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Nr. 63 — 1932
Fulda, Dienstag, 15. März
9. Jahrgang
Nach dem ersten Wahlgang
Neben Hitler wird auch Hindenburg am 10. April zur Präsidentenwahl kandidieren. — Hugenberg schlägt Verzicht auf den zweiten Wahlgang, dafür aber Auflösung des Reichstages und Reichstagsneuwahlen vor.
Kundgebungen nod Sorschlâge.
Der Wahlausgang hat eine Überraschung gebracht, die sich kaum jemand vorher vorgestellt hat. Während die einen glaubten, Hindenburg werde mit weitem Vorsprung siegen, hörte man vielfach die andere Schätzung, daß Hindenburg etwa 15—16 Millionen Stimmen und die Gegner etwa 14 Millionen Stimmen erreichen würden. Beide Voraussagen haben sich nicht erfüllt. Hindenburg erhielt nicht die erforderliche Mehrheit, cs fehlen ihm jedoch nur rund 160 000 Stimmen. Die Entscheidung hat also, wie man sagt, auf des Messers Schneide gestanden. Es ist klar, daß nun überall die Frage gestellt wird, soll nun, trotz dieser Zahlenverhältnisse, ein zweiter Wahlgang staitfinden? Die Nationalsozialisten haben bereits ihre Meinung kundgetan, Hitler hat schon am Tage nach der Wahl zum Kamps für den zweiten Wahlgang aufgerufen. .Hindenburg hat daraus in der Öffentlichkeit erklären lassen,
der Reichspräsidentenwahl. Dort ist die DNVP., deren Stimmen sich seit der Reichstagswahl mehr als verdoppelt haben, zur stärksten Partei des Landes geworden. Bei der Reichspräsidentenwahl, einer reinen
Personenwahl, ,md die politischen Fronten andere als bei den Wahlen zum Reichstag und zu den Landtagen. Die Wahlen in Preußen und die Wahlen im Reich, die die Deutschnationale Partei auf Grund der Wahlergebnisse als Ausdruck des Volkswillens fordert, werden das Anwachsen des nationalen Gedankens erneut zeigen und den Zusammenbruch der schwarz-roten Koalition besiegeln. Unter diesen Umständen wird der zweite Wablgang hervorragend unter dem Gesichtspunkt der Preußen- Wahlen zu führen sein.
daß er sich auch zum zweiten Gang stellen werde. Anhänger Duesterbergs haben durch ihren Führer, Hugenberg, einen Vermittlungsvorschlag macht, den Vorschlag nämlich, die Rechte solle aus zweiten Wahlgang verzichten, dafür soll Hindenburg
a g Auslesen und
mit
Die Dr. s* den den den
Parlamentswahlen in Preußen, Württemberg und Bayern den Reichstag neu wählen lassen. Damit soll einmal der Tatsache Rechnung getragen werden, daß ein zwettar Wahlgaug. kaum Hindenburgs Wiederwahl verhindern könne, andererseits der Tatsache,, daß am 18. März et« sehr großer Teil des Volkes sich gegen den jetzigen Re- gierungskurs erklärt hat. Durch Neuwahlen im Reich and zugleich mit Parlamentswahlen in den größeren Ländern soll Klarheit über die politische Kräfteverteilung geschaffen werden. Die Entscheidung über diesen Vorschlag liegt einerseits bei Hindenburg und seinem Kanzler Tk. Brünina. andererseits bei dsn NationalsoLlslisten.
*
tobenbürg für den Meilen Gang bereit.
Bei einem Empfang deS Vorsitzenden des Hindenburg-Ausschusses, Dr. Gercke (Landvollpartei), erklärte der Reichspräsident, er sei bereit, auch in einem zweiten Wahl-
sang zu kandidieren.
Der Reichspräsident hat am Wahltag bis um 11 Uhr abends die einzelnen Ergebnisse abgewartet und sich dann im Ruhe begeben. Das Endergebnis der Wahl wurde ihm am Montag morgen gegen 7 Uhr mitgeteilt. Er gab seiner licsen Befriedigung über das Wahlergebnis Ausdruck.
im Ruhe begeben.
*
Verzichi aus zweiien WahlHâug.
Dafür Reichstagsneuwahlen. — Ein Vorschlag Hugenbergs.
