Einzelbild herunterladen
 

in

6 ii ti

in iiii

«I

I»

6ii ui iil

Zul-aer Anzeiger

E^M. Bei Lieferungsbehinderungen durch Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg »SaK^

B^hnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Zulöa- un- Haunetal» ^^èüè§ ^^è^9^!üü alle anderen 0.15 Mk. Die Reklamezelle wird Ansprüche. Verlag. Christran Seipel,Fulda. Redaktion un- Geschäftsstelle: Königstraße 42♦ Zernsprech-Rnsthluß Nr. 2--- für hiesige Auftraggeber berechnet. Bei Rech- Druck: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H. Nachdruck der mit * versehenen Drittel nur mit dtuelknangabeJuldatr Bnielgtr'atfta»* nungsstellung Zahlung innechalb 8 Tagen.

Ar. 261 1933

Fulda, Dienstag, 7. November

10. Jahrgang

Neue Gefahr für Danzig

Marz-roter Anschlag gegen Danzigs Staatshoheit.

§ ic schu ld i g e N V e r l a g s - u N d S ch r i f t l e i t e r " ' in Schutz ha ft.

In Danzig wurden der sozialdemokratische Verlags leiier F o o k c n von derD a n z i g e r V o l k s st i m m e", der Bcrlagsleitcr Kilian und der Chefredakteur Dr. xeipel von dem Danziger Zeutrumsorgan, derDan Mr Landeszeitung" ins Polizeipräsidium eingeliefert unb in Schutzhast genommen. Sie haben sich einer groben Gefährdung der Danziger Staatssicherheit schuldig ge-

macht.

Der Maßnahme liegt folgender Tatbestand zugrunde:

Zusammenhang mit dem Verbot derDanziger ^andeszeitung" (Z e n t r u m s o r g ü n) und ber sozialdemokratischenDanziger Volksstimme", 2 zu denen die Regierung der Freien Stadt Danzig durch oas den Staat schädigende Verhalten der beiden Blätter gezwungen war, haben die beiden Verlage am Sonn­abend Beschwerde an den Senat in Danzig eingereicht.

in

Xi

Sie Beschwerde ist zurückgewiesen worden.

Ehe die Beschwerde beim Danziger Senat einging »Md ehe daher der durch die Gesetze vorgesehene RechtS- U int!] erschöpft war, haben sich Verlag unb Redaktion der e beiden Blätter an den Bölkerbmivkommiffae gewandt mit 1 der Behauptung, es läge eine Verfassungsverletzung vor, »obgleich der Danziger Senat sich zu der Angelegenheit V noch gar nicht geäußert hatte.

Das Verhalten der beiden Parteiblätter zeigt die Tendenz, Außenstehende in die Danziger Verhältniße I hincinzuziehen und dadurch der Regierung Schwierig- leiten zu machen.

Linkspresse käme Danzig in die Gefahr, daß große und grundsätzliche Entscheidungen unter Umständen vom Völ- kerbundrat getroffen werden können.

*

Der neue Völkerbundpalast emgeweiht.

Der neue Völkerbundpalast wurde nach der »vcrtlgstellung des Rohbaues feierlich vom General­sekretär des Völkerbundes und unter Anwesenheit des Diplomatischen Korps, der Genfer Behörden und der internationalen Presse eingeweiht.

Generalsekretär Aven'ol hielt anläßlich des Richt­festes eine Rede, in der er auf die schwere Krise des Völkerbundes hinwies. Der neue Völkerbundpalast werde in einer Zeit der Zweifel und der Prüfungen eingeweiht. Die heutige Epoche gehe aus einen immer verstärkteren Ausdruck des nationalen Lebens hin, jedoch zeigten die von einzelnen Reaierungen ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise,

wie eng die Völker miteinander verbunden seien. Noch auf lange Zeit hinaus werde der Friede nur das Ergebnis langwieriger Verhandlungen sein. Der neue Völkerbundpalast, dessen Kosten bisher auf

3 0 Millionen Eoldfranken festgesetzt sind, die durch die Beiträge der einzelnen Staaten aufgebracht werden, wird von einer Gruppe von fünf internationalen, vom Völkerbund ernannten Architekten gebaut, unter denen sich drei Franzosen, ein Engländer und ein Ungar befinden.

