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Ar. 205 1934

Fulda, Montag, 3. September

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11. Jahrgang

Der moderne deutsche Stratzenbau

ist Sozialismus im besten Sinne.

Die Rede von Rudolf Heh auf dem inter­nationalen Stratzenkongreh in München.

Reichsminister Rudolf Heß hielt anläßlich der Er- âllnn des VII. internationalen Straßenkongresses in »i hndieii eine Rede, Die über alle deutschen Sender übertragen wurde. Der Reichsminister führte u. a. aus:

Wir empfinden es dankbar, daß dieser Siebente Jnter- nationale Strahenkongreß in Deutschland stattfindet. Da bie Entscheidung über den Termin und den Ort dieses lkongresses lange vor Der Machtergreifung durch den Kanünglfozialismüs in Deutschland getroffen wurde, ist E ein Zufall, daß Dieser Kongreß jetzt zu einem Zeit- pimft abgehaltèn wird, Der Ihnen, meine Herren, schon ein Bild über das Straßenwesen und über den Gesaintzustand Deutschlands im zweiten Jahre der nationalsozialistischen Revolution

neben kann. Wir begrüßen das insbesondere deshalb, weil wir wissen, daß allein der Tatsachenbericht auf Grund Ihrer eigenen Anschauung beitragen wird, bei den Matz­enden Ihrer Länder das Bild zu berichtigen, welches die Welt vielfach vom neuen Deutschland noch hat.

Sehen Sie sich unsere Arbeitsdienstlager, pen Sie sich Die Landjahr Heime Der Jugend, die tonftaltungenKraft durch Freude", die Land- Mmmngsmatznabmen, Die Fluhregulierungs- und Nr- lmmchungsarbeiten, sehen Sie sich überhaupt alle sicht- itten Beweise unserer Anstrengungen zur Wirtschafls- Mung und Bekämpfung Der Arbeitslosigkeit an. Be­lchers diejenigen von Ihnen, welche bereits früher vor Ski Machtergreifung des Nationalfozialismns Gelegen- â hatten in Deutschland Beobachtungen zu machen, werden scststellen können, wie aufsaüend sich die Menschen Wandelt haben. Sie werden auch feststellen können, daß an Stätten des Gemeinschaftslebens alle Klassen­gegensätze gewichen sind Dem Zusammengehörig­keitsgefühl gegenüber.

Richt etwa deswegen schlage ich Ihnen vor, den Rahmen Ihrer Betrachtungen in Deutschland weit zu spannen, damit Sieunserc Arbeit loben können, sondern deswegen, weil wir Die Überzeugung haben, mit all dem, was wir schaffen, nicht nur unserem eigenen Bolst große Dienste zu erweisen teilweise in Die weite Zukunft hinaus, sondern weil wir glauben, auch beispielgebend wirken zu können für Die übrige Welt.

Die Welt mag dem nationalsozialistischen System sympathisch gegenüberstehen ober nicht eines muß sie anerkennen: ' Die Ergebnisse dieses ReUerungssystems sind bei uns auf alle Fälle Derart, daß es zumindest geboten erscheint, unsere Regierüngsart und -form nicht °!>ne weiteres abzulehnen, sondern sie auf alle Fälle zu studieren. Nur diesem System ist es zu verdanken, daß Made die Autobahnen in so überraschend kurzer Mt nach Dem Regierungsantritt Hitlers praktisch in An- Wfi genommen werden konnten.

®ir sind bereit soweit cs an uns liegt alles zu um Den Austausch unserer Erfahrungen zu er- irichtcrn, um in gemeinsamem Wirken Die Wirtschafts­krise der Welt zu überwinden!

Die Planungen für unseren modernen deutschen ^rcßenbau sind eng verbunden mit Dem Strebe n Jahrh« ii D c r t e überdauern d e r Festi - tn9 Der Dom Nationalsozialismus cr« AM e ii e ii p o l i t i I ch-e n Einheit des Reiches. im Aufbau begriffene Verkehrsnetz, welches in SWanb entstehen wird, erfüllt die Forderung nach F einheit auch ans verkehrstechnischem Gebiete. Für «M Die Straße nicht nur einen zeitlichen praktischen "ns ist sie «ich, allein Sinnbild des Könnens «Wi Technik, Wissenschaft und Wirtschaft, für uns ist 9ob, er hinaus wieder geworden politisch-historisches wird "^ dor Zeit, nach dem die Nachwelt uns beurteilen

