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M-aer /lnzeiger

SLDW-UW.r-s°bi°-f°-«HS»unsv°,-i-b° V sagt» -LS-Mrâ we» uns tz-un°lal.zul»a°r Kttisbla« SS-MW-W Hauptschrgtleiters. Fr. Ehrenklau, Lauterbach H. Re-aktion UN- Ge^äftsstelle: Königstraße 42 4 Setnforcd^Rnföluß Nr. 2989 Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Nr. 116 1934

Fulda, Dienstag, 22. Mai

11. Jahrgang

Die Saarbrücker Tagung des BDA.

Volk ohne Staat macht Geschichte.

Die Begrüßung der Saarbrücker Tagung.

Bei dem Begrüßungsabend für die Saarbrücker Ta- Mna an Rhein und Mosel in Mainz sprachen Doktor K l e n k, der Bezirksführer Mainz des VDA., der Bürger­meister von Mainz, Dr. Barth, und der Oberbürger­meister von Trier, Christ. Daraus nahm der Ober­bürgermeister der Stadt Saarbrücken, Dr. N e i k e s , das Wort. Er betonte besonders das Deutschtum Saar­brückens, das, wie das ganze Saargebiet,

ein unerschütterliches Bollwerk des Deutschtums

sei. Der Neichsführer des VDA., Dr. Steinacher, sagte in seiner Ansprache, überall in der Welt hätten wir deutsches Schicksal, das vom Staatsbürgerpaß unabhängig und daß nur von der Zusammengehörigkeit des Volks- nims und vom gemeinsamen seelischen Erleben beherrscht wird. Der Redner ging dann auf das Saargebiei ein und betonte nachdrücklich, daß hier das Volk ohne Staat Geschichte mache. Ohne staatliche Unterstützung zu genießen, würden die Deutschen an der Saar den Weg zum Reiche zurückfinden. In der Zeit der Besatzung und des Ruhreinmarsches habe ebenfalls Volkstum, ohne die Unterstützung des Staates zu haben, gekämpft. Die Kraft, die 1923 hier gewirkt habe, sei das Erlebnis der Geschichte, das wir, von diesen historischen Städten wie­der mit hinaus in unsere Bezirke nehmen wollen, den Glauben an uns, an die Kraft unseres Volkstums und die Entscheidung stärkend, die an der Saar kommen werde.

Volkstum gegen fremden Staat!

So sei der Kampf auch draußen gestellt.Die Grüße unseres Werdens kommt nicht bloß aus unserer Kraft und aus unserem Schaffen, sondern die Kraft kommt uns von dem Führer, der uns in Adolf Hitler ge­schenkt ist." -

Bei diesen Worten erhoben sich die Versammelten md brachten dem Führer des deutschen Volkes begeisterte Sinngebungen dar. Dann verlas Dr. Steinacher den Wortlaut der Huldigungstelegramme an den Reichs- Präsidenten, dem Ehrenführer des VDA., und an Adolf Hitler, den Kanzler und Führer des neuen Reiches. Nach einem dreifachen Sieg Heil auf den Reichs­präsidenten und Reichskanzler schloß der Begrüßungs- abend mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied.

»vcutMlnd, wir lassen dich nicht!"

Das Treuebekenntnis der Ausländsdeutschen.

Der zweite Tag der Saarbrücker Pfingsttagung des VDA. wurde mit der Lehrertagung eingeleitet, deren Ehrenvorsitz Staatsminister Schemm innchatte. Zur gleichen Zeit fand im. Saal der Liedertafel die Stu­dententagung statt. Den Höhepunkt des Mainzer Tagungsabschnittes bildete der Festakt int Stadthallensaal am Sonnabend. Der Reichsführer desVDA., Dr. Stei­nacher eröffnete die Feier. Nach Gesangsvorträgen der Mainzer Sängerschaft legten die auslandsdeutschen Volks­gruppen ihr Treubekenntnis ab. Die Vertreter des Bal­tikums, der Sudetenländer, der Deutschen Rumäniens, der angelsächsischen Übersee­gebiete und Rußlands bekannten in feierlichen An- Prachen ihre

unwandelbare Treue und Zugehörigkeit zum Mutterland.

