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Zulöaer Mzeiger

-« KLNSâAL« Tagebla« für Rhön und Vogelsberg ÄC» ÄÄh « toben keine Ansprüche. Verlag Friedr. ' 7V** ^^^ »v^Wy^ Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederhâng febÄÄMÄ Zulöa- und Haunetal»Zulöaer Kreisbla« sää«^

N i «nnaemack Fulda, Königstr. 42. Vertreter des V auf Rachlatz.DA." ÄW Z^âtL>orÜ. Er den

^âiftleiters^ Fr. Ehrenklan, Lauterbach H. Reöaktion unü Geschäftsstelle: Königstrabe 42 4- Zernfprech-flnMuß Nr. 2484 Anzeigenteil Ferdinand Ehren klau, Lauterbach-H.

Nr. 102 1934

Fulda, Donnerstag, 3. Mai

11. Jahrgang

Rückschau aus den Nationalfeiertag.

Unter den vielen Millionen, die am 1. Mai den Tag der nationalen Arbeit, der nun zum Nationalfeiertag korben ist, in allen Städten und Dörfern Deutschlands begangen haben, mögen sich viele, sehr viele deutsche Arbeiter finden, die an diesem Tage auch zurückdachten an sie Maifeiern, die unter den roten Fahnen seit dem Zusammenbruch im November 1918 veran- Mtct wurden. Aus der damaligen Ideologie heraus standen dieseFeiern" unter der Parole von Karl Marx und seines kommunistischen Manifests:Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" Aber diese Parole ist niemals zur Wirklichkeit geworden, sie hat inzwischen auch immer geringere Aussichten darauf, verwirklicht zu werden.

Auch in anderen Ländern sieht es mit der Verwirk­lichung jener marxistischen Parole des 1. Mai geradezu grotesk aus. Es ist nur ein Beispiel für viele: In Schaffenhausen (Schweiz), also sehr dicht an der deutschen Grenze, haben die maßgebenden Gewerkschaften und dazu ihre sozialdemokratische Partei selbst beschlossen, am 1, Mai nicht an Umzügen teilzunehmen, die von den beiden kommunistischen Parteien veran­staltet wurden. Den beiden ...? In der Schweiz haben sich nämlich an verschiedenen Stellen neben derMoskauer Richtung" auch noch andere kommunistische Parteien auf- gelan, die Spaltung und innere Schwächung im Gesami- marxismus macht dort also geradezu rasende Fortschritte. Und so geschieht es mit ihm überall in der Welt.

Wer so mancher von den Millionen deutscher Arbeiter wird auch daran gedacht haben, daß die früheren Kämpfe innerhalb der deutschen Arbeiterschaft oft genug am 1. Mai zu schweren Bluttaten geführt haben, namentlich seitdem der Kommunismus den älteren marri- stischen Bruder immer stärker in den Hintergrund gedrückt hat, er außerdem aber auch den offenen Kampf gegen die Staatsgewalt soweit man damals überhaupt von einer solchen sprechen konnte proklamiert und durchgeführt W. Bor einigen Jahren erst forderte dieser staatsfeind- lifflcjiampfgeö^ allein in Berlin neun Todesopfer, MMßerlralb Deutschlands ist auch der diesjährige M z. B. in Paris, wieder nicht ohne blutige Opfer »crlaiifen.

Sie zur Zeit stattfindende Transferkonferenz hat eine Ehe von prominenten Ausländern nach Berlin ge- Mt, - und sie hatten nun eine geradezu hervorragende Gelegenheit, mit eigenen Augen zu schauen, mit eigenen , W. ZU.hören, was in Deutschland aus dem früheren "«'wirklich geworden ist. Sie können sich jetzt ihr bilden fern den Tendenzberichten der Zeitungen

"Eer. Jetzt durften sie sozusagen persönlich aus Mitei ^Rähe hören, was des deutschen Volkes Führer i n el- r ch k e i t gesagt hat und sagen durfte. Sie hörten . ^°rt oder vielmehr die Feststellung, die Adolf Hitler "orgelnden Kritikern in die Zähne werfen konnte: kmil r & fEwr regiert, und konntet euch zu keiner Tat n .. Heute versucht ihr, meine verehrten ^, «uf einmal zu reden, während wir die Probleme 'ü-to haben und trotz eurer Nörgeleien und trotz eurer

