«ifÄÄff Tageblatt für Rhön und Vogelsberg liL'tWÄL. ääs 1™ k'^ Iulèü- unö HMMltlt^ §u!èüèt Rrèlâiüü Beitreibung ode^ Konkurs erlischt jeder Anspruch
< oânaemack Fulda, Königstr. 42. Vertreter des V auf Nachlaß. - „DA." 1000. — Verantwort!, für den
^üptschriftleiters: Fr. Ehrenklau, Lauterbach H. Re-aktion UN- Gekbästsftelle: Köniakraße 42 4- Zsrnsprech-RnsHluß Nr. 24-- Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Laurerbach-H.
Nr. 87 — 1934
Fulda, Samstag, 14. April
11. Jahrgang
Ein Wort zu rechter Stunde.
Reichsminister Dr. Goebbels' Nundfunkansprache: Deutschland braucht im Innern Einigkeit, Arbeit und Brot, nach auhen Frieden, Ehre und Gleichberechtigung.
Arbeiissrieden von Dauer!
Goebbels über die politische Lage. - Ernste Mahnung nach drinnen und drangen
Reichsminister Dr. G o e b b e l s hielt über alle deutschen Sender folgende Nundfunkansprache an das deutsche
^ Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen!
Man muß sich hin und wieder im Geiste um zwei csabre zurückversetzen, um die Größe der Ereignisse und oraänae die sich in Deutschland in den vergangenen vieren Monaten abgespielt haben und heute noch abspielen, voll abmessen zu können. Sonst wird man leicht ungerecht aeaen die Zeit und ihre nicht mehr abstreitbaren gewaltigen Erfolge aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Hätte es beispielsweise nicht
fast wie ein Wunder
«wirkt wenn im März 1932 die deutsche Arbeitslosigkeit binnen vier Wochen um weit über eine halbe Million gesunken wäre! Was damals unvorstellbar schien, heute ist es Wirklichkeit geworden. Und diese Wirklichkeit ist nnè allen schon so nahe getreten, daß wir sie beinahe als selbstverständlich hinnehmen und kaum noch ein Aufheben davon machen.
Und trotzdem dürfen wir dabei niemals vergessen, daß dem Deutschen Volk auch in der Zeit des nationalen Wiederaufbaues nichts geschenkt worden ist, daß es sich im Gegenteil alles durch Arbeit, Fleiß, Disziplin und hart- iiäâige Zähigkeit erwerben und erkämpfen mußte. Es wirkt deshalb geradezu kleinlich, um nicht zu sagen lächerlich, wenn ein Teil der Außlandspresse angesichts dieser Tatsachen auch jetzt noch versucht, die Erfolge der neuen deutschen Politik zu bagatellisieren. Denn sie sprechen in ihrer MW für sich selbst und bedürfen keiner Lobredner, weder im eigenen Lande noch jenseits unserer Grenzen.
Das deutsche Volk weiß das auch zu gut, um sich durch hämische Randbemerkungen übereifriger Kritikaster in seinem nenerwachten Lebensmut irgendwie beirren zu lassen. Die ganze Nation ist
von einer unbändigen Schöpferkraft erfüllt:
in dem wunderbar-Harmonischen Zusammenwirken zwischen Volk und Negierung wurde das Minder der deutschen Wiedergesundung erst möglich. Man vergegenwärtige sich, daß vor unserer Machtübernahme die deutsche Nation in all ihren Stünden und Schichten von einem lähmenden Pessimismus befallen war, daß demgegenüber bcnte wieder gewagt, geplant und g e« ichaff en wird, daß ehedem findige Köpfe und geschickte Arbeitshände untätig der Erwerbslosigkeit ausgeliefert waren, beute dagegen schon überall wieder gelernte und schulte Arbeiter gesucht werden, und man wird sich mit totnenbet Bewunderung der Tatsache bewußt, daß -cntschland wieder den Weg nach oben beschritten hat
Es sage auch niemand. das alles seien nur Anzeichen rckmâhlich behobenen allgemeinen Weltkrise. die auch an Deutschland nicht spurlos vorübcrgegangen seien. Wenn wir nicht gearbeitet hätten, sondern untätig ge- vuebcn wären, dann ständen wir heute noch da, wo wir ha W Jahren standen, oder wären vielleicht noch tiefer ’;' llaglück hineingeraten. Die Regierung hat Hand an
