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Zul-aer Anzeiger

Erscheint jeden Werktag. Wochenbeilage: Der Sonntag". Bezugspreis: monatlich 1,70 RM. Sei Lieserungsbehinderung durchHöhere Ge­walt" bestehen keine Ansprüche. Verlag Friedrich Ebrenklau, Fulda, Königstraße 42. Ratations- Trilli- Friedrich Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt- schristleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42.

Nr. 188 1934

Tageblatt Mr Rhön un- Vogelsberg Zul-a- un- Haunetal »ZulLaer Kreisblatt

Re-aktion un- Geschäftsstelle: KöntgstraKe 42 Kernsprech-Ansthluß Nr. WW

Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Rabatt nach Tarif gewährt, bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwort!, für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Fulda, Dienstag, 14. August

11. Jahrgang

Signal:Sammeln!

Tage erußer Sammlung.

Im ganzen Reich hat mit dem Montag die Propa­ganda für die Volksabstimmung des 19. August eingesetzt. Da Unterschied gegen die Wahlen der Systemzeit ist anlfcnfällig: keine Papierfluten, die die Straßen ver­unzieren, kein gegenseitiges Überschreienwoklen von Dutzenden von Parteien, keine blutigen Zwischenfälle von alledem bleiben wir unter der Regierung Hitler vcr- fâwnt. Diese Verirrungen einer Zeit der Zwietracht haben wir ersetzt durch eine Woche innerer Sammlung, in der nicht der äußere Lärm, sondern der Ernst der vor uns stehenden Aufgabe und die stille, aber tiefe Überzeugung von der Notwendigkeit unserer Pflichterfüllung gcffcnüber dem Vaterland und dem Führer maßgebend ist. Alles andere muß jetzt zurückstehen vor der großen Stunde des kommenden Sonntag, wenn wir mit dem Stimmzettel unserem Führer und Reichskanzler aus gläubigem Vertrauen heraus eine Machtfüttc geben, wie sie vor ihm niemand in Deutschland gehabt hat. Mit dieser Machtfülle ausgerüstet, wird er dann bei den Ent­scheidungen über die großen europäischen Fragen seinen ausländischen Verhandlungspartnern gegenübertrctcn fein einziger Staatsmann auf der Welt wird mit einem solchen Schwergewicht einer geschlossenen VolkS- meinung hinter sich in die Geschicke der Menschheit cin- greifen können wie Adolf Hitler. Auch aus diesem Grunde kommt cs am Sonntag auf jede einzige Stimme an.

Darf man sich nach den ersten Anzeichen schon eine Meinung bilden, so kann man sagen, daß das deutsche Volk am kommenden Sonntag mit einer so gut wie restlosen Mehrheit zur Urne schreiten wird. Wer daS starke Interesse beobachtet hat, mit dem sich die Wähler am Sonnabend und Sonntag zur Einsichtnahme in die Stimmlisten bc- aabcn, und wer beispielsweise den Andrang bei der großen Rede deS Reichsministers Dr. Goebbels in Berlin- Neukölln oder bei den ersten Kundgebungen führender Persönlichkeiten im Reich sab. der kann nur mit tiefer Genugtuung feststellen: wir Deutschen sind unter Adolf Hitler wieder eine Ration geworden. Wir haben eS gründ­lich satt bekommen, unS um nebensächlicher Dinge willen negenfeitiß bie Köpfe einzuiDagen und bei jeder Wahl neueParteien", d. h. neue Gruppen von Mißvergnügten, zu bilden, wir wsTe« heute in erster Linie und vor allem anderen nur das eine, waS die Snstemrcgierungcn erst immer in zweiter Linie berücksichtigten:

Deutschland.

Der Sinn der Volksabstimmung

Bon

. Frick.

â. Über den Tod schreitet das Leben weiter. Der Reichspräsident, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, schläft in dem Mahnmal, das in Er­innerung an seinen größten Sieg errichtet wurde, den ewigen Schlaf. An uns, an das deutsche Volk aber stellt ^ns Leben täglich neue Anforderungen, die wir erfüllen müssen, in der gleichen Treue und Hingabe, mit der Hindenburg seinem Volke diente.

