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Zul-aer Anzeiger

jenen Werktag. Bezugspreis: monatlich Pei Lieferungsbehinderung durchHöhere « bestehen keine Ansprüche. Verlag Friedr. ®f®Hin Rulba Königstr. 42. Druck: Friedr, au' LauterLack/H. Hauptschriftleiter: Dr. jur.

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Nr. 69 1934

Fulda, Donnerstag, 22. März

11. Jahrgang

Vorwärts, in die zweite Arbeitsschlacht!

» einer gemeinsamen Stunde der Sammlung aller erlebte das deutsche Volk am 21. März den «unendlich da der Führer Adolf Hitler die Ration in jte -weile Arbeitsschlacht führte. In Unterhaching, im bancrischen Land, hatten sich Tausende um ihn geschart; sie surften die Wcihestunde, in der ein ganzes Volk als ein einziger Heerbann in den Kamps gegen die Arbeits- lotinfcii zog, aus unmittelbarer Nähe miterleben. Wir anderen aber standen um die Lautsprecher geschart und hauen in uns eine Spannung ähnlich wie damals am K) November vergangenen Jahres, als der Führer von den Berliner Siemenswerken aus zu dem arbeitenden ^utWanb sprach.

Dann kam die Ankündigung aus den Lautsprechern: Mr isl München", die Übertragung ging aus von der GebilWâtte des Nationalsozialismus,wir schalten um auf die Baustelle" Der Ruf des Sprechchors:Arbeit ist Brot!" der Gruß an den Führer, das lauteHier!"

Ein Volk tritt an!

Muf zum friedlichen Kampf.

Adolf Hitlers Rede auf der llnterhachinger Baustelle.

Nach der Besichtigung der Baustelle Unterhaching der Neichsautobahnen hielt Reichskanzler Adolf Hitler eine Rede, in der er u a. ausführte:

Deutsche Volksgenossen und -genossinnen! Meine deutschen Arbeiter! Ich glaube nicht, daß jemals eine Regierung eine schlimmere Erbschaft übernommen hat als äh am 30. Januar 1933. Seit der Revolte des No­vember 1918 war unser Volk Schritt für Schritt dem Untergang entgegengeeilt. Jede schwache Frühlings- bewegung wurde von den Regierungen als Erfolg ge­priesen und war doch immer wieder nur eine Station on Wechsel der Konjunktur eines dem Zusammenbruch entgegcntreibendcn Shstems und seiner Wirtschaft.

Trostlose Lage im Staate von Weimar.

Es ist notwendig, sich die Lage im Januar des vergangenen Jahres in das Gedächtnis zu rufen. Der deutsche Bauernstand war dem Untergange ausae- uefert, der M i t t e l st a n d zum großen Teil bereits ruiniert, der Steuerdruck unerträglich, die Zahl der Kon- urse nahm dauernd zu. Die Finanzen des Reiches, der vander und der Kommunen waren durch und durch zer­rüttet, die Konsumkraft des Polkes sank immer wehr. Über wem aber erhob sich als drohendste Gefahr die Geißel

die Erwerbslosigkeit. Über sechs Millionen âtsche hatten keinen Verdienst! Das heißt aber praktisch: N re zwei in Arbeit stehende deutsche Menschen einen "utzuernähren hatten. Dazu kam aber als Aller- , das Fehlen jeglichen Vertrauens in eine Wandlung dieser Zustände, über all dem ein Parteigezänk, n kluger Streit und Hader, Korruption, Bestechlichkeit, "Zuverlässigkeit und Disziplinlosigkeit wohin man blickte.

Die großen Leistungen im ersten Jahr.

n ®° fiand das Schlimmste bevor, als wir am 30. Ja- n "ergangenen Jahres nach 14jährigem opfer- sp 5 ^ampf gegen die Zerstörer unseres Reiches und s c"^ch die Macht erhielten. Wie viele haben damals h ^olk vor dem Nationalsozialismus gewarnt m s er Behauptung, wir hätten vor allem keine Köpfe, bni'Jss ®!c9 würde gerade die deutsche Wirtschaft di-? ,^chernichten. Wenn wir aber heute am Beginn sK-, eiten Jahresangriffs gegen die deutsche Wirt-

°.or die Nation hintreten, können wir trotz aller bieip Besserwisser aus Leistungen Hinweisen, die ! vor einem Jahre noch als unmöglich erklärten, lemmn 1 ^"de das möglich? Dies waren die über» . "us damals beherrschten und die Ent- 1 ^'^ ^klten und verwirklichen wollten:

niet«»» , !. ist der Zeit eines so grauenhaften allge- cine itnntr^ besonders wirtschaftlichen Zusammenbruches unters Umwälzung vorgenommen wird, darf sie Wir hnh/ * " e n Umstände n zu einem Chaos führen. eine «,,,'/ eine Revolution machen wollen, und es wurde kann an1-" Qcmarfjt. Allein nur der kleinste Geist Berniwln,, cner Revolution ausschließlich in der hinan, ; wn. Wir sahen es im Gegenteil in einem hauv, mit Le c u Aeuaufba u. Wenn wir heute über« nur wnir ^crtrnuen in die Zukunft blicken dürfen, dann iistischcii'lk der Disziplin der Nationalsozia Mr, chm s CI Vüct Kämpfer und Anhänger gelungen Milben größten Umwälzungen der Weltgeschichte Die I nb^°^ durchzuführen.