und das Volk hat ihr dabei geholfen. Dadurch nur < *™ c8 möglich, in etwas über Jahresfrist dir Wülste ^.veges zurückzulegen, für den der Führer sich in seiner „ $5 “m 1 Mai auf dem Tewvclhofcr Feld vier Jahre Übungen hatte: die Wirtschaft ist wieder aufgclcüt mc deutsche Arbeitslosigkeit um die Hälfte gesunken. Solf<lCman^ ^to befier als ivir. daß dafür vom ganzen 11 n p schwere Opfer gebracht sm Der deutsche Arbeiter bot sich in diesen tum n Ctl 6er Wiederingangsetzung unserer Produktion dorn Teil mit Löhnen begnügen müssen, die nicht r *"• cin ven, hoben Knl'ur'w"^ uufe^ dicker «"/^'^â^udes Lebensniveau zu halten Er bat sich (qu^ ' “iflabe, die im Rahmen des deutschen Kesamtani- einein ""^ vationale Verpflichtung in sich schloß, mit
Um ^ Heroismus ohnegleichen
Wieder^ ^"n cr bot in den Zeiten unserer deutschen stellt llelerni, daß die Probleme, die uns ge Serben ?"Q um 3«9 und Stück für Stück gelöst bes c;n d"- ban es oft notwendig ist, bei der Lösung rsr°n77o?7°^ P^f^ zu bringen, um die Erkenntnis 5"^^" erst möglich zu machen. Er bat in der nunft unh of ,r. 3ufammenbänge manchmal mehr Berber Wirikcli Dc^ Denkens bewiesen, als jene Kreise Astreine m,s ?'e da glauben, die von der Regierung ^’biqitna h,3 I?u Zäher Beharrlichkeit durchgesührte Bc- boUäoaeu ^'vduktioue-lehens sei nur zu ihren fünften hüt! in einer^ 11116 ^ubc ihren zweckmäßigsten Aus
'Wn^ ^^ gerechtfertigten Lohnherabsetzung,
^ DividÄ /ine noch weniger gerechtfertigte Preis- Ninung ^^Mohung. In seiner Rede zur Wicdcr- piibrer lacht am 21. Blärz schon hat der Rn auch ho„tVc^c.- eindringlich verwarnt. Sie eè niA, f einmal darauf aufmerksam gemacht, weiter geduldet werden kann, wenn von
ihrer Seite versucht wird, die sozialen Errungenschaften unserer Zeit zu sabotieren und sich dabei gar noch aus den Willen und die Absicht des Führers und der Regierung zu berufen.
Auch das Gesetz zum Schutz der nationalen Arbeit, das am 1. Mai in Kraft treten soll, ist in diesem Sinne zu verstehen. Es stellt einen sozialen Fortschritt und nicht einen sozialen Rückschritt dar. Es soll zwischen Wirtschaftsführung und Wirtschaftsgefolgschaft einen
Arbeitsfrieden von Dauer begründen. Ein Frieden von Dauer aber ist nur denkbar auf dem Boden des sozialen Ausgleichs und gleicher Rechten und Pflichten für alle.
So hoch die Regierung die Opfer einschätzt, die gerade von den breiten Volksmassen für den organischen Wiederaufbau unserer Wirtschaft mit heroischer Selbstverständlichkeit gebracht werden, so unermüdlich auch ist sie tätig, um durch weitere Maßnahmen den allgemeinen Lebensstandard unseres Volkes für alle Schichten und Stände zu hebe n. Denn auch sie weiß sehr wohl, daß es nickst ihr letztes Ziel sein kann, allen Deutschen ein Einkommen, sondern allen Deutschen ein Auskommen zu verschaffen.
Damit auch erst begründen wir für den neuen nationalsozialistischen Staat jenes wirtschaftliche und soziale Fundament, auf dem er unerschütterlich ruht. Die Parteien sind beseitigt. An ihrer Stelle hat die nationalsozialistische Bewegung die
alleinige und ausschließliche Führung und Verantwortung
übernommen. Sie leitet den Staat nach großen weltanschaulichen Grundsätzen und läßt sich in der Durchführung ihrer aus weite Sicht gesehenen Prinzipien durch nichts und niemanden beirren.
