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Zul-aer Anzeiger

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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

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Alk. 207 1931

Fulda, Samstag, 5. September

8. Jahrgang

Zeichen der Zeit.

Die Wirtschaftsstockung. In die Ecke gestellt. Ein Wahrzeichen deutscher Tatkraft.

Die Schreckenstage dieses Hochsommers, in denen plötzlich die Börsen und die Banken schließen mußten, werden jetzt nach und nach liquidiert. In die Börsenhallen, die über eineinhalb Monate verwaist dalagen, ist wieder neues Leben gezogen, denn man hat behördlicherseits den Handel an den Börsen, wenn auch zunächst unter starken Vorsichtsmaßnahmen, wieder aufnehmen lassen. Die Reichsbank hat den noch immer hohen lOprozentigen Diskontsatz, der gleichfalls ein Ausfluß der ernsten Juli- sage war, auf 8 Prozent ermäßigt und damit Zeugnis für das wachsende Zutrauen in die Kraft der deutschen Wirt- Mft geben wollen. Die Kredite sollen und werden jetzt wieder etwas reichlicher fließen. Weitere Kreise werden M dieser Möglichkeit bestimmt Gebrauch machen; und es wäre zu wünschen, daß das Wirtschaftsleben in Deutsch­land durch diese verbilligten Kreditmöglichkeiten einen neuen Auftrieb erhält. Diesen Auftrieb hat es wirklich notwendig. Ein BlicknachLeipzig.wo weite Messe­hallen auf ihre Käufer warten, liefert uns von neuem den Beweis von der Stockung, von der die deutsche Wirtschaft betroffen ist. Das Messegeschäft ist, wie selbst die messeoffiziösen Berichte zugeben, sehr ruhig. Die wenigen Artikel, die verkauft werden, müssen billig, billiger, am billigsten sein. Auch die Weihnachlsaufträge, die sonst um diese Zeit die Orderbücher der Standinhaber füllten, sind nur spärlich eingegangen. Zeichen der Zeit. Alle Käufer halten zurück aus Ungewißheit vor der Zukunft und allent­halben sucht man einen Ausweg aus dem Dilemma.

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Als ein Mittel zur Bekämpfung dieser Wirtschafts- lrise war der A b s ch l u ß der d e u t s ch - ö st e r r e i ch i - schen Zollunion gedacht. Dieser Abschluß ist in Genf verhindert worden, indem man besonders von fran­zösischer Seite Deutschland und Österreich mit diesem Zoll­pakt Anschlußmotive unterschob, die hier bestimmt nicht mitgesprochen haben. Dieser Weg ist also vor­läufig versperrt, und man muß nach neuen Metho­den suchen. Da sind in der Öffentlichkeit Gerüchte auf­getaucht, die von einer Annäherung der deutsch- sranzösischen Wirtschaft wissen wollen. Hierzu sollen gewisse Wirtschaftsausschüsse gebildet werden, die als Vortrupp einer deutsch-französischen Verständigung dienen sollen. Ob die Vorarbeiten für diese deutsch-fran­zösische Wirtschaftsversöhnnng schon in Genf geleistet wer­den wird, weiß man nicht. Immerhin ist es durchaus möglich, denn Frankreich hat den neuen Botschafter in Berlin, Poncet, als seinen Vertreter nach Genf gesandt, einen Wirtschaftsführer von R-ang und Ruf, dem es ob­liegen soll, diese deutsch-französische Annäherung zu be­werkstelligen. Diese inoffiziellen Genfer Gespräche werden sicher wieder viel wichtiger sein als die Abwicklung des offiziellen Tagesprogramm, zumal ja die Hauptakteure in Genf diesmal ausgeblieben sind, und man vielfach nur in zweiter Besetzung spielt. Zeichen der Zeit. Der Reichs­kanzler mußte zur Fertigstellung des Winterprogramms in Berlin bleiben. Sein Kollege in London, Herr Macdo­nald, ebenfalls von starken Sorgen gepeinigt, arbeitet fieberhaft an einem Sanierungsprogramm an der Themse. Und auch Herr Laval hat es vorgezogen, diesmal in Paris zu bleiben, obwohl durchschlagende Gründe hierfür kaum vorhanden sind; und wenn alles gut geht, kommt nur noch ^ Primaballerina von Genf, Herr Briand, an die Stätte Hner Wirksamkeit, an der er schon so oft billige Triumphe feiern durfte. In Genf ist man über die Entwicklung, die : internationalen Verhandlungsmethoden in den letzten ; Monaten genommen haben, recht ungehalten. Man fühlt L § benachteiligt, übergangen, an die Wand gedrückt.. Der I Alerbund hätte jedenfalls gern gesehen, wenn er bei den

Brechungen und Zusammenkünften, die in letzter Zeit zwischen den führenden Staatsmännern gepflogen

'Nen sind, als Mittler hinzugezogen worden wäre. Aber Wie Ecke gestellt zu sein, macht den Herren keinen 'M Wozu ist man denn auch schließlich da?

