Möaer Anzeiger
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Nr. 106—^1931^
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg
Zul-a- und Haunetal-Zul-aer Kreisblatt
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Fulda, Donnerstag, 7. Mai
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8. Jahrgang
Luftfahrt zum Nordpol.
Der Polarflug des
„Graf Zeppelm" gesichert.
Ein Vertrag mit der a m e rtkanifchen Hearst presse.
Zwischen dem Luftschiffbau Zeppelin und der amerikanischen Hearstprcsse ist ein Abkommen abgeschlossen worden, wonach mit dem „Graf Zeppelin" eine wissenschaftliche Expedition in die Polargegend unternommen wird. Man will versuchen, mit der von Sir Hubert Wilkins im „Nautilus" unternommenen Unterseebootexpedition zum Nordpol in Verbindung zu treten, und sie, wenn möglich, am Pol oder in der Nähe des Pols zu treffen.
Diese Polarfahrt des „Graf Zeppelin" ist ein Teil der wissenschaftlichen Luftschiffexpedilion in die Arktis, die schon seit einiger Zeit geplant worden ist. Man will die Frage klären, ob ein Luftschiff das geeignete Mittel ist, Forschungsexpeditionen in die Arktis zu bringen, sie zu finden und wieder aufzunehmen oder Nahrungsmittel und Hilfe solchen Expeditionen, diè bereits unterwegs sind, zuzuführen. „Graf Zeppelin" wird für den Notfall
eine vollständige Polarausrüstung
an Bord milführen, Schlitten, Boote, Kleidung, Vorräte usw. Acht oder neun hervorragende Wissenschaftler und arktische Forscher, darunter eine Frau, sollen an dem Fluge teilnehmen. Deutschland, Amerika, England und die Sowjetregierung werden bei dieser Polarfahrt vertreten sein. Einschließlich der Besatzung werden wahrscheinlich 45 Personen an Bord des „Graf Zeppelin" sein. Der Stan des „Gras Zeppelin" ist abhängig von den
erstarrte Willsch«,».
Freiwillige zum Arbeitsdienst.
Das Gutachten der Brauns-Kommission.
Die Gutachterkommission zur Arbeitslosenfrage erstattet nunmehr den zweiten Teil ihres Gutachtens zur Sirbeitslosenfrage, der sich mit der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Arbeitsbeschaffung befaßt. Das Gutachten, das einstimmig von der Kommission angenommen wurde, beschäftigt sich eingehend mit den grundlegenden Fragen, der Frage der förderungswürdigen Arbeitsgebiete, der Frage der Arbeitsbeschaffung unter Zuhilfenahme öffentlicher Mittel und Maßnahmen besonderer Art, wie der Frage der A r - beitsdien st Pflicht und der Pflichtarbeit.
Zn dem grundlegenden Teil
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des Gutachtens wird darauf hingewiesen, daß wirtschaftliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit von größter Tragweite seien, weil sie die Arbeitsmöglichkeiten zu vermehren berufen sind. Die Kommission betonte jedoch, daß sie sich darüber klar sei, daß der Einwirkung der öffentlichen Hand aus d>e>em Gebiete enge Grenzen gezogen seien. Alle Maßnahmen mußten daraus abzielen, die E r st a r r u n g, in der sich heute »were Wirtschaft befinde, zu lösen und in Deutschland brachliegende Arbeltskräfte, Produktionsmittel und Warenvorräte produktiv zu nutzen. Die Lösung einer solchen Erstarrung er- imge erfahrungsgemäß in der Weise, daß neue Kapitalanlagen w brachliegenden Produktionskräfte wieder in Bewegung setz- ~n Dies sei früher durch private Initiative geschehen.' Dre Hemmungen, die heute aus diesem Gel" Mangen jedoch dazu, der durch äußere Initiative der Privat ' " '
biete vorhanden seien,
„ , -~ ourch äußere Umstände gehemmten %.—..^ der Privatwirtschaft dadurch zu Hilfe zu kommen, durch eine Kapitalwerbung auf Grund öffentlichen Kredites .Arbeitsgelegenheit geschaffen werde. Maßnahmen zur ârvettsbeschaffung würden jedoch nur dann eine Belebung der ^ejamtwirtschaft bringen, wenn es sich um
wettgreifende Pläne und um den Einsatz großer Mittel handle.
i n ^^ technische Mittel zur Bereitstellung des Kapitals seien langfristige Kredite. Große Erschwerungen lägen aller- omgs darin, daß zurzeit in Deutschland die Aufnahme von Ka- tn ausreichendem Umfange nicht möglich sei. Die Heran- zleyung von Auslandskapital sei daher erforderlich.
