M-aerMzei^ ^ÄÄSSE? Tageblatt für Rhön UN- Vogelsberg ten,Banken usw. beträgt die Kleinzeile O.ZOMk., ^"M^veâ"§cÄÄ ® Zul-a- und Haunetal ♦JUlÖGW ^^E)öblüü Reklamezelle0.^Mk u.^alle andrecToL^ Ansprüche. Verlag J , Reklamezeile O.6O Mark ♦ Bei Rechnungsstel-
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Kleine Zeitung für eilige Leser.
. Tw Deutsche Reichstag beginnt bei Wiederaufnahme seiner «gen mit der Diskussion über die große Aussperrung im
, Jie französische Kabinettsbildung ist vollzogen.
«Ner englische Premierminister Baldwin erklärte, daß die M-englischen Beziehungen niemals so herzlich wie augen- M gewesen seien.
, Krönungsfeierlichkeiten für den jetzigen japanischen Hjrohito haben in Kioto unter großer Prunkentfaltung
Onnen.
I Vermittlung im Eisenkonflikt?
Die Folgen der Aussperrung.
' Das Reichskabinett beschäftigte sich mit der durch den Kltskamvf in der nordwestlichen Eisenindustrie ge- ânen Lage. Der Reichsarbeitsminister wurde beauf. L| die von den Parteien gestellten Interpellationen in iRontaassitzung des Reichstages zu beantworten.
Das Kabinen beschäftigte sich ferner mit den üiisch-polnischen Handelsvertrags. ^Handlungen. Die Beratungen darüber werden gesetzt werden.
Wie verlautet, soll Reichsgerichtspräsident Dr. S i - ,!!s als neutrale Persönlichkeit zwischen den streiten« N Parteien in der Eisenindustrie als Vermittler auf- im Die Verhandlungen sollen bald einsetzen, und man Kei damit, daß der Weg zu einer Verständigung bald tat sei.
j hoffentlich kommt es bald zu einer Beendigung der Werrung. denn schon macht sich der Streik auch in den wandten* Industrien an Rhein und Ruhr bemerkbar. »Usburg können Schiffe mit Stabeisen. Schienen usw. ^Ladung nicht mehr loswerden. Die Erzschiffahrt ist ■yum Erliegen gekommen, da die Erzkähne in Rot- lid liegen bleiben. Es werben Kündigungen auch in «Hisiâhrt befürchtet. Die Vereinigten Stahl- Me haben für ihren Hochofenbetrieb. in Ruhrort sowie ' die Stahsiormgießerei und eine ihrer Walzenstraßen Meiderich Stillegungsantrag aestellt. Diese Betriebe, > insgesamt 1200 Arbeiter beschäftigen, sollen auch nach t Aussperrung nicht wieder in Betrieb genommen wer- n Auch von einigen Kölner Firmen liegen Still- jungsanträge vor.
Essen zahlt Unterstützung.
Die Essener Stadtverordnetenversammlung beschloß, k Ausgesperrten finanziell zu unterstützen. Oberbürger- Her Bracht erklärte, daß er gezwungen sei, den Be« der Stadtverordneten zu beanstanden, da dieser W Gesetzesbestimmungen verstoße. Unbeschadet dieser Nanbung werde die Verwaltung in den nächsten M mit den Auszahlungen der Unterstützungen be- M Es würden zur Erledigung des Auszahlungs- Wstes etwa 25 Schulen geräumt werden müssen.
Die Klage eines ausgesperrten Drehers Schwinv gen das Arbeitsamt Duisburg wegen Arbeitslosen- Wutzung ist vom Ruhrversicherungsamt abgewiesen Mn, da eine Aussperrung als Kampfmaßnahme vor- P mld somit eine Erwerbslosenunterstützung nicht M-M werden dürfe.
t Die lklageüeantivortuug der Gewerkschaften.
fl» der Klagebeantwortung in Sachen des dgeberverbandes für den Bezirk der nordwestlichen W beë Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindu- S Düsseldorf, gegen den Christlichen Metallarbetter- Md, Duisburg, den Deutschen Metallarbeiterverband, L^üd den Gewerkverein deutscher Metallarbeiter W-Wer), Düsseldorf, haben die Bevollmächtigten ,.brei Beklagten beantragt, die Klage kosten« h^t9 abzuweisen. '
die Notstandsarbeiten der Angestellten.
MVerhandlung über den Antrag des Deutschen ^â^ agsgehilfenverbandes: durch einst- . ^ Verfügung dem Arbeitgeberverband Nordwest der «»'„und Stahlindustrie die Heranziehung der kauf- Ä Angestellten zu Notstandsarbeiten im techni- SH-^ °Ä 8U untersagen, ist vom Arbeitsgericht E^f.Termin auf den 14. d. M. angesetzt worden,
Reich und Länder.
