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Zulöaer Mnzeiger

1.70 RM. Bei Lieferungsbehinderungen durch Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

Bahnspetre usw. erwachsen dem Bezieher keine §ulöa- unö Haunetal »Zulöaer Kreisblatt

Ansprüche. Verlag: Christian Seipel, Fulda.

Druck: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H.

Redaktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernsprech-^nschluß Nr. 2989

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Nr. 199 1933

Fulda, Samstag, 26. August

10. Jahrgang

Unentbehrlich ist gerade heute

eine gute Heimatzertung. Nicht etwa, weil es im Leben ab und zu eine Sensation" gibt. Nein. Heute wird ein neuer Staat aufgebaut! Diese Entwicklung von ungeheurer Bedeu­tung ständig zu verfolgen, ist Pflicht jedes Deutschen, denn nur so wird er immer genau unterrichtet sein und die in die Wirklichkeit umgesetzten national­sozialistischen Gedanken v e r st e h e n. Das gilt besonders für die Volks- genosien, die während des Sommers infolge der Landarbeiten auf die Tages­zeitung verzichtet haben. Sie tun gut, jetzt wieder zu ihrem Heimat­blatt zu greifen.

DerFuldaer Anzeiger" tut das in dem Bewußtsein, dem doppeltem Be­griff des WortesHeimatzeitung" am besten dadurch zu erfüllen, daß er 1. dem Staat fr eudig dient und

2. die Belange der engsten Heimat unter besonderer Berücksich­tigung des evangelischen Volks­teils vertritt.

Die Mannigfaltigkeit der Presse, die früher zum Unsegen des Volkes vor­handen war, soll nicht in eine Gleich­macherei überschlagen. Durch Mund- totmachung einer Zeitung »st kein Verständnis für die nationalsoziali­stischen Aufgaben zu erzielen.

So will es die Führung, und die sich ihrem Volk gegenüber verantwortlich fühlenden Zeitungen treten ehrlich und freudig hinter die führenden Männer. Vergleichen Sie die Art unserer Berichterstattung und der anderer Zei­tungen. Sie werden Unterschiede fest­

stellen! da er

Vergleichen Sie den F u l - .

Anzeiger

vor dem 30.

Januar und andere Zeitun­gen vor ^m 30. Januar. Sie werden gleichfalls Unterschiede finden! Haltet an Eurem altbewährten evan­gelischen Heimatblatt, das auch in einem evangelischen Verlag erscheint, fest! Niemand, ob Arbeiter, Beamter oder Geschäftsmann, der seine Heimat­zeitung bevorzugt, hat Nachteile zu be­fürchten. Das ist von maßgebenden Führerpersönlichkeiten ausgesprochen worden.

Der

Fuldaer Anzeiger

ist und bleibt das einzige Heimatorgan Fuldas, das dem neuen Staat in sicht­barer Entschiedenheit dient und im Geist der evangelischen Be­völkerung wirkt.

Groß,az,ia in der Reichshauptstadt. Erfolgreiche Aktion bei Wohlfahrtsämtern und Stcucrlafscn.

Berlin fand mtf Ersuchen des Slaatskom- Harg Dr. Lippert eine große Aktion des Ge- "' "i c n S t a a t s p o l i z e i am t e s bei den städtischen ^waltungsstcllcn, vor allem Wohlfahrts- dWrn und Steuer! assen, gegen propagan- st Umtriebe der Kommunisten statt.

ist gelungen, umfangreiche illegale Zcrsetzungs- rcn - insgesamt über zwei Zentner erhellen. 40 Personen sind verhaftet worden, g°5, denen 15 ins Konzentrationslager über n t,U wurden. Unter ihnen befindet sich ein Stadt- 'n ent, bei dem man kommunistisches Material ^'UW hat. Einige Beamte und Angestellte bc= stch unbcfugtcrwcUe im Besitze von Amtswalter- Parteiabzeichen.

Hus

Der deutschen Staalsrusehöngkeit für verlustig erklärt.

Auf Grund des § 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933 hat der Reichs­minister des Innern im Einvernehmen mit dem Reichs­minister des Auswärtigen durch eine imReichsanzeiger" veröffentlichte Bekanntmachung vom 23. August 1933 zunächst folgende im Ausland befindlichen Reichs- angehörigen der deutschen Staatsangehörigkeit für ver­lustig erklärt, weil sie durch ein Verhalten, das gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk verstößt, die deutschen Belange geschädigt haben:

Dr. Alfred Apfel, Georg Bernhard,

Dr. Rudolf Breitscheid,

Eugen Eppstein,

Alfred Falk,

Lion Feuchtwanger,

Dr. Friedrich Wilhelm Foerster,

Helmutb von Gerlach,

Elfriede Gohlke (genannt Ruth Fischer),

Kurt Grotzmann,

Albert Grzesinski,

Emil Gumbel,

Wilhelm Hansmann,

Friedrich Heckert, Mar Hölz,

Dr. Alfred Kerr,

Otto Lehmann-Rutzbüldt,

Heinrich Mann.

