M-aer Anzeiger
. V Tageblatt für Rhön UN- Vogelsberg äSä «
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Nr. 90 — 1934
Fulda, Mittwoch, 18. April
11. Jahrgang
Der Sozialismus der Tat wurde Wirklichkeit.
Mr und Goebbels danken den »er« des Wintechllfsiverkes.
Berlin empfing Reichsminister Dr. Goebbels im „„.ßen ^estfaal des Ministeriums für Volksaufklärung
Propaganda die Gauamtsieiler der NSTl. als die Bauführer desWinterhilfswerks die unter -Mtutta des Reichsführers des WHW., Pg. Hilgen- ldt erschienen waren. Dr. Goebbels erklärte, daß er vor dem Empfang durch den Führer den Hauptträgern dcs Winterhilfswerks einige Dantes Worte »n Namen der Partei und der Regierung sagen wolle.
^ie haben sich der Regierung und der Partei zur Verfügung gestellt", so wandte sich der Minister an die Eaufuhrer des WHW., „ost ohne Last Ihre Namen genannt oder bekannt wurden. Unser einziger Ehrgeiz war, tut ersten Winter der nationalsozialistischen Macht ein Symbol der wiedererwachten Volks gemein- schaft auszurichten. Tausende und Zehntausend- von Priesen, die an mich gelangt sind, legen Zeugnis davon ab, daß Ihnen dies gelungen ist.
Die Arbeit des Winterhilfswerks hat Millionen von Mäuschen in Deutschland ön» Leben wieder lebenSwert gemacht. Wie vielen Müttern und Kin- d-rn, wie vielen Armen haben Sie geholfen. Vor allem aber: wie vielen ehemaligen F e i n d en » udG e^ ncr n des NattonalsaziastSmuS haben Sie das E i n f a »l s t » r zum Verständnis unserer Ideen geöffnet. Darüber hinaus haben Sie d e r Welt ein durchschlagendes Bei shiet nationalsozialistischer Hilfsbereitschaft ge- |fe
Kenn das Ausland nach seiner früheren feindseligen LMnj sich langsam u m z u stellen beginnt, so hat im« mit daS Hauptverdienst das Win terh ilfs- *ttL Denn in ihm erkannte daS Ausland, daß hinter im Nationalsozialismus mehr steht als eine bramarba- slrrende Phrase, nämlich eine Idee. Darüber hinaus Neu Sie für das nationalsozialistische Programm eine wesentliche Arbeit geleistet.
Der größte und edelste Gedanke deS Nationalsozialismus wurde von Ihnen verwirklicht. Der S o z i a l i S - niusdcrTat, von dem wir schon früher in den Jahren des Kampfes sprachen und der nun sichtbare Wirklichkeit wurde.
Ich weiß, daß Sie Tage und Nächte im Dienste des WHW. gearbeitet haben, und ich danke Ihnen dafür. 66 ist ein glücklicher Gedanke für mich, daß in dieser riesenhaften Organisation ein Einschreiten bei irgendwelchen Verseh langen nur in ganz verschwindend Denen Fällen nötig war. Dafür statte ich meinen ™l vor allem dem Reichsleiier des WHW., dem Pg. tilgenselbt, ab.
Aber mit der jetzt hinter uns liegenden Leistung ist die Arbeit noch nicht zu Ende. Zunächst gilt eS, das Wiâiuerf ,»M ut 1 cr und Kind" durchzuführen. Dann werden wir im September aufs neue an das Winter- ;! U 8werk Herangehen, das eine ständige Ein - »lchtung sein und bleiben wird — auch wenn es ""le Erwerbslo sen mehr gibt."
. ^schließend versammelten sich die Gauführer des M.M. im Arbeitszimmer des Reichskanz- Jr“ ln der neuen Reichskanzlei Der Führer begrüßte 0 c Erschienenen einzeln und drückte jedem die Hand.
