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Zul-aer Mzeiger

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Nr. 181- 1934

Fulda, Montag, 6. August

11. Jahrgang

Abschied von Hindenburg

0er ©arg des Reichspräsidenten geschlossen.

Die Leiche des Generalfeldmarschaüs wurde am Eonnabendvormittag eingesargt. Bei der Einsargung waren nur die engsten Familienmitglieder zugegen. Der Zarg ist geschlossen und im Arbeitszimmer des Reichs­präsidenten aufgebahrt worden; auch die Offiziers-Ehren­wache hat in beut Arbeitszimmer Aufstellung genommen. Der Sarg ist von Blumenschmuck reich umgeben.

Der Nimmermüde ruht aus.

Die VorheeeLimMN m Tannenberg.

In dem Ehrenhof des Tannevbergdenkmals werben am Dienstag Hunderttausend!! versammeln, um Ab­schied zu nehmen twn dem greifen Feldmarschall.

Das gewaltige Vieleck mit seinen acht Türmen wird durch Hunderte von Arbeitern, Handwerkern, Postbeamten und Hilfsmannschaften für die Weihestunde der deutschen -wn hexgerichtet, Aus dem großen Denlnialshof werden Uch ringsum T r i büne n erheben, die für nahezu Menschen Platz bieten sollen. Im Irmenhof, lwr hohen Kreuz, das über dem Grabe von 20 Gefallenen der Tannenbergschlacht errichtet wurde, wird

ritte Empore errichtet, twu der der Führer und Rcichs- 'nttzlcr Adolf Hitler sprechen wirb. Vor der Empore wird ein Katafalk stehen, ans dem der Sarg des ncr= Elsien Reichspräsidenten während der Feier ruhen wird.

, Die Leiche, die in feierlicher Trauer-parade «ch dem Denkmal übergesührt wird, soll zunächst im D^d her r n t u r m nicdergesetzt werden. Der Turm « , mit schwarzem Tuch ausgeschlagen, der Boden des 111 dem der Sarg steht, ist mit weißem Sand be- ^ mit Tannengrün ausgeschmückt. Von allen Denkmals werden lange schwarze Trauer-

den ^ Beginn der Feier werden Reichswehroffiziere Zivil Wnt Katafalk tragen. Je zwei Generäle und groß.' z?"räle werden den Sarg begleiten. In dem Ehrenhof des Tannenbergdenkmals werden zwei Pillan w en Infanterie und eine Marinekompagnie aus f(rn , Aufstellung nehmen. Zur Traüerparade gehören Schwadronen eines Reiterregiments »nd zwei lNk '^rbätterien, die den Trauersalut von Watt ^"ß vor Beginn der Feier abfeuern werden. Herr»«"" ^^^ Überführung de« Sarges aus dem Feld- llr" üim M'atafatf wird der Präsentiermarsch des Z,i ^"tes des Reichspräsidenten, des 3. Garderegirnents den ci ?^^^^ werden. Aus den Umgängen zwischen der !Lcn türmen werden die Fahnenabordnungcn bäuk^s ' PD., des Arbeitsdienstes und des Kyff- ^userbundes Aufstellung nehmen

lu- Die große Trancrfeicr Sarn.^^^^itet durch bie feierliche Überführung des von dem Feldherrnturm nach dem Katafalk.

so«, *0 Rcgimcntssahncn der alten Armee Ehrenkompagnie tvahrscheinlich die Tradi vor ^ ^c^ Hindenburg Regiments werben ch' dem hohen Kreuz Aufstellung für hi,, Fläche zwischen den Tribünen ist Platz reaiori,>" ^«cdcr der Reichsrcgicrung und der Lande«. Kamili-»^ ^^ da-. Diplomatische Korps, bic Aus her'lwrigen und die Vertreter pes alten Heeres, der Denkmals werden die Angehörigen 111,0 Vereine Aufstellung nehmen. vv der W0 Personen, die im Hof des Denkmals .^m 2mÄ werbe» nornvssichllich noch an- , 000 Gäste sich in dem unmittelbar vor dem

Denkmal befindlichen Hindenburg-Stadion einfiuden und von dort aus die Feier mitanhören. Während der Feier melden drei große Opfcrfeuer in gewaltigen Schalen im Denkmal angezündet, die auch noch bis in die Nacht hin ein gen Himmel lodern werden.

Nach Beendigung der Trauerfeier wird man die Leiche des Generalfeldmarschalls nach dem Hindenburg-Turm bringen, dann werden alle Teilnehmer an der Feier an bem Sarge vorübermarschieren.

Von Dienstag ab ist das Denkmal

Tag und Nacht geöffnet,

um allen, die den Reichspräsidenten und Generalfeld- «tarschall verehrten, Gelegenheit zu geben, von ihm Ab­schied zu nehmen. Während des Tages halten Reichs- w e h r 0 f f i z i e r e, während der Nacht Unteroffi­ziere oic Ehrenwache.

