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Zulöaer Anzeiger

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Nr. 144 1931

Fulda, Dienstag, 23. Juni

8. Jahrgang

Die Welt horcht auf.

Stellungnahme der Länder zu Hoovers vorgeschlagenem Weltmoratorium: Deutschland, England, Italien und Japan haben zugestimmt. Der französische Kabinettsrat entscheidet heute über Frankreichs Haltung,

Zustimmung zum Zahlungsaufschub.

Was wird Frankreich tun?

Der Vorschlag des amerikanischen Präsidenten Hoover zur Durchführung eines einjährigen Weltmoratoriums hat in allen Staaten der Welt das größte Aufsehen erregt. Wirtschafts- und politische Kreise in allen Ländern haben sich mit dem Vorschlag bereits beschäftigt. Die deutsche Reichsregierung hat dem Plan bereits zugestimmt, ebenso liegen zustimmende Erklärungen aus England, Japan und Italien vor, während Frankreich, für das die Ein­stellung der Zahlungen eine Mindereinnahme von rund vierhundert Millionen Reichsmark bedeuten würde, die es von Deutschland an Tributen über seine Schuldverpflich­tungen an Amerika hinaus erhält, versucht, Verhand­lungen über die Anwendung des Moratoriums einzu­schalten, in der Hoffnung, dadurch den Hooverschen Plan um seine entscheidende Auswirkung zu bringen.

Französischer Kabinettsrat.

Der deutsche Botschafter in Paris, der dieser Tage in Berlin weilte, um an den Neparationsbesprechungen der Reichsregierung teilzunehmen, ist wieder nach Paris zu- rückgekehrl, um mit Briand über den amerikanischen Vorschlag zu sprechen und die Stellungnahme der deut­schen Reichsregierung darzulegen. Der französische Kabi- nettsra« ist für Dienstag einberufen, um sich mit dem Hooverschen Vorschlag zu beschäftigen. Man ist natürlich in der gesamten politischen Welt gespannt aus den Aus­gang dieser Kabinettsberatungen.

Über Die Stimmung Der französischen Regierungskretse gibt Das gut unterrichtete .Echo De Paris" Auskunft Danach läß« Die französische Regierung ihre Hosinung aussprechen, daß es sich in Der Auffassung des Präsidemen Hoover nlchi Darum hgupeln lomie. in die Rech le Frankreichs euuugreifen, das tvirtidcfiltd) unr finanziell nichi in Der Lage sei auf Die an nähernd Drei Milliarden Frank Der bedingungslosen Jahres- Zahlung zu vernichten Amerika könne nichi verlangen, daß sein Wunsch, Die Deutschen Finanzen wieder sloiizumachen, durch eine Overaiion auSgedrücki werde, von welcher Deutschland allein Vorteil hätte zum Schaden Frankreichs und Der Länder Mitteleuropas, welche auf uns Vertrauen setzen

In deutschen Regierungskreisen hofft man übrigens, daß Amerika in der Lage sein werde, etwaige französische Widerstände zu überwinden

Oie deutschen Zahlungsverpflichtungen.

Um einen Überblick über Die Gesamtheit Der deutschen Zahlungsverpflichtungen aus Grund des Houng-Plancs und seiner Nebenabkommen zu gewinnen, sind folgende Ziffern zu vermerken: Im Finanzjahr 1931/32 belaufen sich die reinen Voung-Zahlungen aus 1618,9 Millionen Mark, hinzu kommen die Zahlungen, die von Deutschland aus Grund eines Zusatz­abkommens zwischen dem Reich und den Vereinigten Staaten direkt in Washington in Höhe von 66,1 Millionen Mark zu leisten sind. Das deutsch-belgische Zusatzabkommen, durch das der Streit um Die in Belgien lagernden P"raae in Pamer- mark betgelegt werden sollte, belastet die Re ichs taste für das laufende Rechnungsiahr um 21,5 Millionen Marh Als letzter Betrag ist Die Summe zur Verzinsung und Amortisation Der Dawes-Anleihe zu erwähnen, die im laufenden v^re 86 tm nächsten Jabre 85,4 Millionen Mark ausmachl. Die Gesamt Heft der deutschen Zahlungsverpflichtungen belauft üch demnach für das Rechnungsjahr 1931/32 aus 1793,2 Millionen Mark.

, diesem Betrag ist auch die Summe zur Verzinsung der ersten Voung-Anleihe enthalten, die etwa auf der gleichen Hove n le die Zahlungen zur Dawes-Anleibe liegt. Sie wird aus dem ungeschützten Teil der Reparationszahlungen bestritten, ver jährlich 660 Millionen Mark ausmacht.

