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— 1933 Fulda, Freitag, 10. November 10. Jahrgang
Die Zehnjahrfeier der nationalen Erhebung.
9er Spfergang zur FeldherruhMe. s Um 10 Uhr vormittags ist der Odconsplay förmlich Wn von Menschen, immer noch strömen ungezählte Tarife in die Gegend der Feldherrnhalle. Langsam füllt sich (Tribüne, die für die H i n t e r b l i e b e n e n d e r G e - jenen bestimmt ist und allmählich auch die Tribüne , Evren gälte. Ein ungeheures Aufgebot von Ab- ^rrun g s m a n n s ch a f t e n hat alle Hände voll zu H sie Massen einigermaßen in die umliegenden Straken ^rängen.
Oer Oyferzug formiert sich.
Kurz nach ^12 Uhr waren sämtliche Formationen, die ! jem Opferzug teilnehmen, versammelt. Von allen Uten herzlich begrüßt wurde namentlich de" persönliche djuiani des Führers, Oberleutnant Brückner. Die I n t j ß t) n e ist bereits in den Bürgerbräu-Keller ge-- g^t worden. Die Zugordnung ist folgende:
Voran geht der Führer,
gleitet von den Führern, die am 9. November 1923 mit m vorausgegangen sind. Dann folgt der Stoßtrupp itler» mit der Fahne. Dann folgt wie am 9. November V die s e ch st e Kompanie. Daran schließen sich das egiment München der damaligen Organisation ib die auswärtigen Formationen. Den Schluß des igtä wird der B u n d Oberland bilden. Dann wur-- n die S 111 r m f a b n e n zur Feldherrnhalle vorge- ngen. Darauf marschierten die 19 5 Standarten chdas Siegestor und nahmen den Weg zur Feld- rrnba i t c, wo Vie Ehrenzeichen aufgestellt wurden, licharaus erfolgte der
Anmarsch der Leibstandarte Adolf Hitlers
gibtt übrigen SS.-Formalionen. 20 000 SA.- und SS.- >«i harrten auf die Ankunft des Führers und der »««ionalsozialistischen Kämpfer.
Die Stimmung der ungeheuren und unübersehbaren mschknmcnge ist t i e s e rii st. Jeder ist sich bewußt, daß sch heute um einen Opsergang der national- ziâlistischcn Bewegung handelt, um den Dank > bit gefallenen Kameraden, die durch ihr Sterben "Weg zum Sieg der nationalsozialistischen Revolution fatal
Der Marsch beginnt.
Kurz nach 12 Uhr traf Ministerpräsident Göring vor " Argerbrâu Keller ein und wurde von den Massen "misch begrüßt. Kurz Darauf erschien unter starken Bei- Kundgebungen der Führer selbst. Er stellte sich so U« die Spitze des ZugeS.
Un seine rechte Seite trat Ministerpräsident Göring, “ zur Linken schritt Oberstleutnant Kriebel. Hieraus igle die B l u 1 s a h n e, deren erster Träger am 9. No- ™wt 1923 gefallen ist. Mit dem Fahnenträger mar- Me auch Gauleiter Streicher - Nürnberg. Der Wti gab das Zeichen zum Abmarsch, woraus Miu Brückner den Marschbefehl erteilte. Der Jubel ’ ■'lenge legte sich sofort, als der Zug, ohne Musik «nd ÄPirlleute, sich in Bewegung setzte.
8» feierlichem Schweigen verharrten die Menschenmauern,
Jie lange Reiche der Kämpfer vom November 1923 "leiben Weg wieder zurücklegte, wie vor zehn
Die Minute des Schweigens.
L^ Hitlerjugend säumte den Weg. Alle zwölf
,Ww zu beiden Seiten der Straße hohe i "aber. Schweigend reckten sich die Hände zum Tribünengäste ehrten die Vorüberziehenden „ ^ v e b e n v o n d e n P l ä tz e n. An der Stelle, an J” ^b« Jahren die ersten 1 6 Toten der Be- niß^ tc cn ~ unmittelbar neben der Feldherrnb^tte gang der Residcnzstraße —, hängt eine
is^ße schwarze Fahne mit dem Hakenkreuz auf
;iti. ^ldrnem Grund und dem Opfcrzcichcw
5^ ^ e l w i r b e l kündigt kurz vor 13 Uhr die J atten Kämpfer an. Unter der großen schwarzen der Führer Halt. Salutschüsse sorderten
ütirenh r« eine r M i » n t c S ch w e i g e » auf. tt Schweigens verkündet der Rundfunk n $ Deutschland die Warnen der sechzehn Toten "vveinber 1923.
