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^^SS L Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg KS vr AS- hEE Zul-a- UN- Haunetal * ZulSaer Krersblatt :7s Friedrich Ehrenklau, Lauterbach,H. Haupt- v

schriftleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Redaktion UN- Hesthästsstelle: Könisstraße 42 §ernfprech-Rn^hluß Nr. 198»

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Nr. 202 1934

Fulda, Donnerstag, 30. August

11. Jahrgang

Zu Gast bei der Marine.

NächtlicheSeeschlacht" auf -er Ostsee.

Gefechtsübungen unserer Flotte.

Die gesamte deutsche Flotte außer dem Panzer­schiffDeutschland", dem KreuzerKöln" und den Minen- suchverbänden stand zur Flottenschau zwischen der däni­schen Insel Laaland und dem Ostseebad Warnemünde. Es herrschte herrliches sonniges Wetter, als die grauen Leiber der Schiffe matt am Horizont anftauchten, um dann in Kiellinie vor den Zuschauerdampfern langsam vorüber- zi,gleiten. In Führung lag der KreuzerKönigs­berg"; gleich hinter derKönigsberg" folgte der Kreuzer Leipzig", überall ständen

die Besatzungen in Paradcausstellung

nach Steuerbord zu den Dampfern ausgerichtet in leuchten­dem Weiß auf Deck. Hinter derLeipzig" folgte die Führung der Torpedoboote auf deni Torpedoboot Leopard", sodann die 1. und 2. in Swinemünde statio- mcrten und die 3. und 4. in Wilhelmshaven stationierten Torpedolwots-Halbflottillen.

Eine Abwechslung für das Auge boten die sich an­schließenden massigen Linienschiffe,

dieVeteranen" der Flotte:

Schlesien",Hessen" undSchleswig-Holstein". Das

Die Linienschiffe der Kiel­linie während des Manö­vers von dem Torpedoboot

Ns im Vordergrund aus

gesehen._______________________

Am Montag veranstalteten deutsche Flotteneinheiten in der Ostsee Uebungen, bei de­nen auch Dampfer mitKraft durch -Freude" - Fahrern als Zuschauer zugegen waren. Dieses fesselnde Bild wurde von einem Torpedoboot aus­genommen und zeigt die

Schlachtkreuzer der Kiellinie

AottenflaggschiffSchleswig-Holstein" hatte den Flotten- ches, Vizeadmiral Foerster, an Bord. Auf dem Linienschiff Schlesien" befand sich der Befehlshaber der Linienschiffe, Konteradmiral Bastian. Den Abschluß der Vorbeifahrt Meten die flinken vier kleinen Schnellboote der Mchèmarine, die in Pfeilgeschwindigkeit die Wogen Mfdmitten.

Die Flottenparade wird jedem, der dabei war, in steter Winnerling bleiben. Mit dem gleichen Interesse verfolgte «an ein Tag-Gefecht der Schiffe und die schnellen Durchbrüche der Schwarzen Gesellen, der Torpedoboote, Mich die eigene Linienschiffkette, ein Manöver, das viel Schicklichkeit verlangt. Bald richten sich alle Gläser auf

künstlich erzeugte Nebelbank,

unter deren Schutz sich die flinken Torpedoboote bergen. Furchdie kilometerlange Wolkcnbank ist den Linienschiffen Sicht nach dem gefährlichen Gegner genommen.

. «löblich sausen die schwarzen Boote an einer Stelle ^dnn dichten Schleier hervor. lassen ihre Torpedolvaffc

Die Jugend des Dritten Reiches.

»deutsche Eltern, eure Kinder sind bet höchste Stolz der neuen Staates!"

Der Reichsjugcndführer an die deutschen Eltern.

Iugendführer des Deutschen Reiches, Baldur lm>^â)<rach, wandte sich im Deutschen Rnndfnnk mit V ^o Ausführungen a n die deutschen Eltern. Wirte H. a. ans:

wenigen Tagen erlebten mir den Abschluß des in von Mnrnan gelegenen Hochlandlagers der ^'"end. Ungefähr um die gleiche Zeit geben nun tD w'u Ferienlager der Jugend ihrem Ende ein ^iu im Monat Jnli waren runb eine Million unter dem Zeltdach; im August wuchs diese Zahl ein beträchtliches. Auch fanden große Madel wger in allen Teilen des Reiches statt, kurz,

'" großer Teil der deutschen Jugend hat einen «unimer in Freude und Gesundheit verbracht. alle ^un ich heute die Gelegenheit wahrnehme, um über ^"sichen Sender zu euch, den Eltern unserer Jung

zur Wirkung komincn und verschwinden ebenso schnell wieder im Schutz der Nebelbank.

