LrscheintjedenWerktag.Bezugspreis: monatlich ^A^U# s^p ftkßtt MtlA ^M&MmWK Anzeigenpreis: Für Behörden, Genossenschaf- jfORM. Bei Lieferungsbehinderungen durch Ullv VvHmwu^ ten, Banken usw. kostet die Kleinzeile 0.30 Mk.,
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Nr. 100 — 1933 Fulda, Samstag, 29. April 10. Iahvgüng
Deutscher Arbeitsfrühling.
„Altes für Deutschland!"
Erlaß an die Wehrmacht zum 1. Mai.
Der Reichswehrminister richtet folgenden Erlaß an die Reichswehr:
„An die Reichswehr!
Der 1. Maè als Tag der nationalen Arbeit soll auch für die deutsche Wehrmacht ein Tag der Feier und der Besinnung fein.
Wie wir Soldaten von jedem Deutschen Verständnis für unsere soldatische Arbeit erwarten, die dem ganzen Nölke dient, so ist für uns die hohe Wertung aller nicht- ftldatischeu deutschen Arbeit selbstverständlich Pflicht.
Ein starkes Deutschland muß wehrhaft sein. Ein lehrhaftes Deutschland aber ist nicht zu denken ohne liefe innere Verbundenheit zwischen der Wehrmacht und dem ganzen Volk und ohne tätige Mithilfe des deutschen Arbeiters. Was der deutsche Arbeiter schafft, wird der deutsche Soldat schützen, und beide sind einig in ihrem Ziel: Alles für Deutschland!
gez. von Blomberg."
*
Neue Würde der Arberi!
Das Handwerk zum Tag der nationalen Arbeit.
Der Neichsverband des deutschen Handwerks nimmt zum F e i e r t a g der n a t i o n a l c n Arbeit am l. Mai mit folgender Erklärung Stellung: „Mit Dank und Zustimmung begrüßt das deutsche Handwerk die Bemühungen der nationalen Regierung, der menschlichen Arbeit im werktätigen Leben wieder neue Würde zu geben. Gerade das Handwerk, das in sozialer Aus- gleichsstellung Meister, Gesellen und Lehrlinge umschließt, hat die Arbeit nie als einen Fluch empfunden. Es hat immer in einem festen seelischen Verhältnis zu seiner Hände Werk gestanden und festgehalten an dem Segen der Arbeit und au dem Berufsethos, das doch dem Menschen allein inneren Frieden, innere Freude und soziale Genugtuung zu gewährleisten vermag.
Die Erziehung zu dieser Auffassung und die Wieder- sindung dieses Arbeitsethos bleiben eine dankbare Aufgabe und eine wesentliche Voraussetzung für eine wahre, allumfassende Volksgemeinschaft. Die Krönung des Werkes erblickt das Handwerk in der Idee einer sittlich geordneten Berufs standgemeinschaft und in der Verwirklichung des von der Reichsregierung beabsichtigten derussständischen Aufbaues. Die Einschaltung und Pflege aller lebendigen Produktivkräfte unseres Volkes innerhalb dieses Rahmens sichern zudem die gebotene Einigkeit nach innen und die Erringung der notwendigen Freiheit nach *n."
»Arbeiter der Faust und der Stirn vereinigt euch am Tan der Nationalen Arbeit!"
Alionalvrels für Buch und Film.
_ Stiftung des Propagandaministeriums.
P ^as Reichsministerium für Volksaufklärung und LMânda hat sich zur Stiftung eines jährlich zu ver- - Nationalpreises für dasjenige Buck Umwerk entschlossen, in dem nach dem Urteil Vâ»^?' das aufrüttelnde Erlebnis unserer Tage den nickt»'/" und künstlerisch reifsten Ausdruck findet. Es sei arcL„ ^e^ daß in diesen Werken im engeren und beim E Sinne Zeitgeschichte gestaltet wird, da sich auch erleb/» ^ des Vergangenen das gegenwärtige Geschehen und gestalten lasse.
I
Keine Vergnügungssteuer am 1 Mai.
Der Reichsminister der Finanzen hat bestimmt, daß die am 1. Mai 1933 aus Anlaß und zu Ehren des Feiertages der nationalen Arbeit unternommenen Veranstaltungen von der Vergnügungssteuer freizu stellen sind. Gleiches gilt für die Veranstaltungen, die am 20. April 1933 ausschließlich aus Anlaß und zu Ehren des Geburtstages des Herrn Reichskanzlers A d o l f H i t l e r unternommen wurden.
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Hitler empfängt die Vertreter
der werktätigen Jugend.