। Der Führer über den Opfergedanken und das sozialistische Gemeinschaftsgefühl.
kurzen Einführungsworten Dr. Goebbels' er- S Reichskanzler Adolf Hitler das Wort und cr- w! - ba^ "huc die soziale Tätigkeit des großen Hilfs- vin solcher politischer, psychologischer und mi!bchrr Erfolg hätte erreicht werden können, ^"Oachlich erreicht wurde. Ohne dieses Werk wäre Winter » i ch t o h n e R ü S, ch l S g e auf Gebieten zu überwinden gewesen.
weit», ^r^svkll des Winterhilfswerks, so sprach derFührer ieb-ns^n "rcht nur im Inland, er ist auch im Ausland sen>E^- Es ist schwer zu sagen, wieviel Tau- Litk?^".° " dl n s l ä n d c r N gerade durch dieses soziale von dem Wert der Neuordnung in Deutsch aber Ü’V'Vu e J l' a r überzeugt wurden. Sicher ist IM», diejenigen Ausländer, die in Deutschland gc- Bsâ Dv, sich den, großen E i n d r u cf, den das machen mußte, ni ch t e n t z i c h e n konnten, ersten »ru "islandSreisenden, die die Hilfstätigkeit im Innren ?^^ neuen Deutschland beobachten konnten, dtückr tJ/' ^obcs und der Anerkennung voll. Ihre Ein tragen """ ^ ""k andere Menschen im Ausland über
!chtun"» großer Teil des S t i m mn n g su m - valsorjniinu^ '"^" Welt ist auf die Erfolge der natio- WHM ^lischcn Revolution, insbesondere aber auf das E^Kuführen.
fienof’rh WL meine Parteigenossen und Partei Wer m jedoch noch nicht beendet. Ein ge einem öenIH von Arbeitslosigkeit wird in 0 Uon 65 Millionen immer bleiben. etwa c i PeyJ,n?6 gelingt, die Zahl der Arbeitslosen auf liiit ha« . '11 • ° M hcruntcrzudrückcn, dann können ^ ^"blem der Erwerbslosigkeit als a c l ö » be
trachten. Auf dieses Ziel ist zunächst unsere ganze Arbeit rückhaltlos eingestellt.
Man muß sich bei der Fülle der Probleme auf die Lösung einer Ausgabe beschränken, weil man nicht alles auf einmal machen kann. Das brennendste Problem, das zunächst gelöst werden muß, ist die Arbeitslosigkeit. Wenn auch die Lohnsätze noch nicht wesentlich erhöbt werden konnten, so muß doch bewiesen werden, daß etwas geschieht. Und das hat gezeigt, daß wir tun, was wir überhaupt nur tun können. Es lebt die Überzeugung in Deutschland, daß der Wille da ist,
alle für einen und einen für alle einzusetzen."
Der Reichskanzler bat dann Dr. Goebbels, mit seiner Energie und Kraft wieder die Organisation des WHW. zu übernehmen und bat gleichzeitig die Anwesenden, ihre Dienste wieder zur Verfügung zu stellen. Im vergangenen Winter traten wir vor Aufgaben, für die es noch kein Vorbild gab. Es mußten ganz neue Wege gesucht werden. Und schon wurde Großes geleistet! Das Ergebnis des nächsten Jahres wird noch besser werden. Nach der Verminderung der Zahl der Arbeitslosen «nd nach der allgemeinen Besserung der Wirtschaftslage wird es uns gelingen,
im nächsten Jahr ein noch größeres Hilsswerk aufzubauen.
Die, meine Parteigenossen und Parteigenossinnen, die Tie im Dienste des WHW. stehen, müssen stets dassoziale Gewissen der Partei sein, das im WHW. seinen immer neuen lebendigen Ausdruck findet. Die schönsten Programme nützen nichts, wenn sie nicht durch Kleinarbeit ergänzt werden. Man kann nicht nur in die Zukunft blicken, man kann nicht nur an den großen Problemen arbeiten. Auch die Sorge des Tages muß berücksichtigt werden. '
Immer erneut muß der A p p e U a n die Ration und an das s o z i a l iZt i s ch e Empfinden gerichtet werden. Das WHW. soll die Not beseitigen, die durch offizielle Maßnahmen nicht beseitigt werden kann. Es soll ferner dazu beitragen, das Volk zum sozialistischen Denken zu erziehen.