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Von der Bundesführung des RS.-Deutschen Frontkümpferbundes (Stahlhelm) wurde der Landesverband Mitte des RSDFB. beauftragt, zu der Beisetzung des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg am Dienstag am Tannenbergdcnkmal ein Ehrenbataill 0 n in Stärke von 400 Mann zu stellen. Das Ehrenbataillon wird die älteste 2 1 a h l h c l m f a h n e, die im Januar 1921 als. erste Stahlhelinfahne überhaupt im Magdeburger Dom geweiht wurde, mit sich führen. Diese Fahne hat bis jetzt dreizehn Froutsoldateutage mitgemacht. Dieser ehrenvolle Ruf ging an den Landesverband Mitte, da er seinen Sitz in der Stadt hat, in der auch Generalfeldmarschall von Hindenburg acht Jahre lang als Kommandierender General und Führer des IV. Armeekorps gewirkt hat.

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Der Weg des Trauerkondutts.

Des MLchKpxW^Atr« letzte Fahrt.

Die Tratvcrseier für den verewigten Reichspräsiden­ten Generalfeldmarschall von Hindenburg wird in Neu­deck abends um 9 Uhr stattfinde«. Daran schließt sich die Überführung des Sarges nach Tannen­berg. Der Sarg wird aus eine Lafette gehoben und von dem unter Führung des Generals von Niebelschütz aus Allenstein stehenden Ehren bataillon zwei Kilo­meter weit begleitet werden. Dort wird der Sarg auf die Lafette eines Motorgcschützes gehoben und von einer Motorbatterie, die von zwei Schwadronen eines Neilerreginzcnts begleitet wird, bis kurz vor Hohen­stein gebracht werden. Am Morgen wird der Sarg dann wieder von einem Ehrenbataillon übernommen und in gleicher Weise wie von Neudeck aus zum Tannenbcrg- denkmal gebracht.

Aus dem ganzen Wege von Neudeck über Deutsch- Eylau, Osterode und Hohenstein werden SA., SS., HJ. und andere Verbände mit Fackeln Spalier bilden, so daß der Trauerkoirdukt sich durch ein einziges Fackel- spalicr bewegen wird. Die Straßen sind ein cinriaes

Um die Schaffung des neuen Menschen

Reichstagung des NS.-Lehrer bundes in Frankfurt a. Main.

RZ

In Frankfurt am Main wurde die Arbeitstagung des ____Lebrerbundcs eröffnet. Dr. Gerhard D r c s s e l - Leipzig sprach überB e r c r b u n g u n d E r z i c h u n g".

In seinem Referat

Lehrerbildung im nationalsozialistischen Staat" stellte Universitätsprofessor Pg. Dr. Krieck-Heidelberg für die Lehrerbildung v i e r G r u n d s ä tz e auf:Die Lehrer- bildnngsschnlen sind auf die nationalsozialistische Welt­anschauung zu gründen. Der erzieherische Aufbau ist ge­geben mit der hündischen Lebensform (HJ. usw.), der ivcltanschaulich-w.issenschastliche Oberbau wird erreicht durch eine völkische Erzichungswisienschaft. Sic erst wird den kommenden Erzieher befähigen. Alle erzieherische Arbeit muß im Zusammenhang stehen mit unseren Lebens- gesetzen. Der Grundsatz der nationalsozialistischen Welt­anschauung besagt nicht bloß, daß Gemeinnutz vor Eigen­nutz gehe, sondern auch, daß jedem das Seine werde. Das gilt auch für die Bildung. Wir können die Polksschul- lehrer, die Berufsschullehrer und die Lehrer an den Hoch­schulen auf die gleiche weltanschauliche Linie bringen, wir wollen aber nicht, daß die Volksschule und die Universität eine schematische Einheit werden.

überHitler - I «gcnd und Schule" sprach Pg. Bauer München. Mmistcrpräsideilt Klagges-Braun« schweig kam auf die Schaffung des S t a a t s j u g c n d - tages zu sp'echcn. Der Verzicht aus einen Schultag bedeute keine Einschränkung in der Heranbildung unserer Jugend, sondern cs sei Aufgabe der nationalsozialistischen Erzichungsrcform, vier einen Ausgleich zu schaffen. Mit einem donnernden Sieg Heil wurde Reichsminister R11 st empfangen, der zu längeren Ausführungen das Wort ergriff. Er führte u. a. aus: Dieser Generation ist die Aufgabe gestellt, ein Volk zu werden, und zwar so, daß es nie mehr zerfällt Mr müssen uns so zusammen- leben, daß es in der Geschichte M Die Frage liegt auf

Meer schwarzverhängter Fahnen. Der Weg wird teil­weise mit Eichenlaub, Tannengrün und Blumen bestreut werden. Der Trauerkondukt soll morgens am Feld­herrnhügel bei Frögenau, etwa zwei Kilometer vor Hohenstein, eintreffen. Von dem Hügel aus hat General­feldmarschall von Hindenburg vor 20 Jahren die Schlacht ^on Tannenberg geleitet. Über Tannenberg und Mühlen, mro der Kampf am heißesten getobt hat, geht es dann weiter nach Hohenstein und die Anhöhe hinauf zum Tannenbergdenkmal

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Eine Minute des Schweigens.

