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Nr. 141 1931

Fulda, Freitag, 19. Juni

8. Jahrgang

Kriegsschulden und Revision.

Der Goiddikiator der Welt.

Staatssekretär Mellon verhandelt in London.

Der Besuch des amerikanischen Schatzkanzlers Mellon in London ist um so bedeutsamer, als dieser Politiker die Fäden hält, mit denen der ganze Goldsack der Welt, di« amerikanische Schatzkammer, zugebunden ist. Er verweh« es jedermann, besorgt um den eigenen Staatshaushalt, aus diesem Born zu schöpfen und er kam nach London, um es allen Schuldnern einmal öfter klarzumachen: Schulden sind Schulden und müssen bezahlt werden. Wenn es wahr ist, was man in hoffnungsfrohen Kreisen erzählt, ist bei geizige M a n n" vorausgefahren, um den politisck eingestellten Stimson zu stützen. Der Staatssekretär Stim- son gilt als zugänglich in der Revisionsfrage.

Mellon will in London schon jetzt die Grenzen ab stecken, wie weit dieses amerikanische Entgegenkommen gehen wird.

Macdonald und Henderson haben ihre Besprechungen mit Mellon bereits ausgenommen; bei den Zusammenhang aller Weltwirtschaftsprobleme müßten dabei das deutsche unb das österreichische Finanzproblem den Großteil aus­gemacht haben.

über die technische Durchführung einer möglichen Sanierung hat der amerikanische Schatzkanzler mit dem Gouverneur der Bank von England, Montagu Norman, verhandelt.

Bei geteilten Rollen bezweckt die Reise Mellons nach Europa, die ihn auch in andere Hauptstädte führen wird, die Klärung der finanziellen Möglichkeiten. Die folgend« Europareise Stimsons wieder wird die amerikanischen Voraussetzungen formulieren.

Ohne Abrüstung leine Schuldenrevision, das ist das Leitmotiv aller amerikanischen Ratschläge.

Von deutschem Gesichtspunkte gesehen, ist die Reihen­folge der amerikanischen Besuche als ein günstiges Vorzeichen zu werten. England hat seine Rüstungs­stärke schon bekanntgegeben, gerade jetzt, wo Mellon zu

! uch ui London weilt. Wenn ihn sein Weg nach Paris weiterfübrr, mag ihn auch dort der Erfolg begleiten. In Berlin wartet man gespannt auf das Ergebnis aller dieser Aktionen.

Es handelt sich um eine Herabsetzung des Zinsfußes der Alliiertenschulden unter der Bedin­gung, daß sie von entsprechenden Erleichterungen füi Deutschland und bestimmten Zusicherungen in der Ab­rüstungsfrage begleitet wäre.

Vielleicht wird Macdonald dem Amerikaner auch alle seine Gründe darlegen, die auf Chequers die österreichische rasche Hilfe als Tat folgen ließen, wenn es auch um mehr als 150 Millionen Schilling geht.

Paris siehi Gespenster.

Das deutsche Panzerschiff in der Französischen Kammer.

Bei der Kammeraussprache in Paris über das Marine­bauprogramm bzw. die Bewilligung der ersten Baurate für das Haushaltsjahr 1931/32 in der Form des Rachtragskredltes wurde behauptet, daß Frankreich durch den deutschen Kreuzer­bau gezwungen werde, einen 23 0vü-Tonnen-Kreuzcr auf K:el zu legen. Der Sozialist Reynaud erklärte, es erscheine gerade­zu paradox, einen 23 000-Tonnen-Kreuzer am Vorabend her Abrüstungskonferenz zu bauen. Die Folge werde sein, daß Deutschland die ihm durch den Versailler Vertrag gestatteten Bauten beschleunigen werde.

Herriot erwiderte, daß Deutschland schon jetzt er» Höchstprogramm durchführe und die ihm durch den Versailler Vertrag gewährten Möglichkeiten voll ausnutze. In den nächsten Jahren tu erbe das Reich eine Krenzerflotte von sechs ganz modernen Einheiten besitzen. Das französische Baupro­gramm könne daher auf die deutschen Absichten gar keine Ein­wirkung haben.

In seiner Antwort unterstrich der Sozialist Reynaud, daß Deutschland die sechs modernen Kreuzertyps noch gar nicht besitze und daß die Überlegenheit seines neuen Kriegsschiffes keineswegs festgestellt sei. Man dürfe nicht vergessen, daß vor­läufig nur ein einziger Kreuzer dieses Typs vom Stapel ge­laufen sei. Zwischenruf von Herriot:Die sechs Kreuzer sind aber bereits angekündigt!" Der sozialistische Abgeordnete er­klärte abschließend, daß er gegen den Kredit stimmen werde.