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, Während so den Genfer Völkerbundbehörden in letzter N tatsächlich Zweifel an ihrer Daseinsberechtigung ge- : Amen sind, hat das LuftschiffGraf Zeppelin" diese seine i Avinsberechtigung mit dem Flug vom Bodensee nach

Südamerika wieder eklatant beweisen können. Von den ^Anreisen des Luftriesen ist bisher von der deutschen ; Sittlichkeit immer ausführlich Notiz genommen worden.

war jetzt wohl zum ersten Male anders. Man ver­knete kurz den Start und gab einen kurzen Bericht 7" die Ankunft. Mehr nicht. Damit soll aber nicht Abgesagt sein, daß man in Deutschland an den Zeppe- ^wüen kein Interesse mehr hat. Nach den zahlreichen âöwistungen, die das Luftschiff schon abgelegt hat, wird

gingen seiner Fahrten jetzt als eine Selbstver - I 1 id) t e i t hingenommen, etwa so, wie man die I «/^ Innehaltung eines Fahrplans und die gefahr- ° Beförderung auf Schiff und Eisenbahn erwartet Das NNuen, das' Deutschland seinem in der Welt bisher ! ; 8 dastehenden Luftschiff ausgesprochen hat, wird sein

seine Besatzung zu würdigen wissen, wie das ®olf und darüber hinaus alle Länder, die das I bisher besucht hat, auch die Leistungen dieser

inder Luftfahrt einzuschätzen weiß. Wir erblicken -.j^wsem Luftschiff wieder und wieder ein Wah r- I deutscher Tatkraft und deutschen

!>M."^ns, das geeignet ist, uns in dieser schweren Zeit I Bewußtsein auf den Wiederaufstieg Deutschlands I 1 willen.

Am Grabe der Zollunion.

Die Zollunion ad acta gelegt.

Genf hat nur noch geringes Interesse.

Der V ö l k e r b u n d r a t befaßte sich jetzt erst mit dem österreichischen Hilfegesuch an den Völker­bund. Auf ausdrücklichen Wunsch Frankreichs war die Behandlung dieser Frage im Rat bis zu der von Frank­reich feit Monaten mit entscheidendem Nachdruck geforder­ten Verzichterklärung Österreichs noch vor der Entscheidung des Haager Gerichtshofes vertagt worden. In ausländischen Delegiertenkreisen wird übereinstimmend betont, daß die Verzichterklärung Deutschlands und Öster­reichs das politische Aufgeben dieses Planes be­deute und damit die Entscheidung des Haager Gerichts­hofes wesentlich von ihrer Tragweite und Bedeutung ver­loren hat. Die Behandlung des Zollunionsplans vor dem Rat nach der rechtlichen Seite hin erfolgt nunmehr am Montag abend. Über das dort einzuschlagende Verfahren sind die Verhandlungen noch im Gange, jedoch zeigt sich bei den maßgebenden Abordnungen überein­stimmend das Bestreben, das Verfahren im Rat hierüber möglichst zu verkürzen, da die politische Entscheidung über die Zurückziehung des Zollunionsplanes bereits gefalle« ist und damit die Rolle des Rates sich nur darauf be­schränken kann, diese Tatsache zur Kenntnis zu nehmen.

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Tritt Schober zurück?

Österreichs Finanznot wird nachgeprüft.

Zur Prüfung des Finanzgesuches der öfter- .eichischen Regierung an den Völkerbund wird der Finanzausschuß eine Sonderabordnung zu einer ein­gehenden Prüfung der gesamten Wirtschafts- und Finanz­lage Österreichs nach Wien entsenden, da der Bericht des stellvertretenden Generalsekretärs Avenol und des Finanz­sekretärs des Völkerbundes, Loveday, als nicht genügend angesehen wird. Auf Grund des Berichts dieser Abord­nung konnte sodann der Finanzausschuß entweder von sich aus der österreichischen Regierung ein Sanie­rungsprogramm vorlegen oder dem Rat neue Vor­schläge für die finanzielle und wirtschaftliche Sanierung Österreichs machen.

Es ist in Aussicht genommen, den 15 0 - Mil - lionen-Schilling-Kredit für die Öster­reichische Creditanstalt zunächst bis Oktober zu verlängern. Die Bank von Frankreich soll die Garantie für einen Betrag von 50 Millionen Schilling des Gesamt- kredits übernommen haben.

Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt des österreichischen Außenministers Schober, die verbreitet werden, finden bisher keinerlei Bestätigung.