Langsam senkt sich der Abend auf die Ostsee. Die Schiffe und nördlich der Insel Fehmarn vorübergefahren und haben die Kieler Bucht erreicht. Immer dunkler wird es. Bald sind die mit abgeblendeten Lichtern fahrenden Schiffe den Augen ganz entschwunden. Nur die Positionslaternen der Linienschiffe und die zahlreichen Lichter der Zuschauerdampfer leuchten.

Nachtgefecht!

Angriffe der Schnellboote, der Torpedoboote und Kreuzer auf die Linienschiffe! Kaum ist das Zeichen zum Gefechts­beginn gegeben worden, da spielen die S ch e i n w e r f e r der Linienschiffe über die weite Wasserfläche. Zunächst ist der Feind nicht sichtbar. Doch da trifft ein Lichtkegel ein heranpirschendes Schiff, aus dem Scheinwerferlicht anf- leuchtet. Im Nu blitzt es aus den Geschützen der Linien­schiffe. Donnergrollen erfüllt die Luft. Überall wird es jetzt lebendig, auf allen Seiten greifen die schnellen Tor­pedoboote an.

Für die Zuschauer entwickelt sich das Bild eines Riesenfenerwerks. Leuchtraketen in grünen und roten Farben, die die Schüsse der gegnerischen Torpedoboote kennzeichnen, blitzen auf

Leuchtgranaten verlassen surrend die Rohre der Linienschiffe und gehen viele Seemeilen entfernt, grell anfflammend, auf die See

nieder, so daß zwischen den niedergehenden Leucht- granaten der Linienschiffe der Gegner silhouettenartig aus dem nächtlichen Dunkel heraustritt, ein gutes Ziel für die Geschütze bietend. Immer wieder kracht es, immer ivicber blitzt es aus Über eine Stunde lang sind Ohren und Augen in kaleidoskopartigem Wechsel der Eindrücke gefangengenommen.

Dann wird auf Kommando das Feuern eingestellt. Das Gefecht, das von den vielen Zuschauerdampfern aus genau verfolgt werden konnte, Har sein Ende erreicht.

Die Flottenschau in der Ostsee hat einen prächtigen Verlauf genommen. Etwa 10 000Landratten" aus allen Teilen des Reiches waren auf den großen Dampfern der Hamburg-SüdMonte Pascual", derMonte Olivia" sowie dem Urlauberschiff der NSG.Kraft durch Freude" Der Deutsche" sowie zahlreichen kleineren Schiften aus dem Schauplatz erschienen und verfolgten die Vorfüh­rungen der Reichsmarine mit regstem Interesse.

volkpimpfe, BDM.-Müdcls und Hitler-Jungen zu sprechen, so geschieht dies, weil ich das Bedürfnis habe, euch meine Dankbarkeit für das große Ver - i r a u c n, das die deutsche Elternschaft der Hitlerjugend entgegenbringt, ansznsprcchen. Ich weiß, daß die Arbeit der Killer Jugend undenkbar ist ohne den Vertrauens­beweis der deutschen Eltern. Drei große Faktoren müssen an der Gestaltung der jungen Generation in kamerad­schaftlicher Verbundenheit Mitarbeiten,

Elternhaus. Schule und Hitler-Jugend.

^ort wo kein harmonisches Verhältnis zwischen diesen drei Stellen besteht. ist die Jugend selbst der leidtragende Teil Tic Hitler Jugend arbeitet ans einem ureigenen Gebiet auf dem es k c i u e Konflikte mit S ch u l c u u b Elter u h a u s geben soll und geben darf. Der Hitler Iugendführer erzieht seine Jugend nicht g e g e n, sondern für den Begriff der echten Autorität. xmbcm bte Hitler Jugend die jungen Deutschen lehrt, daß sie von frühester Jugend an nicht sich selüst, sondern ihrem Vol c gehören und ihre eigenen Wünsche dem Wohl oder Wehr der großen Gesamtheit nnterzuordnen haben, unterbaut sie

die Erziehungsarbeit der Familie und schafft die Voraus­setzung für eine im höchsten Sinne sozialistische R a t i o n.

Die Hitler-Jugend hat bei allen Fehlern, diemensch­liche Einrichtungen immer aufzuweisen haben und die gerade ich als Iugendführer des Deutschen Reiches deut­licher und unerbittlicher sehe als mancher andere, eine Tugend, die alles Mangelhafte und Fehlerhafte über­wiegt: Das ist ihre Einigkeit. Die Hitler-Jugend hat der Weisung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler gemäß getan, was in ihren jungen Kräften stand, um auch ihrerseits das große nationalsozialistische Eini­gungswerk durchzuführen.

Mehr als 90 Prozent der gesamten Jugend sind in den Reihen der HJ. vereinigt.

