Möaer Anzeiger
-E kä^ä Tageblatt für Rhön und Vogelsberg LL'MÄL äs^ « ^O bestehen keine Ansprüche. Gering grtebr. 9 Textteil lW mm breit) 12 Pf. Bei Wiederhoiun«
âÄ ' LauteröaE^Hauptschriftleiter: £ IMa- unK Haunetal * Iulöarr Kreisblatt Beitreibung ob» Konkurs râscht^je^r"âèuch AüpÄ"e^ Ehrenkiau, Lauterbach H. Redaktion UN- Ge<Ä»ä«sste!le: RöniaKratze 42 » Lernfprech.HnlchluS Nr. 2W ftigeS Z^âand OEhren^â uter^
». 81 - 1934
Fulda, Samstag, 7. April
11. Jahrgang
Flugzeugtragodie in der Wildnis
Verirrt in den Mebersümpfen des ÄrwaldeS.
r h U n e r finden verschollenes © e I b f s it g* $ier Personen getötet
Koldsuchende Euaguero-Jndianer fanden im Departe- ( Iglivarvalle (Kolumbien) die Trümmer deS dem 10. März verschollenen Flugzeuges einer amerika- ân Platingrubcngescllschaft. Von der fünffüßigen Be- IT« war nur noch der Direktor der Grubengesellschaft namens Newton Marshall am Leben. Dieser war drei Wochen im Fiebersumpf des Urwaldes umhergeirrt.
Ms die Indianer ihn fanden, war er völlig er = schöpft. Er konnte nicht mehr sprechen.
Die vier Begleiter des geretteten Direktors waren bereits tot.
Aus die Kunde von der Auffindung des Flugzeuges entsandte die Grubengesellschaft sofort ein Sonderflugzeug mit einem Arzt an den Fundort. Die Platin- und Goldladung des zerstörten Flugzeuges wurde unversehrt geborgen. Die Grubengesellschaft ist in nordamenkanischen Besitz.
Drei Deutsche unter öen Todesopfern.
Wie weiter bekannt wird, befinden sich drei Deutsche unter den Todesopfern der Flugzeugkata- ßrophe, und zwar: der beutfdie Pilot Walther Geck aus ^ ums, der deutsche Mechaniker und Funker Jahncke auS Rostock und der deutsche Passagier Alexander Notz.
Der wie durch ein Wunder unversehrt gebliebene Amerikaner Newton Marshall wurde nach wochenlangem Umberirren in der Anden-Wildnis
eon einem Indianer der Bergstämme aufgefunden.
Arbeitgeber großen Stils.
MPst und Reichsbahn in der Athettsschlachi.
Neueinstcklungen unh AuftragSvergebungen.
Die beiden großen deutschen Verkehrsinstitute Reich sp ost und Reichsbahn haben, wie verschiedentlich schon gemeldet, auch das ihrige getan, um den Sieg in dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit her- besiuführen. Hierbei muß natürlich die unmittelbare Mitwirkung durch Einstellung neuer Arbeitskräfte zurück- lreten, gegen die mittelbare Beschaffung von Arbeitsgelegenheit durch Erteilung von Aufträgen au die deutsche Wirtschaft. Aber auch die Anstrengungen der beiden genannten Institute, ihren Beamten- und Ar- beuerstab zu erweitern, sind, gemessen an der Gesamt- Wl der bei den beiden Instituten Tätigen, nicht gering anzuschlagen.
So hat die Deutsche Reichspost in der Zeit vom Oktober 1933 bis 15. März 1934
2300 Kräfte neu eingestellt. Es wird ihr voraussichtlich möglich'sein, bis zum 1. Juli weitere 1 055 Arbeitskräfte in Dienst zu ?wew Die Deutsche Reichsbahn hat es ermöglicht, eine ,,tRc Anzahl von Arbeitskräften, die normalerweise ,Ot^ des Winters entlassen werden, in Arbeit zu ?, n. Es handelt sich hier um 6 2 0 0 0 für den Gleis- js “ ^O^mmene Sommerarbeiter. Außerdem hat die , in den vergangenen Wintermonaten
-Anwärter für den Veamtendienst neu ein- Bis zum 1. Juli 1934 dürfte sich die Zahl der ungeswllten Anwärter für die Beamtenlaufbahn um PehrTie r c $$ 00 erhöhen. Außerdem werden jetzt 1800 ^gestellt und demnächst 2000 Werkstätten- ^000 Arbeiter für den Gleisbau, so daß die w-wahn insgesamt im zweiten Vierteljahr 1934 runb 14 000 Personen neu beschäftigen wird.
Bestem '^ $ aber, wie gesagt, die Auswirkung der märst " " "L e n der beiden Institute aus dem Arbcits- schalt ^âttningsjahr 1933 hat die deutsche Wirt- rungen und » Lutschen Reichspost Aufträge aus Licfe- -i/ne und Längen in der Höhe von 220 Mil° werden i»,"^ . erhalten. Nach überschläglicher Schätzung bet Mim >' leiten Vierteljahr 1934 weitere Aufträge in ben r^von rund 5 3 Millionen Mark erteilt wer- ’onntS d" Aufträge der Deutschen Rcichspost Januar iqd<u ^,c Wirtschaft vom August 1933 bis Ende 35 Mn «vau runt) 16500 Kräfte neu èinstcllen und rund Man âste weiterbeschâstigen.