Ein groher Erfolg des Führers Auslandsstimmen zum deutschen

Nationalfeiertag.

brutsche Nationalfeiertag findet in der Auslands- ntoL» Beachtung. Die Sonderberichterstatter der de» "Eter berichten in spaltcnlangcu Artikeln über tt11!^9^ in Tempelhof, der alles in den betut!. Cf was man in Deutschland in dieser Be- bisher erlebt habe.

SiiS .Rätter unterstreichen die vorzügliche DtnL; ' 'uu n b Ord n ung , die trotz des Aufgebots , âlUonen Menschen in keinem Augenblick nach cj», bat und bezeichnen den Verlauf der Feier als .en Erfolg des Führers. Nur in seit , jH.cs möglich, die Massen mit solcher Leichtig- 'cilnelini- o''issieren. Die Ausländer, die an der Feier l' bitten von ihr einen unanslöschbaren Eindruck «Wommen. Es sei

fl^ . eine grandiose Kundgebung

g ^ct die Ideen des Vaterlandes und der Satin»«!? ^äart hatten. Es stehe außer Zweifel, daß der tunst die dem Arbeiter gebührende Ach- "Aulich verstärkt habe.

jti cj *e vorzügliche Organisierung und Ordnung r Hauptsächlichsten Ergebnisse, die die national zu verbuchen habe, unb das sei schöner Erfolg.

der nationalen Arbeit sei gleichzeitig

Mvefen B , bnë ^* des Führers

^ 9 i c u s c ,c außer Zweifel, daß die Herzest der Jugend ihm gehörten. Zu '^ sich onk^^ ^^ 010 Tatsache, daß in den endlosen Reihen, !^> der 9rJfSm Tempelhofer Feld nebeneinandcrglicder- ^iii ®r »eben dem Angestellten, der Bauer neben ^itcr staub er ""d der Handarbeiter neben dem Kopf- ^i>kr/al^^^>lngen für die Einheit und schlugen noch schien «i^âihrer in erstaunlicher Frische und Jugend ° ? °b daâ'». eine Wolke habe sich am Himmel gezeigt, ^krmu. h^m^ Prestige des Führers und die Bc- 1 1 Massen sie vertrieben hätten.

Kritik nach knapp einjähriger Arbeitsschlacht über drei Mil­lionen Menschen wieder in die Produktion zurückbrachten!" Aber Adolf Hitler konnte noch eine zweite Feststellung machen, daß nämlich der deutsche Nationalsozialismus Millionen von Menschen, die am Aufbau tätig sein wollen, die Hand gereicht habe und daß Millionen von einstigen Gegnern in unseren Reihen stehen."

Am 2. Mai hat sich der Tag zum erstenmal gejährt, an dem die Besetzung der Gewerkschaften, auch die Vernichtung des deutschen Parteiwesens eingeleitet wurde. Das deutsche Volk sollte befreit werden von jenen Organisationen,deren größter Schaden", wie Hitler sagte,der war, daß sie Schäden pflegen mußten, um die

Der Führer begrüßt die Abordnungen aus dem Reich. In der Reichskanzlei wurden am Nationalfeiertag des deutschen Volkes Abortzpruuzen aus dem ganzen Reich vom Führer und seinen Mitarbeitern bcivifftommnct

Notwendigkeit ihrer eigenen Existenz zu begründen." Da­mit wurde aber, wicÄdolfHitlcr dann fortfahren konnte, das deutsche Volk von unendlich viel innerem Streit und Hader e r l ö st, der niemandem nutzte außer dem direkten Interessenten, dem ganzen Volke aber ein stets verhängnisvolles Unheil zufügte."