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Der Völkerbundrat behandelte unter dem Vorsitz des spa­nischen Außenministers Lerroux das vor einigen Wochen ein­gereichte Gesuch der österreichischen Regierung auf Prüfung der wirtschaftlichen Lage Österreichs und Durchführung finan­zieller Sanierungsmaßnahmen. Aus Ersuchen des Ratspräsi- oenten nahm der österreichische Außenminister Schober am Rats­tisch Platz.

Der österreichische Außenminister Schober gab eine Erklä­rung ab, in der es u. a. heißt: Die österreichische Regierung ist sich sehr wohl bewußt, daß zur Überwindung der gegenwärtigen Krise die Zusammenarbeit mit den anderen europäische» Staaten und dem Völkerbund notwendig ist und sie hat ge­glaubt, daß die Zeit nun gekommen ist, um die Aufmerksam­keit des Rates auf die Lage in Ostexreich zu lenken. In dank­

1 Million für den freiwilligen Arbeitsdienst

Als Gehälter und Löhne für Jugendliche.

Die Reichsregierung hat für die A r b e i t s d i e n st - p f l i ch t eine Million Mark zur Verfügung gestellt. Diese Million zahlt das Reich an die Landesarbeitsämter als Zuschuß für diejenigen Jugendlichen, die noch keine Erwerbslosenunterstützung beziehen. Die Landesarbeits- ämter wiederum zahlen an die Jugendlichen Gehälter und Löhne aus, soweit sie für die Arbeitsdieustpflicht herangezogen sind, über die Zahl der Arbeitsdienst leistenden Jugendlichen existieren bisher keine amtlichen Erhebungen.

Sie Aaluralversorgung für Erwerbslose.

Im Reichsministerium für Ernährung und Landwirt­schaft haben die ersten vorbereitenden Besprechungen über Die Naturalversorgung für Erwerbslose stattgefunden. An Der Besprechung waren außer den anderen Ressorts des Reiches und Preußens auch die kommunalen Spitzenver­bände beteiligt. Es handelte sich um die erste grundlegende Klärung der ernährungspolitischen Seite der Erwerbs­losenhilfe. Die Besprechungen in dem hierfür federfüh­renden Reichsarbeitsministerium werden fortgesetzt.

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Das Handwerk gegen die Naturalversorgung.

Der Sozialpolitische Ausschuß beim Deutschen Handwerks­und Gewerbekammertag und beim Reichsverband des deutschen Handwerks tagte in Hannover. Die Auffassung des Ausschusses über die Arbeitslosigkeit und die Möglichkeiten ihrer Be­kämpfung gibt nachstehende Entschließung wieder:

Die gewaltige Ausdehnung der Arbeitslosigkeit und ihre verheerende Auswirkung auf das selbständige Handwerk und seine Gesellen

barer Erinnerung an die Hilfe, die Österreich bei einer früheren Gelegenheit gebracht worden ist, ersuche er den Rat, das An­suchen der österreichischen Regierung an das Finanzkomitee zu überreichen.

Der italienische Außenminister Grandi unterstützte den Antrag des Berichterstatters auf Überweisung des österreichi­schen Hilfegeiuches an den Finanzausschuß des Völkerbundes.

Der Völkerbundrat beschloß die Überweisung des öster­reichischen Hilfegesuches an den Finanzausschuß des Völker­bundes.

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Weitere Auslandspressestimmen zum Zoll­unionverzicht.

Zu den Erklärungen des deütfchen und des österreichischen Außenministers in Genf nehmen die Wiener Zeitungen fast durchweg eine scharf ablehnende Stellung ein. So schrei­ben dieWiener Neuesten Nachrichten", die dem Vizekanzler Schober nahestehen, u. a. folgendes: Die französische Er­pressung kann es zwar verhindern, in diesem Augenblick die Zollunion zu verwirklichen, sie kann aber nicht die Tatsache aus Der Welt schaffen, daß Österreich wirtschaftlich und politisch lebensunfähig ist, was gerade diejenigen Krisenvorgänge am deutlichsten bewiesen haben, die Frankreich die Waffen gegen uns in die Hand gegeben haben. DieReichspost" ver­sieht ihren Leitartikel mit der ÜberschriftCanossa". Sie sagt u. a.: Das angerichtete Unheil ist groß geworden. Es wurde in intimen Kreisen schon nach Ostern bekannt, daß Frank­reich kreditpolitisch antworten werde. DieNeue Freie Presse" betont, daß der Verzicht auf den Zollunionsplan nichts an Österreichs wirtschaftlicher Krise ändere. Die Zollunion zwi­schen Deutschland und Österreich ist zur Strecke gebracht. Aber nicht getötet ist die Not der unterdrückten Mil­lionen. Durch keine Pression werden jene Bedürfnisse zum Schweigen gezwungen, die durch den Wahnsinn der Friedens­verträge entstanden sind. Die Zollunion wird von der Tages­ordnung abgesetzt, aber die K a t a st r 0 p h e ist geblieben. Das Hauptorgan der Sozialdemokraten, dieArbeiterzeitung" wen­det sich gegen den französischen Jmpertalismus, der nunmehr aus der Höhe seiner Macht stehe, da das franzö- ische Geld Europa regiere, wie es wolle. Das Blatt wendet ich aber auch gegen die dentfche und die österreichische Politik n der Zollunionsfrage. Der Kampf habe mit einer demü­tigen Niederlage geendet.

