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-rr. 56 - 1930

Fulda, Freitag, 7. März

7. Zayrgang

Endkampf um denNeuen Plan"

MberzvsMmenMdes Reichstags

AuSfitude an d« Haager Abmachu»g«.

Berlin. 6. März.

Der Augenblick, an dem nach schier unendlichen Ver­zögerungen im Reichstag die Beratung der Young-Gesetze beginnen konnte, sand eigentlich ei* ziemlich uninteressiertes Geschlecht, wenigstens im Anfang. Selbst die sonst so getreuen Tribünenbesucher hatten Zurückhaltung geübt. Die Abgeord­neten erschienen sehr allmählich, wobei wir nicht zu sagen wagen, ob dabei der eben überstandene Karneval vielleicht eine verhängnisvolle Rolle spielt.

von den sieben sür die Sache berufenen Berichterstattern gab nur Dr. Hötzlch (Chr.-Rat. ArbeitSgem.) eine Übersicht über das Wirken der Ausschüsse; die anderen Herren ver­zichteten. Der Zentrumsabgeordnete Ulitzka umriß in längerer Darlegung den Standpunkt seiner Partei, das heißt: Bedingte Zustimmung zu den Vorlagen mit Bedenken gegen das Polen­abkommen, Entscheidung erst dann, wenn die Gesundung der Reichsfinanzen gesichert ist.

Dr. Reichert von den Deutschnationalen verwarf von den Beifallskundgebungen seiner Gesinnungsfreunde begleitet, den Young-Plan absolut und ließ dabei wenig gute Seilen an der jetzigen Außenpolitik. Ihm erwiderte ziemlich tempe­ramentvoll Reichsaußenminister Dr. Curtius. Die Rechte geriet während seiner Rede wiederholt in ziemliche Auf­regung, so daß Präsident Löbe eingreifen mußte. Als Löbe den nationalsozialistischen Abgeordneten Stöhr infolge irgend­einer drastischen Bemerkung zur Ordnung rief, fragte Stöhr verwundert zurück: Warum denn? Diese erstaunte Ver­wahrung warf einiger ermunterndes Salz in die fonft nicht gerade sehr pckante TageSsuppe. i«.

Sitzungsbericht.

(185. Sitz«»«.) CB. Berti«, L März.

Für den wiedereröffnet« Reichstag steht auf der TageS- »rdnuna die zweite Berat««- des »esetzextwur- nr über die Haager «bmachuuge», den Aou»-- Plan, und die dazu gehörigen Vereinbarungen. Verbunden damit ist ei* Antrag der Ehristlichnational« ArbeitSgemein- iK â"i Er 1/6 einer Amnest i « bei de? Räumung deS besetzten Gebietes, ferner ein nationalsozialistischer Antrag, die letzten' Reden der ReichSaußenministerS Dr. EurtiuS »ffent- üch anschlagen zu lassen. Zunächst wird eine allgemeine Aus­sprache über sämtliche Vorlagen mit Ausnahme deS' Reichs- bahngesetzeS und der Bankgesetzes eröffnet. Von den sieben bestellten Berichterstatter», spricht nur der Aba. Dr. Hötzsch (Chr.-Nat. ArbeitSgem.). Er berichtet über die gemeinsamen Sitzungen der Auswärtigen Ausschusses und des Haushalts- austchusseS.

AlS erster Redner eröffnet

die Aussprache

Abg. Ulitzka (Z.). Er äußert Enttäuschung über die letzten Ergebnisse der Haager Vereinbarungen. Diese Enttäuschun­gen seien nicht unserer Delegation zur Last zu legen, sondern vielmehr dem Abgrund von Mißtrauen, das sich noch immer Mischen den ehemaligen Kriegsgegnern zeige. Der Aoung- Plan bringt nicht die Befreiung; er ist nur eine

neue Etappe auf dem Dornenweg bee ReparattonSerledigung.

^r muß aber angenommen werden, weil seine Last immerhin leichter ist als diejenige, die unS bei Ablehnung des DaweS- Mnes auferlegt werden müßte. Der große politische Fort- Ichritt des Neuen Planes liege ix der Entpolitisierung »er ReparationSfrage, der Befreiung deS besetzten Gebietes und der größeren Bewegungsfreiheit für unsere Äugenpolitik. »«-lkorun« das besetzten Gebietes muß

Großadmiral v. Tirpitz t.

Der Tod des Großadmirals v. Tirpitz.

An Herzlähmung gestorben.