Es gibt im Lande nur wenige und kleine Kon- ventikel, die das bis heute noch nicht eingefeben haben. Wenn beispielsweise Zeitungen, die vor der nationalsozialistischen Revolution nichts oder nur wenig zur Beseitigung des volkszerspaltenden Klassenkampfes getan oder geschrieben haben, heute meinen, sie könnten die unter schwersten Opfern errungene deutsche Volksgemeinschaft durch Wiederbelebung konfessioneller Gegensätze stören und gefährden, so beweisen sie damit nur, daß sie des Geistes der neuen Zeit keinen .Hauch verspürt haben, unterschätzen aber anderseits offenbar die Entschlossenheit, mit der wir gewillt sind, solche frevlerischen Versuche wrückzuschlagcn.
Es gibt in Deutschland weder eine Arbeiter-, noch eine Bürger-, weder eine protestantische noch cinc katholische, sondern nur noch eine dcuts ch c Presse. Die.Konfessionen in ihrer Bctätigunqsfreiheit zu beschützen, ist Sache der Regierung. Sie wird diesen Schutz wahrscheinlich wirksamer ausüben als Zeitungen und Parteien, die ihn ehedem in einer unnatürlichen und widerwärtigen Koalition mit dem gottes- leugnerischen Marxismus betätigten. Ihre Hinter
Nur die Vesten können Pioniere des heutigen Deutschlands sein!
Die zukünftige Gestaltung
des Außenhandels.
Ergebnisse der Reichstagung der Autzenhandelsstellen.
Als Abschluß der Tagung der Außenhandel s st c l l e n in Bremen fand eine öffentliche Versammlung aller Wirtschaftssührer und Mitglieder der Tagung statt. Der Vorsitzende des Vorstandes der Außen- Handelsstelle für das Wescr-Ems-Gebiei, Otto Hoyer, richtete eine Ansprache an die Versammlung, tu der er u. a. ausführte:
Man soll von einer ersten Reichstagung nicht verlangen, daß sic die vier in Angriff genommenen Fragen endgültig lösen könnte, dazu liegen die Dinge doch zu schwer; aber dessen sind wir gewiß, wenn wir a u , bauen a u s d e m n n n m e h r G e s ch a f j e n e n und Diese Reichstagung als den Ansang einet fruchtbringenden Zusammenarbeit betrachten, iverden wir zu dem erstrebten Ziele kommen, Die tausendfältigen jahrzehntelangen Erfahrungen der Ausfuhrwirtschaft gesammelt Der deutschen Ausfuhr nutzbar machen zu können. Lassen Sie mich aus der Fülle Der behandelten Dinge zwei herausgreifen: i as ist einmal Die zwingende Forderung, einen
geeigneten deutschen Nachwuchs herauszubildcu, der das Ausland nicht vom grünen Tisch her kennt, sondern Die Völker draußen nach ihren LebcnsgcwohnheHen und nach ihren Einstellungen zu beurteilen und zu bc werten vermag Wir wollen uns weiter bewußt bleiben, daß Der Deutsche, Der als Kaufmann in Da« Ausland geht und der damit ein Stück Deutschlands hinansträgt, Die Gewähr bieten muß, den
deutschen Namen in Der Welt würdig zu vertreten.
männer haben auch am allerwenigsten ein Recht dazu, der Regierung und dem Nationalsozialismus, die allein die Kirchen vor dem Ansturm des Bolschewismus gerettet haben, deshalb Neuheidentum vorzuwerfen, weil sie aus dem Gebiet des Politischen die alleinige Totalität für sich beanspruchen, ansonsten aber jeden nach seiner Fasson selig werden lassen.
Jedenfalls stehen wir aus der Wacht. Wir werden es nichtdulden, daß das Werk unseres Glaubens irgendwo auch nur den geringsten Schaden erleide.
