Zul-aer /lnzeiger
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Alk. 193 — 1931
Fulda, Donnerstag, 20. August
8. Jahrgang
Vie Verurteilung des Tributplanes.
Deutschland muß geholfen werden.
DaS Ergebnis von Basel.
Die Verhandlungen des Internationalen Tachverständigenausschusses in Basel, der dir Aufgabe hatte, „den sofortigen weiteren Kreditbedarf Deutschlands zu untersuchen und die Möglichkeiten der Umwandlung eines Teils der kurzfristigen Kredite in langfristige zu prüfen", haben ihren Abschluß gefunden md ebenso sind die Besprechungen des sogenannten Liillhalte-Konsortiums beendet worden.
*
Das Siitlhalie-Abkommen.
Um die Beschlüsse des letzteren vorwegzunehmen, deren Durchführung für die deutsche Finanz und Wirtschaft von sofortigem brennendstem Interesse ist, so hat man sich nach eingehenden Erwägungen auf einen Plan zur Verlängerung dieser Kredite geeinigt, der den zahlreichen Gläubigerbanken und Gläubigerbcmkiers zur Annahme empfohlen worden ist.
Der Plan sieht die Durchhaltung der den deutschen Schuldnern gegebenen Kredite in ihrer augenblicklichen Gesamthöhe nur für sechs Monate
Dor, vom Zeitpunkt der Unterzeichnung an gerechnet, und im Einklang mit einer Regelung, die für die lausenden Zentral- bankkredile zu treffen ist Unmittelbar zwischen dem deut- schen Schuldner und dem ausländischen Gläubiger wird jeweils ein Einzelvertrag nach einheitlichem Muster abgeschlossen Wegen der Reichsmartguthaben haben sich die ausländische» Gläubiger mit den Deutschen dahin geeinigt, daß nur ein Teil derselben (20 Prozent) sofort, der Nest dagegen erst nach und nach während der Laufzeit des Ver- Irages freigegeben werden soll.
Der Plan sieht ferner zwei Formen von zusätzlichen Sicherheiten
für die beteiligten Gläubiger vor. Einmal soll die Haftung der Schnldnerbank durch eine unmittelbare Perpflich - lu n g des letzten Kreditnehmers ergänzt werden, andererseits ist vorgesehen, datz die deutsche Golddis- lo n t b a n f in gewissen Grenzen die Schulden an die auswärtigen Gläubiger übernimmt oder garantiert, und aus diese Ari durch ihre Aktiven und inneren Kredit die Qualität dieser Verbindlichkeiten beträchtlich verbessert.
Der Vertrag umfaßt nicht unmittelbar einige andere deutsche kurzfristige Schulden, vor allen Dingeck nicht die
Schulden der Länder und Gemeinden.
die sich aus 355 Millionen belaufen. Über die Prolongation auch solcher Verpflichtungen werden vom Ausschuß Verhandlungen zwischen den jeweils beteiligten Gläubigern und Schuldnern empfohlen.
Was die Sachverständigen sagen.
Der Layton-Bericht des Sachverständigenausschusses besteht aus der Einleitung, den Schlußfolgerungen und dem Anhang. Die Einleitung bringt Feststellungen über Entstehung und Entwicklung der Krise und der Anhang besaß, sich mit den Beschlüssen des Stillhalteausschusses. Wichtig vor allem sind die Schlußfolgerungen, die die Empfehlungen an die Regierungen enthalten. Dieser Bericht führt zunächst über die Maßnahmen, die Deutschland ohnefremde Hilfe ergreifen könnte, um möglicherweise seine Sanierung durchzuführen, folgendes aus:
Wie es nicht geht.
Es gäbe hier zwei Mittel, die in Betracht gezogen werden Men: Zunächst eine weitere Veräußerung von deut Wn Auslandsaktiven. Das Komitee ist aber der Wt, daß ein auf die Mobilisierung von deutschen ausländi- Hei, Anlagen gegründeter Plan nicht durchführbar sei °« zur wirtschaftlichen Gesundung Deutschlands beitragen wurde.
. Die zweite Möglichkeit bestehe für Deutschland Win, eine Politik zu treiben, die aus den E r w e r b von ebifen mittels Herunterdrosselung der Ein - 'Uhr und Forcierung der Ausfuhr gerichtet sei.
Gewisse Einschränkungen der Einfuhr im Ver- bminis zur Ausfuhr und strikt durchgeführre Sparsamkeit sowohl bei den öffentlichen Ausgaben als auch bei manchen Willen des privaten Aufwandes würden in Zukunft er- °"erlich sein, um Deutschland in die Lage zu versetzen, einen jährlichen Verpflichtungen gegen das Ausland nachzu- wmmen und die Schulden, welche es in den letzten Jahren auf- Benommen habe, zurückzuzahlen. Aber eine Ausfuhr in beb ""be der doppelten Höhe der Einfuhr — wenn sie tatsächlich Miechführbar wäre — würde eine ernste Störung seines “•ttidmftâlebenS mit sich bringen.
