Zuloaer finZeiger
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Druck: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H. Nachdruck der mit* versehenen Frükelnur mit Quellenangabe, ZulüaerFnzeiger"gestattet. nungsstellung Zahlung innerhalb 8 Tagen.
Nr. 195 — 1933
Fulda, Dienstag, 22. August
10. Jahrgang
Reichsparteitag-Tag des Volkes.
Der fünfte ReichOarieèLag der ASDAP.
Am 30. August beginnt in N ü r n b e r g der f ü n f t e Reichsparteitag der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei. Daß dieser Veranstaltung eine außerordentliche Bedeutung zukommt, geht nicht nur aus den vielseitigen und umfangreichen technischen Vorbereitungen sowohl der Partei als auch der beteiligten Organisationen wie etwa der Reichsbahn und ferner der Stadt Nürnberg selbst hervor.
Die Reichsbahn hat ein großzügiges Plansystem aus- Mbeitet, um die riesige Menge der aus ganz Deutschland herbeieilenden Teilnehmer innerhalb denkbar kürzester Frist ohne jegliche Beeinträchtigung des übrigen Personen- und Güterverkehrs nach Nürnberg hin- und in ebenso kurzer Zeit wieder zurückzubefördern, da man ja die Teilnehmer nicht länger als unbedingt nötig ihren Arbeitsstätten entziehen will. In N u r n L e r g sind die Vorbereitungen unter Hochdruck im Gange. Reichs- !a n z l e r A d o l f H i 1 l e r selbst hat sich vom Fortschritt der Arbeiten überzeugt und die Pläne für die Durchführung des Reichsparteitages gebilligt. Die Tragweite der großen Veranstaltung geht ferner daraus hervor, daß der Führer auf dieser Tagung dreimal zu bedeutsamen Erklärungen das Wort nehmen wird.
Damit aber ist die Bedeutung dieses Reichspartei- tazes der NSDAP, noch nicht erschöpft. Sie liegt darüber Hinaus darin, daß die Tagung im Gegensatz zu anderen Parteitagungen früherer Zeit zum erstenmal seit der Zusammenfassung des Reiches unter einheitlicher Führung im neuen, im nationalen Deutschland stattfindct, und nun nicht mehr politischer Ausdruck eines Volksteiles, sondern des deutschen Volkes schlechthin als eines politischen Ganzen darstellt. Der Verlauf der Tagung ivird das in seinen Einzelheiten bestätigen.
So kommt es Denn auch, daß dieser Veranstaltung in Nürnberg in einem ganz anderen Ausmaß als bisher die Aufmerksamkeit und das Interesse nicht nur der Bevölkerung Deutschlands, sondern der Welt gehört. Dementsprechend stark wird and) die Vertretung der Presse in Nürnberg sein. Die Organisationsleitung der Tagung hat in dankenswerter Weise alle Vorkehrungen getroffen, um der Presse ein schnelles Arbeiten zu ermöglichen.
Es ist kein Zufall, daß die NSDAP, ihren Reichs- varteitag nicht in der Reichshauptstadt versammelt, wo die technischen Unterbringungs- und Arbeitsmöglichkeiten vielleicht günstiger gewesen wären als in N ü r n b e r g. Aber mit Nürnberg verbindet die NSDAP, bereits eine Tradition insofern, als die letzten Parteitage in dieser schönen altdeutschen Stadt vor sich gingen. Und so ist denn auch in Aussicht genommen, die kommenden Partei- 'age hier stattfinden zu lassen.
Der erste Parteitag stieg am 28. Januar 1923 in 51 n 11 chen, der zweite 1926 in Weimar, der dritte 1927 in Nürnberg, Nummer vier 1929 ebenfalls in I Nürnberg. Die Parteitage waren von jeher mehr als der roten und schwarzen Parteien, denn von Mang an wurde Heerschau gehalten in dem stolzen Bewußtsein, einen Schritt in der Befreiung unseres Landes weitergekommen zu sein. Wenn man heute etwas über die Vorgeschichte der Deutschen Revolution erfahren >vill, so braucht man nur einen Blick zu werfen auf die v'tt Parteitage, denn sie sind die
Marksteine im Kampfe Adolf Hitlers gegen das System.