war h*n.uL l'cr nationalsozialistischen Revolution bet uniitirir 1,10 Voraussetzung für das Gelingen inten und wirtschaftlichen Rettungsaktion

2. Dienfcrcr Bewegung.

Küssen m^^e der Not zwang zu ganz großen Ent- ^i pesaL, Entschlüsse können aber nur aus weite ^ @tDt D'^den. Ihre Verwirklichung erfordert, wie ^üvendia dieser Welt, Zeit. Es war damit aber ^^w?'1 m neueiT Regiment eine unerhörte Stabilität

der Arbeiterabordnungen von den Arbeitsstellen der Autobahnen aus dem ganzen Reich, die Meldungen über die neuaufgenommenen Arbeiten an den Führer. Das Lied von den Brüdern in Zechen und Gruben klang auf. Während Reichsminister Dr. Goebbels der Not den Krieg ansagte, erfolgte der Rundgang durch die Baustelle.

Und nun, von vereinzelten Rufen zum Sturm an­schwellend. vieltausendstimmig dasHeil!" um den zurück- kchrenden Kanzler. Dann kam die allen Deutschen bekannte Stimme, schilderte die Not der Vergangenheit, den un­widerstehlichen Angriff der Gegenwart und die fest- bcgrünbcten, frohen Aussichten für die Zukunft.

Deutsche Arbeiter, fanget an!" schloß der Kanzler, und jeder von uns die wir mitschaffen dürfen, tat still ein Gelübde: Auf uns kann sich der Führer verlassen.

Vorwärts, in die zweite Arbeils­schlacht!

3. Die innereSlabilität eines Regiments wird stets zur Quelle des Vertrauens und der Zuversicht eines Volkes. Indem die Millionenmassen sehen, daß über ihnen eine von sich selbst überzeugte Regierung steht, überträgt sich auf sie ein Teil dieser Überzeugung.

Zutrauen und Vertrauen sind grundsätzliche Be­dingungen für das Gelingen jeder wirtschaftlichen Wiedergeburt.

4. Man mußte dabei entschlossen sein, nicht nur ein­sichtsvoll, sondern, wenn notwendig, auch hart han­deln. Wir waren bereit, zu tun was Menschen über­haupt tun können. Wir wollen tun, was wir nach bestem Wissen und Gewissen zu tun vermögen. Wir sind daher aber auch nicht bereit und gewillt, jeden Schädling und ge­wissenlosen inneren Feind unseres Volkes seine Tätigkeit der Zerstörung weiter ausüben zu lassen. Den Männern vor uns bat das Schicksal 14 Jahre lang Zeit gegeben, durch Taten ihr wirkliches Können zu erweisen Wer aber 14 Jahre lang so versagt bat wie diese, bat kein Recht im fünfzehnten Jahre plötzlich den Kritiker derer zu spielen, die es besser machen wollen und ja auch besser gemacht haben.

5. Das große Werk kann nur gelingen, wenn alle mitbelfen. Es ist ein Irrtum, zu meinen, daß eine Reaie-

Der Führer sprüht.

ritiig allein das Wunder einer Erneuerung vollbringen könne! Es muß ihr gelingen, das Volk in den Dienst ihrer Mission zu stellen.

Die ewigen Pessimisten und die grundsätzlichen Nörgler haben noch kein Volk gerettet, wohl aber zahlreiche Völker, Staaten und Reiche zerstört. Wir waren daher entschlossen, uns nicht um sie zu küm­mern, sondern mit denen zu rechnen, die unverzagt bereit sind, mit uns den Kampf für die deutsche Wieder­auferstehung aufzunehmen und durchzuführcn!

6. Dies mußte ein Kampf werden; denn es gibt kein Wunder, das dem Menschen von oben herunter oder von außen her etwas schenkt, das er nicht selb st verdient.

Der Himmel hat zu allen Zeiten nur dem geholfen, der sich selbst redlich mühte, nicht auf andere baute, sondern sein Vertrauen setzte auf die eigene Kraft. Dies alles aber erfordert dann den Mut, mit der Zeit zu rechnen, die für eine solche Arbeit nötig ist.

7. Wir waren überzeugt, daß die Rettung des deut­schen Volkes ihren Ausgang nehmen muß von der

Rettung des Banernstandes.

Der Bauer, der erst einmal seinen Hos verloren hat, ist meist für immer verloren. Wehe aber, wenn in einem Volke dieser Stand vernichtet wird! Sowie die Brot- ernährung fehlt, hören alle Erperimemc und alle Theo­rien auf. Die Bitte um das tägliche Brot ist nicht um- s o n st eingeschlossen in das Gebet der Christenheit.

8. Der Kampf zur

Rettung des Mittelstandes ist in erster Linie mit ein Kampf geaeu dis WöâZlostL-

Wir wollen aber auch alle wirklich leben­digen Kräfte des Volkes als die tragenben Fak­toren der deutschen Zukunft erfasien, wollen uns redlich bemühen, diejenigen zusammenzufügen, die eines guten Willens sind."