A Arbeit an Der Verwirklichung deS Straßenbau sMawnres des Führers gab bisher bereits etwa

Arbeitern aus Den Baustellen und über A. W in Den Lieferwerken Arbeit, Lohn und Brot. Cl ch feit Dem 23. September 1933, dem Tag der lAMA des großen Werkes der Reichsauto- "u burtl) Den Führer noch kein volles Jahr ver- flossen.

birrh q, '!ß4 wird die Gesamtzahl Der direkt und in- ^Hinn ' ^Wiflten allein auf den Reichsautobahnen Etwa 150 00(1 finden Arbeit in Dem ^csih m ^" Ausbau Der Reichs- uud Landstraßen. Die bis fieh,^11^ iuird nach fachmännischer Schätzung sechs fchen cm," .^ustke in gleichem Maße anhalten. Der Dent "ft fließen aus den Arbeiten für Die Reichs ®MtTöa<«4 "!ch für das vorhandene Straßennetz jährlich Es in lpöhe von 700 bis 800 Millionen Mark zu. wvrdci! i v ch,"- vom Auslande der Vorwurf gemacht Ptaj^,! tr. legten unserl Geld in großen innerdeutschen anstatt linA^ ^ B. in Denen Der Reichsautobahnen an, Aach ""I SchnlbÈpflfchtn »gen nachzukominen.

^uschauuiig tann das Problem der pfliäu«,/'.^itsüeschasfung mit Dem der Schuldner- U 'Nüst in Zusammenhang gebracht imrven.

Mobilisieren wir die Millionen unserer Arbeitslosen nicht zu praktischer Arbeit, geben wir ihnen nicht Lohn und Brot, so liegen die Arbeitskräfte brach, die volks­wirtschaftlich gesehen verzehren, ohne schaffen zu können. So wenig wie ein anderes Volk der Erde können und wollen wir die arbeitslosen Volksgenossen znarunde- gehen lassen. Die Autostraßen befriedigen sowohl ein augenblickliches Bedürfnis, sie wecken aber auch neuen Bedarf, dessen Befriedigung wiederum neuen Arbeitsprozeß bedeutet. Es ist ein grundlegender Irrtum, zu glauben, man könnte etwa ebensogut mittels dieser Arbeitskräfte und Dem im Inland vorhandenen Material Schulden bezahlen. Schulden bezahlen, heißt exportieren. Bekanntlich ist jedoch die Möglichkeit des deutschen Warenabsatzes im Ausland erheblich ein­geschränkt worden. Nicht durch unsere Schuld, sondern sogar gegen unseren Willen.

Die Welt hat unseren Güteraustausch mit ihr ein­geschränkt und damit die Möglichkeit des Schulden- zahlens genommen.

Sie kann nicht erwarten, daß wir deshalb etwa darauf verzichten, Die vorhandenen Arbeitskräfte und Materialien im eigenen Lande nutzbringend zu ver­werten. Der Bau der Autobahnen ist Sozialismus im besten Sinne, Über Die materielle Seite hinaus Dari pich' vergessen werden, daß Die Wiederbeschäftigung einer ent­sprechend großen Zahl von bis dahin Arbeitslosen von kaum abschätzbarer psychologischer Wirkung für Di* beteiligten Volksgenossen ist. Mit dem Einsatz, von Hunderttausenden schaffender Hände für Die Straße er­kennen wir zugleich deren wieder wachsende Bedeutung an, nachdem bis in unsere Tage hinein der Glaube herrschte^ Die Straße verlöre gegenüber der Schiene weiter an Bedentung.

Das Problem Straße oder Schiene besteht praktisch für uns nicht mehr. Von einer Konkurrenz kriber Verkehrswege kann in Deutschland nicht gekp^sch»« werden.

Beide Verkehrswege ergänzen insofern einander, atS der Transport der großen Massengüter vermutlich noch lang« Der Eisenbahn Vorbehalten bleiben wird, wohingegen D«« Auto in bezug aus den Stückgüter- und Prrsonentrans- yort mittels seiner technischen Vervollkommnung der Eisenbahn wahrscheinlich den Rang abläuft Neuerdings ist sogar eine Kombination der beiden Transportmöglich-

Für die neue Arbeitsschlacht

Die kommenden

Steuererleichierungen.