Was will die NS

Bon Bürgermeister Wilhelm Haug, M.d.L.» Darmstadt.

Wie auf allen Gebieten, ist es auch auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege und Fürsorge notwendig, daß nationalsozialistisches Denken und Wollen ihren Ausdruck finden. Die Art der sozialen Arbeit in den zurückliegen­den Jahren wurde aus einem liberalistisch-marxistifchen Ungeist heraus betrieben, so daß wir jetzt vor einem Trüm­merhaufen stehen. Der Versuch, einen sozialen Wohl­fahrtsstaat aufzurichten, hat unser ganzes Volk wirtschaft­lich und seelisch an den Rand des Abgrundes gebracht.

Der Zusammenbruch des kapitalistischen Wirtschafts- in einem Um-

systems belastete die ____, , ,

fange, der weit über die natürlichen Aufgaben der Wohl­fahrtspflege und Fürsorge hinausging. Die national­sozialistisch Revolution hat die hohe Verpflichtung, aus dem Zusammenbruch heraus die Wirtschaft des deutschen Volkes im Geiste einer echten Volksgemeinschaft neu aufzu- bauen. Sie hat die Aufgabe übernommen, jedem Deut­schen das Recht auf Arbeit und Brot zu geben und an Stelle eines falschen Wohlfahrtsbegrisfes echte Volkswohl­

fahrt zu setzen.

Der bisherigeWohlfahrtsstaat" schwächte das Verant­wortungsgefühl gegenüber dem einzelnen Volksgenossen durch Züchtung von Unterstützungsempfängern. Im Volke wurde die Auffassung großgezogen, daß allein das Wohlfahrtsamt dazu da sei, zu helfen. Auch nicht not­leidende Kreise entzogen sich ihrer Pflicht dem Nächsten gegenüber, indem sie meinten, zur Hilfe sei nur die Wohl­fahrt berufen. Der in Not Befindliche muß wieder dazu erzogen werden, daß er neben seinem Recht an die Volks­gemeinschaft die Pflicht anerkennt, selbst zur Besserung seines Zustandes beizutragen. Denn das Recht an die Volksgemeinschaft kann nie größer sein als die Verpflich­tung, die der einzelne der Volksgemeinschaft gegenüber auf

sich nimmt. .

Solange nun der Aufbau der nationaliozmlrstischen Volksgemeinschaft nicht vollendet ist, wird es die Aufgabe der bestehenden Wohlfahrtseinrichtungen sein, in engster Zusammenarbeit miteinander die Härten des Uebergangès zu lindern und dem mutlos gewordenen neues Selbstver­trauen und neuen Lebenswillen zu geben. Darum wird sich die Arbeit der NS.-Volkswohlfahrt vor allem auf die Gebiete erstrecken, in denen es möglich ist, aufbauende Ar­beit zu leisten. Sie will da helfen, wo eine Gesundung möglich ist. Das Mißverhältnis zwischen den Aufwendun­gen für gesunde und kranke Volksgenossen, das bisher be­stand, muß behoben werden. Es ist unhaltbar, mit für­sorgerischen Maßnahmen erst dann einzugreifen, wenn es zu spät ist, anstatt rechtzeitig aus Gründen weitsichtiger Vorsorge zu helfen. Von der ungesunden Verweichlichung und dem übertriebenen Ich-Denken wird eine Umkehr der Erziehung zum Volksbewußtsein, zur Gemeinschaft und zum führenden Opfergedanken stattfinden müßem Die

Erziehung zum Volksbewußtsein. zur Gemeinschaft und zum führenden Opfergedanken stattfinden müssem Die Haltung der Reformpädagogen in den letzten wahren führte zur Verneinung, zur Auflockerung und zur Auf­lösung. Nationalsozialistische Jugendfürsorge muß gegen Verwahrlosung und Aufsässigkeit aufbauen auf dem Wil­len der Jugend zur Zucht, zur Gemeinschaft, zur Ehre.

Aus dem gleichen Gedanken der aufbauenden Arben wird die Fürsorge für die DüMnè Trägerin der E- scheu Zukunft eine weitere hohe Aufgabe sein Die Hebung

Tbcodor Maslowski,

Wilhelm Münzenberg,

Heinz Werner Neumann,

Wilhelm Pieck,

Berthold Salomon (genannt Jacob),

Philipp Scheidemann,

Leopold Schwarzschild,

Max Sievers,

Friedrich Stampfer,

Ernst Toller,

Dr. Kurt Tucholski,

Bernhard Weitz,

Robert Weitzmann,

Otto Wels,

Dr. Johannes Werthauer.