^er MM Wr $er Keldherrnhalle.
ifaWJ1.“ ibcStu « de etwa dauerte der in Sechser- "nivfJ^endc Vorbeimarsch der alten t btttl vordem Führer, der seine Getreuen, b bi, ' '"eiste» ihre a l t e n W t n d j a ck c n trugen beitet o.» ^" verblichenen F ahnen, «nit er ^^N grüßte. Auf dem zwischen den Standarten freigehaltenen Platz nahm Diese erste . Sitte p? . tei Ausstellung. . ....
> Menschenmenge, in der niemand sich dor- oder rückwärts bewegen konnte, stand ^ ?^ttnhalle bis zum Siegestor und darüber -Len benachbarten Plätzen und Straßen d-°ckenfchlag 1 Uhr
’%.71 üch der Führer zur Tribüne;
' flWg Ministerpräsident Göring und ai-
alter Mitkämpfer Oberstleutnant a. D. Kriebel. Pinter dem Führer wurde die B l u t f a h n c des November 1923 getragen, geleitet rechts von einem Offizier der Reichswehr, links von einem Offizier der Landespolizeü Vor der Halle, wo der Führer inmitten der Reichs- und Staatsminister Aufstellung nahm, hielt zunächst Gauleiter Staats- minifter Adolf Wagner eine Ansprache. Das Wort nahm dann der bayerische Ministerpräsident L u^> w i g S i e b e r 1. Er führte u. a. aus: „Die bayerische Staatsregierung und damit das bayerische Volk bitten Sie, die Urkunde enlgegenzunehnren, in der bekundet ist, daß Ihnen das Ehrenbürgerrecht des Freistaates Bayern verliehen wurde. Weiter verkündet die bayerische Slaatsregierung die Errichtung des Adolf- Hitler-Museums der nationalenEr- Hebung. In ihm sollen in einem nach Ihrem Wunsche zu schafseuden würdigen Heim alle Gegenstände und Urkunden, die sich aus die nationale Revolution beziehen, «us ganz Deutschland gesammelt werden. Ein drittes:
Hitler bei feiet« alte« Kameraden.
Die bayerische Staatsregierung hat beschlossen, dieses einfache und schlichte Mahnmal als Staatsangelegenheit zu betrachten. Vor ihm stehe jeder Wanderer, der vorübergehl, in Ehrfurcht gebannt, entblöße sein Haupt und gedenke, daß die Träger der Namen aus diesem Niahnmal ihre sterblichen Leiber hingegeben haben, um auch für ihn eine unsterbliche Heimat unbi eine unvergängliche Nation zu erringen."
Göring spricht.
Rach Ministerpräsident Siebert nahm der preußische Ministerpräsident Göring das Wort.
Er führte u. a. aus: Mein Führer! Meine alten SA.- Kameraden! Zehn Jahre sind vergangen, und wir stehen heute an dem gleichen Platz, an dem wir vor zehn Jahren zum erstenmal unseren Einsatz geben durften für die Freiheit und die Ehre unseres Volkes.
Heute stehen wir fester denn je,
Die alle S A. d a n k t heute leidenschaftlich d c m Führer, daß er sie damals schon geführt hatte zu Ruhm, Ehre und Freiheit. Was das Schicksal uns in weiser Vorsehung damals versagte, ist heute herrlicher denn je Schicksal D e u t s ch l a n ds geworden. Wir danken das Ihnen, mein Führer, Ihrer Kraft, Ihrer Stärke »nd Ihrem leuchtenden Vorbild, das Sie dem letzten SA.-Mann gaben. Heute nach zehn Jahren gedenken wir in Dank auch der Opfer. Die alte SA., aufgegangen in die gewaltige braune Arnice, dankt heute zum letzten Male und wird alleZeit Ihnen, mein Führer, folgen, wohin Ihr Ruf für Ehre und Freiheit der Nation sie führt.
Nun ergriff unter tosendem Beifall Der Maßen der Führer das Wort.
Weihereöe des Führers.
„M â nne r der deutschen Revolution: Meine al te Garde! Ms wir im Jahre 1919 in den politischen Kampf eintraten, taten wir es noch als S 0 l - dato tt. Wir alle haben ehrenhaft erst für Deutschland unsere Pflicht erfüllt. Erst als die Heimat versagte und Die politische Führuna jammervoll vreisaab. was Mil-
Dem Führer das „Za"!