Der Berichterstatter D a n i e l 0 s führte in seiner Rede tt. a. aus, daß man leider die Absichten Italiens in bezug aus die Rüstung zur See nicht kenne. Es sei jedoch nicht ausge­schlossen, daß man zu einer Verständigung mit Rom komme.

Paul-Boncour erklärte u. a., daß der deutsche Kreu­zerbau große Beunruhigung hervorgerufen habe. Allerdings müsse anerkannt werden, daß Deutschland sich bei seinem Bau- programm vollkommen in den Grenzen der Versailler Vertrages bewege. Um auf die geniale deutsche Konstruktion zu ant­worten, habe man lediglich eine Trägheitslösung gefunden. Es sei beschämend für Frankreich, daß man einem deutschen Zehntausendtonnenkreuzer mehr als die doppelte Tonnage als Gegengeivicht gegenüberstellen müsse.

Keine Lösung in Österreich.

Ender verlangt Garantien.

Die erneute Betrauung Enders mit der Kabinettsbildung in Österreich steht weiterhin int Vordergrund der Erörterung. Ender scheint jedoch nicht gewillt zu sein, zum zweiten Male die Bildung der Regierung zu übernehmen, wenn nicht Garantien für eine Zusammenarbeit der 9i c gierungsmehrheit gegeben sind. Der Bundes­kanzler hat die Absicht, ein Ermächtigungsgesetz zur Durch­führung des bekannten Finanzprogramms zu verlangen. Die Aussichten für die Bewilligung eines derartigen Ermächti­gungsgesetzes sind nicht besonders günstig.

Der Transferaufschub.

Botschaflerbesprechunge« in Berlin über die Tributfrage.

Die fett längerer Zeit vorgesehenen Bolschasterbesprechun- gen mit den Vertretern des Reich-s in Paris, in Rom und in Washington haben begonnen Botschafter von Schubert ist be­reits in Berlin, Herr von Hösch wirb aus Paris erwartet. Mit dem Eintreffen des Washingtoner Botschafters Freiherrn von Prittwitz und Gaffron rechnet man für Ende dieser Woche. Die Anwesenheit des Moskauer Botschafters von Dircksen in Berlin dürfte lediglich mit der Verlängerung des Berliner Vertrages zwischen dem Reich und der Sowjetunion zu tun haben, während die Besprechungen mit den übrigen Diplomaten der Tributsrage gelten

Es handelt sich hierbei in erster Linie um den Zeitpunkt für die Erklärung des Transferaufschubes. In den Besprcchun- ?en mit der englischen Regierung in Chequers ist hierfür der 5. August in Aussicht genommen worden, zumal von englischer Seite empfohlen wurde, den Besuch Stimsons abzuwarten, der sich für die zweite Julihälfte in Berlin angesagt hat.

In den Besprechungen mit den deutschen Diplomaten wird die Frage geprüft werden, ob die politische Gesamtlage auch eine frühere Erklärung des Transferausschubes zuläßt. Gleich­zeitig Dient die Anwesenheit Der Botschafter ihrer Unterrich­tung über Die tributpolitischen Absichten der Reichsrcgierung.

Henderson an die Außenminister.

Einladung zur Teilnahme an der Tagung des Koordinations­ausschusses?

In Genfer unterrichteten Kreisen wird der vorläufig zum 13. -Juli einberufenen Tagung des Koordinationsausschusses des Europa-Ausschusses weitgehende politische Be­deutung beigemessen. Henderson soll auf diplomatischem Wege einen Schritt bei sämtlichen europäischen Regierungen unter­nommen haben, um die persönliche Teilnahme der A u ß e n m i n i st e r an der Tagung zu sichern. Welche Ab­sichten hierbei von der englischen Regierung verfolgt werden, ist noch ungeklärt, insbesondere 06 aus englischer Seite eine grundsätzliche Behandlung der internationa­len Schuldenfrage durch den Europa-Ausschutz im Rah­men der gesamteuropäischen Maßnahmen zur Bekämpfung der .Krise, Wäscht dürd.

Englischer Gegenbesuch.

London. Der englische Premierminister Macdonald und der Außenminister Henderson haben die Einladung der deutschen Regierung angenommen und werden voraussichtlich am Freitag, den 17. Juli, nach Berlin fahren. Ihr Aufenthalt ist aus etwa 3 Tage berechnet

Der Besuch ist als Erwiderung der Einladung nach Ehe- quers aufzufassen und Dient einer freundschaftlichen Aussprache über alle Fragen, die Deutschland und England berühren. Selbstverständlich werden bei Dieser Aussprache aber auch alle europäischen Fragen besprochen werden. Ein festes Programm für diese Aussprache ist jedoch nicht vorgesehen.