Die mit dem Tod des Reichspräsidenten im Staats­eben entstandene Lücke bat die Reichsregierung unverzug- ilch dadurch ausgefüllt, daß sie die Ämter des Reichs­präsidenten und des Reichskanzlers vereinigte. Adolf Hitler, der Führer, dem das deutsche Volk seine Wieder- Vbnrt allein verdankt, ist nun auch das Staatsober- p°»dt des Reichs In seiner starken und glücklichen sind Staatsführung, Oberbefehl über die Wehrmacht ^.Parteiführung vereinigt. Das von der Partei seit 'Wnn gepredigte Führerprinzip ist somit in seltener in Deutschland durchgeführt. E i n Mann, der W von allen, führt; wir andern folgen. Der Mann, der oae deutsche Volk nach jahrhundertelanger Zersplitterung endlich einte, wird in Zukunft allein nicht nur die Richt- «n,cn der deutschen Politik bestimmen, sondern auch Deutschland repräsentieren. .,

Mit dem Beschluß der Reichsregierung vom 1. August, e beiden Ämter zu vereinigen, ist zugleich ein weiterer

Schritt zur Reichsresor >u getan. Auch dieser otM fügt sich organisch in die bisherige, aus stärkste Vereinheitlichung des Reiches abzielende Politik ein. Der « ihrer bat es nach der nationalsozialistischen Revolution ächt abgelehnt, sofort ans dem Papier eine neue Ver

w schaffen. Gar zu oft haftet einer solchen, am an PM ausgeklügelten Verfassung zu viel Theorie vtc sich im praktischen Leben bann nicht bewährt. Die Weimarer Verfassung von 1919 ist dafür der beste Beweis. n neuen Reich gehen den umgekehrten Weg: wir bie Dinge sich organis ch e n t w i cf e l n , bevor .""'nen bie feste Form des Gesetzes geben, und teb das deutsche Volk fährt aus diesem Wege besser, ao in. e^ der Reichsregierung in den ver

' menen anderthalb Jahren erfährt mit dem neuen Ge dnâ Krönung, denn es stellt den besten Mann, bin

ho*' nn die Spitze des Reiches

das .u .wirrem Versprechen, in jedem Jahr einmal Zur V< pesragen zu wollen, bat der Führer dieses Gesetz findens Abstimmung gestellt, die am 19 August statt h'aiiM. ^" welchem Lande der Welt wird so demo sich um 'egteri, . wie in Deutschland? Ein Tyrann würde au i dem Volke Gelegenheit zu einem UrtèUSWru» aebcn. Der Volkskanzler aber ruft sein Volk in

v o l l st e m V e r t r a u e nzu einer neuen Abstimmung, trotzdem noch nicht ein Jahr vergangen ist, seitdem Deutschland sich in überwältigender Mehrheit zu ihm bekannte.

Dem Ausland wird diese Abstimmung erneut zeigen, daß Führer und Volk eins sind, und daß es eine Lüge ist, wenn eine gehässige Auslandsmesse bebaubtet. in

Aufnahme des Führers.

Die neueste

Deutschland herrschte Rein, in Deutschland

eine verantwortungslose Diktatur, regiert eine vom Vertrauen der übergroßen Mehrheit des Volkes getragene Re­gierung, deren Stärke nicht besser bewiesen werden kann als dadurch, daß der Führer jedes Jahr die Willens- meinung des Volkes in freier, geheimer Abstimmung

erforscht.

Besonders wichtig erscheint die außenpolitische Bedeutung dieser Volksabstimmung Immer wieder kann man in der uns unfreundlich gesinnten Auslands­presse Jweckgerüchtc über Zersetzungserscheinungen in Deutschland, über Zerfall und Zwietracht lesen. Wir selbst haben zwar davon nichts gemerkt, wir fühlen uns glücklich und stark in unserer nationalen Einheit. Gewisse inter­nationale Intriganten aber setzen solche Gerüchte in die Welt, um ihr dunklen Geschäfte besser durchführen zu können. Das deutsche Volk wird sie am 13. August Lügen strafen. Es wird der Welt erneut klarmachen, daß die Zeiten, in denen man auf deutsche Uneinigkeit und Zwie­tracht spekulieren konnte, endgültig vorbei sind. Deutsch­land ist einig und marschiert g e s ch l o s s e n den Weg, den ihm sein F ü h r e r z e i g t.