Man soll nicht vom Opfer reden, wenn man das, was man gibt, nicht auch selbst als Opfer empfindet. Sie müssen klarfleüen, daß es kein Opfer für einen Millionär bedeutet, wenn er s ü n f M a r k spendet. Ein Opfer aber ist es, wenn ein Arbeiter bei einem Monatslohn von hundert Mark fünfzig Pfennige gibt.
Wenn wir diesen Opfergedanken ins Volk tragen, dann helfen wir beim Aufbau der neuen Gemeinschaft. Es kommt aus das sozialistische Gemein- s ch a ? t s 2 e f ü h f an.
Trotzki ausgewiesen.
Trotzki muß seine Koffer packen.
Die Aufent haltsgene hmigung in Frankreich zurückgezogen.
Der Ministerrak hat beschlossen, die Aufenthalts- qeiiehmigung für Leo Trotzki, die der damalige Innenminister Chautemps bewilligt hatte, rückgängig zu machen, da Trotzki die Ncutralilätsverpslichtung, zu der er sich bcrciterklârt hatte, nicht erfüllt habe. Trotzki soll ersucht werden, seine Koffer zu packen.
Die Ausweisung Trotzkis ist tin Anschluß an den Ministerrat vom Innenminister Sarraut sofort verfügt tvorden. Trotzki muß Frankreich, wie cs in der amtlichen Erklärung formuliert ist, „i n n e r h a l b k u r z e r Fr ist" verlassen. Der Ausweisungsbefehl erstreckt sich aus das gesamte Gebiet des französischen Staates, also auch aus Korsika, wo sich Trotzki im vergangenen Jahre aitfbtelt und wohin er künftig nicht mehr zurückkehren darf. Darüber hinaus ist Trotzki ein Aufenthalt in Paris mit s o - fertiger Wirkung verboten worden.
Gotenb u r g in Schweden wurde beim Göta- Artillerieregiment ein kommunistischer Wasfendiebstahl aufgedeckt. Bisher wurden zwei Angehörige des Regr- menls verhaftet, die bereits gestanden haben, Mitglieder der Note n M l f e" zu sein und ihren kommunistischen Parteikameraden Waffen und Munition, insbesondere Armeepistolen, ans den Beständen des Regiments besorgt zu haben.
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Zuchthaus für rote „Sportler".
2<) Kommunisten in München verurteilt. DaS geheime Waffenlagcr im Walde.
Vor dem Obersten Landesgericht München mürbe im sogenannten Penzberger st o m in u ti ist cn ^^Ml’ das Urteil verkündet. Sieb e n von den o3 ckngcklagüu erhielten Z u ch t h a u s st rase n von drei ^abren bis ein Jahr drei Monate. Zwei Angeklagte wurden wegen mangelnden Sckmldbeweiscs srèigesprochen. Gegen zwei wettere mürbe das Verfahren auf Grund des Amnestle- aesetzes eingestellt. D i e ü b r i g e » 2 2 wurden wegen Vorbereitung zum Hochverrat bzw. Beihilfe hierzu zu GcfänaÜiSstrafen von zweieinhalb Jahren bis zu
Im reichen Deutschland der V o r k r i e g s z e i t lst es nicht möglich gewesen, ein ähnliches Hilsswerk durchzu- fitbren Das Deutschland vor dem Kriege erzielte bei monatelanger intensivster Propaganda nicht mehr als sieben Millionen Mark für die Zeppelin-Spende, die eine Sache des ganzen Volkes war.
Wir haben in einem einzigen Winter in dem verarmten Deutschland 320 Millionen Mark aufgebracht. Diese gewaltige Summe ist nicht nur eine Tat an sich, sondern sie ist ein Beweis des Opfergedankens, der in unserem Volke lebt.
So danke ich, damit schloß der Führer, dem Reichsminister Dr. Goebbels und dem Leiter des WHW., Hilgenfeldt, und Ihnen allen, die Sie hier erschienen sind. Ich bitte Sie aber auch, allen denen i m Lande meinen Dank zu übermitteln, die ihre Arbeit dem WHW. zur Verfügung gestellt haben. AL den Hunderttausenden von namenlosen Volksgenossen, all den unbekannten Soldaten der großen Hilfsarmee.