Staatssekretär Reinhardt sprach im Rundfunk über die steuerpolitischen Maßnahmen, die für Die kom­mende Arbettsschlacht im Herbst und Winter dürchgeführt werden. Er führte u. a. aus:

In wenigen Wochen mtrö das neue Einkommen­steuergesetz erscheinen. Es wird nm 1. Januar 1935 in Kraft treten und bereits auf diejenigen Einkommen An- wendung finden, die im Frühjahr 1935 für das Jahr 1934 zu veranlagen sein werden. Der Entwurf des neuen Einkommensteuergesetzes enthält eine Bestimmung, durch die das Gesetz über Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen wesentlich erweitert wird.

Diese Bestimmung erstreckt sich auf jegliche Ge­genstände des q e w e r b l i ch e n oder landwirt­schaftlichen Anlagekapitals, deren bctricbsgcwöhnliche Nutzungsdauer erfahrungsgemäß iO Jahre nicht über­steigt. Sie erstreckt sich nicht nur aus Ersatzbeschaffungen, sondern auch auf N e u a a s ch a f f u n gen, nicht nur auf Erneuerungen, sondern auch auf Erweiterungen des ge­werblichen ' oder landwirtschaftlichen Anlagekapi­tals Auf Erweiterungen insoweit, als es sich um kurz­lebige Gegenstände handelt. Als kurzlebig gilt jeder gewerbliche Gegenstand des gewerblichen oder landwirt­schaftlichen Anlagekapitals, dessen betriebsgewohnttche Nutzungsdauer erfahrungsgemäß zehn Jahre nicht über­steigt. ' Hilter diese Gruppe von Gegenständen, für die steuerliche V c r g ü nstig u n g gewährt lvird, werden insbesondere fallen:

1. Jegliche Maschinen und median if£e Vorrichtungen, die der Verwaltung dienen, also insbesondere Schreib- Maschinen, Rechenmaschinen, Buchungsmaschinen. Regutru-r-

lassen usw ,

Fahrzeuge aller Art, z. B. Perwnenlrastwagen, Lastkraftwagen, Krafträder lind andere Fahrräder, Trak­toren und dergleichen

3. Alle Werkzeuge, Modelle und Stanzen in der ge­samten Industrie.

4. Werk; e u g m a schiuen für Präzisionsarbeiten und . Feinmechanik und ihr Holzbearbeitung.

5. die Mehrzahl der Veredelungsmaschmen und Berede- lungSapparme in der Tertilinoustrie . . .

F Transports ä l s e > in der Asphaltmdustne, in der Zement und in der Bauindustrie

7. R u n d f u n ka nl a g e n

8. Holetaeschirr und Hotelwätche.

"eiten im Ausbau, und zwar in der Form, daß einerseits jclabene Motorfahrzeuge bzw. deren Ladcraumvchälicr »uf der Bahn transportiert werden und umgekehrt be­ladene Eisenbahnwaggans aus motorischen Schleppzügen zum endgültigen Bestimmungsort gelangen.

Die Vorteile der Reichsautobahnen waren Aniaß, diese in den Mittelpunkt des deutschen Strcrßenbaupro- zrammè zu stellen, dessen Inbegriff sie für die Welt ge- vorden sind. Die Reichsautobahnen sind in erster Linie gemeint, wenn vom modernen deutschen Straßenbau ge­sprochen wird sie besonders meinte auch der Führer, als er in einer großen Rede am i. Mai 1933 diesem das Motto gab:

Wir stellen ein Programm auf, das wir nicht der Nachwelt überlassen wollen, das Programm unseres Straßenneubancs: eine gigantische Aufgabe, die Milliarden erfordert

Wir werden die Widerstände dagegen aus dem Wege räumen und die Aufgabe groß beginnen . . .

Ich glaube entsprechend diesen Worten des Führers heute sagen zu dürfen: Wir haben die Aufgabe ü i o 6 begonnen. Ihnen, meine Herren, brauche ich nicht des längeren zu erläutern, welche Bedeutung gerade die großen Straßen, die die Länder durchziehen, für das gegenseitige Kennenlernen und die gegenseitige Ver­ständigung der Völker haben.

Je mehr die großen Turchgangsstraßen der Nachbar­länder zueinander in Einklang gebracht werden, um so mehr wird sich über die großen Straßen der Nationen im Reiseverkehr des Alltags bei wachsendem inter­nationalen Verkehr auch eine wachsende Anerkennung der Völker untereinander ergeben.

