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Lul-aer Anzeiger

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Zulöa- und Haunetal-Zulöaer Kreisblatt

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^, 266 1933

Fulda, Montag, 13. November

16. Jahrgang

Das Volk hat entschieden!

Überwältigendes Bekenntnis zur nationalsozialistischen Politik unter der Führung Adolf Hitlers.

AkW starke Wchlbeieiligung im ganzen Deutschen Reich.

Der 12. November, der Tag der Reichstags- Mahl und der Volksabstimmung, zeigte schon in seinem äusseren Bild die gewaltige B e r ä n d c - tuug, die seit dem 30. Januar in Deutschland vor sich gegangen ist. Aus dem früher in zahlreichen Parteien zerrissenen Volk ist ein i n sich geschlossenes, von einem Willen beseeltes einiges Deutschland ßknmden. In den Straften sah man nicht wie in früheren Jahren Umzüge und Debattierklubs, auch keine übcrsaü- mmandos. Es herrschte im Gegenteil sonntägliche ßkicrt« g s st i m in « » g. Aber die Straßen waren durchflutet von M c n s ch e n m a s s e n , die von dem tinen Willen beseelt waren, bei der Wahlurne ihre Stimme dem Führer zu geben und ihm durch ihr 4« in dem schweren Kampf für Deutschlands Ehre und Wchberechttguug z« helfen. Zu standen im ganzen kirtch die Wahlen bereits seit den frühen Morgenstnutzen tu Zeichen «Herbert starker Beteiligung.

Kindtstbm'- MiS Goebbels Sie erste« Wähl«-.

Sn der Reichstzaurrstadt setzte das Wahl- Mâft Schlag 9 Uhr in einem bisher noch nicht - e - löflitt* Umfan - e ein. Scho« vor 6 UKr erschienen Mmmisier Dr. Goebbels he dem Minister» üsti tM GaststätteFürst Bismarck" im -Aaufe HOiche^ch. frier hatte sich eine -rotze Menschen» Mti^ angesmnmelt, die den Minister mit stürmischen Musen begrüßte. Dr. Goebbete gab als erster ^Ket seine Stimme ab Wenige Minuten später er» M« ?!e t ch s p r ä s i d e n t von Hinvenburg mit viöätikh^fir Dr. Meißner in dem gleichen Lokal. "Mq begrüßt die Menge den Repräsentanten des Dent» lâicn Reiches, der hier seiner Wahlpflicht genügte. Der iWmiRiffer von Neurath nnd Dr. Gürtner !">M' in kurzen Abständen, etwas später Vizekanzler Hu Papen.

Biete hundert Stimmscheine wurden in diesem ^^'fterwohllokol non Rente» abgegeben, die die Neuheit bemibten, auf diese Weise den NeichSprâ- dmttn und die Miniärr sehen zu können.

, Ei« Teil der Minister, darunter Reichsverkehrs- ^tr Eltz von Rabe nach und der preußische Nizminister K e r r l, wählten in der Taubenstraße. M hier sah man größere Menschenmengen In der "mlelmstraße stand die Menge von der Reichskanzlei bis Win ReichSpräftdentenhalaiS st u n d e n l a n - ,

Hin den Rrichspkäsidcnteu und den Reichskanzler zu sehen.

^n Straßen sah man bald Zehntauseude mit der ""rn A 6 sti in m u u g s p l a k e t t e geschmückt. Viel- ^ iogen die Hausbewohner geschlossen zum Wahl- vakentreuzfahnen und schwarr-weiß-rote wehen En Dächern und fast au§ jedem Fenster.

^^ besonders stark war der Fahnenschmuck in den

iumeiß von Arbeitern bewohnten Stadtvierteln.

tz ,db. größter Ruhe und Ordnung wickelte sich das Mtschäft in Berlin ab. Die Polizei, die in Mn Jahren 48 bis 72 Stunden in höchster Alarm- Wft war, war kaum zu sehen. Keinerlei bbenfälle haben sich ereignet.

âr trug mit Stolz dieJa^-Klakeite.

^^? ^kr Reichshauptstadt, so gab es auch in allen (j M Stabten, Orten und Dörfern des Reiches kaum ^^aßenpassanten. der nicht bereits in den ttug "^stunden mit Stolz dieJa-Plakette"

L ^lädte aller Laudcsteilc meldeten, daß um die tzM.^zeit durchschnittlich schon 70 Prozent der

ö| Wer Wahlpflicht genügt batten!

hjMao stauten sich die Wählerinassen schon vor »ist?* =..n 0 der Wahllokale und standen in den Vor- hcn < cu vielfach in Doppelreihen an, um ihr habest c' e'! n t n i 5 für den F ü h r e r abzulegen Der ^'Ak §^ der Hilfsdienst für Alte und Gebrechliche

fl»tf) der lebte Volksgenosse seiner Wahlpflicht

I > Nachkommen konnte.