Große Bauern-, Landarbeiter- und Jungbauernkundgebung am 22. April in Kassel.
Aus Anlaß der Eingliederung des früheren Deutschen Landarbeiterverbandes in den Reichsnährstand und der Erfassung der Landjugend in der Hitlerjugend findet am 22 April i m Großen Stadtparksaal in Kas- i e l, vormittags 10 Uhr, eine Kundgebung der kurhessischen Bauern, Landarbeiter und Zungbauern statt, bei der der Reichshauptabteilungsleiter I des Reichsnährstandes, Pg. Staatsrat Reinke, und der Leiter der Reichsbetriebsgruppe „Landwirtschaft" in der Deutschen Arbeitsfront (früher Landarbeiterverband), Pg. Euts^miedl, zu,den kurhegischen Bauern^ Landarbeitern und Zungbauern sprechen werden. Diese Tagung soll eine Kundgebung dafür sein, daß Bauer und Landarbeiter auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden sind, daß Führer und Gefolgsmann in den landwirtschaftlichen Betrieben gewillt sind, Hand in Hand am Wiederaufbau des deutschen Vaterlandes in vorderster Front mitzuschaffen. Die Tagung soll weiter den Willen der kurhessischen Bauern, Landarbeiter und Jungbauern zum Ausdruck bringen, daß sie ihre Arbeit in erster Linie als eine Pflichterfüllung gegenüber dem deutschen Volk in seiner Gesamtheit auffassen, daß sie in dem Eesühl ihrer Verantwortung restlos bereit sind, die Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes zu schaffen und Blutquelle des völkischen Lebens und Rasie-Erhalter zu sein, daß sie vor allem erkannt haben, daß nur derjenige Stand auf die Dauer der erste und geehrtefte sein wird, der nicht für sich besondere Vorteile verlangt, sondern dem deutschen Volk am meisten zu dienen bereit ist.
zehn Monaten verurteilt. Die Angeklagten waren im März 1933 im Zusammenhang mit der Auffindung eines W a f f e n l a g e r s in den Wäldern von Penzberg verhaftet worden. Sie halten sich schon kurz nach dem Verbot der KPD. als „h armloser" Sp o rtv er ern zusammengeschlossen und unter diesem ~ cumantel nachts heimlich Fclddienstübungen abgehalten.
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Rettung aus der „Hölle von Rachalowka".
Rußlanddeutsche Flüchtlinge auf der Fahrt nach Südamerika.
Am 7. April hat der Dampfer „Portos" Schanghai mit einem Transport r u ß l a n d d e u t s ch c r F l ü ch t - linge verlassen und wird am 11. Mai in Marseille ein« treffen. Die Weiterreise erfolgt am 12. Mai ab Bordeaux auf Dampfer Enbee. Dieser Dampfer trifft vorder, voraussichtlich am I. Mai, in Hamburg ein, um auch dort einen Transport von Mennoniten aus dem Bèennoniten- beim Wandsbek abzuholen. Der Transport ist für die deutschen Siedlungsgebiete Südamerikas, Santa Catharina, Parana, Rio Grande do Su! in Brasilien bestimmt. Es handelt sich um 265 Personen, denen durch eine
Hilfsaktion des VDA.
die Rettung ans der „H ö l I e v o n N a ch a lowk a" ermöglicht wurde. tUacbatomfa ist eine Flüchtlingsvorstadt von 6 bar bi it in der die grauenhaftesten gelundhert- licken und moralischen Zustände herrschen. Neben den Mennoniten ist eine katholische, eine lutherische und eine Pfingstbrüdcrqruppe beteiligt. Der VDA. stellt auch die Mittel für die Gründung von Schulen, ferner Bücher, Wäsche, Kleider usw. zur Verfügung.
Flaaqenanordnung deS NS.-FrontlämpferbundeS.
' zum Geburtstag deS Führers.
Berlin Die Bundesleikung des RS. Deutscher Front- kiimpscrbllnd (Stahlhelm) bat sämtlichen Dienststellen des Bundes Anweisung erteilt, daß sie am Freitag, dem 20. April 1934, dem Geburtstag des Führers, die Hakenkreuzsabne und Die Stahlhelmsahne zu setzen haben.