Am 9. November 1918 zettelten Volksverräter in Deutschland eine Revolution an, während das Heer draußen im schwersten Kampf stand. Am 11. November mußte infolge dieses Verrates ein Waffenstillstand geschloffen werden. Am 9. November 1923 wurde in München der erste Vorstoß gegen die Verstlavung durch Verrat zu Fall gebracht. Am 12. November 1933 wird das deutsche Volk diesen drei schwarzen Daten seiner Geschichte vor Ä Wstt das öffentliche BekeuniniS zu Ehre, Freiheit und Bsierland gegen- Werffeilen. Geh hin, Deutscher, und gib dem Führer dein »36^’
lronen Menschen mit ihrem Blute ersauft hatte», da entschlossen wir uns, einzntreten in den Kamps der Heimat selbst, ausgehend von der Überzeugung, daß das Opfer der Soldaten vergeblich sein muß, wenn die politische Führung schwach wird. Da die Revolution des N 0 v e »1 b e r 19 18 die Gesetze von einst gebrochen bat, konnte sie nicht von uns erwarten, daß wir sie als legalen Rechtsrustand anerkennen würden. Wir haben ihr damals als Männer und politische Soldaten den Krieg angesagt, entschlossen, die Verantwortlichen des November zu stürren, so oder so, früher oder später zur Rechenschaft zu ziehen.
So sind wir denn auch im November 1923 marschiert, erfüllt von dem Glauben, es könnte gelingen. die Schuldigen des November 1918 zu beseitigen, die Männer zu vernichten, die Schuld waren an dem namenlosen Unglück unseres Volkes. Das Schicksal hat damals anders entschieden. Heute nach sehn Jahren beurteilen wir die Zeit leidenschaftslos. Wir willen, daß wir wohl alle damals unter diesem Befehl des Schicksals standen, und daß wir wohl alle
Werkzeuge einer höheren Macht waren.
Es sollte nicht gelingen: die Zeit war noch nicht reif dafür. Das, was uns damals am meisten schmerzte, war der Zwiespalt, der entstand zwischen den Kräften, die auch uns einst in ihren Reiben batten, und den Kräften, die d'e Nation brauchte, um frei zu werden.
Der Niß tat damals weh, und wir hatten nur eine Hoffnung, daß die Zeit Diese innere Wunde wieder heile, daß aus Den damals feindlichen Brüdern, die doch alle nur für ein Deutschland am Ende streiten wollten, einst wieder Die Gemeinschaft erwüchse, die wir 4% Jahre lang erlebt hatten.
Zehn Jahre sind jetzt veraaugen, und es ist für mich an diesem Tage das höchste Glück, daß nunmehr die Hoffnung von einst in Ersüllung gegangen ist,
daß wir nun zusammenftehcn:
die Repräsentanten unseres Heeres und die Vertreter unseres Volkes, daß wir wieder eins geworden sind und daß diese Einheit niemals mehr in Deutschland zerbrechen wird. Damit hat erst dieses Blutopser seinen Sinn erhalten und ist nicht vergeblich gewesen: den», wofür wir schon damals marschierten, das war das, was jetzt Wirklichkeit geworden ist. Würden unsere Toten des 9. November heute auferstehen, sie würden weinen vor Glück, daß nunmehr
Die deutsche Armee und das erwachende deutsche Volk sich zu einer Einheit gefunden haben.
Deshalb können wir beute mit Recht die Erinnerung au diese damalige Zeit pflegen und können mit Recht heute das Denkmal dieser Zeit enthüllen.
Wir aber, die unS das Schicksal leben ließ, wir wollen den Dank für Die Kameraden von damals vcr^ binden mit Dem Daul an die Kameraden der vier Jahre vorher, damit wir selbst nun das Sehnen und die Hoffnung dieser Zeit erfüllen durch die Erfüllung unserer eigenen Pflicht.
Uns hat das Schicksal Den Weg gezeichnet, den wir niemals verlassen wolle». In dieser Stunde, da wir wieder antreten für unser Volk, wollen wir uns erneut bekennen zu diesem deutschen Volk, zu seiner Ebre, zu seinem gleichen Recht, aber auch zum Bekenntnis seines Friedenswillens und seiner Friedensliebe. ES ist schmerzlich, die Besten seines Volkes tu verlieren. Stets und immer haben die Besten ihre Brust dem Feinde bieten müssen. So wollen wir denn auch am heutigen Tage uns wieder aus tiefster Überzeugung bekennen
zu dem Gedanke»! des Friedens, wollen uns klar machen, wie schwer die Opfer sind, die der Kampf erfordert, wollen aber auch diese Friedensliebe erneut verbinden mit unserem Beschluß, für die Ehre der Nation, für die Freiheit der Nation und für ihr gleiches Recht jederzeit mutig einzutreten.
Indem wir dieses Denkmal enthüllen, will ich noch ünmal allen Denen danken, Die in diesen langen Jahren treu für Die deutsche Wiederauferstehung gekämpft haben, jeder an seinem Platz, will danke» Den Zehn- und Hundert tausenden von 5!ameraden der Bewegung: will danken den Männern Der anderen Verbände, Die, auf anderem Wege marschierend, am Ende doch zu uns gestoßen sind, und will auch denen danken, die die Wehrmacht in den neuen Staat hineinführte».
Indem wir heute Die ganze Kraft Der Nation zu-