Adolf Hitler

21. März 1933.

leit. Dies aber ist das Riesenproblem,'das uns zur Lösung gestellt ist und demgegenüber alles andere zurückiritt.An sich ist schon der Gedanke entsetzlich, daß in einem Volk Mil­liarden an Arbeitsstunden nutzlos ver­geudet und vertan werden! Millionen Menschen haben Bedarf an Kleidung, an Schuhen, an Wohnung, an Ein­richtungen und an Nahrung, und Millionen andere möchten arbeiten und möchten schaffen. Die einen können ihren Bedarf nicht befriedigen und die anderen finden keine Möglichkeit zur Herstellung dieses Bedarfs. Die Vorsehung hat uns als intelligentes Volk geschossen. Unser Volk tst fleißig und gewillt zu jeder Arbeit. Der deutsche Arbeiter wird von keinem anderen übertroffen, und uns soll es nicht möglich sein, den einen Arbeit zu beschossen, um die Not der anderen zu beheben? Wrr werden dieses Problem lösen, weil wir es löse« müssen.

Das deutsche Volk der Zukunft soll keinem seiner Bürger Renten für das Nichtstun geben, aber jedem die Möglichkeit, durch redliche Arbeit sein eigenes Brot zu verdienen und so mitzuhelfen und beizutrage« zur Erhöhung des Lebensstandards aller.

Denn keiner kann etwas verbrauchen, was nicht andere mit ihm geschaffen haben. _

Wir wollen, daß unser Volk in allen feinen Schichte« in seinem Lebensstandard emporsteigt, und wir werden daher dasür sorgen müssen,, daß die Voraus­setzungen hierzu sich in unserer Produktion verwirklichen.

Wenn es gelingt, fünf Millionen unserer Erwerbs­losen einer praktischen Produkt,on zuzuführea, dann heißt dies, daß wir die gesamte Konsumkraft des deutschen Volkes zunächst monatlich um mindestens 400 Millionen, d. h. im Jahre fünf Milliarden, stärken. In Wirklichkeit wird das Ergebnis aber noch höher fein. Eine ungeheure Aufgabe, deren Lösung gegen» über alles andere zurüikzutretcn hat!

Wir waren uns klar, daß die Einkommensver- y ä l t n i s s e im einzelnen traurig sind. Allein das Einkommen ist letzten Endes das Auskommen, und das Auskommen eines Volkes wird bestimmt durch die Ge­sa M t s u m M e der von ihm produzierten und ihm daher zur Verfügung stehenden Lebensgüter.

Steigerung der Konsumkraft und Gesamtproduktion.

So sehr wir daher den festen Entschluß Haven, die Konsumkraft der Staffe im Rahmen der Steigerung unserer Gesamtproduktion zu heben, so sehr ist unsere heutige Ausgabe nur darauf gerichtet, auch den letzten Mann i n d i e s e P r o d u k t i o n zu bringen. Ich bin glücklich, daß der deutsche Arbeiter trotz der zum Teil geradezu unmöglichen Lohnsätze dies begriffen hat. Es ist aber traurig, daß manche Unternehmer der­gleichen Fragen verständnislos gegenüberstehen, anschei­nend in dem Glauben, der heutigen Epoche der Wieder­ankurbelung der deutschen Wirtschaft in einer besonderen Dividend enhöhe Ausdruck verleihen zu müssen. Wir werden von jetzt ab jeden Versuch, diese Steigerung herbeiführen zu wollen, mit allen und den entschlossensten Mitteln gegenüberzutreten wissen.

Abschaffung wirkschastsersiickender Maßnahmen.

Dies waren aber die Erkennmisse, die uns im ver­gangenen Jahre als Leitgedanken für unser Handeln dienten. Sie zeichneten den Weg vor, den wir nun auch tatsächlich gingen. Wir haben begonnen, die Wirtschaft auf der einen Seite von den Theorien frei z u machen und auf der anderen Seite aber auch von dem Wust drückender Verordnungen, einengendcr Bestimmungen, über deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit man sich gär nicht streiten kann, weil zunächst auf alle Fälle die ^Wirtschaft darunter erstickt wird. Wir haben weiter die Produktion Schritt für Schritt von jenen Belastungen zu befreien versucht, die als un­vernünftigste Steuerverordnungen das wirtschaftliche Leben abwürgten.

Staatsmittel nur für produktive Arbeits­beschaffung.

Wir waren weiter entschlossen, grundsätzlich an die Wirtschaft keine Geschenke mehr anszutellen, son­dern alle verfügbaren Mittel nur für die prak­tische und produktive Arbeitsbeschaffung zu verwenden. Der intelligente, tüchtige und ordentliche Wirtschaftler wird sich dabei betätigen können: der faule, unintcüigente oder gar unordentliche und unehrenhafte soll zugrunde gehen. Die Initiative, die der Staat er­griff, hätte immer nur den Zweck und die Absicht.

Vic mirtschastttche. private Jnittattve zu erwecken