Derartige Maßnahmen führten daher zu weiterer 23er; «niung und hoher Arbeitslosigkeit, bedingt durch Einschränkung des Kredits. Dadurch werde zweifellos auch die
? d e p r e s s i 0 n verschärft. Der Ausschuß erachte es des- M im allgemeinen Interesse für höchst u n e r w u n s ch t ” ®eutf<^lanb gezwungen würde, eine derart schroffe Losuna Wahlen.
Deutschland braucht langfristigen Kredit!
astu? Finanzsachverständigen kommen daher zu dem e n b ■ ata Z J ""-Schluß, daß es sowohl im allgemeinen Interesse l e n^ ^ Interesse Deutschlands notwendig ist, 1 bas
' 8 e Volumen der deutschen Auslandskredtte ausrecht- »uarhalten. und 2. aus alle Fälle einen Teil der zurück- 1 P0 gen en sWtM «na nnaTÄnhiMicn Quellen zu er-
an« • uno 2 aus ane Mue einen ^r» vn »* feA°9eben Mittel aus ausländischen Quellen zu - - noii^. Es ist jedoch klar, daß, falls die von Deutschland be- weiteren Mittel in Form von kurzfristigen !"". gegeben wurden, Deutschland dann einer noch größeren der in V ^" als jetzt gegenübersiehcn würde bei Abdeckung näm Ä Monaten fällig werdenden Verpflichtungen, wenn ablâuch 6 c Prolongarionssrist der zurzeit bestehenden Kredite
Wir sind daher der Auffassung, daß zur Sicherung von Deutschlands finanzieller Stabilität alle weiteren Kredite in Form einer langfristigen Anleihe gegeben werden sollten, und daß diejenigen Teile der bestehenden kurzfristigen Kredite, die hierfür in Betracht kommen, in langfristige Verpflichtungen um- gewandelt werden sollten.
Aber:
Bet der Prüfung der Möglichkeit der Aufnahme einer langfristigen Anleihe für Deutschland kommi der Ausschuß zu folgendem Resultat: Wenn Geldgeber ausgesordert werden, eine Anleihe dieser Art zu zeichnen, prüfen sie unter anderem die allgemeine Wirtschaftslage des betreffenden Landes, seine Handelsbilanz und den Staatshaushalt. Im Fall Deutschlands sind diese drei Faktoren keineswegs ungünstig. Die Londoner Konferenz hat der Ansicht Ausdruck gegeben, daß der Mangel an Vertrauen zu Deutschland. welcher die Krèdtmbziehungen verursachte, und damit die letzige Krise so verschärft hat, „durch die wirtschaftliche Lage des Landes nicht gerechtfertigt ist" ,
Mstr. Lamon, der englische Vertreter in dem Sachverständigenausschuß in Basel, dessen Bericht über die deutsche Wirtschafts- und Finanzlage seinen Namen trägt.
Die gcge'.NAärtiM Regierung ha- »n?tr schwierigen Verhältnissen den Beweis ihrer Entschlossenheit, Deutschlands öffentliche Finanzen auf eine gesunde Basis zu stellen geliefert, und daß diese Politik, wenn sie streng fortgesetzt wird entschieden dazu beitragen wird. Deutschlands Kredit zu stärken. Es bleiben aber zwei grundlegende Schwierigkeiten.
Das politische Risiko.
Die erste ist, das damit verbundene politische Risiko. Solange nicht die Beziehungen zwischen Deutschland und an- deren europäischen Mächten auf der Grundlage freundschast- lichen Zusannnenarbeitens und gegenseitigen Vertrauens beruhen und dadurch eine wesentliche Ursache innenpolitischer Schwierigkeiten für Deutschland beseitigt wird, ist seine Gewähr für einen dauernden und friedlichen wirtschaftlichen Fortschritt gegeben. Dies ist die erste und grundlegende Voraussetzung für die Kreditwürdigkeit.
Das Hindernis der Reparationen.
Die zweite betrifft die äußeren Verpflichtungen Deutschlands. Solange diese Verpflichtungen, sowohl die privaten als auch die öffentlichen, entweder eine dauernde lawtnen- artige Erhöhung der ausländischen Schulden Deutschlands oder aber ein derartiges Mißverhältnis zwischen feiner Etnsuhr und Ausfuhr Hervorrufen, daß die wirtschaftliche Prosperität anderer Länder bedroht ist, wird ein Geldgeber die Lage kaum als gefestigt oder dauernd ansehen
Solange die augenblicklichen oder zukünftigen Gläubiger Deutschlands nicht überfeinen können, wie sich in dieser Hinsicht die künftige Lage Deutschlands entwickeln wird, besteht ein sehr ernstes Hindernis für die Gewährung neuer oder auch nur die Erneuerung bestehender kurzfristiger Kredite und für die Aufnahme einer langfristigen Anleihe.