Hindenburg und die Hoover-Aktion.

der bisher e

Die immer wieder gestellte Frage, was den Präsidenten der Vereinigten Staaten bewogen hat, in völliger Abkehr von der bisher eurgehaltenen Lime so entscheidend in den Gang der Ereignisse einzugreifen, hat durch eine Erklärung des amerika­nischen Staatssekretärs Sttmson eine sensationelle Beantwor-

Stiinson teilte mit, daß Hoover, als die ersten Meldungen über die katastrophale Finanzlage Deutschlands entliefen, die Reichsregierung ausforderte, einen Bericht über die Lage ein- rurcichcn Der Präsiden« fügte hinzu, daß er Wert daraus lege, die erbetene Unterrichtung vonhöchster Stelle" zu erhalten. Wie Stimson weiter mitteilte, antwortete Reichspräsident von Hindenburg persönlich in einem langen ver­traulich cnSch reiben an Präsident Hoover. Der Inhalt des Briefes wird geheimgehalten, doch erklärte Stimson, daß der Bericht Hindenburgs, der bezeichnenderweise am Sonntag vormittag eintraf, die vorausgegangene Information über den Ernst der Lage in vollem Umfange bestätigt habe.

Die Gerald Tribune" versicheri, daß Hoover draui und dran gewesen sei, die nach der Zusammenkunft in Gheguers einietcende Revisionspropaganda mit einer unmißverflanaucyen Erklärung im Sinne der bisherigen offiziellen Auffassung zu beantworten Der Umschwung sei erfolgt, als der von seiner Europareise zurückgekelme Senator Morrow dem Präsidenten mitgeteilt habe, daß nach Meinung maßgebender Perionlictz- ketlen der Reichsregierung die revolutionäre Bewegung kaum mehr auszuhallen sei, wenn nicht schnellstens eine Besserung der Wirtschaftslage eintrete.

*

Znlrafifetzung des Hoover-V-anes.

Keine Konferenz nötig.

Aus Newyort wird gemeldet: Staatssekretär Stimson erklärte hei dem Presseempfang: Die Inkraftsetzung des Loover-Blanes mache keine Konferenz erforderlich. Die

beteiligten Mächte brauchen nur ihrer Zustimmung auf diplomatischem Wege oder durch eine öffentliche Erklä­rung Ausdruck zu geben.

Worauf die Regierung der Vereinigten Staaten vor allem Wert lege, sei rasches Handeln.

In den frühen Morgenstunden des Montag ist Präsi­dent Hoover in Begleitung des Vorsitzenden des Finanz­ausschusses des Senats, Smoot, und des Unterstaats­sekretärs im Schatzamt, Ogden Mills, von seinem Wochen­endaufenthalt nach Washington zurückgekehrt. Smoot und Mills werden Staatssekretär Stimson bei der Ausarbei­tung des ins Einzelne gehenden Moratoriumsplans unter­stützen, der spätestens am Dienstag den 13 interssierten Regierungen zugehen soll.

Es verlautet, daß irgendwelche Versuche der französi­schen Regierung unter Berufung aus den Young-Plan, Vorbehalte zu machen, in Washington stärkstem Widerstand begegnen würden, da man lediglich von einer uneinge­schränkten Durchführung des Hooverschen Planes sich eine wirkliche Besserung der deutschen Finanzlage verspricht.

*

England heißt den Hoover-plan herzlich willkommen.

Im Unterlaufe fragte Baldwin den Premierminister, welche Stellung England zum Hoover-Plan einnehme.

Hierauf erwiderte Macdonald, die englische Regierung heiße die Aufsehen erregende Erklärung des Präsidenten Hoover herzlich willkommen. Die Regierung stelle sich mit ganzein Herzen hinter das Prinzip des Vorschlages und sei nur Zu­

Die Presse zu Hoovers Vorschlag.

Die Erklärung des Präsidenien Der Vereinigten Staaten, daß e für einen Zahlungsaufschub aller Kriegsschulden und Separationen eintreten werde, hat in Der ganzen Welt aller­größtes Aufsehen erregt Die a m erikanische Presse be- grüßt das Vorgehen Hoovers einige Blätter bedauern nur daß er nicht früher mit diesem Vorschlag herausgekommen ist Einhcitlick betonen sie, daß dieser Zahlungsaufschub keine S1 r e i ch u n g der Schulden bedeuten soll

Auch die englische Preffe

nimmt den Vorschlag günstig auf, doch sieh« man Die praktische Auswirkung nichi so optimistisch an wie in Amerika Die Blätter warnen vor übertriebenem Optimismus, und sie weisen daraus hin, daß es sich nur um eine zeitweilige Linde- rung handle, die Lösung des Problems fei nur auf die lange Bank geschoben Fast alle sind auch in Der Befürchtung einig, daß Die ganze Aktton auf Die größten Schwierigkeiten in Frankreich treffen werde Auch englische Politiker glauben, daß Frankreich nicht in den Aufschub für alle Zahlungen Deutsch­lands einwilligen werde

In Der schweizerischen Presse die den Schritt Coovers sehr begrüßt, findet man Die Auffassung, daß Der Zahlungsaufschub zwangsläufig zu einer Neuregelung des ganzen internationalen Schuldenproblems führe müsse.