Denke daran am IX November!

Holen Sie jeden Volksgenossen bis zur Urne, auf daß er mitentscheidet für die Zukunft seines Volkes und damit seiner selbst und seiner Kinder. Zum erstenmal nach vierzehn Jahren bitte ich Sie jetzt, geben Sie diese Stimme für diesesI a" der Gleichberechtigung, der Ehre und des wirklichen Friedens, und geben Sie damit zugleich die Stimme ab für den neuen Reichstag, der der Garant dieser Politik sein wird. Denn auf die Dauer kann man auch wirtschaftlich ein Volk nicht retten, wenn cs politisch und moralisch zugrunde geht. Wir kennen nur ein Ziel auf der Welt:

Nicht Haß an deren Völkern, son­dern Liebezu der deutschen Nation."

Aus Adolf Hitlers großer Sportpalastrede.

Mit Adols Hitler steht und fällt Deutsch land und damit Europa!

Von Wilhelm Müller-Scheld.

Vic der Völkerbundkommissar dem Danziger Senat I Milte, hat er die Petitionen der Zeitungen wie auch die k Amgnahme des Danziger Senats

| dem Völkerbund zugcschiüt,

mit her Bitte, die Angelegenheit dem Rate des Bölker- bimdes zu unterbreiten, der der Garant der Danziger Ver- | Wing ist.

Anscheinend werde von Völkerbundinstanzen der Ver- M gemacht, Deutschland dasSchädliche" feines Aus- ttittë aus dem Völkerbund vor Augen zu führen. Man offenbar dabei, auf iunenpolitischem Gebiete eineVcr- iehlung Danzigs" zu konstruieren, indem man eine Maß- Wme selbstverständlicher Notwehr zum Verfassungsbruch Msälscht.

*

Ser hinterhältige Angriff der Danziger Sozialdemo- ratie und des dortigen Zentrums gegen die national« sozialistische Negierung, der ohne Abwarten der Ent- Midllng des Senats erfolgte, ist ein würdiges Seiten- liuck zu der Rede des sozialdemokratischen Führers Brill 14. Mai. Damals legte dieser wie erinnerlich nach einer von Beschimpfnng gegen die Reichsregierung trotzenden Rede dar, wie die Danziger Sozialdemokratie iusamm^e n mit den Polen es verhindern könne, im Freistaat eine nationalsozialistische Regierung ans Ruder käme.

Das Komplott der beiden Blätter stellt außerdem ttoisellos einen Racheakt für die Auflösung der sozial- "nokratischen Gewerkschaften und die Beschlagnahme ihrer ^Mschaften in Danzig bar. Die Danziger Regierung rauschning wird diesem Treiben zu begegnen wissen.

*

Danzig braucht kein Gangeiband.

Die Bedeutung der Volksabstimmung und Reichstags- neurvahl am 12. November ist noch nicht von allen Wählern richtig erkannt worden. Die einen verstehen nicht, warum überhaupt eine Abstimmung ftatrfinbet und die anderen, die den Sinn der Abstimmung verstehen, verstehen z. T. nicht, warum der Reichstag neugewählt werden soll.

Die einen sagen:Zu den Maßnahmen der Regierung, vor allen Dingen zu der Stellungnahme zu Genf und zu dem Rücktritt von der Abrüstungskonferenz können wir unbedenklichJa" sagen, aber die NSDAP. als einzige Partei für den Reichstag wählen, das können wir nicht!" Die anderen sagen:Adolf Hitler als Mensch ist uns recht und wir sehen auch ein, daß er in jeder Beziehung eine ganz besondere Erscheinung ist, aber die NSDAP, kommt für uns nicht in Betracht". Und dann fangen sie an, in den Krümeln zu suchen und die Schwächen des einen und des anderen Parteigenossen, die Fehlgriffe einiger Amtswalter herauszustellen und sie verwechseln dann all­gemein-menschliche Schwächen, die schon immer auf der Welt vorhanden waren und vorhanden sein wer­den, solange die Erde besteht, mit dem Sinn, dem Z i e l und dem Schwung der nationalsozialistischen deutschen Freiheitsbewegung.