In einem Artikel zu dem Ergebnis der Reichs- prasidcutenwahl schreibt Dr. Hugenberg:
»Die Angst vor Erschütterungen, die etwa mit einem âeichsprästdentenwechsel verknüpft sein könnten, hat ein paar Millionen Wähler, die im Lager der nationalen Opposition gegen das herrschende System stehen, dazu ."vogen, für Die Wahl des Feldmarschalls von Hindcn- zum Reichspräsidenten zu stimmen. In der zweiten «ayl entscheidet die einsache Mehrheit. Nach Lage der ist Damit zu rechnen, daß der Gcneralfeldmarschall
Hindenburg im zweiten Wahlgayg g e w ählt Unter diesen Umständen führt eine Betrachtung, über die K a m p f e s v e r b i s s e n h e i t der n lC11 erhebt, zn dem Gedanken, daß unser öffent- "den von den vielen Unklarheiten, Die uns ti°igh^ esreit würde, wenn man folgendermaßen f(f, den schon vorgesehenen Wahlen zum preusri- 8 im -Höfchen und württcmbergischc» Landtag soll am ui „ j jn‘, die Neuwahl des a lt f z »i l ö s e n d c » sc«»», äZ° 6 6 st a t t s i il d c ir. Unter dieser VorauS- ^uule durch verfassungsändcrndes Rcichsgcsrtz Wirkn»"^ .^erdtn, daß die Abstiinniung vom 13. März die lunbi hÜrCI,,c8 zweiten Wahlganges der Neichspräsidcilten- ^folgt ist" ^"^ “Ifo die Wiederwahl Hindenburgs
nationale Opposition könnte einem wiirdo mt v afl Anstimmen, denn eine zweite Wahl auf bet» I vre Bcdcntung einer Gegenprobe haben, die u vorgeschlngencu Wege einfache, billiger und " 1 unber erreicht werden würde."
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JuiÄ^^ der Deutschnationalcu Volkspartei lick» M' < ^obniâ erinnert an den starken Einsatz staat- Erkoio"> iimitlcl im Wahlkampf, unD sagt weiter: Der Seine L .'L Wtempartcien sei ein Scheinerfolg. Das ^nntlia?« ^ e Stimmenrückgang dieser Parteien (bc- 0c9einih™!teu ^e hinter Hindenburg stehenden Parteien von tu.,?n, .Atzten Rerchstagswahlen einen Verlust Gtqebnid Millionen Stimmen) und das gleichzeitige 1 itz. Wohl en in Mcck 1 cu b u rg - S.t r c - iagstvalu), V^eu die Deulschuarionalcn bei Den Land- n doppelt so viele Stimmen erhalten wie bei
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DaS Ergebnis der Acichspräsidentcnwahl.
BERG
1.5S
Unsere grap.
Kundgebung der Hindenburg-Ausschüsse.
Tie Hauptgeschäftsstelle der Hindenburg-Ausschüsse erläßt eine Kundgebung, in der es heißt: „Das Wahlergebnis hat die Erwartungen der Hindenburg-Ausschüsse voll gerechtfertigt. Tie Sammlung auf nationaler und überparteilicher Grundlage zur Durchsetzung der Kandidatur des Reichspräsidenten v. Hindenburg ist vom Volke verstanden und gebilligt worden. Über die Parteien hinaus, welche die Wahlperiode für den Namen Hindenburg ausgaben, haben viele Millionen durch ihre Stimme dem Willen Ausdruck gegeben, an der Spitze des Reiches keinen Parteimann, sondern den bewährten Führer in guten und bösen Tagen zu sehen. Die Gegner der Kandidatur Hindenburgs sind auf allen Fronten geschlagen. Der Sieg des Reichspräsidenten im zweiten Wahlgang ist sicher. Bedauerlich bleibt, daß die politische Zersplitterung einen zweiten Wahlgang notwendig macht, daß das deutsche Volk auf weitere vier Wochen den Läbniungen und Störungen eines Wahlkampfes ausgesetzt wird, saß wichtige außenpolitische und wirtschaftliche Aufgaben, Die im Vordergrund stehen sollten, zurücktreten müssen Die Verantwortung trifft Diejenigen, die sich Dem Rus zur nationalen Sammlung versagten. Die Hindenburg-Ausschüsse werden deshalb auf Der alten überparteilichen Grundlage ihre Arbeiten fortsetzen."
chifche Darstellung räsidenlenwahl voi
„ . t , . . lschaulicht daS Ergebnis
der Rcichspräsidentenwahl vom 12. März 1932 im Vergleich zu den Ergebnissen der Reichstagswahl wem 14. September
der Neu
veran
lüM.
Was lagt die Presse?