^twicklnnis"^ damit rechnen dürfen, daß zur weiteren
L Arbeitsbeschaffungsprogramms der neu eitiLrMu” nächsten Monaten weitere 4500 Kräfte iöttnen. ' CUt ""^ 12 000 weiter beschäftigt werden gliche' Art,^!"-^" Reichsbahn beträgt das zu- ^è Ende IM., Eichasfungsprogramni von Mitte 1933
A bet
vn Èet 2 •, ^1 700 Millionen Mark.
Arbeit vlA“1 > Oktober 1933 bis Mitte März 1934 »ßffstnit 230 Millionen Mark an Aufträgen
Marshall gab ihm einen Zettel mit, auf dem völlig verworren und unleserlich von dem Flugzeugunglück berichtet wurde. Der Indianer gelangte mit der Botschaft nach etwa drei Tagesmärschen in der Stadl Bolivar bei der Firma Marshalls an und erzählte, daß er den Amerikaner etwa fünf Kilometer von dem Flugzeugwrack entfernt aufgefunden habe. Die Trümmer der Maschine hätten in dem unwegsamen Dickicht des Urwaldes in der Nähe des Uribe-Stromes gelegen.
Der Indianer meinte, Marshall müsse seit dem Absturztage über drei Wochen anscheinend dauernd im Kreise herumgelaufen sein! Nur sei eS erklärlich, baß er den Amerikaner in der Nähe der Unfall- stelle aufgefunden habe.
Flieger hatten vergeblich nachgeforscht.
SÄt dem Unglückstage — eS dürfte sich um den 11. oder 12. März gehandelt haben — waren wiederholt von Bolivar Flugzeuge aufgestiegen, um nach den Verschollenen zu suchen. Aber die selbst mehrere Tage währenden Rettungsflüge führten zu keinem Erfolg. Jetzi hat man eine H i l f s e x p e d i t i o n zu- sammengestellt, die den überlebenden Amerikaner nach Bolivar bringen und die Leichen der Opfer bergen soll. Ferner geht
ein Flugzeug mit einem Arzt und einer Krankenschwester
an Bord nach Bolivar ab, um Marshall von dort aus in eine größere Stadt transportieren zu können. Inzwischen haben sich Indianer des Bedauernswerten angenommen.
Der deutsche Gesandte in der Hauptstadt Bogota ließ sich sofort nach Bekanntwerden der Katastrophe, die in ganz Kolumbien große Teilnahme erweckt hat, über die Einzelheiten durch den Gouverneur von Salt unterrichten.
abgewickelt. Auf das nächste Vierteljahr dürften voraussichtlich 180 Millionen Mark entfallen, und auf den Rest des Jahres 1934 276 Millionen Mark. Man darf damit rechnen, daß das gesamte zusätzliche Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsbahn bis Ende 1934 3 0 0 006 Arbeitskräften Arbeit und Brot geschaffen hat.
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BeirLebsMrer, ivtM in die Arbsiiâoui ein!
Zur Verwirklichung der Volksgemeinschaft.
Der Leiter des Presse- und Propagandaamts der RSBO. und Deutschen Arbeitsfront, Pg. Biallas, wendet sich mit einem Aufruf an alle Presse- und Propagandawarte der RSBO. und DAF., in dem es u. a. beißt:
„Der größte Teil des schaffenden deutschen Volkes ist heute bereits in der Deutschen Arbeitsfront organisiert. Das Fundament der Arbeitsfront ist die Betriebs- gemeinschaft aus Arbeitern, Angestellten und Unter» nebmern. Um diese Grundlage zu schaffen, ist es nötig, daß jeder deutsche Unternehmer seinen Beitritt zur Deutschen Arbeitsfront erklärt. Kein deutscher Unternehmer darf mehr zögern, dem Beispiel seiner Arbeiter und Angestellten zu folgen.
Es geht um die Verwirklichung der Volksgemeinschaft!
Die A u s n a h m e s p e r r e zur Arbeitsfront ist bis zum 1. Mai aufgehoben, um so jedem Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, sich in die Deutsche Arbeitsfront einzureihen/
Feue Impfbestimmungen.
Da die geplante Revision des Reichsimpfgesctzes vom 8. April 1874 bis zu Beginn der nächsten Jmpfpcriode noch nicht abgeschlossen werden kann, hat der Reichs- Minister des Innern die Landesregierungen ersucht, den neuen Gesichtspunkten in der Jmpffrage, über die eine im wesentlichen übereinstimmende Auffassung besteht, schon seht Geltung zu verschaffen.
