ÄÄÄS Tageblatt für Rhön und Vogelsberg ten? Banken usw^kost^ die Kleinzeile S®, &TÄJSS: M-««»y°un°.°I- Suto«« Kr-iâ« ä=»g Ansprüche. Verlag: Christian Seipel,Fulda. Reöaktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 ♦ Zernsprech-Rnsthluß Nr. 2484 für hiesige Auftraggeber berechnet. Bei Rech- Druck: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H. Uad>»ru<f »er mit * »ersehenen Drittel nur mit (ßyeUenangabe ,$ul»aer flnseiger'geilattet nungsstellung Zahlung innerhalb 8 Tagen.
. 91 — 1933 Fulda, Mittwoch, 19. April 10. Jahrgang
Dem Bolkskanzler zum Geburtstag.
Am 20. April wird Adolf Hitler 44 Jahre alt.
Ser Führer und Staatsmann.
Es ist kein Jubiläum, kein fünfzigster oder sechzigster ZMrtStag, den der Reichskanzler Adolf Hitler am 20. April begeht. Er wird an diesem Tage 44 Jahre alt ich, in der Blüte der Jahre, auf dem Gipfel männlicher Miast. Aber dieser Tag ist der erste Geburtstag im Um des Reichskanzlers Hitler — noch vor einem He erlebte er gerade einen der schwersten Schläge, den W inzwischen gestürzte schwarz-rote System gegen ihn sM: die Auflösung der SA. und der SS.
Ser Glaube an ihn war da, schlug Welle um W durch das Land, zur Sturmflut der Reichstags- Mn von 1932 anschwellend, steigerte sich zu heißen Mnungen, als der Reichskanzler von Papen die rot- Mßische Zwingburg in Trümmer legte, und begleitete die letzten Schritte des Volksführers Hitler, die er mit seherischer Sicherheit, umzüngelt vom Haß der rühmlos Unterlegenen, auf dem Wege zum Kanzlerhaus des Deutschen Reiches ging.
Dies alles ist Grund genug, den Menschen, den Parteiführer und Politiker, den Staatsmann Hitler an seinem Geburtstage zu betrachten. Man muß sich heute vor allem daran erinnern, daß dieser Hitler, heute Chef der Regierung des größten mitteleuropäischen Volkes, schon in früher Jugend seine Eltern verlor, noch als halbes Kind sich dem Nichts gegenübersah, allein auf sich gestellt. Die Lebensschule für den werdenden Mann war und blieb hart. Mehr als zwanzig Jahre noch blieb er zwischen Hammer und Ämboß, wurde hartge- ichuiiebet.
Den Krieg durchstritt er als einer unter Millionen. Daß er, der Österreicher, sich freiwillig zur Einreihung in Deutschland meldete, erschien ihm selbstverständ- lch. Aber er blieb nicht in der Masse: der Patrouillen- aimger und -sichrer Hitler hatte bald keinen Vergleich Ahr mit den Besten des Millionenheeres zu scheuen. Er Mor die Staatsangehörigkeit seiner österreichischen Heimat, weil er im Heer des Reiches gekämpft hatte. Über er brauchte in der Tat „um die Gewährung ein er Staatsbürgerschaft nicht zu bitten", tvie es später der Parteiführer aussprach: er hatte sich den Anspruch darauf in vierjährigem Einsatz seines Adens und Blutes auf den Schlachtfeldern erworben: hier eine selbstverständliche Anstandspflicht zu erfüllen, brachten die Novemberparteicn und ihre regierenden rymktionäre nicht fertig. Adolf Hitler war der letzte, der von ihnen erwartete.
