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M-aer ^n^cigcr

. . -.den Werktag. Bezugspreis: monatlich Bei Lieserungsbehinderung durchHöhere 1,70 * gUn feine Ansprüche. Verlag ßriedr. Königstr. 42. Druck: ~ '

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^ r oanflemact Fulda. Königstr. 42. Vertreter der ^Ariltleiterrt Fr. Ehrenklau, Lauterbach H.

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

kL Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt

Redastion und «ettäftsfieUe: KöâkraSe 42 r-rnfsrechälchivtz Nr. 2444

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M. 95 1934

Fulda, Dienstag, 24. April

11. Jahrgang

An das ganze deutsche Volk!

Mr Arbeit, Frieden und Ehre!" gum zweiten Male seit der Machtübernahme durch Hitler und seine Bewegung begeht das deutsche f im Seichen des Nationalsozialismus den deutschen

ânlt Hitler uns iciur -^rivrgu»,, ucgtiji uu» otUMiyt X im Seichen des Nationalsozialismus den deutschen Verlag des 1. Mai. Über alle Stände, Schichten und (Zessionen hinweg bekennt sich hier eine ganze Nation J und geschlossen zu ihrem Volkstum, zur sittlichen Eralt ihres Lebenswillens und zu dem unbeugsamen Ent- Hilft ihrer nationalen Selbstbehauptung. Während am Mai des vergangenen Jahres noch die Gewerkschaften und Parteien in Deutschland ihr Unwesen trieben, sind he im Perlaus der weiteren Entwicklung durch die dyna­mische Wucht der nationalsozialistischen Idee und Be- weaung zu Boden geworfen worden, und über ihnen allen triumphierte das deutsche Volk in seiner ewigen Unstcrb-

lichleit.

Dieses Volk, heute eine einzige Gemeinschaft von Bliideni, hat mit Mut und Selbstvertrauen den Kamps aeqen die große Not ausgenommen. Keine Gefahr und feine Krise konnten es davon abhalten, die Mittel und Möglichkeiten zu organisieren, mit denen es dem all­gemeinen Verfall entgegentrat.

Eine Umwälzung, die ihresgleichen in der Geschichte sucht,

ist in Deutschland Tatsache geworden. Eine Revolution im wahrsten Sinne des Wortes wurde vollzogen. Das alte Regime zerfiel unter dem Ansturm der national­sozialistischen Erhebung. Die soziale Volksgemeinschaft ist Wirklichkeit geworden.

Das deutsche Volk begeht am l. Mai dieses Jahres in einer nationalen Demonstration ohnegleichen die Feier der Meit. Im vorigen Jahr hat der Führer sich in seiner großen Rede auf dem Tempelhofer Feld vier Jahre auMdungen, um die Krise sichtbar zu wenden Md die furchtbare Not der Arbeitslosigkeit von Deutsch­land zu bannen.

Im Ablauf eines einzigen Jahres

schon ist es ihm gelungen, dem ganzen Volk wieder Seldstvertrauen, Hoffnung und Glauben an die Zukunft Mückzugeben. Die Wirtschaft hat sich merklich erholt, die Akbcitsloslgkeil ist um die Hälfte gesunken, die politischen Verhältnisse sind geklärt, und im Kamps um unsere Gleichberechtigung und Ehre beginnt die Welt allmäh­lich Deutschlands Standpunkt zu verstehen und ihm Rech­nung zu tragen.

Ein Jahr unerhörter und vor zwölf Monaten kauin vorstellbarer Erfolge neigt sich damit seinem Ende M Am 1. Mai will die Regierung vor dem Volke Rcchcnschaft ableacn über die geleistete Arbeit und das Volk dem Führer aufs neue seine unverbrüch­liche Treue und innerste Verbundenheit mit dem nationalsozialistischen Staat und dem grandiosen Aufbauwerk der Regierung bekunden.

Es soll ein Tag der Freude, des Stolzes der Genugtuung werden. Nicht nur ans i1 was hinter uns liegt, wollen wir zurückschauen, sön- borwärtsschauen auf das, was vor nns liegt. rVm Selbstvertrauen wollen wir bei diesen gewal­lt -omonstrationcn Mut und Kraft sammeln für die niZr^ die nns um die endgültige Rettung J ^oües aus wirtschaftlicher Not und âußenpoliti- r Entrechtung noch bevorstehen.

Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter!

diesem Rus haben wir uns im vergangenen Jahr ^i/i^ deutsche Volk gewandt. Unter ihm appellieren boit lem Jahr aufs neue an die Nation und sind da- zweiM>,^"I!' ^- wenn vor Jahresfrist noch viele unb' , bciselte standen, diesmal das ganze Volk einig der l o s s e n hinter den Führer tritt, toeift den Weg zur Neugestaltung des Reiches die Scheit sür einen Tag die Räder still und ruhen der?« ^inen. Wieder ehrt Deutschland die Arbeit, von

^aS ^dlk ein ganzes Jahr leben soll.

®ta ntif^1 ""d Frauen! An euch alle ergeht der Rus! lvpbokisur « " Miesmachern, konfessionellen Hetzern und fiemchitAu! ^rvfitsâgcrn! Her mit der deutschen Volks lall' sm i d.^ nicht Phrase bleiben, sondern Tat werden tow ^ "Ue auf in Stadt und Dorf! An die Mëorm . le Jugend geht unser Appell! Die deutsche eine bcKr^^ , Friedens marschiert mit dem Führer in $euHtftic>>s» «.iP1 hinein: beseelt von dem Glauben an arm . /brüste und Unsterblichkeit, vereinigen sich öerfirf»- lA, "'w hoch und niedrig in der festen Zu bie ^Ji ,.,.., unseren vereinten Kräften gelingen wirb, lismus '"'"N'ludcn und das Reich des Nationalsozia w vollenden.

Mere^ipk®.^ 011 diesen grandiosen Demonstrationen mieden wi« enswillens erkennen, daß Deutschland den Wessen jst ' "der sein nationales Dasein zu Witzen ent-

Set^n bn»1^ ^ erwacht! Sie marschiert im alten Am JJ dlhcit und B rot!

Moi ruht die Arbeit!

ÜÄ die ^kkrânzl eure Häuser

^ und ?ct Städte und Dörfer mit frischem . Aon " Pdncn des Reiches!

Ärn snn ""^d und Personenautos, aus allen ^Wsottoiimr^ ^^"rpe! und- Fahnsn der

- strschen Revolutisn flattern^

sein Zug und keine Straßenbahn fährt durch Deutschland, die nicht mit Blumen und Grün ge­schmückt ist!

Auf den Fabriktürmen und Bürohâusern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehißt!

Kein Kind ohne Hakenkreuzwimpel!

Die öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Post- und Tele­graphenämter sollen in frischem Grün erstehen!

Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck!

Die ganze Nation vereint sich in unerschütterlichem Glauben an die deutsche Zukunft und in fester Zuversicht auf die niemals zu brechende Kraft unseres deutschen Lebenswillens!

Das ganze Volk ehrt sich selbst, wenn es der Arbeit die Ehre gibt, die ihr gebührt.

Deutsche aller Stände, Stämme, Berufe und Kon­sessionen, reicht euch die Hände!

Für Arbeit, Frieden und Ehre!

Zs lebe unser Volk und unser Reich!

Der RelchsLttnister für Volksausklärung und Propaganda Dr. Goebbels.

*

Die Welt soll es hören.

Der Leiter des Ministeriums, das für die Durch­führung des 1. Mai federführend ist, Dr. Goebbels, hat soeben einen Ausruf an das deutsche Volk erlassen, der die umfassende Wandlung und die Bedeutung dieses Tages für Deutschland kennzeichnet. In der Tat, auch von diesem Tage selbst gilt, was der Aufruf von dem Gesamtbcgrifs der nationalsozialistischen Revolution sagt:Eine Umwälzung, die ihresgleichen in der Ge­schichte sucht, ist in Deutschland Tatsache geworden".

