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jSjpgÄS ÄS“» s Tageblatt für RHSn und Vogelsberg w Eeftrungsbehinderung durch „Höhere Ee- j
Ehrsnklau^FuId^T ^^1^ 2.” Rotation^ Zulöa- und Haunetal ♦ Zuldaer Kreisblatt
Mlâtt^FUedr.^ Fulda, >Kömgstr. 42. Redaktion und Hesihästsstsllr: KöntsstraKe 42 ♦ Zernfprech-flnsihluK Nr. 2^84
M. 200 — 1934
Fulda, Dienstag, 28. August
Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Rabatt nach Tarif gewährt, bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß.— „DA." 1090.—Derantwortl. für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lautsrbach-H.
11. Jahrgang
Der Friedensruf des Führers.
Historische Rheinfahrt.
Eintreffen auf dein Oberchrenbreitstein.
An der R h e i n f a h r t des Führers von Köln noch Koblenz auf dem Motorboot „Stromer 4" nahmen „ n. teil: Reichsminister Dr. Goebbels, Reichspressechef 5r. Dietrich, die Adjutanten des Führers, Gruppenführer xMncr und Oberführer Schaub, Gauleiter Grohö, der Saarkommissar Gauleiter Bürckel und Staatssekretär Lammers. Auf dem Rhein lageu zahlreiche Personendampsei und Motorschiffe, dicht besetzt mit festlich gestimmten Menschen, die mit echt rheinischem Temperament ihrer Begeisterung und Freude Ausdruck gaben. Dann setzte sich das Motorboot des Führers in Bewegung.
tot begann eine Fahrt den deutschen Rhein hinauf, die von wahrhaft historischer Bedeutung ist.
Scr Führer Deutschlands am freien deutschen Rhein, der Führer Deutschlands auf der Fahrt zu Hunderttausenden jener deutschen Brüder, die, Landsleute, noch ihrer Freilich beraubt, unter fremder Hoheit schmachten. Links und rechts an den Ufern sah man überall die begeistert winkenden Menschen, die sich bis aus die Spitzen der Buhnen hinausgewagt hatten, um dem Führer etwas näher zu sein. Fahnen grüßten überall und Böllerschüsse. Ein ganz besonderes Erlebnis aber waren die
ricsigeii Flottillen von Paddelbooten, Seglern und Motorbooten.
bic das weite Wasser des deutschen Stromes belebten. Selbst die Besatzungen der holländischen, französischen und belgischen Rheinschiffe waren von der Stunde gefangen- yenommen und ehrten Deutschlands Führer durch Erheben des rechten Armes. Viele dieser Schiffe führten am Bug die Hakenkreuzflagge, eine Ehrung für Deutschlands ètMsoberbauvt.
Sie Rede Adolf Hitlers ,«i«
In seiner vom Jubel der Hnnderüauscnde nmbran- beten Rede auf dem Ehrenbreitstein an die Deutschen von der Saar erinnerte her Führer einleitend an bie im vergangenen Jahr am Niederwalddenkmal abgehaücne Kundgebung. Der Vergleich dieser beiden Kundgebungen gebe vielleicht den besten Maßstab für das Wachsen des deutschen Gedankens in unserem Volke. Damals Jehntausende, heute Hunderttausende. (Lauter Beisall.) Ein sichtbares äußeres Zeichen für all das, was unser Volk in diesem iehlen Jahr erlebt hat!
Das Schwerste: Unser Reichspräsident Generalfeld- tojthad von Hindenburg ist tot. Das deutsche Volk ist W tiefste ergriffen im Gedenken an diese geschichtliche Erscheinung. Ja, selbst die Welt hat etwas verspürt von Größe dieses Mannes. Und ich möchte allen denen Wilerhalb des Reiches, die Anteil genommen haben an schmerzlichen Verlust, von dieser Stelle aus im Meg des deutschen Volkes danken. Diesem Schmerz M aber auch etwas unendlich Erhebendes gegenüber, wtbenr wir uns damals am Niederivalddenkmal ge- wlkn haben, hat das deutsche Volk sich zu einer uner- Wen Einheit zusammengefunden. (Jubelnder Beifall.> wir jener Institution den Rücken kehrten, die uns belastet, aber nicht gleichberechtigt sehen wollte, hat deutsche Volk in einer Reihe von einzigartigen ^idgebungen vor der Welt das Bekenntnis abgelegt,
. es nunmehr eins sein will. eins im Geiste, eins
111 Milten und auch eins in her Tat. (lebhafte c „ Zustimmung )
überwältigender Weise bekennt sich damit die Nation Füll Zündsätzen der Innen- und Außenpolitik ihrer 1,1111 diese Grundsätze, sie können nicht oft ge U Erholt werden.
Politisch: Erhaltung des Friedens, aber ÜubM ■ ”0 der deutschen Gleichberechtigung. (Bran- ber ßh'n 'C-' Hierzu Verteidigung der Freiheit und ^"fßdes Volkes. Wir haben seit den Tagen der Mimin rilnl,uie U1$f verfehlt, immer wieder diese Pro- sinx, nm .l0 "vr der ganzen Welt zu verkünden. Sie dvräußerlich und unveränderlich.