Dazu waren ihm die Jahre der mit allen Mitteln seocn ihn unterhaltenen Verfemtheit eine zu bittere Lehre Wesen. Der Mann, der nach seinem Eintritt in die W (!) Mann starke „Deutsche Arbeiterpartei" 1920 A M, zwei Jahre später schon vor 20 000 Zu- sprach, er wurde von den hellhörigen Nutznießern Mündnerstaates der Nachkriegszeit von vornherein Wähler, Unruhestifter, gefährlicher Gewissensauf- bezeichnet. Der Parteiführer, der 1923 in , ^ Irreführung durch Kahr in einem Augen- «5 Jrn mußte, als er sein.junges Werk im frühen r • die deutsche Befreiung in die Waagschale warf "" feinen selbstlosen Idealismus mit der Verurteilung Wahren Festung quittiert bekam, dieser Adols oali - °** gleichwohl niemals sich und seine Ideale auf- LL konnte auch während seines steilen Anstiegs zum von dreizehn Millionen Anhängern zum Führer ? Gottes schließlich keinen anderen Glauben als den a n sich und seine Mission.
~ct Parteiführer setzte sich und seine Scharen 1929 für ^^knal in gemeinsamem Kampf mit Hugenberg ^ Volksbegehren gegen den mörderischen Z^'"S-Plan ein. Der Parteiführer gewann im 1930 die Schlüsselstellung im parlamentarischen i/°, der Kräfte, vereidigte sich selbst im gleichen Monat Nedenkwürdigen Szene vor dem höchsten Gericht des Altin» » Leipzig auf die legale Durchführung seiner Erin,» Parteiführer war auch durch die beispiellosen gx^se be, den späteren Wahlen in Reich, Ländern und ober "icht von seinem Ziel abzubringen: alles Ihr ^"^aber, in dieser Unbeirrbarheit, die das Ziel Etan» - ^ugen sah, zeichnete sich schon der spätere 8ormn, V1 "nn ab, der. Staatsmann von jenem 'm P^das in der Potsdamer Garnisonkirche und dann , biefem ® ^9 nicht nur die Welt draußen, sondern in l sogar den ihm Nahestehenden Staunen ab» I die Entwicklung Adolf Hitlers aufmerksam mußte di- Wurzeln dieser staatsmännischen bei n„A.,ich"« in jener stillen Periode finden, als sich drz D.,Mnte und geschmähte Putschführer in Jahren die arÄ6 l® und intensivster Organisationsarbeit auf >°«Nen^"e n Aufgaben der Zukunft vorbereiteie. Der MendenC ^iaatsmann war es auch, der allen noch so widerstand und weder bei der ^leichp,?^ntenwahl im Frühjahr 1932. noch bei den fätitüto" ^eußenwahlen derselben Zeit, noch bei dem MchzM Aufschnellen seiner Mandatszahl bei den «grlstaLswahlen im Juli vergangenen Jahres von seinem & di/ V^ur abging. Staatsmännische Einsicht ließ s^â is»Auslosung der SÄ. und be* SS. mit der '11 Forderung naw äußerster
Disziplin an die Seinen beantworten, im August vergangenen Jahres den Posten als Vizekanzler und preußischer Ministerpräsident aus der Überzeugung von der nahen Erfüllung seiner Mission ablehnen. Der Enderfolg war b e r 3 0. Januar 1933, das bedeutsamste Datum der jungen nationalrevolutionären Geschichte Deutschlands, vorbereitet durch die Verhandlungen Hitlers mit Papen in Köln einerseits und nach den lippischen Wahlen mit Papen und Hugenberg andererseits Der Kanzler stellte seine staatsmännische Fähigkeit erneut
Adolf Hitler in SA. Uniform.
unter Beweis, als er die Besten der Nation in seinem Kabinett zu gemeinsamer Arbeit vereinigte
Adolf Hitler, der Mensch, der Parteiführer und Politiker, der Staatsmann, steht heute auf einem Höhepunkt seines Lebens. Mit feinerm Namen wird die Geschichte der inneren Befreiung Deutschlands für immer verbunden sein. Man kann ihm heute nichts Größeres wünschen, als daß von ihm die Namenszüge jener Männer, die sich einst zur Unterzeichnung des Versailler Diktates Hergaben, aus diesem Dokument durchgestrichen werden. / A. R.