Noch vor zwei Jahren war der 1. Mai Ausdruck alles Roccn und Knallroten, Juhegrisi staatlicher Ver-.^ schwisterung mit marxistischen Organisationen und da­mit Inbegriff auch der inneren Schwäche jenes Staates. Der 1. Mai war der Tag, an dem die Sozialdemokratie und ihre linken Nachbarn die Tatsache feiern durften, daß es ihnen gelungen war, den ordinären Gedanken des Klassenkampfes in die deutsche Bevölkerung getragen und danni, wie sie meinten, für alle Zeiten einen Keil zwischen die verschiedenen Schichten des Volkes getrieben zu haben. Schon am 1. Mai 1933 waren besagte Zeiten zu Ende, und einen Tag später bestanden die roten Gewerkschaften, die Hochburgen der Klassenverhetznng, nicht mehr.

Begingen wir vor einem Jahr den 1. Mai als Tag der Arbeit, so ist er von nun ab nationaler Feiertag des deutschen Volkes. Der soeben veröffent­lichte Aufruf des Ministers legt inhaltlich gleichwohl den Hauptton auf das Wort Arbeit. Und das mit Recht. Im täglichen Leben legen wir nach sechs Tagen einen Feier­tag ein, an dem wir uns nicht nur erholen, sondern an dein wir auch die »ergangene Woche überschauen und die kommende vorbedenken. Ähnlich ist es mit dem nationalen Feiertag. Nach je einem Jahresablauf legen wir einen Feiertag ein, an dem wir Rückschau auf das Eracbnis

Verbrecher gegen Polizei.

Dillingers Verdrecherbande erschießt drei Polizisten.

Wildes Feuergefechl mit der Polizei.

In Eagle River (Wisconsin) kam es zwischen der Bande des berüchtigten Schwerverbrechers Dil- kinger und einer Abteilung Bundespolizei zu einem erbitterte» Feucrgefccht, in dessen Verlauf drei Polizisten erschvffcu wurde«.

Die Polizeibeamten hatten Dillinger und zwei seiner Begleiter in einer Bierschänke überrascht, jedoch gelang es den Banditen, in einem Kraftwagen zu entfliehen, nach­dem sie die Telephondrähte durchschnitten halten. An der Verfolgung der Verbrecher, die mit P a n z e r w e st c » und m e hier e u Maschinengewehr e n aus­gerüstet waren, nahmen 27 Polizeibeamte teil. Die Bande Dillingers hat durch allerlei Verbrechcrgcsindcl aus der Umgebung Ehikagos Zulauf erhalten.

*

Wieder ein erfolgreicher Ausbruch der Mörder.

Wie aus Eagle River weiter gemeldet wird, war es später der Bundespolizei und der Gendarmerie gehm gen, in der Nähe von Mercer in einem Waldlager Dillinger und seine Bande erneut zu stellen. Dillin ger hatte sich dort in einer Waldschänke niedergelassen, die in weitem Umkreis umzingel' wurde. Die Polizisten warfen T r ä n e n g a s b o m b c u in die Waldschauke und gingen bann vor. Zu ihrem großen Erstaunen fanden sie aber n urdrciFrauen vor, die entschieden leug neten, Dillinger und feine Bande zu kennen. Dillinger war wieder einmal ein Durchbruch gelungen.

Ein Gendarm, der bei dem Feuergefechl, in dessen SartQni drei Polizisten erschossen worden wirer »sr- wundst Warber war. M jetzt seinen DerleHrrnaen erlegen

bvj vergangenen Jahres halten und in sorglicher Pla­nung die Anforderungen des kommenden Arbeitsjahres erwägen. Auch die Reichsregierung will es so halten: sie will, wie der Aufruf besagt, vor dem Volk Rechenschaft ablegen über die geleistete Arbeit, und dieses Volk, das ja die Auswirkungen der Regierungsarbeit ständig beobachtet, wird zum Dank dem Führer erneut seine Treue und seine Entschlossenheit zu energischer Mit­arbeit bekunden.

