutschland vor allem großen Wert darauf, daß an den Reparationsberatungen auch Amerika, wenn möglich durch Entsendung eines Sachverständigen, teilnimmt.
Die Länderkonferenz.
Die Kabinettssitzung galt auch der Vorbereitung für die am Dienstag stattfindende, auf Verlangen Bayerns nach Berlin einberusene Konferenz der Staats- und Ministerpräsidenten der Länder und der nachfolgenden Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Reichstages. Die Beschlüsse und Richtlinien des Kabinetts wird Reichskanzler Müller bei beiden Tagungen vortragen.
1 Zu der Dienstagsländerkonferenz sind eingelad^t worden: die präsidierenden Mitglieder der Länderregierungen, die stimmführenden und stellvertretenden Mitglieder des Reichsrats und alle Reichsminister.
Vorlagen zu beschäftigen haben, wenn man absieht von dem Gesetzentwurf, der alle Kommunalwahlen, die Provinziallandtags-, Kreistags- Gemeinde- und Amtsvorsteherwahlen auf einem Wahltage legen und die jetzt fälligen Kommunalwahlen am 2. Dezember durchführen will. Dieses Gesetz steht bereits an der ersten Sitzung zur ersten Lesung auf'der Tagsordnung. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Kommunalwahlen wird das Haus sich schon Ende Oktober für mehrere Wochen vertagen, um Zeit zur Agitation zu geben. Jedoch soll vor Weihnachten noch die erste Lesung des neuen Haushalts beginnen. Wie das Nachrchtenbiiro des V. D. Z. hört, ist bisher noch nicht abzusehen, ob und wann in Preußen offiziell Verhandlungen über die Erweiterung der Regierungskoalition durch Einbeziehung der Deutschen Volkspartei geführt werden. Gegenüber der Auffassung, daß Ministerpräsident Braun sich zur Führung solcher Verhandlungen im Herbst seiner- zet verpachtet habe, wird von den der Regierung nahestehenden Kreisen erklärt, daß Braun damals von einer Regierungserweiterung „zu gegebener Zeit" sprach und daß nur staatspolitische Gründe diesen Termin bestimmen könnten. Zweifellos ist, daß auch politische Bewegungen in dieser Frage eine erhebliche Rolle spielen. Müßte doch, um der Deutschen Volkspartei Platz zu machen, eine der jetzigen Regierungsparteien mindestens auf einen Ministersitz verzichten.