Zuldaer Anzeiger
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170 'M ^s'.^n keine Ansprüche Verlag Friedr. y / y Textteil <!)v mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung
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Fulda, Mittwoch, 21. März
11. Jahrgang
Hitler schafft Arbeit und Brot
Der 21. März.
Von Dr. Joseph Goebbels.
n<;K Ain 21. März beginnt die zweite große Etappe . deutschen Arbeitsschlacht. Die erste hatte mit dem Tage kennen an dem der Führer das Kanzleramt übernahm und in seiner Rede für sich und die nationalsozialistische ' Meauna eine Frist von vier Jahren forderte, um den , i untätigfeit verdammten Volksgenossen wieder Arbeit und Rrol zu geben und damit eine Aufgabe zu lösen, an
14 Jahrelang alle Novemberregierungen gescheitert
Jahre forderte damals der Führer. Wenig mehr Mein Jahr ist seit diesem Tage vergangen. Welch un- Erfolg ist allein in diesem einen Jahre errungen Mehr als ein Drittel der Erwerbslosen haben bereils wieder Lohn und Arbeit gefunden; ja es ist sogar wider alle trüben Erfahrungen der letzten 154 Jahrezehnte gelungen, trotz der saisonmäßig bedingten Einschränkung ver Arbeitsmöglichkeiten den im Sommer errungenen Erfolg auch übè r denWinterhinweg zu behaupten. Die statistischen Ziffern der letzten Monate sind ein beredtes Zeugnis dafür.
Wenn wir uns daher am 21. März zu einem neuen großen Schlage gegen die Arbeitslosigkeit rüsten, so haben wir ein Recht dazu, diesem Tag eine besondere Weihe zu geben. Denn in den Erfolgen, die bereits errungen sind, liegt die G e w ä h r bafür, daß auch die nunmehr beginnende zweite Etappe des großen Kampfes mit einem Siege enden wird. Dieses Sieges dürfen wir um so gewisser fein, als die sachlichen Voraussetzungen für den erfolgreichen Fortgang der Arbeitsschlacht in dem vor uns liegenden Jahre weit günstiger sind als unmittelbar nach der Machtergreisung. Damals standen wir vor einem grauenhaften Trümmerfeld und mußten mit neuen schöpferischen Ideen und Maßnahmen erst wieder Sinn itnb Ordnung in das Chaos bringen, ehe wir mit dem Ausbau beginnen konnten Heute ist das Fundament gelegt und die Zeit der schwersten Krise überwunden.
Machen wir uns klar, daß das Geheimnis dieses Erfolges nicht in irgendwelchen organisatorischen oder finanztechnischen Maßnahmen liegt sondern allein in dem Triumph des alles Hemmungen und Widerstände überrennenden Willens. Als wir am Anfang des großen Aufbauwerks standen, war die Zahl derer noch groß, die aus ihrer Kenntnis und Erfahrung heraus uns sagen zu können meinten, daß alle unsere Bemühungen an den ehernen Gesetzen der Wirtschaft scheitern würden Unser Erfolg hat gezeigt, daß der aus der Not geborene Wille einer Nation stärker ist , als alle vermeintlichen Gesetze, und daß die fortgesetzte Kette der Niederlagen des früheren Systems nur ein Ausdruck der Willenslähmung war, der die führenden Männer jener Epoche verfallen waren, weil sie die Entwicklung sklavisch jenen Gesetzmäßigkeiten überlassen zu müssen glaubten, die doch ihrerseits nichts anderes sind als auch Menschen- toerf.
Wenn daher am Vormittag des 21. März in allen •Betrieben die Räder still stehen und die Belegschaften sich um die Betriebsführer scharen werden, so soll es der Emu dieser Weihestunde sein, daß das ganze schaffende deutsche Volk sich als eine Schicksals- und Wil- ensgemeinfchaft fühlt, die vom Wirtschaftsführer bis zum letzten Arbeiter entschlossen ist, den begonnenen stampf erfolgreich fortaufeben und auch in diesem Jahre wieder Millionen von Volksgenossen der Not und Arbeits- Dirqfcrt ju entreißen. Darüber hinaus soll diese Stunde, ? der Führer zur Nation spricht, jedem schaffenden ""^bu Menschen die sieghafte Kraft der natio- a i s o z i a ! j st j s ch x n Bewegung zum Bewußtsein
'" der alles beschlossen liegt, was das deutsche 0 ö0” der Zukunft erhoffen und erwarten darf.
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Arbesisfrühiing.