, Die auslandsdeutsche Volksgruppe Österreich ge­lobte:Ganz Deutschland soll wissen, daß in den Kampfe Gegenwart auch die deutsche Südostmark zum deut­schen Volke stehe, wenn auch ein unseliger Kampf das Reich und Österreich heute scheinbar trennt.

. Die gewaltige Kraftquelle, des in dieser Frage ge= cmte» ganzen deutschen Volkes möge uns alle stärken und Msammcnballen in dem einzigen Gebet:D e u t s ch - l" » d, w i r l a s s c n d i ch n i ch t!"

Dann nahm Dr. Steinacher, erneut das Wort und führte u. a. aus: Nation ist niemals mit jenem west- 'chen Begriff der Nation gleich, wie er aus dem rein "an ichcn Denken stammt. Aus libcralistischer Zer- lotznng und historizistischer Erstarrung haben wir durch nationalsozialistische Revolution

den neuen Volksbegriff

gewonnen. Adolf Hitler, der seinen harten Weg zur vtaatsfnhrnng nicht als Staatsbürger, sondern "Ucln als Volksgenosse gegangen ist, verkörpert in Person selbst am stärksten den ewigen Gehalt beut« l" Tollheit, beruhend in der

Gemeinschaft von Blut, Art und Sprache.

finden wir wieder die Gemeinsamkeit, mit dem '^Uwnen deutscher Volksgenossen, die außerhalb der ein« 'glen Grenzen Kleindeutschlands stehen.

Ken « sicschichtlichc Stunde hat geschlagen für die Ein- ELF" dieser VvlkSgruvpen im Erlebnis unserer gc- Volkheit. Wo Volkstum draußen im Daseins- ucht, sann es nirgendwo mehr Gleichgültigkeit oder nl Heben, nur einheitliche Verpflichtung zu Hilfe ikichiw^r. Damit ist unsere Aufgabe als VDA. gekenn-

«J^ümt kennt keinen Verzicht auf Volkstum, kennt aber Bergewaltigung fremden Volkstums. In 'KUiger Achtung unserer Volkstumsarbeit sehen wir

die Grundlage für den friedlichen Nenaufbau Europas. Wir begrüßen es in Dankbarkeit, daß kein Geringerer als Rudolf Heß wiederholt ausführte, daß die Über­nahme nationalsozialistischer Formen draußen nicht nur unerwünscht, sondern schädlich sei.

Immer wieder aber wollen wir im Innern das Ge­wissen dafür sein, daß Deutschland mehr ist als der Staat Deutsches Reich, und deutsches Volk größer als die Summe der Staatsbürger des Deutschen Reiches

Mit dem donnernden dreimaligen RufV o l k Heil!" sandte die Versammlung ihre Grüße an den Reichspräsidenten, den Volkskanzler und das ganze Deutschland.

*

M GMwlmM des M$Mäfitolen.

Der VDA. hat anläßlich seiner Pfingsttagung an den Reichspräsidenten nachstehendes Telegramm ge­richtet:

Auf westdeutschem Grenzboden an der Pforte des Saarlandes grüßt der Volksbund für das Deutsch­tum im Ausland anläßlich seiner Saarbrücker Pfingst­tagung an Rhein und Mosel seinen Schirmherrn und Ehren hier in dankbarer Treue und tiefster Ehrerbietung." Der Reichspräsident hat hierauf wie folgt geantwortet:

Kein Handelsgeschäft mit dem Saardeutschtum!

Die Rede des Reichsimemimfiels Dr. Stift ms der Mainzer DDA -Tagang.

Auf dem Festakt im Großen Stadthallensaal zu M a i n z überbrachte Reichsinnenminister Dr. Frick nach den Ansprachen des Reichsführers des VDA., Dr. Stein­acher, den Tausenden der Tagungsteilnehmer die herz­lichen Grüße des Reichspräsidenten und der Reichsregie­rung. Dr. Frick wurde bei seinem Erscheinen von minutenlangem Händeklatschen und Heilrufen begrüßt. Als er die Stadlhalle betrat, überreichte ihm eine junge Siebenbürgerin in ihrer wundervollen Tracht einen prächtigen Blumenstrauß mit den Worten:Herr Reichsminister, mit diesen Blumen überreichen wir Ihnen einer Gruß der auslandsdeutschen Jugend aus süd- und südöstlichen Gebieten."