Was England sagt.

Der Verzicht Deutschlands und Österreichs auf die Zoll­union und der dadurch sichergestellte Besuch Lavals und Briands in Berlin wird nach Ansicht derTimes" die deutsch-französische Annäherung ein wesentliches Stück vor­wärts bringen. Wenn aber Europa als Ganzes genommen eine Katastrophe vermeiden wolle, dann bedürfe es mehr denn je der aufrichtigen Zusammenarbeit aller Regierungen. Der Europa-Ausschuß des Völkerbundes habe jetzt seine große Ge­legenheit, Europa einer besseren Zukunft entgegenzuführen. Es liege aber noch genügend Gefahr in der Luft, denn je größer die Zahl der interessierten Regierungen sei, desto größer sei auch die Schwierigkeit, eine endgültige Einigung zu erzielen und zur befreienden Tat zu kommen.

Sowjetrussische Stimmen.

Die Sowjetpresse beschäftigt sich ausführlich mit der Be­handlung der Zollunionsfrage im Europa-Ausschuß. Die Jswestija" und diePrawda" schreiben, die Niederlage der Wiener und Berliner Diplomatie in der Frage der Zollunion sei nur aus schärfsten wirtschaftlichen Druck des französischen Kapitals zurückzuführen, das sich bemühe, um jeden Preis die Alleinherrschaft auf wirtschaftlichem Gebiet zu erhalten. Der Zusammenbruch des Zollunionplanes werde tn der politischen und wirtschaftlichen Lage Europas keine Ent­spannung bringen. Es werde sich zeigen, daß der Versuch, das Zollproblem aus andere Weise zu lösen, etwa in Gestalt einer deutsch-französischen Zollunion oder eines Pan­europa vollständig unmöglich sei.

verlangen gebieterisch, daß die Reichsregierung schleunigst ein­schneidende Maßnahmen trifft gegen die starren Preis- und Lohnbindungen, die die deutsche Produktion fesseln. Zu solchen Maßnahmen gehört auch die

Beseitigung der Hauszinssteucr

und der der Wohnungszwangswirtschaft, durch deren Auf­hebung der Althausbesitz in die Lage versetzt wird, großen Teilen des Handwerks und seinen Gesellen Arbeit zu geben und dadurch den Arbeitsmarkt ganz wesentlich zu entlasten. Dazu muß die deutsche Kreditpoltik viel entschiedener als seither darauf gerichtet sein, die Produktion im Gange zu halten und weitere Arbeiterentlassungen zu verhüten.

Als sehr bedenklich wurde bezeichnet der auch vom Reichs- arbeitsmintster in seiner jüngsten Frankfurter Rede ange­schnittene Plan einer vollständigen oder teilweisen

Naturalversorgung der Arbeitslosen.

sei es mit Nahrung oder Bekleidung. Die Durchführung eines solchen Planes würde die Schaffung eines großen Verwal­tungsapparates bedingen, dessen Kosten die den Arbeits­losen etwa zufließenden Vergünstigungen weit übertreffen wür­den. Der Ausschuß war vielmehr der Auffassung. Vag alle Maßnahmen, die dazu dienen können, das harte Los der Arbeitslosen zu erleichtern, nur unter Einschaltung der Privatwirtschaft in Handwerk und Handel zu treffen sind, die sich bereitwilligst für einen solchen Zweck zur Verfügung stellen.

Die einheitliche Zusainmenfaffung

der Hauptuntcrstützungscmpfänger, Krisenunterstützten und Wohlsahrtserwerbsloscn ist angesichts der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland eine unabweisliche Notwendia- feit geworden."

Kleine Zeitung für eilige Leser.

* Der Haager Gerichtshof hat erklärt, die geplant gewesene Zollunion fei mit dem Genfer Protokoll unvereinbar.

* Der Völkerbundrat verhandelte über das Gesuch Oester, reichs um finanzielle Hilfe.

* Die Frist für die Ablieferung von Devisen und Gold­beständen ist bis zum 19. September verlängert worden.