«S^i. M â r - wird in der Geschichte des neuen An, 'Ur alle Zeiten ein denkwürdiger Tag bleiben .,,"-' März 1933, dem Tage des Frühlingsanfangs.
n das neue Reich feierlich verkündet, und an die iwn ^ Ungeistes, der sich fälschlich mit dem Geist dm» ^b'Mnr in Verbindung brachte, der Geist von Pots erfüll fl611-’’ der der Geist der Arbeit und der Pflicht- ersUIlniig ist
bei^k^ März 1934 beginnt nun bte große A r - de? ö/ Ach l. die den Auftakt bildet zur Ausrottung $er ^nndübcls aller Not der Welt, der Arbeitslosigkeit, dcrn '/"^"""Sozialismus will nicht A imof e n , fuiv Mak. '"Ul A rbcit Wir haben im lohten Winter im
' des Wüttcrhilfswcrks als selbstverständliche ‘Stimm , Millionen geholfen, die ohne ihre eigene dm "'U>! wieder in den Arbeitsprozeß eingcglic- Öefülii - .'""Uten. Wir haben ihnen gegeben aus dem dem (Mol '^stbersiândlichèn Volksverbundenheit, aus Olenin ,4 : ^" "" Stelle jedes Arbeitslosen könntest ^rrsän^," ^bst stehen. Deutscher! Immer aber bc- bie Si»,,. s'l ""bei ber Wunsch und der Wille, jedem auch len, ichp,, ® Pfühls zu nehmen, als lebe er von Almo- e i n p’ d"s Gefühl zu geben: Du hast vir das aus I__ ''rast verdient, was du besitzest.
D^^" $™t mit den Hungernden! W Mitglied der NS -V-lkSwohlfahrt!
Arbeit für Hunderiiausenöe.
Arbeitsbeginn auf 22 Baustellen der Reichs au tobahnen.
In ganz Deutschland hat man seit Monaten geplant, gerechnet, gezeichnet, geschrieben, vermessen, kurzum vorbereitet für den Beginn der großen Arbeitsschlacht. Ein kleiner Ausschnitt nur kann an dieser Stelle gegeben werden von dem, was an Arbeitsbcfchaffungsmatznahmen für die nächsten Monate vorgesehen ist und was am 21 März begonnen wird. Aber dieser kleine Ausschnitt schon zeigt den festen Willen, nicht Worte nur zu machen, sondern durch die Tat zu überzeugen, durch die Tat den Erwerbslosen zu helfen, die man 14 Jahre lang mit Worten und Parolen vertröstet hat.
Das umfangreichste Arbeitsbeschaffungsprojeki sind natürlich bie Reichsautobahnen. Auf 2 2 Baustellen werden am 21 März viele Zehmausende zum erstenmal wieder den Spaten in bie Hand nehmen, auf 22 Baustellen wird begonnen werden, ein Werk zu gestalten, wie es in einer solchen Kühnheit nur bet Führer ersinnen konnte.
Der Generalinspekteur für das deutsche Stratzenwesen hat für den 21. März aus folgenden Baustellen den Beginn der Bauarbeiten angeordnet-
1. Unterhaching der Reichsantobahnstrecke München— Landesgrenzc. 2. Inn brücke in Frauendorf bei Rosenheim der Reichsaulobahnstrecke München— Landesgrenze.
3. Esterdingen der Reichsautobahnstrecke Stuttgari— Ulm.
4. Mannheim derReichsautobahnstreckeFrankfurt—Mannheim. 5. Heidelberg der Reichsautobahnstrecke Franksurt— Heidelberg. 6. Frankfurt a. M. der Reichsautobahnstrecke Frankfurt—Darmstadt. 7. Schlebusch bei Opladen ber Reichsautobahnstrecke Köln— Duisburg. 8. Buer bei Reichsautobahnstrecke Duisburg— Dortmund. 9 Recklinghausen der Reichsautobahnstrecke Duisburg— Dortmund 10. Kaiserberg bei Duisburg ber Reichsautobahnstrecke Duisburg— Dortmund. 11. Bremen ber Reichsamvbahn- Zubringerstrecke Bremen. 12. Oytener Berg der Reichs- autobahn-Zubringerstrecke Bremen. 13. Wandsbek ber
Revolutionsappell in München
Die Stadt ehrt den Führer und seine alten Kämpfer.
Wieder steht die Landeshauptstadt Bayerns im Zeichen des Hakenkreuzes. Die flaggengeschmückte Stadt bietet das Bild eines hohen Festtages, denn diesmal gilt es, den großen Führer des deutschen Volkes und seine alten Mitkämpfer würdig zu ehren und ihnen durch die Tat zu beweisen, daß München sich ihm als seine Stadt für ewige Zeiten zu unlöslichem Danke verpflichtet fühlt. Punkt einhalb sieben Uhr abends setzte sich der
Zug der Alten Garde des Führers in Bewegung.
die B l u
Voran berittene Schutzleute, dann die Ehrenbegleitung der SS. mit Musik und Spielleuten. Geführt von Stadtrat Weber folgten dann die alten Kämpfer, an der Spitze die B l u t f a h n e vom Jahre 1 923, getragen von Stadtrat Grimminger; hinter der Fahne Oberbürgermeister Fiehler und dann die Stadträte
im einfachen Braunhemd ohne jedes Abzeichen.