Am 1. Mai, dem „Tag der nationalen Ar - b e i t", empfängt Reichskanzler A d o l f H i t l e r in der Reichskanzlei auch die Vertreter der werktätigen Jugend, Heinz Otto, Artur Axmann und Konrad Lehmann. Die deutsche Arbeit und die schaffende Jugend erfahren durch diesen Empfang beim Kanzler eine symbolische und tiefe Ehrung
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Die Lugendkundgebung beginnt um 9 H^r!
In einigen Funkzeitschriften ist der Beginn der Jugendkundgebung am L Mai im Berliner Lustgarten nicht richtig angegeben worden. Deshalb wird im Interesse der Schulen ausdrücklich darauf hingewiesen, daß diese Kundgebung um 9 Uhr beginnt.
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Überfliegen Berlins am 1. Mai untersagt.
Das Fliegen in dem Luftraum über der Reichshauptstadt ist für den 1. Mai, den Feiertag der Nationalen Arbeit, in der Zeit von 6 bis 24 Uhr verboten. Das Verbot bezieht sich nicht aus die Flugzeuge des planmäßigen Luftverkehrs und auf die zu Mrsührungszwecken ausdrücklich bestimmten Flugzeuge
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Qvartierbüro für dieArbeiterdelegationen
Zum Feiertag der Nationalen Arbeit.
Die NSBO., Gau Berlin, teilt mit, daß für sämtliche von . auswärts kommenden Arbeitersele a a t i o n e n ein Quartierst ü r o in der GraL-
Stark aus eigener Kraft.
Gtahlhelm-Gswfihilse.
Non Dr. Rudolf Funack, Prcffewar» des Stahlhelm B. d. F., Groß-Berlin.
Als nach dem Abschluß des Krieges unb nach jenem dunklen 9. November Der Marxismus und ferne vielfältigen Ausdrucksformen die Masse des Volkes und vor allem Den deutschen Arbeiter in seinen Bann ichlug als die roten Gewerkschaftsorganisationen zu einem beherrschenden Faktor in der Tagespolitik wurden, lchrenen Die wenigen, die nicht mitmadjen wollten, die sich 3» den nationalen Grundsätzen bekannten, am Ende ihrer Kraft zu sein Sie verzweifelten, weil ein Terror entfette und sick planmäßig auswirkte, Dem Tausende und aber Tausende nationaler Arbeiter und Angestellten zum Opfer fielen Versuche, einzeln Widerstand zu leisten, wurden von den festgefügten und über ungeheure Mittel verfugenden sozialistischen Organisationen einfach medergewalzt. Zwangsläufig ergab sich daraus für den nationalen Arbeiter und Angestellten, sich nach Freunden und Gleichgesinnte« umzuschauen und sich mit ihnen
zu gemeinsamer Abwehr zusammenzuschiicßen.
Es gelang überraschend schnell - und das mag ein Zeichen für chcn wiedererwachenden gesunden ©inn des Volkes aewesen sein —, Gruppen des Widerstandes zu bilden, die gleich festen Inseln den alles zu überfluten versuchenden Wassern eines das Volk verhetzenden Marxismus ^alt geboten. Von Idealen getragen, unermüdlich kämpfend, unterstützt von den sich langsam durchsetzenden Rechtsparteien, wuchs mit der Erkenntnis der art« unb volksfremden Kräfte des Marxismus diese
Front des Widerstandes.
In diesen Jahren wuchs auch der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, auf dem Wege über die ^elbst- schutzorganisation zu einer machtvollen Wehr- b e w e g n n g heran.
Der Geist des Frontsoldatentums war die Richtschnur seines kämpferischen Handelns. Die wirtschaftliche Not, die von Jahr zu Jahr, dank der Macht- politik des Marxismus, anstieg, zwang frühzeitig auch den Stahlhelm zu einem Versuch der Losung der lozralen Carnac Denn daß er auf der einen ©eite von lernen Kameraden Pflichten mit großen Opfern forderte, verpflichtete den Bund andererseits zu einer
tätigen soziale» Hilfe.
Nach Soldatenart wurde nicht viel gesprochen, sondern âebandeü. Richtschnur war auch hier der KameradschastS- veariff des deutschen Frontsoldatentums, m dem in rein
beerenstraße 13 a, Nähe Anhalter Bahnhof, auf der Kreisbetriebszellenabteilung V der NSDAP, eingerichtet worden ist.
Die von auswärts erscheinenden Volksgenossen haben einen Ausweis über ihre Zugehörigkeit zu einer Arbeiterdelegation vorzulegen, worauf ihnen dann der Quartierschein ausgehändigt wird. Das Ouartierbüro ist bis zum 2. Mai Tag und Nacht geöffnet.
Arbeiterabordnungen nach Berlin.
Frankfurter Kanalarbeiter Ehrenabgeordneter des Gaues HRS.