Die große Frage ist heute:

Was wird Frankreich dazu sagen?

Denn die Politik Hoovers bedeutet ohne Zweifel eine Durch­kreuzuna Der französischen Politik, der ja nichts lieber ist, als Die ganze Welt in Abhängigkeit vom französischen Gold zu halte, Die Antwort der französischen Presse lautet deshalb auch, wie nichi anders zu erwarten war, a b l eb­ne n D ; allerdings wird diese Ablehnung etwas verklausuliert, man wag, es in Paris doch nicht, sich schroff in Gegensatz zu Amerika zu setzen. Die Pariser Blätter betonen einheitlich - woraus man die amtliche Anweisung erkennen kann, daß Der sogenannte

ungeschützte Teil

der deutschen Reparationszahlungen unter feinen Umständen gestundet werden Dürfte, das seien für Frankreich rund 400 Millionen Mark im Jahre, Daraut könne Die französische Staatskasse nicht verzichten. Bekanntlich bestehen die deutschen Tributzahlungen aus einem geschützten und einem ungeschützt^, Teil Dieser ungeschützte Teil, 660 Millionen Mark jährlich, soll nach Den Bestimmungen des Poung-Planes unter allen Umständen bezahlt werden, und zwar in fremden Geldzeichen Di- polnische Presse stellt sich natürlich auf den gleichen StanDpunft wie Paris, Dagegen ist man in Belgien nicht ganz der französischen Meinung und beurteilt Hoovers Plan zunächst nichi ablehnend, man gibt nur Der Befürchtung AuS- Mucf, daß das Vorgehen Amerikas möglicherweise den ganzen ^oung Plan llmwerfen könne.

Vorsichtige Betrachtungen.

Hoovers Vorschlag und Die Stellungnahme dazu beherr­schen die Spalten Der deutschen Blätter. Stimmung und Be­urteilung sind natürlich ie nach Parteistellung verschieden, aber so ganz auf unbeschwerte Hoffnung ist eigentlich kein Blatt eingestellt. _ ,

Der Vorwärts, das führende Blatt der Soztaldemo- tratie, glaubt aus Frankreichs Zustimmung und hasst, daß aus dem Feieriahr sich eine allgemeine Neuregelung der Repa­rationen ergibt. Der Zahlungsaufschub müßte im innern durch Erleichterungen, vor allem durch starke Änderungen der Notverordnung zum Ausdruck kommen.

Das linksdemokratische Berliner Tage bla 11 glaubt ebenfalls an Die Verwirklichung des Hooverschen Planes. Für Den Widerstand Frankreichs macht daS Blatt Den Teil der deutschen Politiker verantwortlich. Der es nichi verstanden habe, Die richtigen psuchologischen Beziehungen zu Frankreich zu schassen -

Die demokratische Vossi sche Zeitung sieht das Zu- Itanbetommen des Zahlungsaufschubs ebenfalls als sicher an, warnt aber vor übertriebenen Hoffnungen bezüglich der Wir-

sammenarbeit zwecks Ausarbeitung von" Einzelheiten bereit, um ihr ohne Verzögerung praktische Wirkung zu geben

Die englische Regierung hat am Montag vormittag die Antwort aus die Moratoriumerklärung Hoover an die Regie­rung der Vereinigten Staaten übermitteln lassen. Das Tele­gramm stimmt im wesentlichen mit den Erklärungen überein, die Macdonald im Unterbaufe am Montag nachmittag abgab, wonach die englische Regierung die Vorschläge Hoovers begrüßt und sie grundsätzlich annimmt.

Hoovers Erklärung ist jetzt der Gegenstand der näheren Bearbeitung durch die verschiedenen zuständigen Ministerien.

Die Arbeit trage, wie ausdrücklich betont wird, nur einen vorläufigen Charakter, da die englische Regierung die Stellung, nähme der übrigen Staaten in dieser Frage selbstverständlich abwarten wolle.

Englands Forderungen an die Dominions.

