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Zul-aer Anzeiger

»*^ ^'D & Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

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SUrV wss Zul-a- unö Kaunetal^Zulöaer Krewblatt druck' Friedrich Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt- v "

Wiftleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Reüaktisn unü GeschÄstsststte: Königstraße 42 ^ §srnfprech-Rnsthluß Nr. 29S9

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Nr. 187 1934

Fuida, Montag, 13. August KSÄMM!^^

11. Jahrgang

Abstimmung Dankespflicht.

Ein Volk tritt an die Llrne.

,3$ will, daß die vom Kabinett beschloßene und verfassungsrechtliche Betrauung meiner Person und damit des Kanzleramtes an sich mit den Funktionen des sräheren Reichspräsidenten Sie ausdrückliche Sanktion des deutschen Volkes erhält." Mit diesen Worten hat uns der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler am 2. August zur Bestätigung der Staatsgewalt in freier Volksabstimmung aufgerufen. Am kommenden Sonntag treten wir alle an die Llrne und geben unserem Führer diese Bestätigung voll Dank für alles, was er und seine getreuen Helfer in diesen anderthalb Jahren für Reich und Volk taten, voll Vertrauen auf die unbeirrbare Zielsicherheit seiner auf lange Sicht arbeitenden Politik und voll freudiger Hoffnung auf die Erreichung seines großen Zieles: Deutschlands Ehre und Freiheit! Wie sehr diese Hoffnung berechtigt und begründet ist, wissen wir seit dem Beginn der Arbeit der Regierung Adolf Hitler.

Diese Regierung ist von Rechts wegen zustande nctommen, von Rechts wegen ist Adolf Hitler zu ihrem Chef bestellt, von Rechts wegen ist durch Kabmetts- beschluß und Gescireserlaß das Amt des Reichskanzlers mit dem des Reichspräsidenten vereinigt worden. Die Zusammenlegung dieser beiden höchsten Ämter ist also staatsrechtlich mit keiner noch so ausgeklügelten Spitz­findigkeit anfechtbar. Und trotzdem Volksabstimmung? Trotzdem!

Es würde genügen, sich zu sagen: der Führer will es, also wird cs gemacht. Aber wir wollen uns angesichts bet großen Tragweite dieser Abstimmung, der vielleicht bedeutungsvollsten seit dem 30. Januar 1933, auch dar­über klar werden, warum der Führer diese Bestattgung durch das Volk haben will. Er selbst hat wiederholt er­klärt, er werde uns immer wieder zur offenen Bekundung unseres Willens aufrufen. Am 12. November, als wir uns zu den Urnen drängten, ging cs um die Frage, ob das deutsche Volk die von der Regierung Hitler ver­tretene Politik billigt, und wir gaben unseren! Führer auf diese Frage eine Anwort, die selbst dieschlimmsten" Erwartungen gewisser Auslandskreise noch weit über­traf. Diesmal heißt die Frage, die sich jeder vorzulegen hat: Soll in der Person Adolf Hitlers das Amt des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten vereinigt wer­den? Die Frage in Verbindung mit diesem Namen stellen, heißt sie schon aus d e m e i n f a ch e n Grunde bejahen, weil ja niemand in Deutschland eine Persönlichkeit namhaft machen könnte, der wir eine so ungeheure Last, wie sie die Vereinigung jener beiden Ämter darstcllt, anvertrauen würden.

Wie schon dreimal seit dem 30. Januar 1933 geben wir nun am 19. August als freie Deutsche unserem Willen Ausdruck ivieder einmal ein schlagender Beweis gegen die Lügenhetze fremder Interessenten, es gäbe in Deutsche landkeine freie Meinung" mehr. Geredet wird ,e,t Kriegsbeginn von solchen Begriffen wie Volks- souveränität, Demokratie, Sclbstbestimmungsrccht der Böller usw. gerade genug gehandelt wird danach 'M Deutschland Adolf Hitlers, wo selbst eine Führer- bcrsönlichlcit wie er sich in regelmäßigen Zcitabständcn Mr Beurteilung durch das Volk stellt. Wo also ist die wahre Demokratie, in Deutschland, wo ein von der ganzen Welt anerkannter Staatsmann außergewöhnlichen oormlites in den für die Nation entscheidenden Fragen mit berechtigtem Stolz die Willensmeinung des Volkes ttngt, oder beispiclsiveisc etwa in Österreich, wo seit fast ^'"«»halb Jahren unter ständigem Verfassungsbruch 'chwahlcn verhindert werden und der wahre Volksirnlle Gewalt unterdrückt wird, oder etwa im Saargcbict, , .«"c landfremde Regierung sich mit hergelaufenen ^lksverrâtern zur Unterdrückung der Bevölkerung zu- '"mmetztut?