KtL"tele>, gri)^cn Städten sah man auch in den ^ r e ch chöre der SA. und Hitlerjugend, die naJ oussorderten, oder es fanden Werb e m ä r s ch e uonalen Formationen statt.

^^M kleineren ländlichen Stimmbezirken cn die Volksgenossen bis Mittag vollzählig

I 6in. an der Wahlurne erschienen.

Bild boten auch in den Städten, die ja I ^iStgeS Flagge n m e c r darstellten, die prächtig I «Mc hft r ast wagen der NSKK., die fleißig I um Kranke zur Wahlhandlung zu

Wahltag. wie noch keiner war! N 1 ^s ein Wahltag: ES mar ein S ch w u r t a g .

der die Welt lehrte, daß das deutsche Volk sich geschlossen wie ein Mann zur Freihit, zur Ehre und zu einem starken Frieden bekannte.

Der Kanzler an das deutsche Volk.

Deutsche Volksgenossen und Genossinnen!

15 Jahre lang habe ich, erfüllt von einem unzerstörbaren Vertrauen auf den inneren Wert des deutschen Volkes, gläubig für seine Zukunft gekämpft. Heute danke rch den Dkilltonen deutscher Volksgenossen aus übervollem Herzen für das geschicht­lich einzigartige Bekenntnis zu einer wahr­haften Friedensliebe, genau so aber auch zu unserer Ehre und zu unseren ewigen gleichen Rechten. Meine Mitarbeiter und ich aber wollen, damit erneut ge­stärkt, mutig und unverdrossen unsere Pflichten erfüllen.

gez. Adolf Hitler.

Das Gesamtergebnis.

Reichstagswahl:

Stimmberechtigte 45 127 969

Abgegebene Stimmen insgesamt 42 975 999

Wahlbeteiligung: 95,2 Prozent

NSDAP. (660 Mandate) 39 626 647

Ungültig 3 348 362

Volksabstimmung:

Abgegebene Stimmen insgesamt 43 439 046

Wahlbeteiligung: 96,3 Prozent

Ja-Stimmen: (95,1 Prozent) 40 588 804

Nein-Stimmen: (4,9 Prozent) 2 100 181

Ungültig 750 061

Die NSDAP, hatte bisher 289 Mandate, dazu 15 Hospitanten.

Der Führer an seine Parteigenossen.

Ratroualsozialisten! Nationalsozialistinnen! Mein« Parteigenossen! Ein u n v e r g l e i ch l i ch e r S i e g ist er­kämpft worden. DasdeutscheVolkverdanktihn in erster Linie eurer gläubigen Treue und nimmermüden Arbelt! Männer unserer Orga­nisation, unserer Propaganda, der SA., SS. und des St., ihr habt, unterstützt durch die Tätigkeit unserer Jugend, unserer Frauen, zahlloser Parteigenosse» und unserer Presse in knapp 4 Wochen Unerhörtes geleistet. Die ein­zigartige Größe des Erfolges ist für euch alle die größte An­erkennung, die Rettung des Vaterlandes aber wird dereinst euer Dank sein! gez. A d o l f H i t l e r.

*

^^^Oiöuteitcr Sprenger zum Wahlergebnis.

F r a N k f u r t a. M., 13. Nov. Gauleiter Sprenger er­läßt folgenden Aufruf:

Nationalsozialisten! Deutsche Volksgenossen!

Der Gau Hessen-Nassau ist seiner bewährten Tradition treu geblieben. Wir stehen mit dem Ergebnis des gestrigen Tages wieder einmal

über dem Neichsdurchschnitt.

Mit Genugtuung kann bei uns eine nahezu 100pto = zenttge Wahlbeteiligung festgestellt werden. Ein stolzer Beweis für das politische Erwachtsein der rhein- mainischen Bevölkerung. Niemals wäre dieser Sieg unse­rer Friedensschlacht möglich gewesen ohne die unermüdliche Arbeit der Bewegung mit all ihren Dienststellen und Son- dergliederungrn. Dem Stabe des Gaues, den Rednern und den Hoheitsträgern im Lande, der SA., SS. und HJ., so­wie allen weiteren Nebengliederungen und Amtswaltern sei hier Dank und Anerkennung ausgesprochen für den rest­losen Einsatz aller Kräfte. Ich weiß, daß allen Aktivisten des Gaues der herrliche Erfolg des gestrigen Tages der höchste Dank ist, höchster Dank deswegen, weil er uns mit dem stolzen Bewußtsein erfüllt, vor dem Führer bestehen zu können. So wie die Bewegung vor dem Führer, so kann die Bevölkerung mit diesem Ergebnis vor der Geschichte bestehen. Der Erfolg wird »v^ nicht ruhen lasse«: der Kampf um Arbeit und Frieden geht von heute oZ» uns ner doppelter Kraft weiter

Der Gauleiter : goz.; Hprenger."

Stürmische Kundgebungen

für den Reichskanzler.

Adolf Hitler wählte in Berlin-Siemcnsstadt.