Wie Hitler sich durchkämpfte.
Unweit der deutschen Grenze, in dem niederösterreichischen Städtchen Braunau, hat Adolf Hitler am 2u. April 1889 das Licht der Welt erblickr. In diesem Braunau hatte Napoleon 1. den Buchhändler Palm erschießen lassen, den Nationalisten und Franzosenfeind, der sich ebenso wie mehr als hundert Jahre später Schlageter geweigert hatte, seine Mitschuldigen" im Kampf gegen die Franzosen zu nennen und der dasselbe Schicksal erlitt, mit demselben Heldenmute starb wie jener. Weiter: De ui zehnjährigen Adolf Hitler fällt eine dickbändige Geschichte des Deutsch-französischen Krieges in die Hand und das preßt aus ihm die Frage heraus: „Warum haben wir Österreicher denn damals nicht mttgekümpft in diesem Kriege und welch ein Unterschied ist denn zwischen diesen schlachtenschlagenden Deutschen und den anderen?"
Dem Dreizehnjährigen stirbt der Vater, ein österreichischer Zollbeamter, der den Sohn unbedingt auch zum Beamten werden lassen wollte. Aber der Junge will nicht. Er geht nach Wien, verliert wenige Jahre später auch die Mutter und damit zerrinnt der Traum seiner Jugend Maler zu werden. Aus Mangel an Mitteln muß er den Plan aufgeben. In Wien lernt er nun das kennen, was später für ihn die erst hart bekämpften und nun schließlich überwundenen Gegner werden: Zunächst den Marxismus und das Judentum. Bald hat er den ersten Zusammenstoß mit den Arbeitskollegen, die ihn tn die sozialdemokratische Gewerkschaft hineinpressen wollen. Er bleibt fest bei seinem Nein und wird dafür vom Bau verdrängt, wo er arbeitet. Er leidet b i t t e r st e N o t und erlebt nun am eigenen Leib die entsetzlichen sozialen Zu- stände der untersten Volksschichten, sieht aber mrtolgenen Augen daneben den dritten Gegner, den er Jahrzehnte
später auch überwinden sollte: den Parlamentarismus in seiner österreichischen Sündenblüte
Hitler ist dann 1912 nach München gegangen. Auch hier hungerte er sich durch und die Nächte sind erfüllt von einem wilden Selbststudium, wobei natürlich das Politische im Vordergründe steht. Dann tritt er 1914 als Kriegsfreiwilliger in das „List"-Regiment ein, wird mehrfach verwundet und erleidet gegen Schluß des Krieges eine so schwere Gasvergiftung, daß er fast blind im Lazarett in Pasewalk liegen mußte, während draußen die Revolution tobte. Als er genesen war, fährt er nach München in seine zweite Heimat. Er wird „Ausbildungsoffizier" bei der Reichswehr und hat in den Tagen der bayerischen Räterepublik einen Zusammenstoß mit roten Soldaten, die den „Proletarier- Verräter" festnehmen wollen Mir dem Revolver in der Hand, vor allem aber durch die Macht seines Wortes überwindet er diese Gegner.
Und ein Jahr später, im Februar 1920, taucht die „Deutsche Arbeiterpartei" aus, ruft zu einer Massenkundgebung auf und — es erscheinen nur 111 Leute. Das „Mitglied Nr. 7" entwickelt vor ihnen ein nationales Programm mit einer Besessenheit und einer Leidenschaft, die die Erschienenen einfach mit sich mitreißt. Das war die Geburtsstunde der nationalsozialistischen Bewegung.