Der Appell an die Regierungen.
Der Wirtschaftskörper der Welt hat an e t n e m seiner wichtigsten Glieder einen schweren Schlag erhalten. Dies hat zu einer teilweisen Lähmung geführt, die nur durch eine Wiederherstellung des freien Geld- und Güterverkehrs behoben werden kann. Wir glauben, daß dies aber nur bewerkstelligt werden kann, wenn sich die Regierungen aller Länder der Welt über die auf ihnen ruhende Verantwortung klar sind und umgehend Maßnahmen ergreifen, die geeignet sind, das Vertrauen wiederherzustellen. Nur wenn sie handeln, kann es wiederhergestellt werden. Wir halten es für wesentlich, daß sie vor Ablaus der Prolongationsperiode der Kredite, wie es die Londoner Konferenz empsohlen hat, der Welt die Gewähr bieten, einmal, daß die internationalen politischen Beziehungen aus der Grundlage gegenseitigen Vertrauens, welches die Vorbedingung einer leben wirtschaftlichen Lösung ist aufgebaut sind, und ferner, daß die von Deutschland zu leistenden internationalen Zahlungen nicht die Aufrechterhaltung der finanziellen Stabilität gefährden. Finanzielle Hilfs- Maßnahmen allein werden nicht imstande sein, die wirtschaft- liche Prosperität der Well ivlederherzustellen, wenn nicht die auf Cbftrufttog gerichtete Politik eine gründliche Änderung erfährt und der Welthandel, von dem |a der Fortschritt jeglicher Zivilisation abhängl, seine natürliche Entwicklung wiederaufnehmen kann. Wenn wir davon abschen, dahinzielenoe in Einzelheiten gehende Vorschläge zu machen, so geschieht dies nur in der Überzeugung, daß man sich erst zu Maßnahmen, auf deren Ergreifung wir keinen Einfluß haben, entschließen muß, ehe irgendwelche langfristigen deutschen An- leihen, wie gut sie auch gedeckt sein mögen, untergebracht werden können Wir schließen mit der ernsten Mahnung an alle beteiligten Regierungen, in der Ergreifung der notwendigen Maßnahmen keine Zeit zu verlieren und unverzüglich eine Lage zu schaffen, die es ermöglicht, Finanztransaktionen durchzuführen. um Deutschland und dadurch der Welt die so dringend benötigte Hilfe zu bringen.
Polar-U-Boot „Nautilus" inS Packeis vorgestoßen.
Spitzbergen. Eine Meldung besagt, daß „Nautilus" in See gegangen sein soll, um an der Nordseite von Spitzbergen Tauch- versuche im dünnen Packeis zu unternehmen. Vor allen Dingen will Wilkins die Eisbohrer seines U-Bootes probieren. Das U-Boot soll von einem Eismeerfischdampfer begleitet sein.
Schöne Empfehlungen statt Geld.
Wir sind ja an Enttäuschungen gewöhnt, der Deutsche, der an internationale Konferenzen noch irgendwelche Hoffnungen knüpft, müßte sich auf dem Jahrmarkt gegen Geld sehen lassen. Auch die Konferenz der internationalen Finanzleute in Basel hat dafür gesorgt, daß der Deutsche nicht plötzlich in Konferenzbegeisterung ausbricht. Was ist denn bei den zehntägigen Beratungen für uns herausgekommen? Ein endloser Bericht mit vielen Zahlen, mit wenn und aber, mit schönen Erklärungen, wie alles gekommen ist und wie es noch kommen wird, und was alles geschehen müßte. Papier, viel Papier. Und als einziges brauchbares Ergebnis die sechsmonatige Galgenfrist: die fünf Milliarden Aus- landskredite, die noch in Deutschland liegen, sollen erst am 18. Februar fällig werden. Die deutsche Wirtschaft hat etwas anderes erwartet, die Finanzsachverständigen sollten den Weg zu einer großen langfristigen Ausländsanleihe frei machen, damit Deutschland eine wirkliche Atempause bekommt. Aber daraus ist mchts geworden. Man hat zwar sestgestellt, daß Deutschland unbedingt eine Anleihe aus lange Frist braucht, um eine Wiederholung der Geldkrise zu vermeiden, man hat auch festgestellt, daß mit einer wirksamen Hilfe für Deutschland keine Zeit m e h r z u v e r l i e r e n ist, aber — nun kommt die Hauptsache — man erklärt, niemand werde Deutschland die Kredite nach sechs Monaten verlängern, oder gar einen längeren Kredit gewähren, s 0 lange das Ausland nicht sehe, wie es mit den Tributen gehe, und wie das Verhältnis zwischen Deutschland und den anderen europäischen Mächten (lies Frankreich) sich gestaltet.