Frankfurt a. M., 28. April. Die Vetrieb°tzellenorgani- sation Hesien-Nasiau-Süd entsendet zu den Feiern auf dem Tempelhoferfeld in Berlin 25 Mitglieder aus allen Kreisen des Gaues. Diese fahren mit einem Eonderomnibus der Reichspost am Samstag um 16.30 Uhr von Frankfurt a. M., Klüberstraße 12, ab. Als Ehrenabgeordneter vom Gau Hesien-Nassau-Süd fliegt der Kanalarbeiter Wald in Frankfurt a. M.-Niederrad, Eoldsteinstraße 73, am Montag im Flugzeug nach Berlin. Wald wird bis zu seiner Abfahrt zusammen mit zwei hessischen Kollegen, die nach Berlin fliegen, im Kölner Hof erstklassig untergebracht und festlich bewirtet. Er wird mit den beiden Kollegen im Automobil von Reichskommissar und Gauleiter Sprenger abgeholt werden. Reichskommissar Sprenger wird den Wagen persönlich steuern. Auf dem Flugplatz spielt eine SA.-Kapelle. In Berlin wird der Abgeordnete unseres Gaues vom Reichspräsidenten und vom Reichskanzler persönlich geehrt werden.
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Mchizeiiig einkamen!
Ladenschluß am 1. Mai.
Das preußische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit weist darauf hin, daß am Montag, den 1. Mai, als dem Feie rtagdernationalen Arbeit auch die Läden ebenso wie am Sonntag geschlossen sinh Nur die origen Geschäfte Bk sonst auch an Sonntagen regelmäßig offen halten, und zwar während der gleichen Stunden wie an Sonntagen, sofern nicht für einzelne Bezirke oder Orte von den zuständigen Behörden noch weitergehende Ausnahmen zugelassen werden sollten.
Die Bevölkerung wird hierauf besonders aufmerksam gemacht, damit sie in der Lage ist, ihren Bedarf für die zwei aufeinanderfolgenden Feiertage, nämlich Sonntag, den 30. April, und Montag, den 1. Mai, vorher rechtzeitig z« d e ck e n.
menschlicher Treue der eine dem anderen nach besten Kräften zu helfen versuchte. Das steigende Ausmaß der Not zwang aber zum Aufbau einer planvollen Organisation. Unter Einsatz aller Kräfte erwuchs hier ein
großzügiges kameradschaftliches Hilfswerk, das für Nahrung und Bekleidung der von der Not der Zeit Betroffenen sorgte.
Im Rahmen des wachsenden Widerstandes gegen den Marxismus und seine Gewerkschaftspolitik ergab sich für den Stahlhelm bei der großen Zahl der zu ihm gehörenden Arbeiter- und Angcstclltenkameraden die Notwcndig- keit, auch hier nach Mitteln und Wegen zu suchen, nm den vielfach in den Betrieben auf fast verlorenem Posten Stehenden die notwendige Unterstützung zuteil werden zu lassen. Der Weg war hier einfach und in gewisser Hinsicht auch zwangsläufig bestimmt. Wo mehrere Stahlhelmkameraden in einem Betriebe zusammen waren, bildeten sie eine Gruppe, die in gemeinsamem Handeln zunächst sich behauptete, dann aber sehr schnell dazu überging, sich durckzusehen und für sich die gleichen Rechte zu fordern, wie sie die marxistisch organisierten Arbeiter beanspruchten.
Tiefe Stahlhelm-Betriebsgruppen in Fabriken, in Bürohäusèrn und wo es auch sonst in Frage kommt, erkämpften sich Schritt für Schritt eine beachtliche Stellung. Im Rahmen des Betriebsrätegesetzes war ihnen die Möglichkeit gegeben, dnrch Hinzunahme von Gleichgesinnten sich Vertretungen im Arbeiter- oder Angestelltcnrat zu schassen. Mit Erfolg ist schon vor Jahren hier vorgegangen worden. Heute bestehen in allen größeren Betrieben des Deutschen Reiches Stahlhelm-Betriebsgruppen, die in enger Kampfgemeinschaft mit dem Nationalsozialismus über beachtliche Vertretungen in den Körperschaften der Arbeiter verfügen.
Im Landesverband Mitteldeutschland des Stahlhelm, wo Die Arbeiterfrage für den Bund der Front-
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Die Richtlinien über die Durchführung der Fettvcrbilki« gung für die minderbemittelte Bevölkerung legt Pcrsonenkreis sowie Art und Umfang der Verbilligung fest.
* Ter Reichswehrminister weist in einem Erlaß an die Wehrmacht auf die Bedeutung des Tages der nationalen Arbeit hin.
* Der Reichsminister für Balksau fklärung und Propaganda bat Nationalpreise aüsaesebt für Film und Buch.