Großadmiral von Tirpitz ist im Alter von nahezu 81 Jahren im Sanatorium Ebenhausen im Isartal ge­storben. Der Großadmiral befand sich seit etwa vier Woche« wegen eines Herzleidens zur Erholung im Sanatorium. Noch in den letzten Tagen trafen in Feldafing am Starnberger See, dem Wohnsitz des Großadmirals, bei seine« Angehörigen günstige Nachrichten über das Se­md« des Großadmirals ein. In der Nacht zum Donnerstag verschlimmerte sich jedoch der Zustand. Die Gattin des Großadmirals weilte in den letzte« Stunden bei ihm.

Im Trauerhause sind zahlreiche Beileidstelegramme ^»gegangen. Reichspräsident von Hindenburg sandte der «rltwe folgendes Beileidstelegramm:

Tief erschüttert durch die Nachncht von dem Heimgänge ^hres von mir hochgeschätzten Gatten, des Großadmirals von rtipitz, spreche ich Ihnen und den Ihren meine tiefempfundene ^etlnahme aus. Die großen Verdienste des Verstorbenen um deutsche Flotte in Frieden und Krieg werden in der Ge­dichte der deutschen Wehrmacht weiterleben.

G«eralfeldmarschall von Hindenburg, Reichspräsident."

Auch der bayerische Ministerpräsident drückte namens der bayerischen Staatsregierung sein wärmstes Beileid aus.

Es war still geworden um den Großadmiral a. D. --ttfred v. Tirpitz. Denn auch er selbst war ganz still ge- wordeu, seitdem er sich vor zwei Jahr«, 1928, ans dem Reichstag zurückgezogen hatte, dem er seit 1924 als deutsch- nattonaier Abgeordneter angehörte. Nun ist auch er in § gesunken und die Erinnerung an das Wollen lud Handeln, das Tun und Unterlassen dieses Mannes wird wieder der xu den Mlrenyen Kopsen des

für ihre gezeigte Treue Dank und Anerkennung ausgesprochen werden. Die Gaarverhandlungen dürfen nicht weiter verschleppt werden. Ob der Young-Plan erfüllbar ist, läßt sich nicht so ohne weiteres bestimmt beantworten. Deutschland muß natürlich bt» guten Willen haben, seine Verpflichtungen bis a» die Grenze der Möglichkeit zu erfüllen, aber ei* notwen­diges Maß für die Lebenshaltung unseres Volles darf nicht überschritten werde«. Die Gläubiger tragen immer noch die Mitverantwortung für den Erfolg des Planes. Zwangs­maßnahmen, das muß festgestellt werden, sind nur noch bei Zerreißung des Young-Planes möglich. Die Erklärungen über die Sanktionsklausel waren ein häßlicher Flecken in der Geschichte der Haager Verhandlungen. Abg. Ulitzka äußert zum Schluß starke Bedenken gegen das Polenabkommen. Da­durch bringt Deutschland ein materielles Opfer von 300 bis 300 Millionen Mark. Das Zentrum wird eine Entscheidung erst dann treffen können, wenn die Sanierung der Reichs- finanz« gesichert ist.

Abg. Dr. Reichert (Dtn.): Der Young-Plan enthält keine Sicherungen gegen eine dauernde Untergrabung der deutschen Wirtschafts- und Lebensverhältnisse. Deutschland wird mehr und mehr zum Kulturboden bolschewistischer Ideen. Der DaweS-Plan war viel anpassungsfähiger als der Youns- Plan mit seiner starren Regelung der Tribute in untragbarer Höhe. Der Dawes-Plan hätte erstmalig im Jahre 1930 die Herabsetzung der Zahlungen für Deutschland praktisch in die Nähe gerückt, und zwar infolge der Erhöhung der Goldkaus­kraft, gemessen an den sinkenden Warenpreisen. Eine solche Goldklausel fehlt im Young-Plan. Dieses Fehl« wird im Laufe der Jahre

die Tributlasten weit über die Dawes-Saste r steigen lass«. Die Belastung wird ferner durch andere ausländische Schuldverpflichtung«, insbesondere für die Verzinsung und Tilgung der ausländischen Kredite und für die Deckung der Fehlbeträge in der Handelsbilanz biS auf fünf Milliarden und «ehr jährlich erhöbt. Die Regierung hätte besser getan, statt der kostspieligen LiquidationSabkomm« rechtzeitig die Rückgabe der Saar sicherzustellen und die Verhältnisse an der Ofi-renze zu sichern. Die Boung-Vlan-Gesetze sind abzulehn«. Sie Zukunft der deutschen Jugend gegenüber der französisch« und der englischen dürfe nicht benachteiligt werd«. Der wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aufstieg dar deutsch« Ration muß fichergestellt werden.