Unsere Langmut ist nicht Schwäche, und wenn wir die paar Dutzend Stänkerer, die im Lande herumgehen, gewähren lassen, so nur, weil ihre groteske Betriebsamkeit uns Spaß macht. Sie gehören zu jener Sorte von Menschen, die von Natur aus unbelehrbar sind. Sie wollen vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen und ärgern sich schon, wenn sie in den Spiegel hineinsckauen. Sie zu bekehren verlohntder Mühe nicht. Die sieghafte Kraft des Nationalsozialismus geht über sie zur Taaesordnung.
Denn wir haben Besseres und Wichtigeres zu tun. Die deutsche Nation steht in einem
zähen Ringen um ihre Gleichberechtigung.
Die Frage dec Rüstungen ist reit unserem Ausscheiden aus dem Völkerbund nicht mehr zur Ruhe gekommen und scheint nunmehr in ihr entscheidendes Stadium einzu- treten Der Führer hat fest und unbeirrbar den Standpunkt der deutschen E d r e aufrechterhalten. Wir müssen unsere Grenzen beschützen können, um in Frieden zu arbeiten und die Wohlfahrt unseres Landes zu mehren.
Denn der Frieden ist nur möglich unter Nationen gleicher Bere«Otigung.
Tic Well muß einsehen, daß Deutschland nicht nur sich selbst, sondern ganz Europa einen Dienst erweist, wenn es seine Diskriminierung abschüttelt und wieder als gleichberechtigtes Glied in der großen Völkerfamilie cm Wiederaufbau unseres so schwer geprüften Erdteils Mitarbeiten kann.
Wir hoffen immer noch, daß die Staatsmänner, denen das Schicksal der Nationen anvertraut ist, zu einer auch für uns erträglichen Lösung der internationalen Probleme kommen. Unser Standpunkt des Rechts ist unverändert. In ihrer Hand liegt cs nun, der ganzen Welt Wohlfahrt, Glück, Festigkeit und Aufstieg zu sichern. Deutschland ist bereit, zu seinem Teil an diesen edlen Zielen mitzuarbcitcn. Es braucht dazu: Im Innern Einigkeit, Arbeit und Brot. Nach außen Frieden, Ehre und Gleichberechtigung
Das deutsche Volk wird es begrüßen, wenn von nun an in jeder Woche einmal, und zwar Freitag abend, aus berufenem Munde die politische Lage in einem knrzen Überblick dargestellt wird. Es wird diese Neuerung um so mehr begrüßt haben, als sie einaeleitet wurde von dem
(Fortsetzung auf Seite 2.)
Nur die Besten sind gut genug, Pioniere unseres heutigen Deutschlands zu sein. — Darauf gab der Leiter Der Außenhandelsstelle Weser-Ems in Bremen, Dr. Loerner, die Ergebnisse Der Tagung bekannt.
Handrlspvlit'.k.
Erstes Ziel Der deutschen Handelspolitik muß die Vergröberung des Gesamtvolumens unseres Güterverkehrs mit dem Auslande sein. Es wäre aber falsch, eine Steigerung der Ausfuhr um jeden Preis erzwingen zu wollen. Sie mutz vielmehr der gesamten deutschen Volkswirtschaft zum Nutzen gereichen
Industrie- und Ausfuhrhandel.
Die Vertreter Der Ausfuhrindustrie und des Aus- fuhrhandels werden einen gemeinsamen Aus - schuß aus Vertretern der hauptsächlich an der Ausfuhr interessierten Kreise bilden, der Richtlinien festlegt, nach denen künftig gearbeitet werden soll.
Finanzicrungsfragen.
Die bestehenden Wirklichkeiten zur Finanzierung der deutschen Ausfuhr entsprechen nicht den gegenwärtigen Erfordernisien. Die Vornahme von Rediskon»
l i e r u n q e n seitens der Banken bei der Reichsbank unD der Golddiskontbank muß erleichtert werden.
Im Anschluß hieran ergriff Senator Bernhard zu einer Schlußansprache das Wort. Er führte u. a. au», in voller Würdigung Der Tatsache, daß die Landwirtschaft die Grundlage einer neue n Außenhandelspolitik sein müsse, haben wir den Reichs- Minister für Ernährung und Landwirtschaft, den Reichs- bauernfübrer Darre, gebeten, an dem Neuaufbau der deutschen AußcnhandclSwirtschaft mitzuarbcitcn.