Forscht wen in dem deutschen Blätterwald nach, was über den AuSgang der Reichspräsidentenwahl gesagt wird, so kann man zwei Fragen heraushören: Zuerst natürlich Die Frage: kommt eine zweite Wahl? und dann die Frage: Was soll Brüning angesichts des Anwachsens der Nationalen Opposition tun? Auch die Blätter, die ihre Berichte mit der Überschrift „Niederlage HitlerS" versehen, lassen durchblicken, daß auch sie nicht ohne Sorgen sind. So schreibt die Münchener Zeitung, die sehr stark für Hindenburg eintrat, der Sieg Hindenburgs dürfe nicht verdunkeln, daß die Millionen nationalsozialistischer Stimmen doch eine gewaltige Massierung unzufriedener deutscher Menschen bedeutet. Man habe auch ernsthaft zu beachten, daß Hitler die zerschlagene Harz- burger Front wiederaufrichten wolle. Der Frankfurter Generalanzeiger meint, es sei jetzt die Frage akut, ob sich daS Kabinett Brüning nicht durch verantwortliche Heranziehung der Deutschnationalen erweitern sollte. Die demokratische Frankfurter Zeitung glaubt, die nationalsozialistische Welle hätte ihren Hö h e p u n k t erreicht und sei im Abebbew Die volksparteiliche Kölnische Zeitung wünscht, daß „im Interesse der nationalen Einigkeit Ducsterberg und Hugenberg durch den ersten Wahlgang zu Hindenburg hingewiesen werden". Das rheinische Zeutrumsblatt, die Kölnische Volkszeitung, sagt zu dem Anwachsen der Nationalsozialisten, diese Partei sei heute das Sammelbecken aller Unzufriedenen, ähnlich wie es die Sozialdemokratie vor dem Kriege gewesen sei. Der Hannoversche Kurier wünscht dringend, daß eine zweite Wahl vermieden werde. Die Hamburger Nachrichten warnen davor, bett Wahlsieg Hindenburgs als Sieg Brünings auszulegen. Das Blatt deutet die Wahl so, daß dadurch Hindenburg die Handlungsfreibeit für einen Kurswechsel der deutschen Politik gegeben sei. Die Breslauer Neuesten Nachrichten bezeichnen Hindenburgs Sieg als einen persönlichen Erfolg, der keinerlei Schlüsse auf den Ausgang parlamentarischer Wahlen zulasse. Die Schlesische Zeitung überschreibt das Wahlergebnis mit den Worten „Ein Mißtrauensvotum für Brüning".
Oie presse der Neichshauptsta-i, soweit sie zu den Hindenburg-Parteien gehört, ist natürlich über den Wahlausfall hocherfreut. Das demokratische Berliner Tageblatt sagt: „Der Sieg Hindenburgs sei für das Hakenkreuz ein Schlag aufs Haupt geworden. In einem zweiten Wahlkampf solle man mit aller Härte Vorgehen lind Den Gegnern auch
keinen Osterfrieden gönnen.
Die demokratische Vos fische Zeitung beschäftigt sich ebenfalls sehr eingehend mit den Nationalsozialisten und sagt, die Persönlichkeit Hindenburgs habe allen den Sieg gebracht. Der sozialdemokratische Vorwärts erklärt: Der Faschismus Wirb nicht regieren, aber die NSDAP, ist eine starke Partei. Sie bat Die Möglichkeit, sich mit anderen Parteien zu koalieren. Schärfste Aufmerksamkeit, größte Energie im Kampfe gegen sie bleibt notwendig.
Die Deutsche Allgemeine Zeitung, daS Blatt der Mittelparieien, nennt daS Wahlergebnis einen großen moralischen und persönlichen Erfolg des Staatsoberhauptes. DaS Blatt glaubt, daß sich Der zweite Wahlgang nicht vor- meiden lasse. Zu Dem Anwachsen Der Nationalsozialisten stellt daS Blatt Die Frage, wie lange Die Regierung diesem Wachstum nur mit Presse- und VersammlungSverdoten und mit Polizei- maßregeln entgegentreten wolle. DaS Blatt warnt nachdrücklich 'davor, Den zweiten Wahlgang
mit den preußischen Landtagswahlen zu vcrüindeit.
Der bürgerlich-nationale Berliner Lokalänzeiger beginnt feine Betrachtungen mit Der Feststellung: „Weder Hindenbura noch Hitler haben daS aefteefte Riel erreicht?