Reichssuhenmimster Dr. GurtiuS:

Der Reichskanzler wird beim Beginn der dritten Lesung noch einmal zusamm«fafl«d die Meinung der Regierung betrieben, der Reichsfinanzminister wird am Freitag auf die finanzpolitisch« Darlegungen des deutschnational« Redner- inttworten. Die Deutschnational« werd« den Borwurf, LobeSredner deS DaweS- Planes zu fei«, nicht von sich ab- weif« können. Jetzt rühmen sie alS Vorzug deS DaweS- PlaneS, daß er ein Provisorium war, während der N»ung- Plan ein Definitiv»« sei. Das Provisorium war für unsere Wirtschaft kein Vorteil; eS wuchs sich immer mehr zu einet schtveren Gefahr für Wirtschaft und Industrie aus. Der Mangel einer festen Endsumme führte herbei, daß unsere großen Zahlungen abgeschrieben wurden aus die 132 Mil­liarden, praktisch dadurch aber in d« Schornstein kamen.

Abg. Stöhr (Nat.-Soz.) erhält einen Ordnung-ruf, da er die Ausführungen deS Ministers alsGeseiereS" bezeichnete.

Der Dawes-Plan gab alle Macht in die Hand deS Repara- tionSagent«, mit dem youngPla« gewinne Deutschlaud tvieder sein SelbstverfügungSrecht und werde alle auslän­dischen Einflüsse in seiner Wirtschaft loS. Der Minister be­schäftigte sich sodann mit den Ausführung« deS dentschnatio- nalen Abgeordneten Reichert, die auf keiner wissenschaftlich gesichert« Grundlage ständen. Er erklärte, daß bei Ablehnung des Young-PlaneS eine Wirtschaftskrise mit den furchtbarst« Steinen unvermeidlich sei.

früheren Deutschen'Kaiserreiches gehört hat und zweifel­los auf die gesamte Politik Deutschlands in der Vor­kriegszeit stärksten Einfluß ausübte. Mehr noch vielleicht als Bülow oder Bethmann ist darum gerade Tirpitz, sein Werk, seine politisch« Method« und Ziele, kurz der ganze Mann als Ratgeber des früher« bett ff dien Herrschers Gegenstand glühendster, fast fanatischer Verehrung von der

einen Seite, aber auch heftigster, erbittertster Angriffe durch seine zahlreichen Gegner gewesen und geblieben.

Das ehrt beide, Freunde wie Gegner dieses Mannes; denn für unbedeutend hat man ihn nie gehalten. Ohne

jede Protektion, nur durch eigene Kraft und eigenes Können hat er sich emporgearbeitet zu dem bedeutungs­vollst« Amte i* der ehemaligen deutschen Marine, die in ihm ihren eigentlichen Schöpfer sah. Nicht mit Unrecht. Denn was sie wurde und wie sie wurde, ist fein Werk gewesen. Doch als sein Schaffen nun der Feuerprobe des Weltkrieges unterworfen wurde, hatte er keinen entscheidenden Einfluß mehr auf die Art, wie die d«tsche Marine verwendet, eingesetzt worden ist. Seine Erinnerungen, vor allem seine Briefe aus der Kriegszeit, offenbar« die fast hemmungslos tiefe Enttäu­schung, aber auch die lodernde Erbitterung darüber, daß man seinen Rat nicht befolgte, ja nicht einmal hören wollte. Daß man eS ihm sogar abschlug, ihn zum Führer der Flotte draußen auf hoher See im Kampf mit dem Feinde zu machen. So bot ihm die Seeschlacht am Skager­rak nur eine bitter-süße Genugtuung für sein Arbeiten im Dienst am Vaterland.

Denn wie man sich auch zu den Einzelheiten seines Planens und Wirkens stellen mag, wenn man der Ansicht ist, daß er Entscheidendes nicht nur leistete, sondern auch Entscheidendes unterließ oder falsch behandelte, so war doch das Ziel, das er sich steckte, ein g r o ß e s für Deutschland. Tirpitz hat nie ein Wettrüsten zur See mit England beabsichtigt, nachdem auch Deutschland den Schritt hinein in die Weltwirtschaft getan hatte und als Ausd«ck des hierfür notwendigen Schutzes das Wort ge­fallen war:Bitter not tut uns eine starke Flotte.' Dieser Schutz des deutschen Handels über See, draußen in der Welt bis zu den Küsten Deutschlands war Tirpitz' marinepolitisches Ziel und als Methode, dorthin zu gelangen, betrachtete er, eine Flotte zu schaffen ohne jede aggressiven Absichten, aber so stark, daß jeder Gegner beim Angriff auf sie ein entscheidendes Risiko übernehmen mußte. Als wirklicher Träger der deutschen Flottenpolitik, als Träger auch diesesRistkoaedankens' war er, ein ausgezeichneter Kenner der englisch« Marine, unbedingter Gegner eines kriegerische« Zusammenstoßes Deutschlands mit der Tripelentente, een er zum mindesten bis zur Verwirk­lichung und Durchführung jenesRtsikogedankens" schon deswege« zu vermeiden suchte, weil dann eben das Risiko der anderen eine* Krieg überhaupt vermeidbar gemacht hätte. Daß eS dem NeichAanzler Bethmann nicht gelang, den allzu ftühen, vorzeitige« Zusamm«stoß zu ver­hindern, ist der tiefste Grund fast des Hasses, mit dem Tirpitz gegen jenen Mann erfüllt war.