Es wirkt komisch, wie die Herren Sachverständigen sich scheuen, das Kind beim rechten Namen zu nennen, wie sie um den Kern der ganzen Sache herumschleichen, wie die Katze um den heißen Brei. Warum sagt man nicht ganz offen, daß die von Deutschland erzwungenen Tributzahlungen die ganze Weltin Unordnung bringen, warum sagt man nicht offen, daß es Paris ist, das hartnäckig auf die Erfüllung der unerfüllbaren Verträge besteht? Rein, das sagt man nicht, das ist auf den internationalen Konferenzen verboten. Was die Baseler Sachverständigen sestgestellt haben, wird in Deutschland seit Jahr und Tag hundert- und tausendmal gesagt, und seit Jahr und Tag weiß auch die Welt, wo das Hindernis steht, an dem alle Bemühungen um eine Verständigung scheitern. An Versuchen von deutscher Seite, sich mit Frankreich zu verständigen, hat es nicht gefehlt, da ist schon fast des guten zuviel getan. Aber was nützt uns aller guter Wille, wenn die Gegenseite nicht will? Frankreich spricht zwar auch von Freundschaft, aber es denkt sich die Sache so: Deutschland soll geben und immer wieder geben, Frankreich darf nehmen und nur nehmen. Da hätten die Sachverständigen andeuten sollen, was da zu machen ist, um aus dieser Sackgasse zu kommen. Aber da erklären sie, es wäre nicht ihre Aufgabe politische Vorschläge zu machen.
Der einzige Punkt in der Denkschrift, an den man eine Hoffnung, wenn auch nur eine ganz schwache, knüpfen kann, ist das Eingeständnis, wie sehr die übrige Welt von Deutschlands Ergehen abhängt. Da heißt es so:
Deutschland spielt im Wirtschaftsleben der Welt, insbesondere Europas, eine so bedeutsameRolle. daß es keine gemeinsame Erholung von der gegenwärtigen Krise gibt, so lange die Lage in Deutschland sich nicht bessert.
Auch das ist eine Wahrheit, die von deutscher Seite immer und immer wieder vorgetragen worden ist. Aber sie stieß auf taube Ohren. Erst jetzt, wo auch in Amerika und in England die Arbeitslosenheere immer mehr anwachsen, erst jetzt wird man hellhörig. Allerdings, in Paris glaubt man immer noch, daß Frankreich von der Krise gänzlich unberührt bleibt. Auf diesem Glauben baut sich die ganze Politik der französischen Unversöhnlichkeit auf. Aber die anderen, die sehen allmählich ein, was es bedeutet, wenn ein großes Kulturvolk plötzlich seine Lebenshaltung herunterdrücken muß, Und seine Käufe im Ausland einstellt. Statt der deutschen Käufer erscheinen draußen nur noch die deutschen Verkäufer, und die fremde Konkurrenz wird es bald spüren, wenn die deutsche Ware unter dem Drucke des Geldmangels um jeden Preis auf .den Markt kommt. Die Angst vor dieser Entwicklung spricht sehr deutlich aus dem Bericht der Baseler Sachverständigen, und diese Angst war es auch, die schließlich die Bankiers bewogen hat, die Kredite, wenn auch nur für sechs Monate, zu verlängern.
Diese Angst soll uns eineLehre sein. Wir müssen in diesen sechs Monaten, wenn auch unter schweren Opfern, der Welt zeigen, daß sie sich selbst an meisten schadet, wenn sie Deutschland zur größtmöglichen Einschränkung zwingt. Die deutsche Landwirtschaft ist heute stark genug, um uns ohne wesentliche Einfuhr von Lebensmittel» zu ernähren, und in der Industrie müssen durch Opfer von allen Seiten die Herstellungskosien so gesenkt werden, daß wir der ausländischen Konkurrenz unbedingt mit ^Erfolg begegnen können. Es ist e i n schwerer Weg für uns, aber besser jetzt zusammenstehen und durch gemeinsame Opfer wieder hochkommen, als im gegenseitigen Kampf um die letzte Lebensmöglichkeit untergehen.
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Die Verhandlungen des Internationalen Sachverständigenausschusses und des Stillhaltckonsortiums sind mit einem ausführlichen Bericht abgeschlossen worden.
* Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist bei seinem Flug über England mit großem Jubel begrüßt worden.
* Das ungarische Kabinett des Grafen Vethleu ist zurück, getreten.