Bei Königswinter und Godesberg nimmt der Polksjubel ganz besondere Ausmaße an. Hier waren die Ufer aufs festlichste geschmückt. Ein Donner von Böllerschüssen empfing hier das Motorboot. Der Führer ließ das Tempo des Bootes verlangsamen und in Nähe des Ufers fahren, um den begeisterten Rheinländern aus der Nähe zu danken für ihre Liebe und ihr-> Treue.
Die letzten Kilometer vor Koblenz sind die Ufer wie ausgestorbeu,
ein krasser Gegensatz zu dem Erlebnis vorher. Hier waren die Einwohner fast bis auf den letzten Mann hinaufgeströmt zum E h r e u b r e i t st e i n. Das D e u t s ch e E cf bot sich dann als gewaltige Menschentraube dar. Hier allein hatten sich über 50 000 eingesunden. Der Führer ließ die Geschwindigkeit mindern, und langsam fuhr das Boot an dem Ufer entlang, damit jeder einmal Gelegenheit hatte, den Führer zu sehen, und damit der Führer auch die, die nicht zu ihm auf den Ehrenbreitstein kommen konnten, grüßen kann. Dann wendete das Boot, und cs ging wieder rheinabwärts nach Vallendar, wo die Wagen zur Fahrt auf den Ehrenbreitstein bereit standen. Die Tatsache, daß der Führer in Vallendar landen würde, war geheimgehalten worden.
Trotzdem aber hatten pfiffige Rheinländer die Vorbereitungen in Vallendar richtig gedeutet, und als die Wagenkolonnen des Führers anfuhren, waren bald Taufe n d e am Ufer versammelt, um den Führer beim Betreten des Ufers zu empfangen. Nur wenige Minuten Fahrt, dann leuchtete im gleißenden Sonnenlicht die weite Fläche des Ehrenbreitstcins auf, die ein weites, kaum übersehbares, wogendes Meer von begeisterten Männern und Frauen darstellte.
Mn nenpolitisch kämpfen wir für das Dasein des deutschen Bauern, des deutschen Arbeiters, des deutschen Mittelstandes, des ganzen deutschen Volkes in seinen wirklich schaffenden Kräften und Kreisen. Unb darum kämpfen wir gegen den F l n ch der A r b e i t s - losigkeit, kämpfen wir für die Zusammenfassung unseres Volkes, für die Überwindung von Partei- und Klassengegensätzen, Standesüberheblichkeit und Klassen- bünfeL «Bravo-Rufe.)
Die Erfolge dieser Politik sind trotz aller Schwierigkeiten im großen gesehen ungeheuer.
Nur wer bewußt voreingenommen sein will, kaun bestreiten, daß seit dem 30. Januar in Dcutsckstand ein unermeßlicher Wandel vor sich gegangen ist. (Tosender
Beifall.)
Wenn man uns in der Welt angreift, wenn internationale Cliquen, deren Einstellung Deutschland gegenüber wir alle kennen, uns Kamps ansagen, dann glauben Sie, meine Volksgenossen, nicht deshalb, weil mir etwa die deutschen Interessen schlecht wahrgenommen haben, sondern weil mit sie nur zu gut wahrgenommen haben. (Begeisterte Zustimmung der Hundcrttanseude.I
Wir kennen sie, diese Kräfte, die „mitleidvoll" unser Volk immer bedauern wegen des Regiments, das es zu ertragen habe. Ihnen sage ich: Iö Jahre lang haben wir nicht regiert, da konnten sic ihr Mitempfinden mit dem deutschen Volke ja biureickend zum Ausdruck bringen. Hätten sie es getan, dann stünde ich heute hier nicht vor Ihnen. (Beisall.»
Der Führer befaßte sich dann in sarkastischer Weise mit jenem kleinen Kreis von Menschen in Deutschland, der das nickst sehen motte. „Aus einen bestimmten Prozentsatz von Sehenden kommt ein gewisser Prozentsatz von Blinden. Das mar früher so, das ist heute so. Ich fürchte, es wird immer so fein.
Entscheidend ist, daß das deutsche Volk in seiner überwältigenden Mehrheit nicht blind ist, sondern sieht!" tHeilruie.)
Wenn man uns zwingt, dann werden wir uns wirtschaftlich so sehr auf eigene Füße stellen, daß man die Wirkungslosigkeit solcher Versuche bald erkennen wird.
(Lebhafte Zustimmung.)
Wir haben in diesen anderthalb Jahren wirtschaftlich gearbeitet, denn hätten mir es nicht getan, dann würden jetzt nicht wieder die Schornsteine unserer deutschen Fabriken und Werkstätten rauchen!" (Lebhaftes Bravo.)