Voraussetzung des Gelingens dieser Pläne seien geordnete « WM e Finanzen, Sparsamkeit in der öffentlichen und priva- ^ "Wrtschaft und in der Lebenshaltung, Aufrechterhaltung der hältmss" ^hrttng und Beruhigung der innenpolitischen Ver- di ®a§ Gutachten behandelt dann die förderungswür-
A r beitsgebiete. Als ein besonders geeignetes ttetd für die Arbeitsbeschaffung sieht die Kommission
die landwirtschaftlichen Meliorationen
viel Arbeitskraft, verhältnismäßig geringes Ka- verhältnismäßig kurze Zeit in Anspruch nehmen K < Meliorationen komme vor allem die Verbesserung Wiok„»^ l l u r l a n d e s an die erste Stelle, vor allen Dingen nicht hingegen die Kultivierung von ferner: âor- und Odländereien. Die Kommission tritt l i w» , Zielbewußte Förderung der l a n d w i r t s ch a f t - ien Siedlung ein. Das ©machten behandelt sodann
- -. die Wohnungswirtschaft.
Kommission vor einem allzu deutlichen Bruch ann $1* ^Praxis, dem Wohnungsbau in großem Um öahpr° ^'"el zuzusühren. Die Kommission empfiehlt nuii,vh?le ""vermeidliche Verminderung der für den Woh- Verfügung stehenden Mittel in möglichst suchen de r Weise vorzunehmen und Möglichkeiten zu diese Mittel gestreckt werden können. bilien ^^°^der Ar b e its b eschaf su n ^Nenaüme öffentlicher Mittel er
unter Zu-
lärt das Gut-
Fortschritten in Richtung auf den Nordpol, die Sir Hubert Wilkins im Unterseeboot „Nautilus" machen wird. Da das Luftschiff weit schneller ist als das Unterseeboot, wird es von seiner Basis, dem Franz- Josephs-Land, erst dann starten, wenn der „Nautilus" sich zwei Tage vom Pol entfernt befinden wird. Man glaubt, daß dies gegen Mitte Juli der Fall sein dürfte.
Der Zeitungsverleger Hearst finan- ziert die Expedition.
Eine Glanzleistung des Seßelfluges.
Segelflieger Gronhoff über seinen Rekordflug.
Weltrekordsegelflieger Grönhoff ist in München eingetroffen. Aus seinen Schilderungen ersieht man, daß das Unternehmen eines der kühnsten und gefahrvollsten der deutschen Segelfliegerei gewesen ist. Der mitgebrachte Höhenmesser hat die kolossalen Höhenunterschiede ausgezeichnet, die Grönhoff auf seinem Fluge antraf Bald befand er sich nur 500 Meter hoch, um in kürzester Zeit auf 1200 und 2000 Meier zu steigen, ebenso schnell wieder auf 200 Meter herabgedrückt zu werden und wieder im schnellsten Ausstieg auf 2400 Meter emporzugehen.
Er befand sich mit dem Flugzeug mitten in einem Gewitter. Erst über Kehlheim kam er aus den Wolken heraus und konnte vor der Gewitterfront einhersegeln. Er überquerte die Tschechoslowakei und kam schließlich, als die Dunkelheit anbrach, in das Egertal, wo er landete. Die Stoffbespannung der Flügel war von Hagelschloßen durchsiebt. Auch das Höhensteuer war stark durchlöchert.
achten, daß die Natur der für diese Arbeiten bestimmten Mittel es mit sich bringe, daß sie, soweit Reich und Länder in Frage kommen, nicht als verlorene Zuschüsse, sondern nur als Darlehen gegeben werden könnten. Die Kommission hat ferner die Frage geprüft, ob durch Lohn- und Zinszuschüsse private Unternehmer Subventionen behufs Erweiterung ihrer Tätigkeit erhalten sollen. Diese Frage verneint sie Subventionen könnten leicht zur Verlagerung von Standorten und zur Schädigung der nicht subventionierten Industrie in ihrem Bestreben, eine geregelte private Wirtschaft aufrecht zu erhalten, führen.
Zu der Frage, wie die Mittel zur Förderung der Notstandsarbeilen im besonderen verstärkt werden können, erklärt die Kommission, daß sie den Plan der Aufnahme einer Anleihe billige. Diese Anleihe soll mit nur mittelbarem Einsatz der Reichsbiirgschast über die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten verwirklicht werden.
Unter dem Abschnitt „Maßnahmen besonderer A r t" beschäftigt sich das Gutachten zunächst mit der
gemeindlichen Arbettsfürsorge.