Es handelt sich vor allem um die in jedem Falle vor der Impfung mit besonderer Sorgfalt zu treffende Feststellung, ob der Jmpfpflichtigc geimpft werden kann, ohne daß er selbst oder Personen seiner Umgebung durch die Impfung gefährdet werden. Mit der endgültigen Entscheidung über die Frage einer wiederboltcn oder länger dauernden Zurückstellung von der Impfung ist der öffentliche Jmpfarzt beauftragt. Die Zahl und die Länge der Impfschnitic ist vis auf weiteres verringert worden.
Die Eltern, Pflcgcellern oder Vormünder der geimpften Kinder können, falls sie nach dem Nachfchautcrmiu besondere Erscheinungen bei den Impflingen wahrnehmen, jederzeit ben Impfarzt aussuchen, um sich von ihm unentgeltlich beraten zu lassen.
Die Aufklärung der Bevölkerung über tue hohe volks- gesundheitliche Bedeutung der Impfung ist auch fernerhin eine wichtige Aufgabe der Ärftesâxist und im besonderen der Jmpfärzte.
Erste Amrdmg für den 1. Mai!
Im Gau Hessen-Nassau bin ich von dem Herrn Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda im Einvernehmen mit dem Gauleiter als allein verantwortlich für die Gestaltung und Durchführung des
Nationalen Feiertages des deutschen Volkes am 1. Mai bestimmt worden.
Alle Einzelheiten der Programmgestaltung werden von mir rechtzeitig durch Presse, Rundfunk und Rundschreiben bekanntgegeben. Nur diese Anordnungen haben Gültigkeit. Anregungen irgendwelcher Art sind mir direkt zuzuleiten.
Am 1. Mai marschieren im Gau Hesien-Naffau mindestens zwei Millionen auf. Me Kundgebung wird an Größe und Geschlossenheit die mächtige des vergangenen Jahres noch weit übertreffen. Ich ersuche daher alle zuständigen Geschäftsleute, sich schon jetzt mit Hakenkreuzsahnen resp. Stoff zu Hakenkrenzfahnen genügend einzudecken, da jede deutsche Familie im Gau Hessen-Nassau mindestens eine Hakenkreuz- fahne zeigen wird.
Alle zuständigen Geschäfte haben mir umgehend die zur Verfügung stehenden Großlautsprecher-Anlagen zu melden. Diese Großlautsprecher-Anlagen dürfen zum 1. Mai an niemanden vergeben werden ohne vorherige Fühlungnahme mit den zuständigen Kreisleitern der NSDAP.
gez.: Müller-Scheld,
Gaupropagandaleiter und Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau deS Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.
Der Staatsakt am 1. Mai.
Der Staatsakt zum „Feiertag der nationalen Arbeit" am 1. Mai 1934 findet in diesem Jahre wieder aus dem Tempelhofer Feld statt Die Berliner schaffenden Volksgenossen der Stirn und der Faust werde« in IZgroßcn Marschkolonnen zum Tempelhofer Feld marschieren. Genau wie im Vorjahr werden die Kreisbctriebszellcnobmänner der NSBO. die Führer dieser Marschkolonnen sein. Sämtliche in einem Betrieb, einem Büro oder einer Behörde beschäftigten Volksgenossen treten gemeinsam mit der Betriebszelle an.
Die deutschen Volksgenossen, die nicht in Betrieben tätig sind — also selbständige Geschäftsleute, Handwerker, Gewerbetreibende, Rentner, Erwerbslose usw. — die an dem Aufmarsch teilnehmen wollen, sind sofort durch ihre Verbände, Vereine und Organisationen zu melden. D i e M e l d u n a hat bis zum 1 2. April zu erfolgen unter Aufgabe des gewünschten Antrittsplatzes (Stadt- teil), voraussichtlicher Antrittsstärke und der Anschrift und Telcpbonnummer der sich meldenden Organisation an die „Aufmarschleitnng 1. Mai, Alte Jakobstraße 148/155 (Adam)*.
Arbeitstagung der Arbeitsfront und der Wirtfchasisfâhrung.
Auf Einladung Dr. Leys.
Der Stabsleiter bei PO. und Führer der Deutschen Arbcitssront. Dr. Robert Lev, hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister Rudolf Heß, dem Reichspropa- ganbamüüfter Dr. Goebbels, dem Reichsinnenminister Dr. Frick, dem Rcichswirtschaftsministci Dr Schmitt, dem Reichsarbeitsminister Seldte, dem Reichsernährungsminister Darrè und dem Rcichsverkedrsminister -Freiherrn Eltz von Rüdenach Arbeitsfront und Wirtschaftsführung zu einer Arbeitstagung eingeladen, die am 10. April in Berlin im Großen Sitzungssaal der Arbeitsbank ftattfinben wird.
Der Zweck dieser Arbeitstagung ist die Schaffung der Grundlagen für die gemeinsame Arbeit aller für die Sachen- und Menscücnfübrung in Wirtschaft und Arbeitsfront verantwortlichen Gruppen unb Persönlichkeiten.
Gemeinnutz geht vor Eigennutz!
Darum werde Mitglied der NSV.