Ins Wellengrab bet Scapa Flow ist die stolze deutsche Flotte hinabgesunken bis »rf einen geringen ohnmächtigen Rest. DaS rostet auf den Schrotthalden, zerschnitten, zerschmolz«, was zu schaffen Alfred von Tirpitz' Lebensarbeit gewesen ist. Aber sein Name steht und bleibt geschrieben über einer stolzen Epoche deutscher Geschichte, deutschen Aufstiegs. Und so lange diese Ge- schicfste sprech« wird vom Werden und Vergehen der deutschen Seemacht, wird auch der nicht vergessen sein, der ihr Schöpfer war, wird nicht vergessen sein, denn

er war eix Kamt, nehmt alles nur in allem'.

Tirpitz' Lebensweg.

Großadmiral Mfred Friedrich von Tirpitz wurde am 11. März 1846 in Küstri« Sohn einer AppellationsgerichtS- rateS geboren. Er trat im April 1865 als Kadett in die da­mals preußische Marine ein und wurde im Jahre 1869 Unter­leutnant zur See. Im Jahre 1900 wurde er in den erblichen Adelsstand erhoben und im Jahre 1911 zum Großadmiral be» flirvert, 1867 zum Staatssekretär des Reichs- «art»e««1S und 1898 zum pr«ßtschen StaatSmtntster er» *«n*t Sm Jahre 1608 wurde er in» Preußische Herrenhaus

Durch die Flottennovelle von 1897 schuf er dte Grundlage Mi dem Ausbau bet deutsch« Seemacht nach einem auf eine Reihe von Jahr« festgelegte« Bauplan, der durch das Flotten- gesetz von 1900 und 1908 erweitert wurde. Im März 1916 trat Großadmiral von Tirpitz von der Leitung des Reichsmarine- amteS zurück. D« unmittelbaren Anlaß zu seinem Rücktritt gab die vorläufige Einstellung deS U-Boot-Krieges.

Rach dem Kttege wurde bet Großadmiral im Mai 1924 für Oberbayern deutschnationaler Abgeordneter in den Reichstag gewählt; zu d« ReichStagswahlen von 1928 kandi­dierte er aber nicht mehr. Im AprU 1928 ernannte ihn die D«tschnattonal« VolkSpattei zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Nach außen hin ist er nur wenig hervorgetteten, doch ist bekannt, daß et einen entscheidend« Einfluß auf die Herbeiführung der Kandidatur Hi»d«burgS zum Amt deS Reichspräsidenten aus­geübt hat.

An der Bahre des Großadmirals trauern seine Witwe und vier Kinder, darunter zwei Söhne, und Schwiegersohn der deutsche Gesandte in Kopenhagen, von Hassell.

Auflösung des Reichsentschädigungsamtes.

Der ReichSrat erledigte am Donnerstag eine Anzahl kleinerer Vorlagen. U. a. wurde ein Gesetzentwurf angenom­men, wonach daS Reichsentschädigungsamt am 31. März auf» gelöst wird, ferner eine Novelle zur Branntweinverwertungs- erbnung über bie Veränderung der Mindestpreise. Schließlich wurde ein Gesetzentwurf genehmigt, wonach der erste Teil­betrag der vewilligungSleistungen der Industrie für 1930 in Höhe von 150 Million« Mark dem Reich zufließen soll, da die Zuständigkeit der Bank für Jndustrieobligationen mit dem Jnkrafttret« deS Voung-PlaneS aufhört.

............WH MMMKS1

Kleine Zeitung für eilige Leser.

* Der Reichstag ist nach kurzer Pause wieder zusammen- Setreten, um die zweite Lesung des Neuen Planes und der amit zusammenhängenden Abkommen zu beraten.

* Großadmiral von Tirpitz ist im 81. Lebensjajhre in einem Sanatorium in der Nähe von München einem Herzschlag erlegen.

* Bei der Hochwasserkatastrophc in Südsrankreich sollen, un­verbürgten Meldungen zufolge, 700 Personen ertrunken sein.