der er-
Zum ersten Parteitag war cs den meisten 'wrüdeutschen Parteigenossen nicht vergönnt, zu scheinen. Sie suchten zwar ihre letzten Jnflatiousscheinc zusammen und bestiegen die Eisenbahn, aber die Polizei eitere den Zug auf Umwegen nach Leipzig und von dort wieder in die Heimat zurück. Mit solchen Kätzchen glaubte man damals mit Kämpfern, die das Zveal des Dritten Reiches im Herzen trugen, fertig zu werden. Aber was blieb ihnen, den von der Inflation ausgepowerten Arbeiter- und Studentenbataillonen, anderes übrig, als mit knirschenden Zähnen in ihrem Heimatorte den Eisenbahnwagen wieder zu verlassen, venn die Gelder waren ausgeganaen. Das war der ttste Parteitag der norddeutschen Kämpfer! Ihr Eisen- ^hnzug wurde von der roten Polizei in Deutschland ^'uz und quer geleitet, nur nach München zum Partei- wg kamen sie nicht.
m Weimar l 926 brachte nach der Neugrundüng der Mttei bereits wieder 6000 SA-Männer zusammen, und 'Nürnberg 1927 waren es schon 3 0 000, die ’^unbe und zwanzig Minuten lang an dem Führer vorbcunaschierten, angeführt von 382 wehenden Fahnen.
neue Standarten wurden im Nürnberger Lurtpold- N geweiht und die Blutfahnen von 1923 mit einem "1 9 geschmückt.
h Der vierte Parteitag
2 9 zeigte das weitere starke Anwachsen der Be- Die braunen Kolonnen hatten sich tn zwei verdoppelt, 60 000 waren dem Rufe des «aN^nach Nürnberg gefolgt, und der Vorbeimarsch ^^ Stunden und zwanzig Minuten. Die zweite Niberger Botschaft des Führers schloß mit den Worten: SW"”* haben Sie für diese Tage nach der alten freien Nürnberg aebete«, um hier unseren Reichs- $u beneben Sie und damit in einen Schrank
deutscher Kunst und deutscher Kultur gekommen. Wir sind Deutsche, mir glauben an die Zukunft unseres Volkes, und wir kämpfen für soziales und nationales Recht. Mögen Sie in Ihrem Herzen Mitempfinden und teilnehmen an dieser Kraft, die heute Hunderttausende bewegt, und die Überzeugung mit hinausnehmen, daß des Meisters Gruß sich der Verwirklichung nähert: Deutschland ist im Erwachen!"
Und NUN ist Deutschland erwacht. Aus der Bewegung ist das deutsche Volk geworden. Die einst verlachte und nicht ernstgenommene NSDAP, ist die alleinige Partei Deutschlands, ihre Parteitage sind Volks tage geworden.
Reichskanzler Hitler besichtig, Me Vorbereitungen zum Parteitag in Nürnberg.
*
Ein Meisterwerk der Organisation.
Sonderfahrplan für Reichsparteitag fertiggestellt.
Die Organisntionsabteilung für den Reichspartcitag ijat wiederum eine ihrer Hauptaufgaben zum Abschluß gebracht.
Nachdem den Gauleitungcn Te i l n e h m e r z a h l e n mitgeteilt waren, meldeten diese der Organisationsleitung Ke Anzahl der S o n d e r z ü g e aus allen Gegenden des Reiches. Diese Meldungen wurden dann in einer nahezu achttägigen Konferenz der Fahrplanrefe- renten aller Eisenbahndirektionen in Nürnberg verarbeitet und der Fahrplan für die An- und Abreise aller Teilnehmer festgelegt. Die feststehende
Anzahl der Sonderzüge
beträgt allein für die politische Organisation 189; für die SA., SS. und HJ. sind weitere 151 angemeldet, so daß ;40 Züge ein- und ausfahrend auf die Bahnhöfe in und um Nürnberg verteilt werden mußten. Besonders wurde bei der Anfahrt berücksichtigt, daß die Züge auf Dem der Quartiergegend de" Fahrtteilnehmer räch st liegen den Bahnhof anrollen konnten, da- uit der Anmarsch vom Bahnhof zum Standquartier uöglich st kurz wird. Eine weitere Schwierigkeit lag bei der Reichsbahndirektion Nürnberg in der
Abstellung der Leerzüge.