Reben dieser innen- und außenpolitischen Bedeutung der Volksabstimmung sehe ich noch einen tieferen und letzten Sinn dieses Volksentscheids. Er soll ein Dank werden, ein heißer Dank an den Mann, der das deutsche Volk bisher geführt hat, und der allein die schwere Ver­antwortung für den künftigen Weg tragt. Der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler hat sich in den vergangenen iv. Ihren die Herzen wob! des gesamten deutschen Volkes erobert. Ihm gilt das restlose Vertrauen aller Volks­genossen. Deshalb soll die Abstimmung ein Bekcnnt- I, i § zu dieser einzigartigen Führer-Persönlichkeit werden, ein Dank für die bisherigen übermenschlichen Leistungen Adolf Hitlers sein, eine Trenekundgebung für diesen Mann, der nichts kennt als Liebe zu seinem Volk, als die Sorge um die Zukunft, als Arbeit für Volk und Vater- Sinne ruft die Reichsregierung das

land In diesem gesamte Volk auf. zu tun!

H eil de in A d o l f Hitler!

am Abstimmuugstagc seine Pflicht

F ü b r e r u n d Reichskanzler

MserMhrer Adol Zitier am 21.3 1934 Mim Vegm^ der zweiten ArherisNtacht:

lind wenn mir uns heute sorge», um Millionen Menschen wieder Arbeit und Brot zu verschaffen, dann wird unsere Sorge morgen sein, ihre Konsumkraft zu erhöhen und ihren Lebensstandard zu verbessern!"

Du, deutsches Volk beweise am 19. August 1934, das; du Vertrauen zu unserem Führer hast!

Herr im eigenen Hause.

Viele Jahrhunderte hindurch hat das Ausland da­mit gerechnet, in Deutschland Verbündete zu haben. Erst waren es charakterlosen Fürsten, die eiskalt ihre Völker verrieten, dann sind es Parteien gewesen, Weltanschau­ungen. Immer haben sie Verbündete gehabt. Jetzt will ich den Gegnern zeigen, daß sie keine Verbündeten mehr in Deutschland haben."

Adolf Hitler sprach diese Worte am 11. November vergangenen Jahres. Am nächsten Tage schon beur­kundete das deutsche Volk in einer bis dahin noch nie gesehenen Beteiligung mit dem Stimmzettel, wie berech­tigt diese Erklärung unseres Führers war.

Wer unter uns, wenn anders wir gute Deutsche waren, bat nicht voll tiefster Empörung jene lange Reihe von Rachkriegsjahren erlebt, in denen sich unsere außen­politischen Gegner, vor allem Frankreich, mit absoluter Sicherheit daraus verlassen konnten, daß sie auch bei noch so weitgehenden Forderungen sie mochten Versailler Diktat oder Auslieferung derKriegsverbrecher" ein­schließlich Hindenburgs oder die Tributpläne oder sonst­wie heißen in eben diesem Deutschland bereitwillige Sachwalter jener Forderungen finden würden! Es gab ganze Parteien und eine ihnen hörige Presse in Deutsch­land, für die bei jedem neuen Diktat unserer Gegner n i ch ' entscheidend war die Frage, was aus Deutschland werden mußte, sondern die Frage, ob nicht irgendeine Äußerung deutschen Unwillens über das Versklavungs- system bei den Pariser Fronvögten vielleicht ein Stirn­runzeln Hervorrufen könnte. Diese täglich schwarz auf weiß in Erscheinung tretende Haltung war in erster Linie die Folge des deutschen Grundübels, der Parteien wir erinnern uns ja noch der fast einen halben Meter langen Stimmzettel der letzten Svstemwablcn.