In drei Jahren ist Hitler der ungekrönte König von Bayern geworden, wurde zur politischen Macht. Da kam der 8. November 1923, der erste Versuch der nationalen Revolution: der Versuch schlug fehl, die Zeit war noch nicht reif. Für Hitler folgten Verurteilung und Festungshaft; aber dieBewegung lebte und war nicht mehr zu beseitigen. Der aus der Festungshaft Entlassene stürzt sich nun — denn auf ihm hat bis 1927 das Redeverbot gelegen — in die Organisierung seiner Bewegung. Richtungskämpfe werden überwunden durch Hitlers absolute Kompromißlosigkeit. Steil geht es aufwärts mit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei, die fünf Jahre nach dem ersten Auftreten Hitlers gegründet wird. Trotz Redeverbot, trotz aller Widerstände greift der Nationalsozialismus schnell und weit hinaus über die bayerischen Grenzen, und der Massensieg vom 14. September 1930 brachte dem Führer den Lohn fü seine ungeheure Arbeit.
Was dann geschah, haben wir alle aufmerksamen Auges selbst erlebt. Es folgten die Wahlkämpfe des Jahres 1932, die Hitler mit seiner ganzen großen Kunst der Massenbeherrschung durchfocht. Die Bewegung blieb fest in seiner Hand. Er allein war der Führer und blieb es. Er riß mit der Gabe seines Wortes die Millionen zu einer Gefolgschaft heran, die mit ihm durch dick und dünn ging. Noch blieb übrig, diese Bewegung für die deutsche Politik selbst einzusetzen und zu verwerten. Wir wissen darum, wie oft und wie lange das gescheitert ist. Doch die Überzeugung, daß Hitler die Macht auch in der Staats- f ü h r ü n g übernehmen müsse, setzte sich immer mehr durch. Wie eine Selbstverständlichkeit war es deshalb, als der Bund zwischen Hindenburg und Hitler am 30. Januar 1933 geschlossen wurde. Adolf Hitler hatte sich durch- gekämpft. Wi tönerne Töpfe zerschlug er die Gegner. Aus dem Front- und dem Revolutionserlebnis, aus seiner Herkunft als Grenzlandsdeutscher, in dem das nationale Wollen besonders hoch emporlodert, aus der inneren Überwindung des Marxismus und der erbitterten Gegnerschaft gegen den jüdischen Einfluß flossen die Ströme seiner Kraft, die ihn in dreizehn Jahren unerhörtester Arbeit emporgetragen haben zu dem Ziel, das er unbeirrbar verfolgt hat: Führer der nationalen Erhebung Deutschlands zu sein und zu bleiben im Kampf gegen alle inneren und äußeren Feinde.
Hitlers Geburtstag in Berlin und in Rom.
Übertragung der römischen Feier durch Rundfunk.
Reichskanzler Adolf Hitler, der am Mittwoch früi von seinem kurzen Osterurlaub wieder in Berlin eintraf, wird seinen Geburtstag außerhalb der Reichshauptstadi verleben, zumal der Kanzler wünscht, daß sich die zu seiner Ehren veranstalteten Geburtstagsfeiern in schlichtem Rahmen halten. An der Ministerbesprechung und bei Kabinettssitzung am Mittwoch können Vizekanzler v o v Papen sowie der Reichsminister und preußisch« Ministerpräsident Göring nicht tcilnehmen, da sie noch durch die Verhandlungen in Rom aufgehalten werden. Sie hielten bei der Hitler-Geburtstagsfeier der deutschen Kolonie in Rom Ansprachen, die, wie die ganze römisch« Feier, durch Rundfunk auf die deutschen Sender über tragen wurden.
20. April Tag der Mchstenliebe.
Edelweiß-Tag zu Hitlers Geburtstag.
Am 20. April, dem Geburtstage des Reichskanzlers Adolf Hitlers, wird von der NSDAP in Berlin ew Edelweiß-Tag veranstâi Dreitausend Sammler werden an diesem Tage künstliches Edelweiß — das Esel-