Revolutions-Appell der alten Garde vor Adolf Hitler.
Am Montagabend erlebte Bayerns Landeshauptstadt den Revolutions-Appell der alten Kämpfer, den der Führer selbst auf der Theresienwiese abnahm. Adolf Hitler hielt dabei eine Ansprache in der er bereiten Garde rankte und die Jungen ermahnte, den treuen deutschen Kämpfern nachzuleben. .âftrAW zeigt de ^uhrerwahrend des Appell« in der Halle des Ausstellungsparks in München. Links neben ihm Rudolf ^eh, rechts Stabschef Rohm und ' Reichsführer der SS. Himmler.
Reichsautobahnstrecke Hamburg— Lübeck. 14. Bad Oldes- loe der Reichsaulobahnstrecke Hamburg—Lübeck IS.Finow- furt der Reichsautobahnstrecke Berlin—Stettin l6 Groß- Stoboy der Reichsautobahnstrecke Königsberg—Elbing. 17. Katzbach-Abstieg bei Liegnitz der Reichsautobahnstrecke Liegnitz—Breslau. 18. Chemnitz der Reichsautobahnstrecke Chemnitz —Dresden. 19. Halle der Reichsautobahnstrecke Halle— Leipzig. 20. Peine der Reichsautobahnstrecke Berlin— Köln. 21. Braunschweig-Land der Reichsauto
bahnflrecke bahnstrecke
Neue
Berlin— Köln. 22. Gifhorn der Reichsauto- Berlin— Hannover.
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Kreditbestimmungen für die
Sparkassen erlassen.
Jur Belebung der mittelständischen Wirtschaft und zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit.
Die Festigung des Vertrauens in die Weiterentwicklung der Sparkassen, die Besserung ihrer Liquidität unb die starke Zunahme der Spareinlagen in der letzten Zeit haben erneut die Möglichkeit gegeben, die Sparkassen durch eine weitere Lockerung der für ihr Kreditgeschäft gegebenen Bedingungen stärker als bisher in bie Kreditversorgung der mittelständischen Wirtschaft, sonderlich mit Realkrediten, einzuschalten.
Aus Grund der ihm erteilten Ermächtigung hat deshalb der preußische Minister für Wirtschaft und Arbeit neue Kre'Albcsssmmunm-a erlassen.
Er hat den Sparkassen zur Pflicht gemacht, die für die Kreditgewährung zur Verfügung stehenden Mittel zur Belebung der mittelständifchen Wirtschaft und zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu günstigen ZinS- bedingungen einzusetzen.
Sparkassen, die nicht mehr mit Akzeptkrediten verschuldet sind, stehen für Kreditgewährung 50 Prozent der
neuen Mittel zur Verfügung. Sparkassen, die Akzepten verschuldet sind, dürfen 20 Prozent
noch mit der neuen
Mittel im Personalkreditgeschäft oder im Realkredil- geschäft ausleihen. Zumindest 80 Prozent der neuen Eingänge haben diese Sparkassen jedoch zur Tilgung ihrer Akzepte zu verwenden. Im übrigen sind die Sparkassen angewiesen worden, die Akzepte mit möglichster Beschleunigung abzudecken.
Anschließend marschierten die übrigen alten Kämpfer, Besitzer des Ehrenzeichens, etwa 2000 an der Zahl. — Unübersehbare Menschenmassen säumten den Zug bis zur Theresienwiese. Mitten auf der Wiese loderten die Flammen eines mächtigen brennende« Holzstoßes empor.
Unter den Klängen der Fanfaren schritt der F ü h r e r mit seinen Getreuen in die Halle. Man sah in seiner Begleitung Stabschef Röhm, Reichsführer der SS. Himmler, Reichsstatthalter General v. Epp, Reichspressechef Doktor Dietrich, Innenminister Wagner und Adjutant Brückner. Jubel begrüßte den Führer, der auf der Empore Platz nahm. Das Reichssymphonieorchester spielte zu Beginn die Ouvertüre zu Richard Wagners „Rienzi".
Der Führer unter seinen alten Mitkämpfern.
Bei dem Münchener Revolutionsappell meldete zu Beginn der Kundgebung in den Ausstellungshallen bei bayerische Innenminister, Gauleiter Wagner, dem Führer die „alten Soldaten, die unter Ihrer Führung die