Nach ßogC vor Dinge hätte ein Adolf Hitler diese Abstimmung an sich nicht nötig. Er hat sic glcich- , "m npgcurdnct und beweist dmnit, daß Deutschland die /J^hlich reinste Form der Demokratie hat: das Volk ...bst entscheidet in Lebensfragen. Und der Führer mit dieser Abstimmung weiter beweisen, daß das putsche Volk mit einer so erdrückenden Mehrheit hinter M steht, daß diese der Gesamtheit fast gleichkommt. ejcs Moment aber wird bei allen großen anßenpoliti- W Fragen für Deutschland von gewichtigster, ja vicl- kXnor entscheidender Bedeutung sein, wird hinter den WtbungcH des Führers stehen w i e eine M a u c r, müssen â ausländischen Unterl^hlungsvcrsuchc scheitern n Wir erfüllen nicht mehr als unsere Dankespflicht L-^uber Adolf Hitler, wenn wir ihm am 19. August auf ^ Frage ans tiefer Überzeugung mitJa!" antworten. ..^retten wir uns in dieser Woche auf den Tag der qm««- Entscheidung vor und erweisen wir uns dann als "Dampfer eines Adolf Hitler würdig!

Urlauber!

Ferienreisende!

s. W'k cs am kommenden Sonntag keinen Aus- J" °> den Weg zuvor zur Abstimmung gibt, ' tobt es auch keine Urlaubsfahrt ohne Stim m c" ! Er ist viel wichtiger als die Fahrkarte. «tunmschcin gibt cs nur noch bis F r c i t a g !

Drei Mrmien Kurzparken zur VolksaMmmung.

Der Deutsche Rundfunk bringt in der Woche vom 13. bis 19. August täglich um 8, 14, 16 und 20 Uhr drei Minuten Kurzparolen zur Volksabstimmung. Es sprechen Persönlichkeiten aller Lebenskreise des deut­schen Volkes. Wie wir erfahren, sprechen u. a. der preußische Ministerpräsident Hermann Göring, Reichs­minister Walther Darre und Reichsminister Franz S e l d t e, ferner Reichssportführer von Tschammer und Osten und aktive Sportler, tote Hans Stuck, Hans Heinz Sievert, Otto Peltzer und Hanne Sobek. Literatur und Bühne sind u. a. vertreten durch Hans Friedrich Blunck, Rainer Maria Schlösser und Heinrich George. Aus der, W i r t s ch a f t hört man Krupp von Bohlen-Halbach und Dr. Dorpmüller. Es werden sprechen der Vater des ermordeten Norkus und der Bruder des Hitlermannes Udo Curth. Es sprechen Winifred Wagner, Oberst von Hinden­burg, Prof. Hans Pfitzner, Prof. Hausegger und Prof. Sauerbruch, Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Ritter von Epp, Dr. Frank II, Werner Beumelburg, Dr. Hugo Eckener, Baldur von S ch i r a ch , Bruno Loerzer, General Litzmann und Prinz August Wilhelm. Hören wird man ferner Männer der Arbeitsfront, und nicht zuletzt alte Kämpfer der Partei, so u. a. M a r Grabsch, den alten Schlestenkämpfer mit der Partei­nummer 2070.

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Wahlvorbereitungen im NGOFB (Stahlhelm).

Durch seinen Aufruf zum 19. August hat der Bundes­führer des Nationalsozialistischen Deutschen Front­kämpferbundes (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e, den Bund in den Dienst der Vorbereitung für die Volksabstimmung gestellt. Aus diesem Grunde ist auch der an sich bis zum 18. August für den NSDFB lStahl- helm) angeordnete U r l a u b soweit beschränkt worden, daß die Angehörigen des Bundes für die Werbung voll eingesetzt werden können.

Adolf Hitler, der Nationalsozialist, der Not und Sorgen des Arbeiterslandes aus eigener . Erfahrung kennt, hat sich stets freudig zur Arve terichaft bekannt, von der er schon mehr als die Hälfte der Erwerbs­losen wieder zu Brot brachte.

Eine einfache Überlegung.

Mit der Aufforderung zur Volksabstimmung über die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers ist der Deutsche am Sonntag vor eine Entscheidung gestellt, wie sie eigentlich leichter, d. h. selbst­verständlicher, kaum gedacht werden kann. Man braucht sich ja nur zwei einfache Tatsachen vor Augen zu halten: erstens, daß die Konzentrierung der höchsten Staatsgewalt in einer Person nichts anderes ist als der logische Ausdruck und die letzte Konsequenz des national­sozialistischen Führerprinzips. Und zweitens ist es ja bei dieser Entscheidung, in deren Mittelpunkt eine einzige Persönlichkeit steht, völlig anders als sonst bei Wahlen oder Abstimmungen; denn tatsächlich gibt es gar keinen Mitbewerber, der als Kandidat für diese^ verantwor­tungsschwere Doppelstellung ernsthaft in Frage käme, überdies ist die Persönlichkeit Adolf Hitlers im deutschen Volke in keiner Weise irgendwie umstritten, wie wir es ja in gegenteiliger Art aus den bösen Erfahrungen langer zwölf Nachkriegsjahre zu unserem Schaden er­fahren mutzten. In der Tat, die Persönlichkeit und ihr Werk beide liegen in voller Klarheit vor aller Welt, beide sprechen für sich selbst.