Und wie mir wirtschaftlich uns mühten, so fei auch kulturpolitisch getan worden, was in anderthalb Jahren getan werden konnte. Ich weiß, auch hier wird von einzelnen Stellen der Vorwurf erhoben: Ja, ihr entfernt euch vom Christentum. Rein, nicht wir, sondern die vor uns haben sich davon entfernt. Wir haben bloß eine reinliche Trennung durchaesüdri zwischen der Politik, die sich mit irdischen Dingen zu beschäftigen hat und der Religion, die sich mit überirdischem beschäftigen muß. (Begeisterte Heilriifc.)
Kein Eingriff in die Lehre und BekcuntnisfreiheiL der Konfessionen hat stattgefunden oder wird jemals stattfinden.
Im Gegenteil, der Staat schützt die Religion, allerdings immer unter der einen Voraussetzung, daß sie nickt benutzt wird als Deckmantel für politische Zwecke. (Minutenlange Beifallsstürme.) Es konnte einmal eine Zeit geben, da auch kirchlich eingestellte Parteien notwendig waren.
In jener Zeit war der Liberalismus antikirchlich, der Marrismus antireligiös. Diese Zeit ist heute vorbei. Der Nationalsozialismus ist weder antikirchlich noch antireligiös, sondern im Gegenteil, er steht auf dem Boden eines wirklichen Christentums. (Brausender Beifall.) Und wir wollen nichts anderes als loval sein. Ich weiß, daß es Tausende unb Zehntausende von Priestern gibt, die die Versöhnung mit dem heutigen Staate nicht nur gefunden haben, sondern die freudig an ihm mitarbeiten. (Lebhafte Zustimmung., Und ich bin der Überzeugung, daß diese Zusammenarbeit eine immer engere und innigere werden wird
Als ich vor 15 Jahren mit knapp sieben Mann anfing, da stand niemand zu mir von dieser irdischen Welt, sondern alle waren gegen mein Werk, und heute stehen hinter diesen sieben Mann 38 Millionen. (Brausender Beisall der Massen.) Unb alauvt man etwa, daß diese
Tie Saar-Treuestaffel beim Führer.
<Tic Schlußläufer der großen Saar Treueftafsel, die aus allen Teilen des Reiches zur Saarkundgebung am dem Ehrenbreitstein eintrafen, überreichen dem ouyrer ote Urkunden.
Gar nichts wird uns jemals niederzwingen!
Schlo ß bic da sagten: „Da seht ihr. sie haben Schmid Ihnen antworte er: „Wir haben Sciner i weil unser Volk Schwierigkeiten hat! nehmen “n uns hätte es nötig, das an Sorgen zu über sal ebne 'S cr uns sich nimmt dadurch, daß er das Schick ®eifam Jr^ Volkes zu seinem Schicksal macht, und hem b‘ ^ Torge und dieses Leid sind nicht durch uns sagen Volke zugefügt worden. Allein, ich glaube, ttetan l>m„, "ten, ^uß mir in auberthalh Jahren mehr 11111 dieses Leid zu überwinden, als andere sich wièMvor uns." (Begeisterter Beifall.) Unter immer Teilen hin v ■ ^en Beifallsstürmen versicherte der Führer Hatten. ülonben, durch Worte Eindruck auf uns zu ""ur nichts mirb aus jemals uicderzwiugen'
u
Unter keinen Umständen werden mir kapitulieren!
Je größer die Not wird, um so größer wird unser Trotz unb unsere Entschlossenheit! Die^Sarge einer Führung soll "nicht geringer sein als die Sorgen die Millionen einzelner auch haben. Wir schämen uns dessen nicht, denn mir sind nicht schuld darau, aber mir wissen, daß wir^diese Sorge am Ende dennoch überwinden werden." (Stürmische begeisterte Znstimmiing der Massen.!
Der Führer wandte sich sodann der ivirtschast- lichen Frage zu. Wenn gewisse internationale Cliquen glaubten, uns vielleicht durch wirtschaftliche Terrormaß nahmen, Bohkolt usw. mürbe machen zn können, so sage er: „Dann kennen sie uns schlecht!" (Smnnischer Beifall.)
Millionen sich zu diesem Staat und damit zu dieser Be- Wegling bekennen würden, wenn sie nicht innerlich glücklich damit mären';
Unb was beweisen nun die von den anderen an- gezogenen 10 Prozent Widersacher '
Früher, meine Volksgenossen. Hatten fünf Deutsche zehn verschiedene Meinungen. Heute haben unter
zehn Deutschen neun dieselbe Meinung. (Beifall.)
Ich bin dabei überzeugt, daß es uns gelingen wird, den zehnten Mann auch noch zu bekommen (Stürmische Zustimmung. Denn immerhin man kann mir schon glauben, her Weg von den ersten sieben Mann bis zu den 38 Millionen war schwerer, als der Weg von den 38 zu den 42 Millionen fein wird «Bravo-Ruse.»
War beweist bas überhaupt, wenn einzelne meinen, einen anderen Weg gehen zu müssen Was beweist es am Ende, wenn bei eine oder andere sogar zum Verräter