Man kann nicht zu HitlerJa" sagen und zur NSDAP.Nein", denn Adolf Hitler und tue NSDAP, find eins. Adolf Hitler ist der Kopf der NSDAP. Die NSDAP, ist der Leib, zu dem dieser Kopf gehört. Es wäre ein Unsinn, zu dem Kopf Ja" und zu dem LeibNein" sagen zu wollen.

Prüsidcnt Rauschning lehnt Einmischungen ab.

. Der Präsident des Danziger Senats, Dr. R a u s ch = ' u g, erklärte in einer Pressekonferenz zu deu Vorfällen, M er keinerlei staatsschüdigcnde Kritik seitens der Presse uwen werde. Es sei gerade unerträglich, daß eine .rationale Institution wie der Völkerbund, der die Mabe habe, die Außenpolitik Danzigs zu stützen unb die Mengen Probleme zwischen Danzig und Polen aus- -uglelchen, aus diesem Wächteramt die Möglichkeit für L , herausleite, hier in die i n n e r p o l i t i s ch e Ent- "ng Danzigs einzugreifen. .

* gehe auch nicht einmal an, daß der Anschein werde, ais ob diese internationale Institution «M^bundes dazu da sei, Danzigs inilerpolttischc ^'âlunq auszuhalten. Danzig werde sein Recht âwu letzten verteidigen: die Uliabhänglgkclt seiner innenpolitischen Entwicklung.

an Ä Beschwerde bei den Völkerbundinstanzen sei aber Dingung geknüpft, daß erst einmal alle des Senats mit ihr bekannt gemacht feien. »ÄS der Senat nicht mehr Regierung, sondern Nipr A Organ einer anderen internationalen

Erstelle sein. . -

3 e , ^nbent kam dann noch auf die Vorwurfe de-.' unb *n $ hinsichtlich der Personalpolitik zu sprechen b>i(i?M^ete diese Zentrumsvorwürfc als eine b o s -

Verunglimpfung. Jeder, ber heute n rum angehöre, werde

Die NSDAP. ist das Fundament, auf^ dem^ Hit­ler einzig und allein den Halt hat das ganze deutsche Volk aus dem <E . .

und kultureller Zersetzung, in dem es immer noch bis über die Brust steckt, heraüszuziehen. Die NSDAP, nicht wäh­len heißt: dem Führer das Fundament entziehen, von dem aus er allein wirksam in das Schicksal Deutschlands

um cher

eingreifen kann. .

Nehmen wir einmal an, daß eine überwältigende Mehr­heit mitJa" stimmt, daß aber die NSDAP, nicht dieselbe Mehrheit bekommt. Dadurch würde sofort die Wirkung dieses mehrstimmigen Ja's der Welt gegenüber wieder auf­gehoben. Nur wenn die Welt sieht, daß der Führer und seine große Organisation und das ganze deutsche Volk eine gewaltige, unerschütterliche Einheit bilden, nur dann wird es gelingen, soviel Achtung für das deutsche Volk in der Welt zurückzuerobern, daß der Führer und seine Vertreter sich erneut und diesmal mit Erfolg an den Vsr- handlmrgstisch mit den anderen Mächten setzen können.

Ja" zu stimmen oder hinter dem Wahlvorschlag der Hit - l e r b e w e g u n g ein Kreuz zu machen. Nur ein Zwang muß ausgeübt werden: Jeder Wahlberechtigte muß zur Wahlurne. Niemand darf sich der Verantwortung ent­ziehen. Es soll jeder entscheiden, wie er es für richtig hält, aber jeder soll wissen, daß er mitverantwortlich gemacht wird für das Ergebnis am 12. November.

Wenn das deutsche Volk die Zeichen der Zeit begreift und sich am 12. November geschlossen hinter den Führer und hinter die NSDAP, stellt, dann kann der Führer im Inland u. auch dem Ausland gegenüber mit Erfolg zum Segen des deutschen Volkes weiterarbeiten. Dann werden auch die anderen Völker aufhorchen und man wird bald dem Rüstungswahnstnn ein Ende bereiten. Dann wird die Sonne über Deutschland wieder aufgehen.