Reichsminister Dr. Frick nahm dann das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er u. a. ausführte:

Vom monarchischen Staat der Vorkriegszeit über die liberalistische Weimarer Republik ist das Deutsche Reich nun ein wahrer Volksstaal geworden. Aber die deutsche Nation ist größer als die Masse der Volksgenossen, die im Kernstaal der Deutschen, im Deutschen Reiche, lebt. Von den nahezu 100 Millionen Deutschen in der Welt siedeln nur 64 Millionen Volksgenossen im Reichsgebiet. Wenn man von den 10 Millionen Schweizern und Österreichern absieht, die in ihren eigenen Staaten leben, muß man fest« stellen, daß darüber hinaus noch rund 25 Millionen Deutsche als Grenz- und Ausländsdeutsche diesseits und jenseits der Meere in Staaten nichtdeutscher .Herrenvölker wohnen. Der VDA. bat sich frühzeitig als ein wahrer Volkstnmsverband, insbesondere als ein Betreuer des deutschen Schulwesens im Auslande betätigt, und er ist seit den Tagen der nationalen Erhebung zu noch größerer Dedcutuna hcranaewackKen.

DerVDA. hat nichts mit machtpolitischen Bestrebungen oder mit Grcnzfragcn zu tun, er ist und soll nichts anderes sein als die Sammelstelle aller kulturellen VottStumsbcstrcbungen unserer Volksgenossen auf der ganzen Erde.

Diese Zielsetzung ivirb von uns ganz eindeutig unter­strichen.

Die deutsche Reichsregierung Adolf Hitlers ist die erste in der deutschen Geschichte, die als die alleinige Grundlage des gesamten Staatslebens das deutsche Volk betrachtet. Zum ersten Male haben wir einen Staat, der ans-schließlich aus dem Volksgedanken aufgebaut ist. In klassischer Weise hat Reichskanzler

Adolf Hitler diese grundsnUlichc Auffassung in seiner großen Rede am 17. Mai 1933 vor dem deutschen

Reichstag hcrausgcarbcitct, als er erklärte:

Wenn ich in diesem Augenblick bewußt als deutscher Nationalsozialist spreche, so möchte ich namens der nationalen Regierung und ver gesamten Rationalerhebung bekunden, daß gerade uns in btefeni jungen Deutschland das tiefe V e r st ä ii d n i S beseelt für die gleichen Gefühle und Ge­sinnungen sowie für die begründeten Lebcnsansprüche anderer Völker. Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker auS dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiesinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben.

Wir kennen daher auch nicht den Begriff deS Germanisierens.

Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts, aus der heraus man glaubte, vielleicht aus Bolen und Franzosen Deutsche zu machen, ist uns genau so iremd, wie wir uns leidenschaslich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden. Wir

Dr. Hans Steinacher, Reichsführer des VDA., MaitÜ Haben Tic besten Dank für das freundliche Meingedenken anläßlich Ihrer Pfingsttagung. Ich erwidere Ihre Grüße herzlichst mit dem aufrichtigen Wunsche, daß dem VTÄ. rm neuen Arbeitsjahr weiteres erfolgreiches Wirken im Dienste des deutschen Gesamtvolkes beschieden sein möge!"

Der Dank des Führers an den VDA.

Reichskanzler Adolf Hitler hat an den VDA. folgendes Antworttelegramm gesandt:

Treuekundgebung des VDA. hat mich sehr erfreut. Diese Pflege unseres Volkstums jenseits der Grenzen, eine verantwortungsvolle Aufgabe, deren erfolgreiche Entwick­lung zum besten unserer Volksgenossen im Ausland ich genau verfolge, kann meiner Förderung gewiß sein."