Flusse des Versafsungsausschusses. den Verfassungsausschuß der Länderkon- kw Oktober eingesetzten beiden Unterausschüsse bkiner^dem Vorsitz des Reichsministers des Innern ^loik»» Infamen Sitzung zusammen. Die Ausschüsse h zu ^^ütig, zunächst folgende Arbeiten in An- ^ » »eymen:
»d Äer^^euzung der Zuständigkeit zwischen Reich
^ ^iwe^Eânzielle Auseinandersetzung zwischen Reich '^'h^^^^"^âtion der Länder (Landtage, Landes- '^erbijK^ungen), unter besonderer Berücksichtigung !! Eitts ,.?^^^ zwischen Preußen und dem Reich, und - T-r b^^ânder auf das Reich (Reichsrat).
frug bei I^e Ministerpräsident Dr. Held hat in der ^ übe^Merausschüsse der Länderkonferenz Vor- ? Reform ^- die einen ausgearbeiteten Gesetzentwurf '^eu inb»^^^?^âârer Verfassung darstellen. Sie d^erjs^lich überein mit den sieben Richtlinien, bte ^ Ählx MJO^èrnisterpräsident auf der LätiderkonjereMi.
Fulda, Montay, 12 November
Die stlinzöMe KubiikttsbiloAZ lollzszey.
Pgillcarë Wieder MiNsterpriifidellt.
wtb. Paris, 12. November. Gestern abend hat Innenminister Tardieux die endgültige Besetzung des neuen Kabinetts Poincarè mitgeteilt. Es gehören ihm u. a. an:
Ministerprästdium ohne Portefeuille Poincarè,
Finanzminister Ehèron,
Justiz Barthou,
Aeußeres Briand,
Inneres Tardieux,
Krieg Painlèvè,
Marine Leygues, Vonnefous,
Arbeit Loncheur.
Die Ernennungsdekrete für das neue Kabinett unterzeichnet.
Paris, 12. November. Der Präsident der Republik hat gestern abend die Ernennungsdekrete für die Mitglieder des neuen Kabinetts Poincarë unterzeichnet. Ein erster kurzer Ministerrat hat bereits gestern abend im Elyseä stattgefunden. Der erste Kabinettsrat tritt heute zusammen. Am Donnerstag wird das neue Kabinett mit der Regierungserklärung vor das Parlament treten.
Die neuen Unterftae tsf efretäre.
wtb. Paris, 12. November. Die bereits gestern veröffentlichte vorläufige Liste der Unterstaatssekretäre des neuen Kabinetts Poincarè ist nunmehr offiziell genehmigt worden. Zu Unterstaatssekretären sind danach ernannt: Abgeordneten Germain Martin für Postwesen, Abgeordneter Patè für körperliche Ertüchtigung, Abgeordneter Ober- i
Krönung des japanischen Kaisers.
Der Mikado besteigt den Thron.
Große Feierlichkeiten.
, Das Fest der eigentlichen Thronbesteigung des Kaisers Hirohito von Japan begann in Anwesenheit der Mitglieder des kaiserlichen Hauses, des Diplomatischen Korps und zahlreicher Würdenträger unter Beobachtung der alten feierlichen Sitten und Gebräuche mit einer Huldigung an die Sonnengöttin Amaterasu, von der die japanische kaiserliche Familie ihren Ursprung herleitet. Der Kaiser ist zwar tatsächlich schon seit längerer Zeij seinem verstorbenen Vorgänger in der Regierung gefolgt, aber vor dem Ablauf der gebotenen Trauerzeit konnte bv* Thronbesteigungsfeier nicht erfolgen. Vor einigen Tagen hatte sich das Kaiservaar in feierlicher Prozession nach der
Kaiser Hirohito vou Japan.
alten japanischen Krönungsstadt in der Nahe Tokios begeben, wo jeder neue Herrscher die heiligen drei Reichs- paladien: Spiegel, Schwert und Edelsteinkette, feierlich von seinen Ahnen entgegennehmen muß, durch deren Übernahme dann erst seine wirkliche Sanktion als Kaiser von Japan erfolgt.
Der Nachmittag des 10. November brachte die feierliche Krönung vor aller Welt. Bei der Opferung und der Ehrenbezeugung vor den Ahiren am Morgen trugen der Kaiier und die Kaiserin altertümliche Kostüme aus weißem
5. Jahrgang
kirch für Arbeitsfragen und Abgeordneter Francois-Poncet für Unterricht und Kunstpflege.
Bevorstehende Auslandsreise Poincarès.