Wenn das deutsche Volk aber wieder aus kleinlichen Er­wägungen heraus nur eine Halbheit vollbringt und eine in sich zersplitterte Abstimmung durchführen würde, dann ist jede Möglichkeit, mit Erfolg an den Verhand­lungstisch mit unseren ehemaligen Gegnern zu treten, vor­bei. Dann wird Deutschland weiter als Nation zweiter Klasse unter dem furchtbaren Druck des Stärkeren stehen. Dann wird auch der Führer sein großes Aufbaupro­gramm in Deutschland nicht mit dem Schwung und mit der Stoßkraft vorwärtstreiben können, wie er es von ganzem Herzen wünscht.

Es geht nicht um die NSDAP., es geht auch nicht um die Privatperson des Führers, es geht am 12. Novem­ber im tiefsten Sinne der Bedeutung des Wortes um das zukünftige Schicksal des deutschen Volkes. Das Schicksal bietet den Deutschen eine im Augenblick fast noch nicht über­sehbare Möglichkeit. Es mußsicham 12. November erweisen, ob dieser große Moment ein kleines oder e i n starkes Geschlecht findet.

Ja" und NSDAP, bedeuten Sieg, Aufstieg, Gleichberechtigung, Ehre und dazu einen starken Frieden.

Nein" oder Ablehnung der NSDAP, bedeu­tengnadenlosen Fortgang des Zerfalls und unwiederbringliches Versinken des deutschen Ansehens in der ganzen Welt.

Dann würden die Verleumder, die im Ausland gegen uns hetzen, siegend trium­phieren.

it)eti! rücksichtslos ausgemerzt

ich w'i?b an Stellen versetzt werden, wo er dem Staate lei eA bladen könne. Das Vorgehen des Zentrums a«Me. Auch das Treiben der sozc a 1 -

^r Presse »nute sich der Staat nicht

gefallen lassen Durch die Beschwerde ver

Adolf Hitler ist das Schicksal des deutschen Volkes. Das deutsche Volk ist so an 'hn gebunden und von ihm abhängig, daß Sieg oder Niederlage Adolf Hitlers gleichbedeutend sind mit Sieg oder Niederlage des ganzen deutschen Volkes. Deshalb wird d»e Stellungnahme des ganzen deutschen Volkes zu Adolf Hitler und zur NSDAP, entscheidend sein für unsere deutsche Zukunft.

Es wäre kindisch, menschliche Eiiizelschwächcn, die dem einen oder anderen Nationalsozialisten anhaften und die hier und da nach der Machtübernahme unerfreulich in Er­scheinung getreten sind, zu verallgemeinern und als typisch für die ganze Bewegung hinzusteUen. Die natio­nalsozialistische Bewegung wird alle, die sich nicht bewäh rett, im Laufe der Zeit rücksichtslos ausstotzen

Er nutzt nichts, Mesums abseits zu stehen und a b w a r - ten zu wollen. Die NSDAP, zwingt niemanden, mit

SA., SS. und Stahlhelm helfen am Winterhilsswerk.

Der Stabschef der SA. hat, wie die NSK. meldet, zur Durchführung der Hilfsmaßnahmen für das Winterhilfswerk eine Verfügung erlassen, in der er es der SA., der S S. u n d d c m S t. zur Pflicht macht, zum Gelingen dieser sozialen Maßnahme beizutragen.

Die Betätigung der SA., SS. und des St. erfolgt in der Weise, daß M u s i k z ü g e auf Wunsch der einzelnen örtlichen Führer des Winterhilfswerkes an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten kostenlos Standmusik spielen. Daneben stellt die SA., SS. und der St. in den Städten oder auf dem Lande zur Verladung der ge samten Lebensmittelspcnden (Kartoffeln, Getreide iijm.)

arbeitslose SA.-, fordcrung.

ober St.-Männer auf An

Wie die RSK. aus München meldet, gibt der Reichs- schatzmeister der NSDAP., Schwarz, bekannt, daß allen Parteiensehörigrn verboten wird, in Uniform bei S a m A! u n g § h, gleich welcher Art, mitzuwirken.