Aber dieser Aufrus hat noch eine weitergehende, ge­radezu programmatische Bedeutung. Er ent­hält Hinweise, die über die Grenzen des Reiches hinaus in die Welt reichen und in einem für die Nation beson­ders feierlich gestalteten Augenblick die Aufmerksamkett dieser Welt für das Wesen des neuen Deutschland verlan­gen. Niemand könnte es uns Deutschen versenken, wenn wir unseren Nationalseiertag begingen beispielsweise im Gedenken an die Summe der nationalen Großtaten unserer jahrtausendealten Geschichte, im Gedenken nicht zuletzt des beispiellos ruhmreichen vierjährigen Ringens eines einzi­gen Volkes gegen siebenundzwanzig Gegner. Deutschland aber stellt in den Mittelpunkt seines Nationalfeiertages beispielgebend dasHohe-Lied der Arbeit, das Werk des F r i e d e n s also. Am 1. Mai saßt das deutsche Volk in einem vor der Weltöffentlichkeit abgelegten Bekenntnis gewissermaßen alle eindringlichen Bekundungen seiner Führer über seinen Friedenswillen noch einmal zusam- men, bestätigt sie in aller Form und richtet damit zugleich eine sehr ernste Mahnung an die Welt, es dieser friedlichen Arbeit nun auch ungestört nachgehen zu lassen.

Freilich, dieser programmatische Aufruf läßt auch keinerlei Zweifel daran, daß Deutschland diesen Arbeits- fricden nicht mehr wie früher um jeden Preis, also auch um den Preis der ständigen Unterwerfung, sich er­kaufen will, sondern dabei von dem Grundsatz der n ati o- nalen Selbstbehauptung ausgeht. Darum betont der Ausruf:Möge die Welt an den grandiosen Demon­strationen unseres Lebenswillens erkennen, daß Deutsch­land den Frieden will, aber sein nationales Dasein zu schützen entschlossen ist." Mit allem Ernst und aller Festig­keit verweist Dr. Goebbelsauf die niemals zu brechende Kraft unseres deutschen Lebenswillens" und gibt zum Schluß dieser einzigartigen Kundgebung das Motto:Für Arbeit, Frieden unb Ebre!"

Das ist so eindeutig wie würdig. Beides, sowohl diese« Friedenswillen wie diesen nationalen Selbst­behauptungswillen, wird die Welt achten müssen.

P. A. R.

*

Lohnzahlung auch für den 1. Mai.

Wie wir erfahren, wird am 1. Mai, dem nationale» Feiertag des deutschen Volkes, entsprechend der Praxis des vcrgancncn Jahres und entgegen bisherigen anders­lautenden Meldungen Lohn gezahlt.

Nähere Ansführungsbestiinmung ergeht in den näch­sten Tagen.

Ein Krastwagen rast in die M'chsel.

Zwei Menschen kamen in den Fluren um.

An der Fährstelle bei Letzkau, Kreis Danziger Niederung, fuhr ein Kraftwage» in voller Geschwin­digkeit in die Weichsel, da die Bremse versagte. Auf der Fähre, die gerade auf der Mitte des Stromes war, wurde das Unglück gesehen und ein SS -Mann und der Fährmann ruderten in dem Bcgleitkahn nach dem Letzkauer Ufer zurück. Die Insassen des geschlossenen Wagens waren

mit letzter Kraft aus dem Wageu gekrochen, jedoch hielt sich nur der Kraftwagenführer über Wasser, während die beiden Insassen, der Geldvcrwalter^ der 71. SS.-Slandartc, Burde, und seine Frau in^den Fluten vcrschwnndcil waren. Erst nach langem Suchen mit Bootshaken gelang cs, die beiden im Wasser ausznfnrdcn. Sofortige Wiederbelebungsversuche waren erfolglos.

Fliegeralarm."

Ein Hörspiel vom Luftschutz.

Unter dem TitelFliegeralarm" schrieb Werner Plücker ein K u r z h ö r s p iel, das der Deutschlandsender sowie die Reichssender Köln. Frankfurt a. M. und »t-itt« gart am Dienstag, dem 24. April, in der Zett von 21.13 bis 21.30 Uhr senden. ES dramatisiert das-ibcmaLuft­schutz" und will dem Hörer in anschanUch geschlldcrten Situationen zeigen, w i c, n o t w c n b t 9 es ist, sich mit Lnftschutzsragen zu beidwttgcn, um in stunden der Rot Letzen und Gul vor Zerstörung schützen zu können.

' Dieses Vorspiel wird am 3. M a r zur gleichen Zett yoa >,cn KeWZssnders Berlin, HsrrrKrrrs und Könrosbrra gesendet.