Kaum eine halbe Stunde nach Beendigung des Wahl­aktes sammelte sich in Berlin vor der neuen Reichs­kanzlei eine immer stärker werdende Menschenmenge an, die im Sprechchor st ü r m i s ch den Führer z u sehen verlangte. Trotz der abendlichen Kühle harrte die Menge in freudiger Erwartung aus, bis der Führer dem Drängen nachgab und sich mehrere Male am Fenster zeigte.

Langanhaltende Heilrufe begrüßten den Kanzler, der heute eine entscheidende Schlacht geschlagen hat.

Hitler hat übrigens seiner Wahlpflicht in S i e m e n s- st a d t genügt, also an der gleichen Stätte, wo er am Freitagmittag in einer einzigartigen Kundgebung den letzten Appell an das gesamte deutsche Volk richtete.

Eine Rekordwahl.

Schon in den frühen Abendstunden des 2-onntags konnte man aus den eingehenden Meldungen auf eine ganz außergewöhnlich hohe Wahlbeteili­gung schließen. Der Andrang an den Wahllokalen über­traf alle Erwartungen. In ländlichen Gegenden konnte die Wahl vielfach schon in den frühen Nachmittagsstunden geschlossen werden, weil alle Wahlberechtigten erschienen waren. Auch in den Grenzorten war der A n d r a n g d e r Auslandsde u tsch e n , die von ihrem Wahlrecht Ge­brauch machten, stärker als jemals^ die Ankunft der Aus­ländsdeutschen gestaltete sich dort oft zu herzlichen Kund­gebungen für ihre Heimatverbundenheit.

In Groß-Berlin stand schon gegen8 Uhr abends eine Beteiligung von mehral s 9 0 P r o z ent fest, eine Wahrnehtmrng des Wahlrechtes, wie sie die Reichshaupt- ° stabt noch niemals erlebt hat. Im Regierungsviertel fanden Dauerkundgebungen statt, besonders vor dem Palais des Reichspräsidenten, vor der Reichskanzlei, dem Propagandaministcrium und dem preußischen Minister- Präsidium.

Bisher liegen keinerlei Meldungen über irgendwelche ZwischenfMe vor. überall ist die Wahl in größter Ruhe und Ordnung verlaufen. Die Disziplin der Bevölkerung Ivar so mustergültig wie ihr Pflicht­bewußtsein.

Tausende von Reichsdeutschen kamen zur Wahl aus der Schweiz.

Sehr eindrucksvoll gestaltete sich der Wahlakt im südbadischen Grenzgebiet, wo das Eintreffen vieler in der Schweiz lebenden Deutschen Anlaß zu einer herzlichen H e i m a t k u n d g e b u n g und gum Ausdruck der Verbundenheit mit dem deutschen Vaterland wurde. In Lörrach traf ein Ertrazug mit den aus Genf, Lausanne, Bern, Luzern und Basel mitgcfommènen über tausend Deutschen ein. Das gleiche freudig bewegte Bild bot die Stadt W a l d s h u t, wo mit zwei Extra­zügen die in Zürich, Davos, Glarus, Schaffhausen usw. lebenden Deutschen eingetroffen waren. Auch die R h ein­und Grenzorte Coblenz (bei Waldshut), Säckingen und Rheinfelden meldeten starken Besuch der Ausländs­deutschen, die überall Gegenstand herzlicher Aufmerksam­keit waren.

Die Wahl her Danziger Reichsdeutschen.

Die Stadt Z o p p o t stand diesmal im Mittelpunkt der Reichstagswahlcn im Danziger Gebiet, da zum ersten­mal Gelegenheit geboten war, aus dem Seedienst- d a m p f e rHansestadt Danzig" das Wahlrecht auszu­üben. DieHansestadt Danzig" machte alle zwei Stunden i n s g e s a in 't sechs Fahrten auf die Ostsee hinaus, wo außerhalb der Dreimeilenzone gewählt ivitrbc. Auf diesen Fahrten genügten mehrere tausend Reichsdeutsche ihrer Wahlpflicht.

Estlands Reichsdeutsche stehen zu Hitler.

Die B o r d w a h l e n aus dem DampferD a n z i g", der die r e i ch s d e u t sch e n Wähler E st l a n d s am Sonntag von Reval in die neutralen Gewässer brachte, hatten folgendes Ergebnis:

Reichsiagswaht: 315 Stimmen für die Einheitsliste, 6 Wahlzettel ohne Vermerk, 2 ungültig. x

Volksabstimmung: 320 ja, 1 nein, 2 ungültig.

Obgleich zahlreiche Wähler stark unter Scckrankheit zu leiden halten und dieDanzig" als Frachtdampfer keinerlei für so viele Passagiere berechnete Bequemlich­keiten bot, herrschte an Bord begeisterte Stimmung.

*

Auch heute wird geflaggt!

Beth«. Zur Feier des überwältigenden Bekenntn»sse.s des deutschen Volkes zu Wv!f Hitler flaggen heute die DtEftgsbäude. Die gesamte Bevölkerung wird ersucht, dasselbe zu tun.