Es ist die Tragik des deutschen Schicksals, daß ganze Jahrhunderte hindurch ein mißgünstiges Ausland diese deutsche Zerrssenheit und Vielgestaltigkeit der Meinungen selbst in entscheidenden Lebensfragen des Volkes stets zu unserem Schaden bat i n seine Rechnung ein­st e l l e n konnte. Diese Erscheinung zieht sich vom frühen Mittelalter an durch die Geschichte Deutschlands, das zu einem Kampfplatz Europas bestimmt zu sein schien und auf seinem Boden ja auch Jahrzehnte hindurch Schlachifeld für den politischen Ehrgeiz anderer Völker nicht nur, sondern auch für die grauenhaften Religions­kriege gewesen ist. Die Verquickung religiöser Interessen mit politischen Fragen hat ja auch gerade dem Nach- kriegsdeutschland unter den Svstcmregierungen den Stempel aufgedrückt. Erst einem Hitler war es Vor­behalten, durch eine scharfe Trennung zwischen den politischen Notwendigkeiten und religiösen Interessen jenem jahrhundertelangen Ringen ein für allemal rin Ende zu machen und hier wie auch auf sozialem Gebiet den wahren Frieden zu schaffen.

Auch diese Politik unseres Führers in einer Frage, in der noch vor zwei Jahren niemand eine Einigungs­möglichkeit zu sehen vermochte, hätte den außenpolitischen Gegnern Deutschlands die Möglichkeit gegeben, den Friedenswillen der Regierung Hitler zu Erkennen. Nirgends aber, so will uns scheinen, trat dieser Friedens­willen eindringlicher und unwiderleglicher hervor als in dem deutsch-polnischen F r e u nd s ch a f t s v er­trag , eine politische Leistung, die ja nicht mit der wahren Befriedung zwischen Deutschland und Polen er­schöpft ist, sondern die u. a. zur Folge gehabt hat, daß Polen heute nicht mehr widerstandslos der politischen Bevormundung durch Frankreich folgt und ferner, daß die Vormachtstellung Frankreichs in Europa beute bis in den Kreis seiner Getreuesten, bis in die Staaten der Kleinen Entente hinein, bereits erschüttert ist. Ein gleich eindring­liches Beispiel seiner Friedenspolitik lieferte der Führer noch in jüngster Zeit mit der Abberufung des deutschen Gesandten aus W i e n , nachdem dieser Deutschland eigen­mächtig in eine innerösterreickiische Krise mithineingezogen hatte, mit der Sperrung der deutsch-österreichischen Grenze während der österreichischen Junirevolution und mit der Entsendung Papens als Soudergefaudtcu. Stellen wir dazu die wiederholten feierlichen Erklärungen des Führers über seine Verständigungsbereitschaft gegenüber F r ank- reich, die er mit dem Satz krönte, daß es nach der Rück­kehr des Saargebietes zwischen Deutsland und Frankreich keine territoriale Streitfrage mehr cäbc: nehmen wir hin­zu die kürzlich erfolgte Erklärung an die Adresse Eng­land s Deutschland werde niemals mehr mit England Krieg bekommen, wenn es nicht von England augrgriften würde - so steht Adolf Hitler, steht seine Politik heute als der wahrhafte Garant für den cur o p a t f m c n Frieden da, sofern Frankreich nur gewillt ist, die lebensnotwendigen Mindestforderungen Deutschlands 1111 '''^n^intterc Befriedunaswerk des Führers ist bekannt. Während früher Milliarden aus mühsam aufgebrachten Steueraroschen für irgendwelche parteipoütychcu Zwecke vergeudet wurden, schaffen heute Milliarden A r h e t t durch öffentlich Aufträge und durch die Ankurbelung der gesamten Privatwirtschaft, durch Steuersenkungen, durch Ehestandsdarlehen, durch den Aufbau des Arbeitsdienstes, durch die großen Zuschüsse für die Hauswirtschaft. Gern oder ungern muß die Außenwelt zugeben, daß die Regie rung Eitler mit ihren Erfolgen in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit heute einzig in der Welt dasteht.

Die Summe dieser inner und außenpolitischen Leistungen ergibt einfach als Folge die Tatsache, daß unsere Gegner heute wirklichk e i u e V e r b ü ndet e n mehr in Deutschland" haben. Kw sind wieder Herr im eigenen Hause. Wo könnte es noch irgendeinen Grund geben, dem Führer am 19. August ein selbstver ftiüibüdie.8 .Jia* vorruentdaUen?