An die Stelle dieser klassenkämpferischen Jnteressentcn- Politik wurde vor einem Jahre unb während dieses.Jahres der Gedanke zur Verwirklichung dnrchgeführt, daß das deutsche Volk eben n u r i n g e m e i n s a m e r Arbeit sich aus der Rot wieder heraus- und emporarbeiten kann unter der führenden Entschlossenheit eines Mannes, der am jetzigen 1. Akai wieder auch dem Ausland bat vor Augen führen können, daß er in Wirklichkeit nicht bloß des Deutschen Reiches, sondern des ganzen deutschen Volkes Führer ist.

Polnische Journalisten erleben das neue Deutschland.

Die in Berlin anwesende polnische Journalistengruppe besichtigte am Montag zunächst die großen Ateliers der Tobis" und derJofa" in Johannisthal. Ferner wurde imCapitol" derHans-Westmar"-Film vorgeführt, der einenAusschnitt aus dem heldenmütigen Kampf der natio­nalsozialistischen Bewegung um die Macht zeigt. Tie polnischen Journalisten sind, wie sie selbst sagen, mit großer Antipathie in die Vorstellung gegangen und außerordentlich angenehm enttäuscht wor­den: sie glaubten, einen reinen Propagandafilm vor» geführt zu bekommen, und sahen dann einen Film, der bei ihnen einen großen Eindruck hinterließ.

Der Nationalfeiertag des deutschen Volkes gab den polnischen Journalisten so recht ein Bild vom Wesen und Sein des neuen Deutschland.

Wir waren wirklich innerlich begeistert von der Rede von Dr. Goebbels", äußerte einer der Herren über die Kundgebung der Reichskulturkaiitmer, und ein anderer brachte nach dieser Rede mit innerster Über­zeugung zum Ausdruck, daß mit diesem Deutschland, von dem Dr. Goebbels in so wundervoller Weise gesprochen habe, Polen in einem ausgezeichneten nach­barlichen und freundschaftlichen Verhält- n i s leben möchte.

Am Nachmittag waren die Herren auf der Tribüne auf dem Tempelhofer Feld. Das imposante Bild vervoll­ständigte den überwältigenden Eindruck, den der nationale Feiertag des friedfertigen deutschen Volkes von 1934 ans­übte.Eine Armee des F rieben s" äußerte einer der Herren, und es wurden fast Welten abgeschlossen, wie groß das Paradefeld wohl sein möge und wie groß die Menschenmenge

Besuch in der Hansestadt Hamburg.

Die polnischen Journalisten besuchten tags darauf Hamburg. Auch dieser Besuch gestaltete sich zu einem ein drucksvollen Bekenntnis für die Annäherung zwischen Deutschland und Polen. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt begaben sich die polnischen Gäste an Bord

des HapagdampfersD e u t s ch 'l a n d", wo der Vorstand der Hamburg-Amerika-Linie ihnen zu Ehren ein Früh­stück gab. Der Hauptschriftleiter D u n i n - Keplicz.vom Illustrierten Krakauer Kurier", einer der in Polen am meisten gelesenen Zeitungen, betonte dabei in seiner An­sprache, daß ihm in der Reichshauptstadt am 1. Mai beson­ders ein Transparent ausgefallen sei, das die Inschrift getragen habe:

Ehret die Hand, die Schwielen hat."

Wir brachten, so fuhr Dunin fort, dies in Verbindung mit einem bekannten Wort unseres Marschalls P i l f u d s k i, als er sagte:Die Zeiten des Wettstreits von Eisen und Blut sind vorbei. Nun kommen die Zeiten des Wettstreits der Arbeit." Wir glauben, so schloß der Redner, ein besseres Verstehen zwischen den Völkern als dadurch, daß man die gegenseitige Arbeit kennen und achten lernt, ist wohl nicht möglich.

Ein Saaraufruf der Reichsregierung

Die Reichsregierung erläßt folgenden Aufruf:

Der Zeitpunkt, an dem die Saarbevölkerung nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages im Wege der V o l k s a b st i m m u n g über ihr künftiges Schicksal ent­scheiden soll, rückt heran. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest; fällig ist die Volksabstimmung vom 10. Januar 1935 ab.