7« Opfer des französischen Schjffsungimks beigefett.

Laval dankt für dasBeileid der deutschen Regierung.

In Gegenwart des Außenministers Briand und an­derer Minister sind in Nantes 70 Opfer des Schiffsunglücks beigesetzt worden. Die Garnison von Nantes erwies ihnen die letzte Ehre. Eine nach Tausenden zählende Menge hatte sich im Hofe des Herzogsschlosies versammelt, dessen Mauern mit schwarzen, siibergcstiüten Tüchern verhangen waren. Im Namen der französischen Regierung sprach der Handelsmarineminister.

Der französische Ministerpräsideirt Laval hat auf ein Beileidstelegramm des deutschen Reichskanzlers Dr. Brüning folgendes geantwortet:Die Regierung der Republik ist für die Sympathiekundgebung, die Eure Exzellenz anläßlich der verhängnisvollen Katastrophe von Nantes im Namen der Reichsrcgierung wie in Ihrem eigenen Namen an mich gerichtet haben, sehr verbunden. Ich danke Eurer Exzellenz aufrichtig für das tief empfun­dene Beileid, das Sie unter diesen schmerzlichen Um­ständen den Familien der Betroffenen ausgedrückt haben."

Das Ziel der Nationalsozialisten.

Eine Rcvc des Abgeordneten Göring.

In einer Versammlung Der NSDAP. in Muggertal führte Rcichslagsabgeordneter Göring aus, daß das einzige Zleüver Nauonalsozlalisten icpt fei, Die Demokratie mit ihren Mitteln zu sozialisieren und Die Regierenden aus dem Wege der legalen '.Wachtcroberung mit Hilse Der Zahl von ihren Stühlen zu ver­tagen An Der Spitze Der NSDAP standen vollkommen oer- antworlungsbewutzle Männer und keinerlei Hitzkopfe, Manner, die es nicht zulasten würden, daß durch Unklughellen trgetu = welcher Ari Die Bewegung durch Die Regierenden nieberkar- tätschi werden könnte _

Es sei wahr, daß früher einmal daran gedacht wurde, mit manchen Persönlichkeiten des heutigen Kabinetts und auch m i Dem heutigen R e, chska nzler BrSni n g gemein, schaftlich zusammen zu arbeiten Nach der Pollur, Die der Kanzler in Den letzten Atonalen gemacht, sei er einfach für icDe Ari der Zusammenarbeit mit Der NsDAP. untrag­bar geworden Hätte der Kanzler Energie aus die '.luBcnpolitil angewandt. Die er m Der Innenpolitik nutzlos venan yave, dann wären feine Erfolge andere gewesen Zum Schluß be­tonte Göring noch, daß sich auch die Nationalsozialisten mit Den an Deren Mächten nach Möglichkeit vertiandlgen wollten, daß sie aber teilte Tributpolttik wünschten und daß eine Verständigung nur aus Der Grundlage vollkommener Gleich­berechtigung in Frage komme.

Notes Gold.

Und nun hat auch die Reichsbank ihre Bilanz für die Vorkommnisse der zweiten Juniwoche gezogen. Sie zählt die Verluste aus, die sie in diesen Schlachten um Kredit und Währung erlitten hat, gibt einen Bericht über den Umfang der Kämpfe, die ihr aufgezwungen wurden, zählt die Truppen und Maßnahmen auf, mit denen sie den Kampf notwendigenfalls weiterführen will oder vielmehr weiterführen muß. Denn normale Verhältnisse am Geld­markt sind noch längst nicht eingetreten; anormal vor allem ist ja der überhohe Diskontsatz und die im Hintergründe auftauchende Krediteinschränkung. Düster droht auch der heranrückende Halbjahrsultimo mit seinem besonders großen Geldbedarf, der natürlich zu einem starken A n s ch w e l l e n des Notenumlaufs führen muß. Bloß ist für diese Vermehrung kein breiter Spielraum mehr vorhanden, denn die Golddecke für den Gesamtumlaus von Banknoten ist jetzt nur noch etwa sechs Prozent größer als die vom Gesetz vorgeschriebenen 40 Prozent. Der Generalrat der Reichsbank könnte diese ge­setzliche Grenzziehung nach unten hin abändern. aber das wäre wohl wegen der überaus bedenklichen und gefähr­lichen Wirkung auf das Vertrauen, das die S t a b i l i t ä t unserer Währung im In- und Ausland heute noch ruhig beanspruchen bars, doch wohl die allerletzte Maß­nahme, zu der die Reichsbank greifen würde.