Zetzt ist auch diese behoben, und auf insgesamt 1 1 0 K i l o- Meter Geleise werden teilweise bis zu 130 Kilometer non Nürnberg entfernt die Waggons für die Rückreise wreitgestellt. — Die Sonderzüge der politischen Organi- ation laufen von den frühesten Morgenstunden des 11. August bis in die Spätnachmittagsstundc des 1. Sep- cmber in Nürnberg ein. Der Abtransport der Teilnehmer erfolgt ab 3. September, 18 Uhr, und ist den Frühstunden )es 5. September beendet.
Die Zusammenstellung des nunmehr .fertiggestellten Fahrplanes nach den Angaben der Organisativnslcituna bedeutet für diese, wie auch vor allen Dingen für die Reichsbahndirektion, ein Meisterwerk.
Die Siabssührer besuchen Koblenz.
In Koblenz trafen auf einem Sonderdampfer die Stabsführer der SA., SS. und der Stahlhelm- einheiten, die an der Tagung in Godesberg teil- zenommcn hatten, ein. Sie wurden bei der Landung von nner großen Menschenmenge jubelnd begrüßt, während von beiden Ufern des Rheins Böllerschüsse trachten. Unter den Klängen des Präsentier- m a r s ch e s gingen die Gäste, an ihrer Spitze Stabschef Röhm, der Reichsfüh?er der SS., Himmler, und Reichsstatthalter General von Epp an Land. Stabschef Röhm brachte ein Hoch aus das Vaterland aus, worauf die Menge begeistert das Deutschland- »nd Horst-Wessel-Lied anstimmte. Anschließend begaben sich die Gäste im Kraftwagen zum Besuch der Festung Ehrenbreitstein.
Das andere Raffenproblem.
Gefahr für Europa durch Frankreichs Kolonialheer.
Über dem künstlich erzeugten Rassenproblem, das in gewissen Teilen des Auslandes während der letzten Monate als Hetze gegen das nationale Deutschland zugunsten eines internationalen Juden- und Marristentums aufgezogen wurde, hat die Öffentlichkeit anscheinend ganz vergessen, daß es in Europa noch ein anderes Rassen- Problem gibt, das nicht künstlich aufgebanscht, sondern natürlich ist. Es handelt sich um die französische Kolonialarmee — auf den ersten Blick anscheinend etwas, was uns gegenwärtig nicht zu interessieren brauchte. Tatsächlich handelt es sich um eine Frage von z u k u n f t s - schwerer Bedeutung.
Unsere Väter haben schon im Kriege 70-71 gegen die Regimenter der französischen Zuaven und der Turkos kämpfen müssen, deren ungemein grausame Kampfesweise ja schon damals berüchtigt war. Und es ist bezeichnend, daß im Jahre 1912, als die Reichsregierung auf die ständige Vermehrung der französischen Kolonialarmee einmal hinwies, ausgerechnet die Sozialdemokratie im Reichstag dazu bemerkte, man solle doch das Volk nicht mit der Vorstellung gruselig machen, daß diese schwarze Armee Frankreichs einmal auf deutschem Boden stehen könnte. In wie grauenhafter Weise dieses sozialdemokratische Geschwätz besonders in der Nachkriegszeit durch die Jahre der Rheinlandbesetzung und des Ruhreinbruches widerlegt worden ist, wissen wir.
Im Weltkrieg hat Frankreich nicht weniger als 6 0 0 0 0 0 Mann französischer Kampftruppen an die Front gebracht, hinter denen weitere 3 0 0 0 0 0 Mann farbiger militärischer Arbeitskräfte für das französische Heer tätig waren. Es ist somit Frankreich gewesen, das ständig für Menschheitsrechte und für die Kultur zu kämpfen behauptet, aber gleichwohl zum ersten Male ein farbiges Heer gegen Weiße kämpfen ließ. In wie starkem Maße diese Tatsache auf das durch die französische Politik mehr und mehr erwachende S e l b st g e f ü h l der schwarzen Rasse gewirkt hat, zeigte sich u. a. auf dem Negerkongreß 1924 in Newyork, wo ein Redner unter stürmischem Beifall seinen Hörern erklärte: „Wer hat den Krieg gewonnen? Das Blut der Schwarzen ans den Schlachtfeldern der Weißen."