Organisationen und Verbände, die vielleicht in ihrer Zeit ebenso richtig waren wie die Hitler-Jugend in dieser Zeit richtig ist, sind zugunsten der alle umfassenden Hitler- Jugend-Organisation überwunden worden. Wo früher junge Marxisten odèr andere Jugendgruppen aller mög­lichen Färbungen standen, steht heute die einige und einmütige Jugendbewegung Adolf Hit­lers. Das ist eine Leistung, die nur dadurch zustande­kommen konnte, daß außer der Hitler-Jugend selbst ge­rade die Eltern unserer Jungen und Mädel mit ihrer für uns unschätzbaren seelischen Mitarbeit dieses Eini- gu> gswerk förderten.

Die deutschen Eltern haben ganz einfach an die Hitler-Jugend geglaubt, und dieser Glaube hat tausendfältige Früchte getragen und wird immer wieder neuen Segen bringen.

Noch vor wenigen Tagen konnte ich in einer langen Unterredung mit dem Führer und Reichskanzler fest­stellen, daß 'vas Prinzip der F r e i w i l l i g k e i t der Zugehörigkeit zur Hitler-Jugend niemals preis­gegeben werden wird. Wer zur Hitler-Jugend kommt, soll aus freiem Antrieb, ohne jeden Zwang in unsere Gemeinschaft eintreten. Der Slaat überwacht durch die Jugendführung des Teutschen Reiches den gesamten Dienst der Hitler-Jugend, aber er läßt es im übrigen jedem deutschen Jungen und Mädel frei, ob sie sich in die Hitler- Jugend einreihen wollen oder nicht. Tenn der national­sozialistischen Jugend kommt es darauf an, auch dadurch im Sinne einer Auslese zu wirken, daß nur solche zn ihr kommen, die das innere Herzensbedürfnis haben, an den Werken der Hitler-Jugend selbstlos mitzuarbeiten und damit bereits in jungen Jahren Pflichten und Opfer aus sich zu nehmen, deren ethischer Wert aus der Freiwilligkeit beruht, mit der sie erworben werden.

Unsere Arbeit in der Zukunft gilt vor allem der Ge­sundheit der Jugend, der Freizeit des Jungarbeiters, und der Ertüchtigung und Kräftigung aller in der

Hitler-Jugend geschlossenen jungen Deutschen.

So soll im Jahre 1935 auf den Erfahrungen der großen Lager dieses Jahres weitergebaut werden, und jeder Hitler-Junge und jedes Hitler-Mädel einen mehrwöchent- lichen Aufenthalt draußen in der Natur, in Zeltstädten oder Jugendherbergen bekommen. Ganz Deutschland muß mithelfen. Es ist eine Ehrensache des deutschen Volkes, daß jeder Jugendliche gesund und frei beranwächst und endlich das, was früher das Privileg weniger Begüterter und Vermögender war, nämlich die Sommerreise, der Erholungsurlaub, endlich der ganzen deutschen Jugend zur Verfügung gestellt wird.

Wenn einige ausländische Sender und Zeitungen meinen, sie können das Aufbautverl der deutschen Jugend dadurch stören, daß sic mich verleumden und diffamieren, mich für tot erklären und als Millionendieb bezeichnen, sollen sie cs tun. Ich brauchc für meine Arbeit nicht die Zustimmung der fremden Journaille, sondern die Zu­stimmung meines Führers, und die habe ich. Nach seiner Weisung werde ich wcitcrarbciten und ihm so, wie in den vergangenen zehn Jahren, auch in Zukunft die Treue halten. Hand in Hand mit den deutschen Eltern und der deutschen Jugend wird die Hitler-Jugend wcitcrarbciten. Tapfer und treu steht die junge Natton hinter ihrem Führer.

Deutsche Eltern! Eure Kinder sind der höchste Stolz des neuen Staates. Tas Deutsche Reich ist ewig durch die deutsche Jugend!

Verbot einer Zeitschrist wegen schweren Angriffs aus das Gristentuni.

Die R c ich sp resse stelle der NSDAP, teilt mit: In einer ZeitschriftN o r d I a n d" hat vor einiger Zeit in der Folge 13 ein gewisser A u g u st Hoppe, der sich als Preffereferent der Hitler-Jugend beze^chnere, einen Artikel veröffentlicht, Der nach Form und Inhalt einen ichwcren Angriff auf das Ch ri sten tu m verstellt und von den zuständigen Stellen schärfsten s in i s; b i l l i g t wird. Die ZeitschriftNordland" ist Daraufhin auf einen M ona » verböte n worden. Ter verantwortliche Schriftleiter wnrd- gemaßregelt. Eine Untersuchung hat ergeben, daß Der Verfasser des betreffen- Den Artikels. H o p p e, bereits im Mai wegen eines ähnlichen Vorkommnisses seiner Dienststellung als Presse- referent eines Unterbannei? Der Hitler-Jugend in einer kleinen Stadt Westfalens enthoben worden ist. Er hat sich also fälschlich als preffereferent der Hiller Jugend bcwiclmei Hoppè ist wegen des genannten Artikels von Der Reichs Jngcndführung ans der Hitlcr- I u g e n b e utfe r n t worden.