Was kann daher leichter sein, als diesem Mann am kommenden Sonntag ein freudig zustimmendes I a zu geben, den wir seit nun bald fünfzehn Jahren als den Schöpfer der nationalsozialistischen Idee, den Führer und Organisator der Bewegung und schließlich als Führer des deutschen Volkes, als" Reichskanzler, als Staatsmann kennen! Auf den ersten Platz, den das Reich zu vergeben hat, ist ein wahrer Kämpfer gestellt der von frühester Jugend an, über die bitterbarten Wiener Lehr- und Leidensjabre, über die Jahre des Krieges, über die Kette der Kampfjahre bis zum 30. Januar 1933 nichts anderes gekannt bat als das Ringen um die Seele seines Volkes, stets unter rücksichtslosem Einsatz seiner Person, ja seines Lebens, wie er es in und nach dem Kriege hielt und wie er es noch am 30. Juni d. I. unter der Bewunderung der Welt tat. Diese Grundlage des Denkens, des staatsmännischen Planens, die niemals das eigene Ich, sondern nur das Ganze kennt, kommt freilich aus einer völlig anderen Mentalität, als sie den beiden bisherigen Neichen, dein mittelalterlichen Kaiserreich und dem vielfarbigen Staatengebilde der nachnapoleonischen Zeit das SeP^t gab. Wer die deutsche Geschichte sorgend durchgearbeitet bat, ist immer wieder auf einen der unheil­vollsten Begriffe unseres Vaterlandes gestoßen: auf den Begriff der ..^âsmacht", auf das Streben der Einzel­fürsten also, ihren eigenen Machtbereich ohne Rücksicht auf das gesamte deutsche Vaterland zn erweitern oder aus diesem Machtbereich persönliche und familiäre Vor­teile zu ziehen, die gelegentlich gar bis zur regimentcr- weisen Veräußerung derUntertanen" ging. Auch das zweite Kaiserreich, das ein Staatsmann von der Größe Bismarcks in seinen Anfängen betreute, war ein Reich eigentlich nur dem Namen nach: noch die verstärkt wuchernde Kleinstaaterei der Nachkriegszeit zeigte das zur Genüge. Der Schöpfer eines Staatswesens, das man mit uneingeschränktem Recht als das Deutsche Reich bezeichnen kann, ist erst der Nationalsozialismus, ist erst 'Adolf Hitler, der der Kleinstaaterei ein gleiches Ende machte wie den Parteien und damit die beiden deutschen Erbübel aus

rotteie. .. ... ,.

Das weiß man seit anderthalb Jahren natürlich auch im Auslande sehr wohl (und wird es nach dieser timmung des 19. August wohl noch tobt pjt U1^ nüsscn), daß der Begriff Deutschland heute cm tu. i«J M- geeintes Volk, eine Nation trn besten sinne Worws verkörpert. Diese innere Einigung ju mrb.nbcui, E das A und das O der Politik der früheren ^emd- eunbitaaten. Diese setzten damit nur d'e Po to f des mßcldcutschen Auslandes vom F«'Mta nr ..t to ~ eint sich wieder in dem erbitterten Kampf t"--- Auslande,.

die deutsche Einigung unter Bismarck von »8^ Ionderbestimmung von 1919, die den .lmcklur, . an Deutschland verbleiet, leitet daun m ^ ^ Politik der Nachkriegszeit über. «er uche v^ (j^ sind auch heute noch im Gange, teils I - -r tierischer Hetze und Verleumdung, teils aut bim ~ j Zersetzung und der ^u^lfenahmc der - !>>, sind digen Menschen gemiedenen Em.grantcickiM unb dergleichen Versuche heutzutage iuicb . nrriirteilt

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BBääs? F in großen ar die ganze Welt gerichteten Reden bic drängenden Notwendigkeiten friedlicher Wiederain um, arbeit behandel, hat. Und uns will scheinen. dan Ado f Hitler ein gutes Reckn bat, im Kreis der europäischen Staatsmänner ein höchst gewichtiges Wori mitoutom^n Man deshalb, weil er ja seit anderthalb Zähren den praktischen Beweis liefert, wie man ein großes Staats­wesen ganz aus eigener Kraft politisch nicht nur, sondern auch wirtschaftlich und kulturell, neu aufbaut. Wo und heute die hobnvollen Schwätzer, die selbst noch nach der