Zugleich ist das Vermögen dieser Per­sonen beschlagnahmt worden.

*

Sie sind einander würdig!

In der Tat, ein ubetduftender Strautz, den die gerechte Hand des Staates da zusammengerafft und aus dem deutschen Boden entfernte, der diese Sumpfblüten allzu lange und allzu geduldig ernährte. Wir wollen sie unseren Lesern noch einmal kurz vorstellen und dann für immer aus dem deutschen Denken streichen, wie sie es verdienen:

Äpfel: Rechtsanwalt, eingeschriebenes Mitglied der Kommunistischen Partei, Verteidiger in zahlreichen Blutprozessen der Moskowiter, u. a. auch Verteidiger der Mörder Horst Wessels; im übrigen auch wie Werihauer: Justiziar und Notar, in zahlreiche Schiebungsaffären juristischer Art verwickelt:

(Fortsetzung aus Seite 2.)

Boikswohlsahrt?

des seelischen Zustandes der Mutter bessert den seelischen Zustand der Familie und stärkt damit die Widerstands­kraft des gesamten Volkes.

Die Not der Zeit erfordert für die nächste Zukunft eine dritte wichtige Arbeit: die Winterhilfe. Nach den Worten des Führers soll im nächsten Winter niemand hungern und frieren. Wir rufen alle zur tätigen Mitarbeit auf, um den Opfern der Zeit zu helfen. Wir sind füreinander verantwortlich und müssen den Gemeinschaftssinn in einer großzügigen Hilfe von Mensch zu Mensch zur Tat werden lassen. In den ersten Jahren des nationalsozialistischen Aufbaues wird dieser Arbeit eine Bedeutung zukommen, die weit über die materielle Hilfe hinausgeht, weil in ihr auch ein großer erzieherischer Wert liegt. Denn sie dient der inneren und äußeren Verwirklichung des großen Grundsatzes der nationalsozialistischen Gedankenwelt:

Gemeinnutz geht vor Eigennutz".

Die auf dem Gebiete der Volkswohlfahrt und Fürsorge zu lösenden Aufgaben werden von der NS.-Volkswohl- fahrt und der NS.-Frauenschaft, den NS.-Jugendorgani- sationen und der Kriegsopferversorgung nach den Anord­nungen der Reichsleitung der NS.-Volkswohlfahrt durch­geführt. Für den Gau Hessen-Nassau hat der Herr Reichs­statthalter und Gauleiter Sprenger unterm 18. August 1933 folgende Anordnung erlaßen:

Ich ernenne hiermit:

1. Zum Gauwalter der NS.-Volkswohlfahrt Heßen-Nassau den Pg. Bürgermeister Haug, Darmstadt. Stadthaus, 2. Zum stellvertretenden Gauwalter und Geschäftsführer der NS.-Volkswohlfahrt den Pg. Willi Graf, Frank­furt a. M. ±

Die Geschäftsstelle der NS.-Volkswohlfahrt befindet sich Frankfurt a. M., Gutleutstraße 8/12.

Die NS.-Volkswohlfahrt-Eauleitung ist zuständig für den Verkehr mit allen Organisationen der freien Wohl­fahrt des Gaugebietes. Sie verhandelt mit ihnen nach Anweisung der Reichsleitung und gibt ihnen die Richt­linien für ihre Arbeitsweise nach den von der Reichslei­tung herausgegebenen Anordnungen. Für die besonderen in einem Gau auf dem Gebiet der Wohlfahrt zu lösenden Aufgaben gibt die NSVW.-Gauleitung den obengenannten Organisationen gleichfalls die Anweisungen im Einverneh- men mit dem politischen Gauleiter. Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf solche Wohlfahrtsorganisatio­nen, deren Mitglieder weiblich sind. Hier ist sinngemäß die NS.-Frauenschaft im Rahmen ihrer Zuständigkeit ver­handlungsberechtigt. Es ergeht nunmehr an alle unbe- scholltenen Angehörigen des deutschen Volkes, die das 20. Lebensjahr vollendet haben und rein arischer Abstammung sind, die Aufforderung, Mitglied der NS.-Volkswohlfahrt zu werden. Entsprechende Meldestellen werden errichtet und bekannt gegeben.

Wir Nationalsozialisten sind im harten Kampf groß geworden. Heute ist der Staat in unserer Hand, das Volk sieht gläubig zu den roten Hakenkreuzfahnen empor. Beweisen wir nun unseren deutschen Sozialismus, indem wir uns all der sozial Schwachen und Bedürftigen im Geiste der Volksverbundenheit aller Stände annehmen.

Aus Werk es geht um Dcutfchlanv!