Hoffentlich ist auch bis zum Zeitpunkt der Ultimo- liquidierung der Abfluß aus dem deutschen Gold- und Devisenschatz in einen ausreichenden Rückstrom um­geschlagen, hat bis dahin die scharfe Diskonterhöhung ihre Wirkung getan. Wegen dieser Erhöhung und nicht etwa um unserer schönen blauen, jetzt allerdings stark an­geschlagenen Augen willen mag man in Amerika wohl bereit sein, uns einen Devisenkredit von 200 Millionen Dollar bereitzustellen, denn die smarten Geldleute in Wall­street würden bei 7 Prozent Diskont! darangroß verdienen". Allerdings mutz man objektiv auch zugestehen, datz dieRisikoprämie", also die Gewinnspanne, deshalb so grotz ist, weil die wirtschaftliche unb politische Lage, die Frage der Tributrevision, die Wirkungen der Notverord­nungen und so manches andere in jedem ausländischen Geldgeber einige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und oer Rentabilität des in Deutschland investierten ober noch zu investierenden Kapitals erwecken müssen. Unb solche Bedenken kann und mutz der Geldnehmer dann eben durch das Zugeständnis höherer Zinsen zerstreuen, er hatdie Risikoprämie" aufzubringen.

Und die kann nicht klein sein, wenn nun die Welt er­fährt, datz derD e v i s e n st u r m" auf die Reichs- b a n k dieser in den Tagen vom 1. bis 16. Juni mehr als eine Milliarde an Gold und Devisen vor allem an ersterem gekostet hat. Eine Milliarderotes Gold", wie mühsam hat die deutsche Volkswirtschaft das er­arbeiten müssen, wie ängstlich hat die Reichsbank es ge­hütet, nachdem der Schatz seit dem letztenEinbruch" im Herbst vergangenen Jahres sich langsam wieder vergrößert hatte! Viel mehr als damals wurde jetzt in der ersten Junihälfte weggeschleppt und nur tropfenweise kommt neues Gold hinzu, wieder zurück; teurer wird es bezahlt als früher.

Daß die großen Notenbanken in London und Newyork halfen, daß sogar die Bank von Frankreich es uns etwas erleichterte, zu bezahlen, während die amerikanischen und englischen Staatsbanken durch Markkäufe den Sturm zu beschwichtigen versuchten, läßt die Frage laut werden, was denn unsere eigenen Banken taten, um der bedrängten Reichsbank zu Hilfe zu kommen. Darüber wird sich Ge­naueres erst sagen lassen, wenn auch die Berichte dieser Banken sprechen. Aber schon erhebt sich der Vorwurf, daß die deutschen Großbanken, um mit Strenge den inländi­schen Devisenhamsterern entgegenzutreten, nichts taten, baß also die Reichsbank praktisch allein stand in ihrem Kampf. Auch daß sie wegen der Diskontheraufsetzung zwar den Satz für Soll-Zinsen entsprechend erhöhten, nicht aber den für Habenzinsen ihrer Kunden, macht genug böses Blut; man erklärt dort allerdings, die Diskontoerhöhung werde nur als eine schnell vorübergehende Maß­nahme betrachtet.

Hoffentlich behalten die Banken damit recht; denn die Wirtschaft sieht ja nur die zwei Prozent Erhöhung als das Hauptergebnis der diesmaligen Reichsbankbilanz". Wie soll sie mit dem Ausland konkurrieren, wenn dort der Betricbskredit nur ein Fünftel von dem beträgt, das sie zahlen muß, wenn sie überhaupt welches kriegt! Denn daß wir nach diesen Erfahrungen uns freiwillig den Sirebitgürtel so eng wie möglich schnallen, dürfte wohl überall nur als" eine Selbstverständlichkeit angesehen werden.

Mazedonischer Bandcnführcr ermordet.

Sofia. Am Stadtrande wurde Die von einigen Schüssen durchbohrte Leiche des Polizeiagenten T a n e w gefunden. Der Ermordete war früher ma edonischer Bandenführer und An­hänger Ivan Michailows. Es wird daher angenommen, baß die Ermordung eine Tat der Protogerowisten ist. Mehrere Verdenchtige, darunter eine Frau, wurden verhaftet.

Kleine Zeitung für eilige Leser.

* Auf der Tagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Swinemünde hob Reichsernährungsminister Schiele hervor, daß durch Verstärkung der deutschen Wcizcnproduktron die Ein­fuhr von 2,5 Millionen Tonne» Weizen im nächsten Jahre er­spart werden würde.

* Bei einem Ausbruch des Vulkans Matsuuwto in Japan wurden acht Dörfer verschüttet.

* Schwer« Unwetter haben an verschiedenen Orte» Deutsch­lands große Schäden angerichtet.