A b sti m m u n g s b e r e ch t i g t ist ohne Unterschied des Geschlechts, >ver am Tage der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, d. h. am 28. Juni 1919, im Saar- gebiet gewohnt hat und am A b st i m m u n g s t a g wenigstens 20 Jahre alt ist.

An alle im Reich, außerhalb des Saargebiets wohn­haften Personen, die am 28. Juni 1919 im Saargebiet ge­wohnt haben und vor dem 11. Januar 1915 geboren sind, ergeht die Aufforderung, sich in der Zeit von Donnerstag, den 3. Mai, bis Sonnabend, den 12. Mai, bei ihrer Ge­meindebehörde (Einwohnermeldeamt), in den Städten auf den Polizeirevieren ihres jetzigen Wohnsitzes zu nielden. Das gilt arnh für Personen, die sich schon früher als Saar- abstimmungsberechtigte gemeldet haben.

Personalausweise und, soweit möglich, Nachweise über den Wohnsitz am 28. Juni 1919 (An- und Abmelde­bescheinigungen, Beschäftignngszeugniffc usw.) sind mit­zubringen. Wo und zu welchen Tageszeiten die Meldun­gen cntgcgengenommen werden, wird durch jede Gemeinde rechtzeitig besonders bekanntgegcbcn.

Hindenburgs Dank an Saarbrücken.

Reichspräsident von Hindenburg hat an den Oberbürgermeister Dr. Neikes, Saarbrücken, folgendes Telegramm gerichtet:

Ihnen und der StabtverorbnetenVersammlung von Saarbrücken danke ich für die mir durch meine Ernen­nung zum Ehrenbürger der Stadt erwiesene Ehrung, die ich gern entgegennchmc. Ich gebe bei dieser Gelegenheit meinem herzlichsten

Wunsche nach baldiger Wiedervereinigung Saar­brückens mit dem Baterlande

Ausdruck und hoffe, daß dann der arbeitsamen Stadt an der Saar ein neuer Aufstieg bcschiedcn sein wird. Mit freundlichen Grüßen.

gez. von Hindenburg, Reichspräsident."

Ehrenma? für die Befreier Münchens.

Von der roten Schreckensherrschaft.

In M ü n ch e n wurde auf dem Gelände der Muster- siedlung Ramersdorf der Grundstein zu dem E b r c n - in a I gelegt, das den Befreiern Münchens von ber Räteherrschaft errichtet wird. Zu dem feierlich-ernsten Akt hatten sich mehrere Vertreter der Staatsregierung eingesunden. Oberbürgermeister Fiehler gab einen Rückblick aus die S ch r c ck c n s t a g e vor vierzehn Jahren, widmete den Männern, die damals aus allen deutschen Gauen zur Befreiung Münchens herbeigeeilt waren, Worte höchster Anerkennung, insbesondere General R i t t e r v o n E p p , dem heutigen Reichsstatthalter, und betonte, daß das Ehrenmal fein solle ein Dcnknml des Tankes für die weit über 200 gefallenen re t - heitskämpfer, ein Denkmal für alle, die an der Be- freiung Münchens tcilgcnommen, und ein Mahnmal für die kommenden Geschlechter.

Die oberste Leitung der Landesyotizei.

In Händen 6c8 Ministerpräsidenten Goring.

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst, mitteilt, ist bereits vor einiger Zeit innerhalb der preußischen vor Wallung eine Zuständigkeitsändcrnng insofern vo:- genommen worden, als bic o b e r st e L e t tu n g i e r v sl it b c s poli z c i aus dem Ministerium des innern auf den M i n i st c r p r ä s i d c n t c n übertragen worden ist. Ministerpräsident G o ring übt seitdem die Befug- Nisse nn §, bic in so Hielt Ingber beut buntster be^ ^mum zugestanden hatten. . .

Die laufenden Dienstae, chaM der LandeSpoNzer führt der Leiter der Polizeiabteilung des Ministeriums des Innern weiter. Er untersteht für die Belange der Landespolizei dem Akinisterpräsidcnten unmittelbar.