Paris, 11. Nov. (WB.) Im Hinblick auf die Tatsache, daß Poincare an dem neuen Kabinett außer dem Vorsitz kein Portefeuille übernimmt, wurde der Ministerpräfident beim Verlassen des Finanzministeriums von Pressevertretern gefragt, ob er beabsichtige, Paris zu verlassen und eine Reiss anzutreten. Poincarè antwortete, wie die Agence Havas berichtet, hierauf: „Die Möglichkeit einer Reise braucht nicht ausgeschaltet zu werden". Als die Pressevertreter, um Poincarè zu einer genaueren Auskunft zu veranlassen, gefragt hätten „vielleicht werden Sie nach Berlin fahren?" habe Poincarè eine ausweichende Geste gemacht.
Rumäniens neues Kabinett.
Auflösung des Parlaments.
Dem Führer der National- und Bauernpartei ht Rumänien, Maniu, ist es gelungen, ein neues Kabine t zu bilden. Das neue Kabinett leistete den Eid vor dem Re- gentschaftsrat. Der Staatsanzeiger veröffentlicht den Erlaß zur Auflösung des Parlaments. Die Kammerwahtrn werden auf den 12. und die Senatswahlen auf den 15. Dezember festgesetzt. Das neue Parlament wird am 22. Dezember zusammentreten.
Von den Mitgliedern des neuen Kabinetts sta^u :rn fieber aus Siebenbürgen je einer aus Beßarabien und der Bukowina, die übrigen Minister aus Altrnmänicn.
Brokat ttnb' die zahlreichen japanischen Würdenträger erschienen im Herkömmlichen feier?:^en Hofaewande und in blauen Seidenmänteln. Das Diplomatische siorp' war unter Führung des Dopens des d-ntschen Botschafters Dr. Solf, vollzählig und in großer Gala- uniform erschienen, um durch Anwesenveil h"i b^r religiösen Feier der japanischen Dynastie seine Ehrerbietung zu erweisen.
In der Feftstadt Kioto herrschte großer Jubel und überwältigender Andrang. In Kioto residierte das Kaisertum bevor noch in Westeuropa Karl der Große sich zum Kaiser krönen ließ, seit 794. Die Verlegung der Residenz von Kioto nach Tokio ging ein Jahrtausend später, im Jahre 1868, vor sich. Sie war das Zeichen der Schicksalsentscheiduna, die Japan damals traf, des Überganges vom geistlichen zum weltlichen Kaisertum, aus dem japanischen Mittelalter in bi» westliche Maschinenzeit: der Angleichung an eine fremd« Zivilisation.
Der Weg zur Thronbatte
war mit riesigen seidenen Bannern geschmückt die von turmhohen Masten herunterhingen. In der Mitte der Halle stand ein schwarzer, mit goldenen Svmbolen gezierter Lackthron des Kaisers, seitwärts ein kleinerer für die Kaiserin. Kaiser Hirohito im rotbraunen Brokat- mantel über weißseidenem Unlergewand, gefolgt von seiner Gemahlin, bestieg den Tbron. Er verlas eine Botschaft, worauf der Ministervräsident die Dankadresie vortrug und mit einem dreimaligen „Banzai^ schloß. Die Geschütze der Kriegsschiffe und Festungen feuerten Salutschüsse.
Unter den Feierlichkeiten der nächsten Tage sei^die große Wallfahrt zum ^Momavama-Mausoleumâ erwähnt und die in der Nacht vom 14. zum 15. November stattfindende feierliche Hand- und Fußwaschung. Daran schließen sich die großen Staatsbankette an. Nm 27. November erfolgt der feierliche Einzug in Tokio, wo aroße Truppen- und Flottenparaden sowie eine Lamvionpro- Zession abgehalten werden sollen.
^Leuchtender Friede.^
Kaiser Hirohito, heute 27jährig, hat schon lange vor dem Tode seines kranken Vorgängers, seit 1921, di« Regentschaft geführt. Er hat somit die ereignisreichen Wechselfälle der japanischen Nachkriegspolitik die schweren Schicksalsschläge, wie sie besonders im Erdbebenjahr 1923 das japanische Volk betrafen, schon an der Spitze des Staates erlebt. Gerade in dieser Zett, wenn die Feiern verrauschen, wird die Großmacht Japan der Nachbar des sich erneuernden China, seine Kraft an schweren Aufgaben, vielleicht an Schicksalsentscheidungen zu erproben haben. Hirohito ist der 124. Kaiser auf dem japanischen Tbron. Sein Name bedeutet „Leuchtender Friede". Er folgte seinem am 25. Dezember 1926 verstorbenen Vater jyoshi- Hito. Nach altjapanischer Sitte muß nach dem Tode eines Herrschers erst ein Trauerjahr verstreichen, bevor die Krönung des Nachfolgers stattfindet; die gesamten Zeremonien dauern fast zwei Jahre.