Am Dienstag um 11.45 Uhr.

Zu Ehren unseres toten Reichspräsidenten General- feldmarschalls von Hindenburg werden am Dienstag, dem 7. August, um 11.45 Uhr der gesamte Verkehr und alle Arbeitsstätten im Deutschen Reich eine Minute ruhen. Die Kirchenglocken läuten von 11.45 bis 12.00 Uhx Trauer- geläut.

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Sie SA. bei der Trauerfeier

für Hindenburg.

Der Ehef des Stabes der TA., Lutze, hat ungeordnet, daß am Dienstag, dem 7. August 1934, vormittags zwischen 11 und 12 Uhr, im gesamten Deutschen Reich, von sämtlichen SA.-Einheiten Trauerparaden abgchaltcn werden. Zur gleichen Zeit wird die Beisctzungsseierlich- keit von Neudeck durch Rundfunk übertragen.

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Anordnungen für die Trauerfeierlichleiten

Die Errichtung und der Betrieb von Rundfunk- empfangsanlagen zur Aufnahme der Trauerfeier­lichkeiten für den verstorbenen Herrn Reichspräsidenten am 6. und 7. August ist allen Volksgenossen ohne beson­dere Genehmigung gestattet. Gebühren werden von der Deutschen Reichspost nicht erhoben, wenn die An­lagen nach Beendigung der Übertragungen der Traucr- feierlichkeiten sogleich âbgebaut werden.

Während der Rundfunkübertragung der Trauerscicr- lichkcitcn am 6. und 7. August werden die Schalter der Postämter vorübergehend geschlossen. Für den Telegrammannahmc- und den Rohrpostdienst bleibt bei jeder Postanstall ein Schalter geöffnet. Auch im Fernsprech-, Luftpost- und Eilzustelldienst treten keine Beschränkungen ein. Bei den Postscheckämtern ruht eben­falls der Kassendienst.

Das Reichslustfahrtministerium gibt folgende Ver­ordnung bekannt: Um eine Störung der Beisetzungsscier- lichkcitcn zu vermeiden, wird für Dienstag, den 7. August 1934, der Luftraum über dem Tannenberg- N a t i o n a l d c n k m a l einschließlich eines Umkreises von 10 Kilometer um das Denkmal als Luftsperr- gebiet erklärt. Das Überfliegen dieses Luftraumes ist daher verboten.

den Lippen der alten Kämpfer: Was wird aus der beut scheu Wirtschaft, was mit dem ständischen Aufbau? Dar­auf könne man nur antworten: Die nationalsozialistische Wirtschaft kommt, wenn die Menschen in der Wirtschafl nationalsozialistisch geworden sind. Und hier liegt das Problem der deutschen Erzieher.

Ihr deutschen Lehrer, so führte der Reichsminister aus, die Aufgabe der deutschen Zukunft wird gelöst, wenn wir den neuen deutschen Menschen geschaffen haben.

An die Stelle der Allgemeinbildung tritt die national sozialistische Erziehung. Eine neue Schule kömmt mit dem neuen Lehrer, wenn in der Schule der neue völkische Mensch erzieht und lehrt. Wir kommen damit zu der Frage: Haben Sie diesen Lehrer schon? Die deutsche Lehrerschaft hat sich in den eineinhalb Jahren die beste Mühe gegeben und tut im großen und ganzen, wao Jie kann. Ich sehe die Aufgabe, die ich zu lösen habe, nubt als gelöst an, wenn ich eine Lehrerschaft habe, die nur versichcri, und das in ihrem Tun bestätigt, baß tze die neue Regierung nicht sabotiert.

Wenn ein Erzieher es nicht fertig bringt, die deutsche Geschichte deutsch zu sehen, dann soll er nicht deutscher Lehrer werden.

Meine Erzieher und Erzieherinnen! Die deutsche Jugend wird Ihnen nie gehören, wenn Sic nicht mit der Jugend leben. Ich kann aber das Leben nicht aus den Büchern lernen. Glauben Sie, daß ein Volk eS sich leisten kann, daß die jungen Lehrer, die erziehen sollen, tun können, was sie wollen? Wir verlangen vom deut schen Lehrer, daß er ein G e m c i n scha ftsmcnsch ist, und daß er sich dabin begibt, wo man das lernt. Sie sind mit Ihren Kindern zusammen die P o l k s a r m c c. Dann müssen Sie auch marschieren. Die junge Lehrer- generation wird das Führer! orps werden. Ich habe den RSLÄ. gedacht als ein Erziedungsinstitut, bat mir von der kameradschaftlichen Seite die neue Lehrerschaft bilden hilft. Diese -Organisation ist für mich maßgebend, keine andere in der Weir Die Organisation darf aber nicht