Sie hält es für erforderlich, daß auch die Gemeinden entsprechend dem örtlichen Bedürfnis und nach Maßgabe vorhandener Arbeitsgelegenheiten und der finanziellen Möglichkeiten sich an der Arbeitsbeschaffung für die von ihnen unterstützten Arbeitslosen beteiligten. Die Einführung einer allge- meinen Arbeitsdienstpflicht lehnt die Kommission jedoch ab Sie hält die Einführung einer
allgemeinen Arbeitsdienstpflicht
nicht für ein geeignetes Mittel zur Entlastung des Arbeits- marktes. Bei der Arbeitsdienstpslicht würde es sich um jährlich etwa 450 000 jugendlichen Männer handeln, so daß die jährlich auszuwendende Summe für die Arbeitsdienstpslicht einen Betrag von mehreren 10 0 Millionen Mark erreichen würde Hingegen empfiehlt die Kommission die
Förderung des freiwilligen Arbeitsdienstes
zur Milderung der Folgen der Arbeitslosigkeit. Der Gedanke des freiwilligen Arbeitsdienstes wird sich nach Ansicht der Kommission in zwei Formen verwirklichen lassen: einmal in Form der Arbeitsleistung am U n t e r st ü tz u n g s o r t oder in dessen Nähe unter Fortbezug der Unterstützung; sodann in der anderen Form, bei der die jungen Arbeitslosen unter Loslösung von dem bisherigen Arbeitsort zusätzliche A u ß e n a r b e i t e n auf d e m La n o e aufnehmen. Das Gutachten betont, daß jedoch zur Durchführung dieser Form des freiwilligen Arbeitsdienstes gesetzlich klargestcllt werden müsse, daß die Fortdauer der Arbeitslosigkeit und damit auch die Berechtigung des Unter* stüyungsbezuges während der Arbeitslosigkeit anzunehmen sei, die Beschäftigung kein Arbeitsverlragsvcrhältnis tm Sinne des Arbeitsrechtes begründe und endlich die nach Art der Arbeit in Frage kommenden Berufsgenossenschaften die Unfallversicherung übernähmen. Die Gefahr unzureichender Arbeitsleistung, die mit einem Zwang zur Leistung von Arbeit ohne Entlohnung verbunden sein könne, komme hier nicht in Frage. Wohl aber dürfe sich der KreiS der verfügbaren Arbeitsgelegenheiten und der Träger, die geneigt seien, solche Arbeit zu stellen, auf diese Weise erweitern. An dieser Stelle nimmt das Gutachten der Kommission auch zur
Frage der Pflichtaroeit
Stellung Pflichtarbeit im Rahmen der öffentlichen Fürsorge und der Krisenfürsorge sowie im Rahmen der Arbeitslosenversicherung erklärt die Kommission unter bestimmten Voraussetzungen für berechtigt und notwendig
*
Neue Impulse.
Hatte der erste Teil des Gutachtens, den die „Brauns- Kommission zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit" vor einigen Wochen veröffentlichte, mehr die sozialpolitische Seite der ganzen, überaus umfangreichen Arbeit behandelt, so wurde mit vielleicht noch größerer Spannung der zweite Teil erwartet. Jetzt waren ja nicht mehr die Fragen etwa der .Arbeitsstreckung", des Umbaus der Ar
beitslosenversicherung, der „Doppelverdiener" zu erörtern, Vorschläge also, die in die einigermaßen feste Größe des Arbeitsprozesses unserer gesamten Volkswirtschaft durch anderweitige Arbeitsverteilung Platz schaffen für größere Massen bisher arbeitslos Gebliebener; jetzt galt es vielmehr, Stellung zu nehmen zu der dringenden Notwendigkeit, dieser Wirtschaft selbst neue Impulse zu geben, sie — wenn man das schon selbst zu Tode gehetzte, zahllose Enttäuschungen bedeutende Bild noch gebrauchen darf — mit allen Mitteln „anzukurbeln". Man darf daher diesen zweiten Teil des Gutachtens die Bezeichnung des .Wirtschaftspolitischen" geben, weil durch Erhöhung und Verbreiterung des Wirischastsprozesses und -ertrages, also durch Arbeitsbeschaffung auf diesem Wege nun dem Ziel der Bemühungen, Studien, Verhandlungen in der Kommission näher gekommen werden soll: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Im Mittelpunkt dieses zweiten Teiles des Kommissionsgutachtens steht die Behandlung einer Frage, die überhaupt zu den wirtschaftspolitisch umstrittensten unserer Krisengegenwart — oder Gegenwarls- krise — gehört. Die Erzeugungsmöalichkeiten in der Wirtschaft liegen in erschreckend hohem Maße brach; Warenvorräte und Arbeitskräfte, Maschinen und sonstige Produktionsmittel können nicht in Funktion, in .Tätigkeit" treten. Das ist mehr oder weniger bei jeder Wirtschaftskrise der Fall gewesen und von der Seite des Kredits her — denn das Geld wurde ja „billig", wenn es in der Wirtschaft auch nichts oder nicht genügend zu tun hat — kam dann neues befruchtendes und befruchtetes Leben, der Kredit löste die krisenhafte „Erstarrung", suchte Anlage, fand — Arbeit.