Wir wissen dann, daß Dann ein ehrliches Urteil über unser Volk entstehen wird, daß Dann dessen friedfertiges Streben und selbstbewußter Drang nach Anerkennung seiner Ehre und Gleichberechtigung in demselben Maß ver­standen werden wird, indem Die Gäste aus fremden Län­dern sehen, wie wir Deutsche Die Eigenart und das eigene Wollen fremder Völker achten. Möge auch dieser inter­nationale Kongreß einen Beitrag darstellen zur Förde­rung des Friedenswillens aller Völker. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk hoffen, daß dieser Kongreß lehrreich sein möge für Sie alle. Es kröne Erfolg die Arbeit dieser Tagung!

y. Maschinen für Hoch- und Tiefbau, wie Betonmaschincn. Aspbattzubereitungsmaschinen. Baugerüste und dergleichen.

Die Aufwendungen für alle diese Gegenstände können vom Gewinn des Jahres 1934 voll abgelebt werden, wenn Die Anschaffung oder Herstellung bis zum Schluß des Wirl- schnftsjahres 1934. in den meisten Fällen also bis spätestens 31. Dezember 1934, erfolgt. Alle diejenigen Gewerbetreiben­den und Landwirte, Die die Vergünstigung für das Jahr 1934 erlangen wollen, müssen Die Aufträge so rechtzeitig er­teilen, daß die Lieferung noch vor Schluß des Wirtschaftsjahres 1934 erfolgt.

Die Steuerermäßigung beträgt je nach der Loac deS einzelnen Falles 10 bis 45 Prozent für den in Betracht kommenden S^custaud.

Die Steuerfreiheit für l a n g l e b i a c Gegenstände, also für solche, deren betriebsgewobnliche Rutzungsdouer erfah­rungsgemäß zehn Jahre übersteigt, und zwar für Ersatzgegen­stände, wird nur gewährt, wenn Die Anschauung oder Her­stellung ohne Rücksicht auf Die Lage des Wirtschaftsjahres noch vor dem 1. Januar 1 9 3 5 erfolgt. Eine Verlänge­rung dieser Frist wird nicht erfolgen

Eine weitere steuerliche Vergünstigung für jeglichen Gebäudeeigentümer ergibt sich aus der Verordnung vom 90. April 1934 über Steuerermäßigung für Instand­setzungsarbeiten an Gebäuden Danach wird eine

Ermäßigung der Einkommcnsteucrschu'.d oder Körper schaftssteuerschuld in Höhe von 10 Prozent der

Aufwendungen

gewährt, wenn Die Instandsetzung Der Gebäude in Der Zeit vom 1. Januar 1934 bis 31, März 1 9 35 erfolgt und Der Gebäudeeigentümer tu den betreffenden Aufwendungen nicht einen Zuschuß aus öffentlichen Mitteln erhalten bat. .

Eine weitere finanzpolitische Maßnahme ist das Gesetz mr Förderung Der E b eschlie ß u n g e n Bis heute und bereits 309 000 Ehestandsdarlehen gewährt worden.

Weiterhin werden wir laufend 20 000 Ebestandsbeihilse» gewähren. Ich glaube, dass eS bald möglich lein wird, den

Dnrckschn-ttSsab zu erhüben.

In Auswirftlilg Des Gesetzes mr Förderung der Ebc?chlieyun gen sind bereits im Fabre 1933 rund 2 4 Proze n t Eben mehr geschlossen worden und Haushaltungen mehr gegründet worden als itn Fabre 1932, und im Jahre 1934 ivirb glaube ich. Die Zahl Der Eheschließungen und Hausbaltè gründunge» gegenüber 1933 abermals um 25 Prozent steigen.

Wir gehen jetzt dazu über. auch durch allgemeine Steuer- senkunaen Die Nachfragen nach Leibungen und Gütern zu fördern, o b n c Bindungen daran m knüpfen.

Bereits am 1. Januar 1935 wird das neue Einkommen-

ftiuenwch in Kraft treten. Nach diesem Gesetz werden die %nmiHe.h88tcr eine weitere Entlastung erfahren. Der Familienvater soll für seine Familie einen größeren Betrag als bisher für die LeSenShaltungSkosten ;ur Verfügung haben

Im neuen Umkatzstcuergesev. das mit Wirkuitg vom