*

Ministerpräsident Göring hat folgendes Begrüßungstelegramm an den VDA. gerichtet:

Dem Volksbund für das Deutschtum im Auslande wünsche ich für seine diesjährige Saarbrücker Tagung vollen Erfolg. Möge sie den noch nicht wieder in ihr Vaterland eingegliederten Volksgenossen des Saargebiets ein eindrucksvoller Beweis dafür sein, daß das aelamte Deutschtum hinter ihrem Kampfe steht."

sehen die europäischen Rationen um uns als gegebene Tat­sachen."

Klar und eindeutig geht aus diesen Worten hervor, oaß das im Deutschen Reich vereinigte Volk und seine Staatsführung sich

jeder imperialistischen Politik enthaltet.

wollen. Die Träger und Führer des national­sozialistischen Staates haben in der klaren Erkenntnis, daß die Grundlagen des Deutschen Reiches im Volkstum wurzeln, dem Volksbund für das Deutschtum int Aus­land die Möglichkeit gegeben, in großzügiger Weise an der Erziehung des gesamten deutschen Volkes und vor allem der d e u t s ch e n I n g e n d zu volksbewußtem Handeln und Denken milzuwirken.

In der großen Fanlilic der deutschen Nation nimmt das S a a r d e n t s ch t u m gerade im gegenwärtigen Augenblick eine besondere Stellung ein. In zähem Kampfe hat das Saardeutschtum um sein Recht und seine Freiheit gerungen. Die deutsche Treue hat sich in den Herzen der Saardeutschen ein herrliches Denkmal erbaut und aufs neue in wunderbarster Weise bewährt.

In wenigen Monaten wird das deutsche Volk an der Saar vor der ganzen Welt sein Bekenntnis zum deutschen Vaterland oblegen.

Klar und offen soll dieses Saardeutschtum zeigen, daß es aus seinem tausendjährigen Deutschtum kein Handels­geschäft machen läßt, und daß es nicht bereit ist, sich aus strategischen oder geschäftlichen Gründen hin- und her- schieben zu lassen! So mögen unsere Grüße über die Grenzen des Landes hinwegklingen und Boten deutscher Volkszusammengehörigkeft sein. Es lebe das deutsche Volk an der Saar und sein Kampf um Freiheit und Recht! Unser großes deutsches Vaterland und sein Volkskanzler Adolf Hitler Kampf- und Sieg- Heil!

Den glanzvollen Abschluß der Veranstaltung des VDA. in Mainz bildete abends eine gewaltige Volks­deutsche Kundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz vor der mit Fahnen, Girlanden und Blumen reichgeschmuckten Stadthalle. Mit erhobener Hand und entblößten Häup­tern sang man das Deutschland- und das Horst-Wessel- Lied. Tausende von Mainzer Bürgern haben in tiefer Ergriffenheit und Begeisterung dem Festakt beigewohnt.

*

Der Volksdeutsche Aufmarsch in Trier.

Feierstunde der Jugend am Pfingstsonntag.

Kaum waren die letzten Klänge des Horst-Wesscl- Liedes nach der Volksdeutschen Kundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz am Sonnabendabend in Mai n z ver­hallt, als der ungeheure Apparat der Pressestelle des PDA., in Lastwagen verpackt, abrollte, als zahlreiche Journalisten in Autos durch die Nacht dem neuen Tagungsort Trier entgegenrasten.

Jni Morgengrauen erreichte man Trier, dessen Stra­ßen und Gäßchen mit einem Wald von Fahnen des Drit­ten Reiches, der alten, ruhmreichen schwarz-ivcitz-roten Fahne und der blauen PDA.-Wimpcl übersät waren. Riesengroße Inschriften aus den Straßen und Plätzen er­innerten auch hier an unsere Brüder im Saarland.

Die Zahl der Tagungsteilnehmer dürfte mit 50 000 Jugendlichen und Erwachsenen nicht zu hoch gegriffen sein. Dazu kamen Tausende von Besuchern auS der

Umgebung der Stadt.

Die Stunde der Jugend, die traditionsgemäß am Pfingstsonntagvormittag stattfindet, wurde diesmal