DaS Berliner Blatt Der Nationalsozialisten, Der Angriff, beginnt triumphierend mit Der Feststellung, daß Die NSDAP, sich verdoppelt habe. „Nur bei Der NSDAP ist Masse, Konzentratkon und Festigkeit. Waâ ist Dagegen Der Hindenburg- Block?, ein GarnichtS", so heißt cs in dem Artikel. Zu den Anhängern DuesterberAS gewendet, fällt das Blatt: Alle nationalen Ziele könnten Ml von der NSHAsiT vermten UK.V
den, deshalb nehme sie die Führung "Der nationalen Opposition .für sich in Anspruch.
Die Germania, das Blatt des Kanzlers, überschreibt Ihre Betrachtungen mit den Worten: „Das Volk erwacht!" und nennt den 13. März einen Ebrentag des deutschen Volkes Die Verantwortung dafür, daß Hindenburg im ersten Gang nicht durckgekommen sei, schiebt das Blatt Tuesterberg zu. Es rät der Deutschnationalcu Partei, ernsthaft zu prüfen, wie sie auS der Verstrickung berauskomme. Die agrarische Deutsche Tageszeitung erklärt, der 13. März habe bewiesen, daß die Unterscheidungen zwischen der Person Hindenburgs und dem, was wir als „System" bezeichnen, weitgehend auch im Osten lebendig ist.
Das Echo im Ausland.
Der Ausgang der Reichspräsidentenwahl findet auch im Ausland stärkste Beachtung. Besonders interessiert natürlich das Wahlduell zwischen Hitler und Hindenburg. Man zeigt sich in England und Amerika Darüber zufrieden, daß Hinden- bürg weitaus an der Spitze aller Kandidaten marschiert Man rechnet allgemein tm AuSlande mit einer sicheren Wahl Hindenburgs im zweiten Wahlgang.
In Der französischen Presse wird der Wablausfall für innenpolitische Zwecke ausznbeuten versucht Während die Linkspresse dem Ausfall Der Wahl für Hindenburg ganz svm- pathisch gegenübersteht, fährt ein Teil Der nationalistischen Presse fort, weiter gegen Deutschland zu Heyen. Das Journal erklärt, Frankreich werde nicht Die Naivität haben, von der Wiederwahl Hindenburgs eine Änderung Der deutschen Politik zu erwarten. ' Das Ziel, das Der Sieger von Tannenberg verfolge, sei das gleiche wie dasjenige Hitlers. Das „Ecyo De Paris" meint, daß das Hauptmerkmal des WahlsonntagS darin bestehe, daß es Dem Reichspräsidenten nur mit größter Mühe gelungen sei, Den ersten Play zu behaupten. Selbst wenn er 400 000 Stimmen Mehrheit erzielt batte, so würde dies gerade bedeuten, daß die Parteien der Ordnung in Deutschland über eine Mehrheit von nur einem Prozent verfügten. Die Garantie gegenüber den revolutionären Parteien Der äußersten Rechten und Linken sei demnach nur sehr gering. Hitler bedeute die sofortige Gefahr, während daS auacnblidlicbe Regime für Die Zukunft eine mindestens ebenso große Unsicherheit darstelle.
Das Memeldirektormm gsöildei.
Unter Außerachtlassung des Genfer Beschlusses.
Der Präsident des Mcmeldirektoriums, Limmat, bat sein Direktorium vervollständigt, wobei der Genfer Beschluß, ein Direktorium auf parlamentarischer Grundlage zu bilden, vollkommen außer acht gelassen worden ist. Er hat den Landwirt Reisgys (G r 0 ß l i 1 a u er) und den Kaufmann Kadgiehn (P arteil 0 s) zu Mitgliedern des Direktoriums neben Tolischus (G r 0 tz l i t a u e r' ernannt. Die beiden neuen Direktoren sind frühere Landesprä, i- dentcn. Während sich Reisgys als G r 0 ß l i t a ü c r unmöglich gemacht hatte, wurde Kadgiehn von den Mehr- Heitsparteien gestürzt, weil er tm seiner angeblichen Neutralität die memelländischen Interessen außerordentlich geschädigt hatte. Das neue Direktorium muß sich innerhalb vierzehn Tagen dem Landtag vorgellen.
Kleine Zeitung für eilige Leser.
• Auch Hindenburg hat erklärt, daß er zum zweiten Wahlgang wieder kandidieren wird.
• Entgegen den Genfer Beschlüssen ist in Memel ein grotz- litauisches Direktorium gebildet worden.
* Die Wahlen zum Preußischen Landtag werden am 24. April stattfinden. Kür ein Abgeordnetemnandat werden 50 000 Stimmen erforderlich fein,