Es blieb nicht bei dieser Verwendung schwarzer Streitkräfte gegen Weiße im Weltkriege. Noch nach fertig unterzeichnetem Friedensschluß haben bekanntlich mehr als 1 4 kriegsstarke französische Farbige n - Regimenter, 25 000 Mann, aus deutschen: Boden als Besatzungstruppen gestanden. Wie diese schwarzen Horden unter nachweislicher Begünstigung durch ihre französischen Vorgesetzten und unter Duldung durch die französische Negierung im besetzten Gebiet gehaust haben, das ist uns allen noch in schlimmster Erinnerung. Die schlimmsten Ausschreitungen und blutige Verbrechen jener schwarzen Soldateska waren an der Tagesordnung; keine deutsche Frau war vor diesem Gesindel sicher, und die französische Besatzungsbehörde trieb die Demütigung eines wehrlosen Volkes so weit, daß sic die Einrichtung von Freudenhäusern und die Gestellring deutscher Frauen für diese farbigen Truppen befahl! Erst als die Schwarzen schon lange im besetzten Gebiet ge = wütet hatten, wurde die übrige Welt allmählich auf das von der französischen Regierung begünstigte Treiben dieses Gesindels im deutschen Westen aufmerksam. Die französische Propaganda hatte es lange mit allen Mitteln zu verhindern gewußt, daß die Verbrechen der französischen Schwarzen im besetzten Gebiet draußen in der Welt in gebührendem Maße bekannt wurden, und die damaligen deutschen Regierungen haben cs leider anet) auf diesem Gebiet an der nötigen Anfklärungs- und Gegenarbeit fehlen lassen.
Nun behauptet Frankreich, es könne seine Kolonial armee nicht abrüsten, weil es sie zur Befriedung seiner K o l o n i a l b e s i tz u n g e n nötig habe. Dagegen ist zweierlei zu sagen: 1. Während vor dem Kriege kein farbiger Soldat in Frankreich stand, sind heute nicht weniger als 55 000 Farbige in festen Garnisonen in Frank reich untergebracht; alle Welt weiß heute, daß diese Farbigen einen Teil der großen französischen Angriffsarmec bilden und geradezu unter dem Namen der „Sank- t i o n s t r u p p e n" Frankreichs bekannt sind; ebenso bekanntlich steht das Gros dieser Angriffsarmee in und hinter der größten Festung der Welt, die sich vom Ärmelkanal bzw. der belgischen Grenze bis hinunter an die schweizerische Grenze hinzieht. Was haben diese 55 000 Mann in Frankreich mit der „Befriedung des französischen Kolonialbesitzes" zu tun? 2. Frankreich unterhält schon jetzt in Friedenszeit ein stehendes Heer von insgesamt 200 0 0 0 Farbigen. Diese Zahl kann im Mobilmachungsfall sofort auf 1 500 000 Mann gesteigert werden; ja der Berichterstatter des französischen Hecresausschusses der Kammer hat sogar mitgeteilt, daß Frankreich im Kriegsfälle mit 3 0 0 0 0 0 0 farbigen Soldaten rechnen dürfe. Es ist eine lächerliche Behauptung, daß man anderthalb oder drei Millionen farbiger Soldaten ohne weiteres von der Abrüstungsverpflichtung ausnehmen könne, wie es Frankreichs Vertreter ständig auf der sogenannten Abrüstungskonferenz tut.
' Dazu kommt aber noch, daß sei einiger Zeit die allgemeine Wehrpflicht für Farbige ans sämtliche französischen Kolonien ausgedehnt ist, daß diese Wehrpflicht nicht weniger als 1 5 Jahre dauert, daß ferner der Artikel 22 der Völkerbundsatzung diese allgemeine Ausbildung von Farbigen, also über das für Polizcizwecke absolut notwendige Maß hinaus, ausdrücklich verbietet Mit Recht konnte ein englischer Bericht-