Die Möglichkeit, daß die Dominions die Erklärungen Hoovers auch auf ihre Kriegsschuldenzahlungen an England anwenden könnten, ist bereits der Gegenstand von Erwägun­gen, und die englischen Kreise stehen auf dem Standpunkt, daß sich eine amerikanische Meinungsäußerung oder Erklärung nicht auf die Beziehungen zwischen zwei Ländern innerhalb des englischen Weltreiches erstrecken kann, die sich auf der letzten Weltreichskonferenz erst dahin einigten, ihre etwaigen Streitig­keiten durch ein Weltreichtribunal entscheiden zu lassen. Nach Ansicht von australischen Kreisen in London stellt sich jedoch die Lage nicht so einfach dar. Das wirtschaftliche Problem Austra­liens ist mit der Schuldenfrage eng verbunden, da es über fünf Millionen Pfund jährlich an England abführen muß. Tie politischen Kreise in England rechnen damit, daß unter dem Eindruck der Hoover-Erklärung die Agitation zur Ein - stellung der Schuldenzahlungen wieder aufleben wird, die gerade durch das letzte Abkommen im April d. I. etwas zur Ruhe gekommen war.

Ding im Innern, die Atempause müsse vor allem benutzt wer­den, um eine endgültige Lösung der Reparationsfrage herberzuführen

Das Zentrumsblatt Die Germania ist tm Urteil sehr vorsichtig und regt

eine persönliche Aussprache zwischen den deutschen und den französischen Staats­männern an, eine Zusammenkunft ähnlich der in Chequers. Jm übrigen warnt das Blatt vor Illusionen. Die Reparations- frage sei mit dem einjährigen Zahlungsausschub noch nicht ge­löst, auch die Ordnung der deutschen Finanzen sei Damit noch nicht garantiert

Auch die volksparteiliche Deutsche Allyemetne Zeitung warnt vor Dem Glauben, daß nun schnell fühlbare steuerliche Erleichterungen eintreten könnten Der Umschwung sei zwar Da, aber Deutschland sei noch lange kein blühender Garten geworden

Der rechtsstehende Berliner Lokalanzeigei betont mit Nachdruck daß Die Erleichterung nurv 0 r ü b ergehend sei, und daß mit einem einjährigen Aufschubfür Deutschland irgend etwas Entscheidendes nichi genutzt ist", denn Der mör­derische Voung-Plan soll ia bestehen bleiben

Das Blatt Der Berliner Nationalsozialisten. Der An­griff, nennt Den Hooverschen Plan einen unzulänglichen Versuch, das Problem Der Tribute zu lösen, es handele sich nur um eine Verschiebung der Entscheidung, helfen könne nur die endgültige Lösung der Reparationsfrage.

Die neuesten Funksprüche

Baldige Beschlußfassung der englische« Regierung.

LautTimes" hatte Macdonald gestern vormittag mit eini­gen seiner Kabinettskollegen eine lange Besprechung, in der vereinbart worden sei, daß eine Zustimmung der Regierung so bald wie möglich erfolgen solle. Henderson werde am 16. Juli eine Konferenz mit Briand in Paris haben, und am selben Abend nach Berlin reisen, um dort mit Macdonald das Wochen­ende zu verbringen.

Französische Vorbehalte.

Der diplomatische Mitarbeiter der Agentur Havas glaubt zu wissen, daß Frankreich bereit wäre, dem Vorschlag Hoovers zuzustimmen, daß es aber den Wunsch habe, das Problem einer aufmerksamen Prüfung zu unterziehen, ehe es amtlich seine Antwort zur Kenntnis bringt. Bestimmte Finanzkreise Frank­reichs faßten ins Auge, daß Deutschland für 1931-32 500 Mil­lionen Mark oder die ungeschützte Tranche in nationalen Devi­sen zahlt, die Frankreich für Darlehen an interessierten Natio­nen zur Verfügung stellt.

Der Außenpolitiker desMatin" bestätigt, daß gestern vor­mittag der amerikanische Botschafter in Paris in Abwesenheit Briands dem Generalsekretär am Quai d'Orsay offiziell von dem Vorschlag Hoovers Kenntnis gegeben hat.Echo de Paris" undOuevre" schlagen vor, daß man der Hooverschen Anregung zujtiminen müsse, daß jedoch Frankreich auf den un­geschützten Teil der Zahlungen nicht verzichten könne.

Polen wünscht Einigung.

Das RegierungsorganGazeta Polska" spricht in einem Das Geschwür bricht auf überschriebenen Artikel die Hoff­nung aus, daß es aufgrund des Hoover'schen Vorschlages zu einer Einigung kommen werde.

Kleine Zeitung für eilige Leser.

* Die deutsche Reichsregierung hat ihre Zustimmung Mk Hoover-Aktion gegeben, ebenso England, Italien und Japan.

* In einer Sitzung des Ecncralrats der Reichsbank erklärte Reichsbankvizepräsideiit Dr. Dreyse, daß keinerlei Besorgnisie bezüglich der Währung zu bestehen brauchen.

* Die Berliner Börse zeigte infolge des amerikanischen Welt- Norstoriumsplaues eine Haussebewegung, wie sie ähnlich schon seit vielen Jahren «icht mehr zu verzeichnen war.