Die Braunskommisston — und das ist das wichtigste in ihrem Bericht — ist nun der Ansicht, daß die deutsche Privatwirtschaft aus eigenen Kräften nicht in der Lage sei, diesen Weg der Krisenüberwindung zu gehen; dazu seien „die Hemmungen "zu stark, über deren Art und Charakter man nichts zu sagen braucht, weil das schon in die „große Politik" hinüberreichen würde. Aber es genügt wohl, das Wort „Reparationen" anzuführen, das eine völlige Verschiebung der „Geldmassen in der Welt zu unseren schweren Ungunsten offenbart. Unser Kredit ist also viel zu teuer; mau pumpt in Paris zwar Lew Tschechen oder Jugoslawen Geld zu billigem Preis, aber — uns nicht. Oder zu fast doppelt so hohem Zinsfuß. Die Brauns - Kommission ist nun der Ansicht, daß die öffentliche Hand, vor allem das Reich, weit eher, sicherlich auch weit billiger die für unsere Wirtschaft bitter notwendigen Kredite herein- bekommt als die Privatwirtschaft. Also: es ist der durch äußere Umstände gehemmten Initiative der Privatwirtschaft dadurch zu Hilfe zu kommen, daß „durch eine Kapitalwerbung auf Grund öffentlichen Kredites neue Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden" Denn diese vom Reich aufzunehmenden und irgendwie direkt oder indirekt anzulegenden Kredite sollen ja d i e P r o d u k t i o n „belebe n", neue Arbeit schaffen und damit neue Arbeiter heranzuziehen.
Langfristige Kredite für Deutschlands Wirtschaft, — „das ist hier die Frage". Und die Quelle? Natürlich das Ausland. Aber wenn die öffentliche Hand sich ausstreckt, um von dorther Geld z« empfangen, dann mutz diese Hand die Voraussetzungen dafür erfüllt haben: Geordnete Finanzen, Sparsamkeit, stabile Währung und innenpolitisch ruhige Verhältnisse. Bloß ist dann leider immer und' noch längst nicht gesagt, ob wir nun auch wirklich langfristige Kredite bekommen! Aber es soll hier nicht, trotz übler Erfahrungen mit dem Verhalten des Auslandes uns gegenüber, kritisiert werden; von uns hängt es ja nicht allein ab, ob wir auf diesem natürlich an sich richtigem Wege nun auch zum Ziel gelangen. „Arbeitsstätten" jedenfalls würde eine glückliche „Kapftalwerbung" nun in Deutschland nicht lange zu suchen brauchen und das Gutachten der „Brauns-Kommission" hat eine ganze Reihe „förderungswürdiger" Arbeitsgebiete genannt. In der Hauptsache kann es sich dabei nur um Teile der Wirtschaft handeln, die die Erleichterung, Verbilligung und Beschleunigung der Erzeugung selbst als Funktion haben, also um die Elektrizitäts- und Gaswirtschaft, um das Verkehrswesen in weitestem Umfang — man denke nur z. B. an den meist nicht sehr erfreulichen Zustand des deutschen Straßennetzes — und schließlich um die kreditpolitische Misere in der Bauwirtschast, wo die Brauns-Kommission zu einem für oder wider die Einsetzung öffentlicher Kreditmittel allerdings keine klare Stellung nimmt. Direkte Subventionen an private Unternehmer aber, also Lohn- oder Zinszuschüsse sollen nicht in Frage kommen.
Soweit die grundsätzliche Haltung der Brauns- Kommission. Mit weitgehendem Eindringen in Einzelheiten ist zu rechnen und das dürfte auch die Voraussetzung dafür sein, daß man von der Theorie des Kommissionsberichts zur Praxis gelaugt.
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Der Berliner Briefträgermörder Reins ist in Genua verhaftet worden.
* Der Deutsche Landwirtschaftsrat, die Spitzenkörperschaft der deutschen Landwirtschaft als Ecsamtvertretung der deutschen Handelskammern trat in Berlin zu einer Vollversammlung zusammen.
. * Die Gutachterkommission zur Arbeitslosenfrage erstattete ,hr zwettes Gutachten, das sich mit der Vekämpsuna der Arbeitslosigkeit durch Arbeitsbeschaffung besaht. P 8
* Der Polarflug des Luftschiffes „Graf Zeppelin« ist durch
*in®L^Crlra8,-^enttbCt<;^uJ^^ Zeppelin mit der amerikanischen Hearstpresse abgeschlossen hat, gesichert.
„ * Ein Dammbruch, der sich bei Tilsit ereignete, hat grotze lleberschwemmungen verursacht. " '